Sieht man von der nach frontal hinausgehenden, viel befahrenen und entsprechend lauten Straße ab, hat man dann auch noch das Glück, nicht in einer der auf 3 Geschossen untergebrachten Schuhschachteln im Haupthaus mit teils Fenstern nach eben dieser Straße zu wohnen, sondern im geräumigen Bungalow, dann ist die Anlage optisch durchaus nicht unbrauchbar und unansehnlich. Die Rezeption macht einiges her, insgesamt zeigt alles einen "gehobeneren" und sauberen Eindruck, wobei die Leistung im Reinigungsservice zwischen Haupthaus und Bungalows wohl voneinander abweichen kann, liegt eventuell auch mit an den Betthupferln für die Beschäftigten und deren Größe. :) Die Anlage hinter dem Haupthaus ist eher überschaubar, was gerade im Liegenbereich um den Pool einen eher gequetschten Eindruck entstehen lässt. Für Kinder zum sich auspowern eher ungeeignet, dem Erwachsenen fällt wegen der nicht deutsch-sprachigen Kinderanimation und den überwiegend kaputten Pool-Liegen das Erholen eher schwer. Der Einstieg ins Meer war nur über eine brüchige und halsbrecherische Treppe erreichbar, was mit Aquaschuhen und einigermaßen beweglichen Gliedern aber kein Problem darstellt. Der Strand fehlt völlig, das Wasser allerdings ist klar und sauber in sehr schöner Farbe. Die Animation animierte mich persönlich eher zu regelmäßigen Wutattacken, wenn mal wieder wegen Nichtreaktion eine solche zu erzwingen versucht wurde, indem man eine Sportmatte ans Bein geklatscht bekam oder einem ein "Furz-Apparat" mit Fernbedienung unter die Liege gestellt wurde. An der Animations-Reife sollte auch dringend gearbeitet werden, denn angezogene Nichtschwimmer-Kinder in den Pool zu werfen, so geschehen bei meinem eigenen, birgt nunmal durchaus lebensgefährliches Potenzial. Die Gästestruktur war durchaus angenehm, einige wenige deutsche Familien, sonst Holländer, Schweden und einige Franzosen/Belgier. Das Essen war sehr schmackhaft, das muss gesagt werden. Natürlich auch hier teils angepasst an den -vermeintlichen- Geschmack der "Deutschen" etc., aber sonst war es lecker, wenn auch zum Frühstück Schafskäse, Gurken und Tomaten fehlten, jedenfalls uns. Letztere gab es EINZELN nie und Schafskäse wiederum nur am Abend. Manchmal funktionierten die Getränke-Automaten nicht und die Cocktails schmeckten eigentlich ALLE nach Spüli, aber der sehr freundliche Hotel-Manager war immer aufmerksam und so wurde letztlich alles schnell behoben (außer besagtes Spülwasser....). Mai war von den Temperaturen her perfekt, ich kann diese Zeit für eine Reise nach Rhodos nur empfehlen. Eine Reise allgemein nach Rhodos kann ich wiederum nicht empfehlen für jene, die Griechenland bislang nur vom Festland her kennen, so wie in meinem Fall, oder die mit Familie unter anderem auch Entspannung suchen oder ein wenig "einkaufen", also shoppen und/oder Mitbringsel erstehen wollen. Mir persönlich fehlte, außer an den Tagen, an denen wir Lindos und die Altstadt von Rhodos anschauten, der typisch gelassene griechische Charakter, die griechische Musik und das Entdecken von Unberührtheit und Verschlafenheit. Hier ist weder etwas unberührt, geschweige denn verschlafen. Ist wohl so auf typischen Urlaubinseln, für mich eine "Neu"erfahrung. Das Klima war angenehm, durch den meist wehenden Wind, spürt man die Stärke der Sonne nicht wirklich oft, was natürlich auch zu dem einen oder anderen roten Urlauber führte. :-) Handyerreichbarkeit war voll gegeben. Badelatschen bzw. Aquaschuhe mitnehmen!!
