Vom 2. - 13.9.2013 haben wir mit TUI im Hotel Azalia, bei strahlendem Sonnenschein bis 29 Grad und Wassertemperaturen bis 24 Grad einen herrlichen und erholsamen Urlaub verbracht. Durch seine moderne Architektur hat jedes Zimmer Meerblick. Das Essen war dem Preis angemessen. Sehr schön, ist die unmittelbare Strandnähe des Hotels. Wir haben uns wohlgefühlt, allerdings sind wir auch in der Nachsaison gefahren. Für Leute die sich preiswert erholen wollen ist das Azalia eine gute Wahl. Wir haben für 2 Personen bei 11 Tagen und All-Inclusive ca 1500 € bezahlt. Im Ticket war Bahn zum Flug 1. Klasse enthalten, was sehr komfortabel war. Der Flug fand mit AirVia statt, einer bulgarischen Ferienfluglinie, die über fünf A320 verfügt, von denen keiner älter als aus dem Jahr 2006 ist. Wie in dieser Preisklasse üblich, wenig Beinfreiheit und als Bordverpflegung ein einsames Sandwich und ein Softdrink. Bei 2 Stunden 20 Minuten Flugzeit von Hannover aber nicht wirklich ein Problem. Der Flughafen Varna, welcher frisch renoviert ist, ist modern, sauber und die Abfertigung ging zügig. Der Bustransfer zum Hotel Azalia dauert ca. 15-20 Minuten und war gut organisiert. Das Hotel verfügt über einen Indoorpool mit Thermalwasser und einen sehr gepflegten Spa-Bereich mit vielen medizinischen Anwendungen zu zivilen Preisen. Sehr beruhigend ist auch die Tatsache, das das medizinische Zentrum von dem Ort sich in einem Seitenflügel des Hotels befindet. Insgesamt macht das Hotel einen gepflegten, modernen und sauberen Eindruck. Das Personal war sehr hilfsbereit und freundlich und sprach ausreichend deutsch oder englisch. Der hoteleigene Strand war mit Schirmen und Liegen ausgestattet, die reichlich vorhanden waren. Die "Top-Lagen" am Pool waren natürlich mit den üblich Handtuchmarkierung meistens blockiert. Der Sand ist sehr feinkörnig, wurde ständig gereinigt und Mülleimer waren vorhanden. Das Wasser war klar und im September noch angenehme 22-24 Grad. Lifeguards passten auf, das die Leute nicht zu weit rausschwammen. Frische Handtücher gab es neben der Poolbar. In der Nachsaison scheinen vorwiegend Russen mit kleinen, nicht schulpflichtigen Kindern das Azalia zu buchen. Eine weitere Gruppe sind Rentner, teilweise auch 70+, aus allen Ländern. Zu finden sind u.a. Russen, Bulgaren, Moldawier (ja. so ein Land gibt es) und natürlich Deutsche. Alle Gruppen haben sich, bis auf einige Einzelfälle, ganz normal und zivilisiert benommen. Bulgarien hat sich zur Zeit immer noch weitgehend dem Massentourismus verschrieben und in diesem Kontext ist auch das Hotel Azalia zu sehen. Trotzdem unterscheidet es sich wohltuend, sowohl von der Architektur als auch von seiner Atmosphäre, von den üblichen Bettenburgen. Allerdings kann der Eindruck in der Hauptsaison ein ganz anderer sein und wahrscheinlich würden wir nicht in diesem Zeitraum nach Bulgarien fahren, da ich glaube, viele der positiven Erfahrungen unserer Nachsaison Reise sich nicht wiederholen würden. Einige Bereiche des Hotels sind sicherlich vier Sterne, die Zimmer und das Essen nur drei Sterne. Wer preiswert einen Erholungsurlaub sucht, ist mit dem Azalia gut bedient, und muss eigentlich bei All-Inclusive keinen zusätzlichen Cent ausgeben.
Wir kamen sehr spät an und fanden auf unserem Zimmer ein Abendbrot und eine Flasche Rotwein vor. Die Betten waren genau richtig, nicht zu hart und nicht zu weich. Das Badezimmer mit einer Badewanne war ausreichend und der Wasserdruck selbst in der 6. Etage ordentlich. Von unserem Balkon konnten wir die ganze Bucht überblicken. Das Zimmer war sauber und es wurde unsere Minibar immer mit Wasser und Softdrinks aufgefüllt. Am vorletzten Tag stand eine Flasche Sekt zum Abschied im Zimmer. Wir haben gleich am ersten Tag für das Personal einen 10 Leva (ca. 5€) aufs Bett gelegt und nach einer Woche wiederholt. Angesichts der niedrigen Löhne in diesem Land, für die Mitarbeiter des Hotels bestimmt nett. In der Halle und in einigen Bereichen des Restaurants und am Strand bekam man freies WLAN, welches allerdings zu bestimmten Zeiten, wenn alle skypten, langsam wurde. Alternativ konnte man die Computer im Computerraum nutzen.
