Das Hotel ist schon sehr in die Jahre gekommen. Die Einrichtung und das Bad sind nicht gerade auf dem neuesten Stand. Das Haus und die Anlage waren aber topp gepflegt! Vor 6 Jahren waren wir schon einmal in diesem Hotel und da war es noch ganz auf das deutsche Publikum ausgerichtet. Aus TUI ist jetzt Thomson geworden, wenn auch mit dem gleichen Logo. Dieses Mal waren wir fast die einzigen Deutschen, mit nur wenigen Schweizern. Der Rest alles Engländer und Russen, vereinzelt andere Nationen, die aber kaum auszumachen waren. Sehr lobenswert: Kostenloses WLAN gab es fast überall im Hotel, allerdings funktionierte es nicht immer zuverlässig. Trotzdem vorbildlich. Wen das mit der Sprache und den anderen Gegebenheiten nicht stört, dem kann ich das Hotel empfehlen, aber einer deutschen Familie mit Kindern definitiv nicht mehr. Schade eigentlich... Das Preis-Leistungsverhältnis finde ich persönlich schlecht und kann mir vorstellen, dass die gleiche Reise für Engländer und Russen wesentlich günstiger war.
Wir hatten ein Zimmer mit einem französischen Bett und nur einer Bettdecke! Das ging gar nicht, aber wir bekamen ein zusätzliches Laken und so war das Problem gelöst. Für zwei Personen ist die Größe des Zimmers ausreichend, aber eine Familie mit zwei Kindern muss sich dann schon ganz schön einschränken, denn der Kleiderschrank ist viel zu klein. Die Sauberkeit im Zimmer war einigermaßen, aber nicht überragend. Der Spiegel ist in den 10 Tagen nicht einmal geputzt worden, aber der Rest war o.k. Positiv: Bettwäschenwechsel nach 5 Tagen! Negativ: deutsche Fernsehsender nur ZDF und RTL Schweiz, der Rest nur für Engländer und Russen, sogar die Menüsprache des Fernsehers war auf russisch eingestellt, so dass man auch nicht die Möglichkeit hatte nach anderen Sendern zu suchen. Die Klimaanlage lief nachts bei uns wegen der hohen Temperaturen permanent und war auch nicht störend. Nur den Kühlschrank haben wir ausgestöpselt, weil er einfach zu laut war.
Der Speisesaal wurde renoviert und von der Kantinenatmosphäre, die noch 2007 herrschte, war nichts mehr zu spüren. Sauberkeit und Freundlichkeit auch da überall. Das Essen war o.k., aber nicht überragend. Vom Frühstück bis zum Abendessen alles auf den englischen Geschmack ausgerichtet. Am schlimmsten war das Frühstück. Die Spiegeleier waren scheinbar schon vorgebraten und wurden dann im Backofen warmgehalten, denn ich habe nur einmal erlebt, dass das Eigelb nicht mit einer trockenen Haut, wie aus Plastik überzogen war. Die Auswahl beim Käse, oder beim Brot ist auch nicht sehr groß. Dafür jede Menge Bohnen, Würstchen und fetter Speck, der noch nicht mal knusprig war. Abends kaum Fisch und wenn nur gekochten in irgendeiner Sauce. Showcooking auch so gut wie nicht vorhanden. Die Themenabende waren alle nicht berauschend, nur der orientalische und der italienische Abend haben mich überzeugt. Aber, DAS ist alles Geschmackssache! Das andere Restaurant haben wir nicht getestet.
Die Freundlichkeit des Personals war absolut klasse! Angefangen von der Rezeption, über Kellner, Reinigungspersonal , oder Barkeepern, besser kann man das nicht machen. Englisch ist natürlich die Hauptsprache und die sollte man schon ein wenig beherrschen. An der Rezeption wurde aber auch deutsch gesprochen. Wir kamen erst mitten in der Nacht im Hotel an und haben dann erst am nächsten Morgen gemerkt, dass das Zimmer nicht besonders sauber war. Nach einer Beschwerde erschien die "Reinigungschefin" und entschuldigte sich mehrfach. Es wurde dann sofort gründlich sauber gemacht und die Betten sogar nochmal überzogen. Die Reinigungskraft wurde dann "aus dem Verkehr" gezogen, zumindest haben wir sie bei uns nicht mehr gesehen. Auch ein Problem mit dem Safe wurde nach 15 Minuten von einem Hausmeister gelöst. Service also vom Allerfeinsten!
Der Strand ist leicht zu erreichen, wenn auch ein wenig anstrengend über einen recht holprigen Weg mit Treppen und Holzstegen. Der Hauptstrand ist mittlerweile vollkommen überfüllt, das merkt man besonders an den Wochenenden, denn dann kommen auch die Einheimischen gerne an diesen Strand. Dort ist eine kleine Beachbar, die einen tagsüber mit ziemlich lauter Musik beschallt. Samstags und sonntags legt auf dem Dach der Bar ein DJ auf...da hilft nur noch die Flucht. Tipp: Auf jeden Fall ein kleines Stück weiter gehen, denn da ist es ruhiger und das Wasser klarer. Direkt am Hotel ist es sehr ruhig und wer den Rummel braucht, kann die 2 km bis nach Ayia Napa entweder am Strand entlang gehen, oder aber mit dem Bus oder Taxi reinfahren.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Für die Kinder wurde wohl sehr viel angeboten, aber Achtung...nur in englischer Sprache und das Englisch war teilweise schlecht zu verstehen. Aber auch ein Niederbayer oder Sachse spricht Deutsch und da hätte ich auch meine Schwierigkeiten. Kinder würden da sicher eher abgeschreckt, schade eigentlich, weil die Animationsangebote sehr vielfältig waren. Der Hauptpool sieht schön aus, ist aber tagsüber total überfüllt. Natürlich auch hier die obligatorische Liegenreservierung ab 7 Uhr morgens, aber das hat uns nur amüsiert, denn wir gehen lieber an den Strand. Über den Pool am Nebengebäude kann ich nichts sagen. Es gibt auch noch Liegen unterhalb des Hotels auf einer Wiese, aber auch die muss man rechtzeichtig "markieren". Die Animation am Abend war natürlich auch auf englisch und ziemlich einfach, teilweise auch nur alberne Spielchen. Ab und zu haben wir mal eine Band gehört.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Gabi |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 51 |