War okay. Wir hatten einen Fernseher, der sogar ein oder zwei deutsche Programme lieferte, aber wer braucht auch schon TV im Urlaub.... die Handtücher wurden täglich gewechselt bei uns, wir hatten es immer sauber, die beiden "Kinderbetten" im Bungalow, die eine Ebene tiefer vor der Balkontür standen, konnte ich nicht nutzen, weil mein Kind sonst wegen sich selbst verstellender Klima-Anlage entweder erfroren oder wegen der Ausspeihungen derselben (schwarzer Flockenregen, morgens ganzes Bett darunter und der Boden davor bedeckt) erstickt wäre. Die Möblierung war in Ordnung, das Zimmer insgesamt durchaus mit gewissem Wohlfühlfaktor. Allerdings sah das im Haupthaus mit seinen zahlreichen "Landschulheim"-Gängen schon ein wenig anders aus, jedenfalls gemessen an dem, was ich dort sah. Die Zimmer waren bei gleichem Reisepreis eng und stickig, Fenster teils dann eben auf besagte Straße mit Oropax-Charakter. Telefon war vorhanden, der Anruf an mich aus Deutschland in akzeptabler Qualität. Vom Dach des Bungalows aus rumpelte es nachts merkwürdig, der Quelle war nicht auf den Grund zu steigen. Man hörte andere duschen und die Toilettenspülung betätigen, ansonsten kamen "Störgeräusche" eigentlich nur von außen aus Poolnähe, wenn die Animateure.... nein, lassen wir dieses Thema. ;)) Der Safe kostet die Woche 26,- Euro, nicht eben ein Schnäppchen. Wer seine Reisebestätigung nicht richtig liest oder mehr den KATALOG mit seiner saisonalen Beschreibung, den erwartet unter Umständen eine deaktivierte Klima-Anlage, die dann bei manuellem Zubuchen weitere 72,- Euro die Woche kostet. Sollte bei den Reisepreisen eigentlich nicht sein und sorgte auch vor Ort für Unmut, so auch bei anderen Urlaubern, die sich darüber entrüsteten.
Essen, wie gesagt, super-lecker, jedenfalls fast alles. Überwiegend gab es "griechische" Köstlichkeiten, jedenfalls das, was "wir" für griechisch halten. Eine Moussaka aber oder anderweitig typisch einheimisches, gab es nicht. Hervorzuheben ist das Tzatziki, das war wirklich super-fein. Die Hygiene fand ich nicht immer nur vorhanden, manches Besteck barg ominöse Restanhänge vom Vorgänger (und den 777 Vorgängern vor ihm...), die Gläser waren teils "neblig", aber alles in allem war es schon okay und überwiegend auch sauber. Getränke..... hmm.... ja, man fand auch trinkbares, hielt man sich an O-SAFT und Wasser, war alles okay, der Wein war trinkbar, die Limos verkniff man sich besser, hier war wieder "Spüli in allerlei Geschmacksrichtungen" angesagt. ;-) Hammer fand ICH die Uhrzeit Thema FRÜHSTÜCK. FRÜH passt und trifft es auf den Kopf. Wer nicht bis 09. 30 Uhr aufgegessen hat, dem wird der Teller förmlich unter der Nase weggezogen und die Büffets werden Schlag 09. 30 Uhr abgeräumt, so schnell kann keiner gucken. Die Argumentation, es gäbe ab 12 Uhr (oder so ähnlich) schon wieder Mittag, klar, seh ich ein, ICH hätte aber besser die Beschreibung im Vorfeld gelesen, denn dann wäre ich nicht im Avra Beach Resort gelandet. Wenn ich Urlaub habe, brauch ich es nicht, mir den Wecker für`s Frühstück zu stellen..... totaler Abturner. Teils aber selber schuld. :-( Genial war das "Zwischendurch". JEDERZEIT Kaffee und Tee, für Snacks war in Form von Kuchen, allerhand Gebäck, Eis und fragwürdiger "Pizza"teilchen und "Würstchen im Schlafrock", der eher ein Staubrock war, gesorgt. Aber ebenfalls eher ein Hoch, als ein Tief. Fazit: Die Gastronomie war in meinen Augen das Beste am ganzen Aufenthalt.
