Ein wirklich sehr gutes Strandhotel mit bester Aussicht auf das Meer und auf vorgelagerte Inseln. Lies meine Rezension und erfahre mehr über so wichtige Dinge wie moderne Triebwerkstechnik, die Entwässerung der Insel und das Geheimnis des Spas.
Die Zimmer sind die besten Zimmer, die wir bisher in unseren vielen Urlauben in Griechenland hatten. Einzige Verbesserungsmöglichkeit: Steckdosen im Bereich der Nachttische und etwas höherer Einsatz beim Putzen. In den Ecken blieb etwas Schmutz über die gesamte Aufenthaltsdauer, der Badezimmerspiegel wurde ebenso wie die Fenster nicht geputzt. Noch etwas zum allseits beliebten Thema "das ist kein 5-Sterne-Hotel". Selbstverständlich erfüllt dieses Hotel alle Kriterien eines Fünf Sterne Hotels, also z. B. 24-h-Rezeption, Kaffee auf dem Zimmer etc. Man hat oft den Eindruck, einige Menschen, gerne Schnäppchenjäger der Vorsaison, erwarten in einem 5*Hotel in Griechenland den Service, von dem sie in den BESTEN 5* Hotel der Welt gehört oder mit geringer Wahrscheinlichkeit auch selbst erlebt haben. Auch innerhalb der 5*-Kategorie gibt es noch riesige Unterschiede, was schon der Preis signalisiert. Du kannst in Singapur fünfsternig ins Sofitel oder ins Rafflles gehen. Es macht dann wenig Sinn zu schreiben, dass das Sofitel keine 5 * verdient hat, nur weil das Raffles um Längen besser ist. Noch weniger Sinn würde es allerdings machen, wenn Du schreibst, dass in der Long Bar vom Raffles Erdnussschalen auf dem Boden lagen und sie keiner aufgekehrt hat. Kleiner Scherz am Rande.
Das Essen war wirklich sehr gut. Das Frühstück haben wir innen genossen. Bitte achte darauf, dass es auf der Terrasse noch eine Station mit Smoothies und weiterem frischem Obst gibt. Es gibt noch ein A la Carte - Restaurant, das wir nicht besucht haben. Beim Vorbeigehen darf man abends der sehr schönen, originalgetreuen Möwen-Klanginstallation lauschen.
Hier müssen wir unterscheiden. Das Restaurant hat 6 Sonnen verdient. Alle Wünsche wurden übererfüllt. Sehr herzlicher Empfang, die Servierer freundlich, effektiv und unaufdringlich. Das gleiche gilt für die Snack-Bar am Strand. Der Empfang an der Rezeption bei der Anreise war sehr freundlich. Später gab es bei Nachfragen ausweichende Antworten. Außerdem mussten wir eine Anzahlung für unsere Ausgaben leisten, was jetzt nicht tragisch ist, aber doch ungewöhnlich.
Die Lage zum Strand und die sich durch die Bebauung eines leichten Hügels ergebenen Perspektiven aufs Meer sind ideal. In diesem Sommer war Griechenland in der Hochsaison extrem gut gebucht und so kam es, dass wir unseren Urlaub auf zwei Hotels aufteilen mussten. Im Helona waren wir neun Tage. Wir sind mit unserem MIetwagen durch Kardamena gefahren und haben es gleich gemerkt: Hier riecht es teilweise unangenehm. Leider blieben wir auch vor dem Hotel vom Geruch einer Kläranlage nicht verschont. Genauer: der Geruch der Kläranlage begleitete uns fast jeden Morgen sobald wir aus dem Zimmer traten bis wir ins Hauptgebäude gelangt sind, also knapp 5 Minuten. Es sind nur die Zimmer 631-734 betroffen (von der Eingangsseite, nicht vom Balkon), alle anderen überhaupt nicht. Das Zimmer selbst und auch der Balkon riechen überhaupt nicht. Wir haben uns schnell dran gewöhnt. Man kann sich das auch schön reden, denn es ist ja grds. positiv, wenn das Abwasser vorgeklärt wird und nicht einfach ins Meer geleitet wird. Trotzdem gibt es diesen feinen Schwefelwasserstoffgeruch (nicht permanent) auch bei Strandspaziergängen Richtung Kardamena. Der "hoteleigene" Strand ist davon nicht betroffen, ebenso wie alle anderen als die erwähnten Bereiche des Hotels, insgesamt also eher ein Schönheitsfehler, also K.O.Kriterium. Wo wir gerade bei Immissionen sind: Ein oft diskutierter Punkt ist die Flughafennähe. Ja, das Hotel liegt leicht versetzt ca. 2,5 km vor der Landebahn. Da hier der Wind fast immer aus NW kommt, gibt es keine Flugzeuge, die über das Hotel starten, was wesentlich mehr Lärm bedeuten würde, als bei der Landung. Zudem sollte man wissen, dass die modernen Mantelstromtriebwerke wesentlich leiser sind, als die Düsen zu "Startbahn-West"-Zeiten. Zur Schlafenszeit gibt es keine Landungen, jedenfalls haben wir keine bemerkt, weil wir schliefen ja und das Zimmer sehr schallisolierend gebaut ist. Ich finde das sonntägliche Geräusch von Rollkoffern in Prenzlauer Berg viel nerviger als eine landende Maschine. Wenn Du natürlich keine Flugzeuge magst und deswegen auch mit einem Schiff auf der Insel bist, dann ... naja, sehr unwahrscheinlich das. Fakt ist, das Geräusch der Flugzeuge fällt nur auf, weil Du sonst ÜBERHAUPT keinen Lärm hörst, also keine Autos, Busse, Jetskis, Obstverkäufer, Fähren, Putzteams oder Mopeds. Also, vergiss den Endanflug. Die meisten Flugzeuge sind typische Ferienflieger und wenig interessant. Ausnahme: Es ist hier tatsächlich eine Gulfstream 650, also ein corporate jet vom Allerfeinsten, gelandet. Da fragt man sich schon, wer da drin sitzt und wo er hier seinen Urlaub verbringt oder ob er gleich die ganze Insel kaufen will.