Bis auf die Animations-Nerver und die Reiseleitung von Neckermann.... alles SEHR freundlich und hilfsbereit. Man muss der Fairness halber sagen, dass auch die Animateure NETT waren, um Himmels Willen, aber ich persönlich fand sie eben nahezu ausnahmslos bekloppt und störend, sorry. Die Kellner waren ausnehmend NETT, freuten sich wie die kleinen Kinder über ein wenig Trinkgeld und die Damen, die "im Hintergrund" agierten, waren immer am lächeln und sehr aufmerksam. Man kam mit Englisch gut voran, der Barmensch am Pool sprach sogar einige Brocken Deutsch, mit denen er allerdings eher fragwürdige Vorträge über Viagra abhielt, insofern konnte darauf dann auch wieder getrost verzichtet werden. Trotzdem war auch er nett. Na ja, irgendwie auf seine Weise eben. :)) Zimmerreinigung war bei MIR immer okay, das Betthupferl lag aber auch entsprechend gleich an Tag EINS auf meinem Bett, wenn es dann super läuft, gibt es am Ende des Urlaubes nochmal was, sofern die Gute dann nicht plötzlich stark nachlässt und schon ist alles schön. Check-in war nett/normal, check-out "Ja, mach`s gut, tschüss"-mäßig kühl und desinteressiert, war mir morgens um 7 aber auch sowas von egal..... Alles in allem: Freundlichkeit ist DA im Hotel Avra Beach.
Das einzig hieran gut zu bewertende..... aus "praktikabler Sicht": Man muss nur über die besagte Straße rollen und SCHWUPP, steht man an der Bushaltestelle, die einen nach überall und nirgendwo führt. Die Einkaufsmöglichkeiten DIREKT in der Anlage oder drum herum genügen für den täglichen Bedarf völlig. Nachbarhotels gibt es eigentlich eins neben dem anderen, die ganze Hauptstrasse lang, vom Flughafen aus bis nach Rhodos-Stadt. Die Ausflugsmöglichkeiten haben wir nicht per Führung inspiziert, sondern uns auf eigene Faust losgemacht. Schön anzusehen, wenn auch teuer, waren Rhodos-Stadt (Altstadt) mit ihrem Hafen und dem Aufstieg durch zahlreiche Einkaufs-Gässchen hinauf zur "Ritterburg", ebenfalls schön, genauso teuer und lustig war das Erklimmen via Eselritt des Berges zur "Akropolis" von Lindos mit ihrem herrlichen Ausblick! Diese Sehenwürdigkeiten wurden ja aber schon in anderen Bewertungen zahlreich beschrieben und hochgelobt. Ein MUST HAVE also. ;-) Der Besuch eines vielgepriesenen Sandstrandes, dessen Namen ich vergessen habe, der aber zwischen Trantia und Lindos liegt und relativ bekannt ist, war wegen des starken Windes dann eher eine Panaden-Party, statt eines Highlights, kann aber der schöne Strand nichts dafür und gelacht hat man mit dem Sand in den Ohren dann trotzdem.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Ähm.... jaaaa.... dies geht nun schon aus allen anderen Beschreibungen hervor. Ich verkneife mir neuerliche Aufregung über die "Animation", ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Die "sportlichen" Aktivitäten, die ich beobachtete, an denen ich aber nicht teilnahm, waren teils leicht belustigend, so z. B. das mit Schwimmnudeln auf die Wasseroberfläche klatschen und merkwürdige krumme Gesangseinlagen am Pool, die von Drehungen begleitet wurden. Ob man sich "danach" gut oder gar besser fühlte, habe ich bei den Teilnehmern nicht abgefragt. Meiner Vorstellung von Bewegung entsprach jedenfalls nichts aus dem Programm. Ganz lustig war ein Karaoke-Abend, hier haben wir dann endlich herzhaft gelacht, aber auch mit offendem Mund gestaunt, da wirklich GUTE Sänger unter den Urlaubern waren. Highlight hier eine ältere Dame mit "I`ll survive". Hammer! Der "Spielplatz" besteht aus einigen Plastikteilchen, die man hinter dem Haupthaus unter die Balkone "meines" Bungalows gestellt hatte, was mich nicht immer erfreut hat und für meinen Sohn mit 6 Jahren nun leider so gar nicht geeignet war. Für FAMILIEN, die Erholung oder "Freizeit" von Kindern suchen, ist diese Anlage meines Erachtens nach die falsche.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Melanie |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 2 |