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Im Hotel gibt es einen Spa-Bereich. Wir kamen ja bereits von einem anderen Hotel auf Kos, das mit diesem nicht in Verbindung steht und waren überrascht, dass uns bei Anreise der gleiche Massage-Gutschein überreicht wurde und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Spa die gleiche, an japanische Filme aus den 60ern erinnernde Arbeitskleidung trugen. Auch wurde man in beiden Hotels relativ oft auf die Dienstleistungen angesprochen, jetzt nicht so aufdringlich, wie Strandverkäufer in Indien oder Nordafrika, schon intensiv - aber freundlich. Der Betreiber aegeo Spas ist offenbar in vielen Hotels engagiert. Die Gäste werden vor der Behandlung gebeten einen recht umfangreichen Fragebogen auszufüllen, wie ich in beiden Hotels vom Fitness-Raum beobachten konnte. Ich habe den Massage-Gutschein glücklicherweise bei meiner Frau einlösen können, die mich hier mit einer Mischung aus Thai-, Swedish- und kann-ich-hier-nicht-näher-darauf eingehen-Massage verwöhnt hat. Bei ihr brauchte ich auch keinen Fragebogen auszufüllen. Über das Spa wollte meine Frau einen Friseurtermin vereinbaren, was aber über mehrere Tage nicht funktioniert hat, bis sie es aufgegeben hat Der Fitnessraum ist leider nicht gut. Es gibt nur ein Laufband, das aussieht, als wäre es kurz davor, seinen Ruhestand im TechnoGymn-Museum zu verbringen. Es ist nicht griffig. Bei einem Tempo über 14 km/h fühlt man sich etwas wie Herrmann Maier, der die Mausefalle zu Fuß runterlaufen möchte. Das Fahrrad ist defekt. Dann gibt es noch ein Sitzfahrrad, was einwandfrei funktioniert. Der Crosstrainer geht, aber Wiko würde sicher nicht dazu sagen, "do scheppert nix". Die Kraftgeräte sind für die Füße, wie sich meine Frau in diesem Fall nicht im physiotherapeutischen Sinne, sondern etwas uncharmant ausgedrückt hat. Platz und eine Matte für Dehnübungen: Nicht vorhanden. Bzgl. des Fitnessraums sehe ich Verbesserungsbedarf, denn es gibt einfach immer mehr Menschen, die sich auch und gerade im Urlaub fit halten möchten. Siehst Du das Foto mit dem Pool? Bitte nicht nachmachen! Wir wurden auf die möglichen Gefahren aufmerksam gemacht - und tatsächlich: das war nicht ohne, weil Absturzgefahr, was ich selbst nicht gesehen habe und meine Frau natürlich nicht sehen wollte. Kopier Dir einfach mein Foto und schreib meinetwegen auf Deiner Insta-Seite dazu : "Ihr Lieben, ich wünsche Euch einen supi Tag" #Greeceblala #Fitnessblabla #Schkeuditzornothing #Diätproduktesinddoofaberichverdienegelddamit Wassersport: Es gibt ca. 200 m entfernt eine Wassersportstation des englischen Betreibers Mark Warner. Ich habe schon viele VDWS und andere Stationen in Griechenland erlebt. Auch Robinson kommt nur in Sachen Material heran, nicht aber was den Service angeht. Der Strand sieht dort eher nach Halle 2 auf der boot in Düsseldorf aus, wenn Du mir die Übertreibung erlaubst. Das Ganze ist organisiert wie ein Flugzeugträger. Dir wird wirklich alles ins Meer getragen und auch wieder heraus, also auch ein SUP-Brett. Auf Sicherheit wird größten Wert gelegt, so fahren ständig zwei bis vier Rettungsboote zwischen den Schülern/Kunden hin und her. Auf einem Aussichtsturm steht eine Person, die nur das Meer beobachtet und dann so Sachen ruft wie "Surfer in the simming area", was sofort wieder einen Einsatz zur Folge hat. Ein Junge mit dem T-shirt "Beach Boss" organisiert die Abläufe so, dass es für alle Wassersportler zu jeder Zeit passt. In diesem Sommer war Ryan dort, der ein wirklich guter Instruktor ist. Er schult auch Foiling sowohl beim Surfen als auch bei Segelbooten. Der Wind ist optimal, die Abschattung vom Land reicht etwa 250 m weit, so dass Anfänger häufig auch später als 12:00 h noch surfen oder segeln können. Es gibt dort auch nur wenig Welle, im Unterschied zu vielen anderen Bereichen auf der Insel. Das alles hat seinen Preis: Drei Stunden Surf- oder Segelunterricht kosten 265.- Die Ausstattung ist gut, viele RS16 Cats . Der Strand ist wirklich schön. Er ist wesentlich schöner, als der vom Robinson Club, wo der Wind ohne Abschattung quasi ungebremst am Strand aufschlägt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im August 2018 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | HMHB |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 11 |
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