Es heißt immer so schön in den Beschreibungen: landestypische Verpflegung. In Bulgarien heißt das vor allem alles ist ein bisschen mehr fettig und ölig. Trotzdem war für jeden was dabei, es gab Fleisch, Geflügel und Fisch, reichlich Gemüse, Aufläufe, Salate und Obst. Es wurde immer nachgelegt, alles war frisch und der Büffetbereich wurde ständig gereinigt und die Teller sofort abgeräumt. Dadurch das die Essenszeiten reichlich bemessen waren, gab es auch keinen Stau. Dies ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, das wir in der Nachsaison dort waren. Nachspeisen gab es in Form von wechselnden Kuchensorten, Puddings und reichlich Keksen. Getränke gab es von Wasser über Softdrinks, Bier, Wein und etlichen einheimischen Likören und härteren Spirituosen. Das Brot war immer frisch und sogar Diabetikerkost gab es. Trotzdem würde ich sagen nur ein drei Sterne Essen, weil irgendwie der "Pfiff" fehlte. Ich denke, man könnte aus dem Material mehr machen, obwohl es ja letztendlich eine Massenabfertigung ist. Nie haben wir das Essen als ekelig oder abstoßend empfunden. Einzig die öligen Pizzastücke, die es an der Poolbar gab, waren nicht wirklich appetitlich. Auch im Strandbereich standen einem alle Getränke und kleine Knabbereien zu Verfügung. Wir haben uns an den leckeren Sekt gehalten, der nicht zu trocken und nicht zu süß war.
Das Zimmer war sauber und es wurde unsere Minibar immer mit Wasser und Softdrinks aufgefüllt. Am vorletzten Tag stand eine Flasche Sekt zum Abschied im Zimmer. Wir haben gleich am ersten Tag für das Personal einen 10 Leva (ca. 5€) aufs Bett gelegt und nach einer Woche wiederholt. Angesichts der niedrigen Löhne in diesem Land, für die Mitarbeiter des Hotels bestimmt nett. Sehr beruhigend ist auch die Tatsache, das das medizinische Zentrum von dem Ort sich in einem Seitenflügel des Hotels befindet. Das Personal war sehr hilfsbereit und freundlich und sprach ausreichend deutsch oder englisch.
Der Ort Sveti Konstantin (zwischen 1948 und 1989 hieß er Drushba = Freundschaft) liegt zwischen Varna und dem Goldstrand, und ist ein reiner Ferienort. Den aktuellen Namen hat es jetzt von dem kleinen, gleichnamigen Kloster, welches besichtigt werden kann. Insgesamt sehr verschlafen, außer ein paar Buden wenig Geschäfte und mit vielen leerstehenden Hotels und etlichen Bauruinen. Highlight ist das Thermalbad, welches schon bessere Zeiten erlebt hat, aber was dem darin enthaltenen, 41 Grad warmen Wasser keinen Abbruch tut. Der Eintritt beträgt 10 Leva (ca. 5€). Mit einer Bimmelbahn kann man für ein paar Leva durch den Ort fahren und sich alles mal anschauen, ansonsten ist auch alles fußläufig erreichbar. Nach unserem Eindruck und den Erzählungen von Mitreisenden, ist das Azalia schon das Top Hotel in Sveti Konstantin. Wir empfanden die fehlende "Ballerman-Atmosphäre" gerade angenehm und zum Shoppen brauche ich nicht in den Urlaub fahren. Wer das vermisst, kann sehr einfach und preiswert mit dem öffentlichem Bus nach Varna fahren. Am ersten Morgen nach unserer Ankunft begrüßte uns ein sehr netter Reiseleiter von TUI mit einem Glas Sekt. Nach den üblichen Informationen bekamen wir Ausflüge angeboten, die wir recht preiswert fanden. Wir entschieden uns für einen Segeltörn nach Nessebar mit einem großem Segelschiff und einer Rückfahrt durch das Gebirge per Bus. Das Ganze kostete mit Verpflegung 129 Leva (ca. 60€) pro Person, was wir ziemlich günstig fanden, da die Zeit auf dem Segelschiff alleine 5 Stunden betrug. Der Ausflug war dann auch jeden Cent wert. Wir entschieden uns auch für einen Mietwagen, der mit Vollkasko nur 49€ am Tag kostete. Mit ihm fuhren wir an der Küste Richtung Osten und besuchten u.a. den botanischen Garten in Balcick und den Felsvorsprung Kaliakra mit seiner sagenhaften Aussicht und einem schönen Restaurant. Das Ganze kostet uns noch 10 € Benzin, aber wir waren so flexibler als bei einer Bustour und sahen auch einmal andere Ecken von Bulgarien.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation am Pool beschränkte sich auf gymnastische Übungen in und außerhalb des Wassers, Kinderschminken, Wassserball und ähnliche Dinge. Abends gab es dann einige Diskoeinlagen, die übliche Polonaisen, auch mal einen Feuerschlucker und ein Ratespiel. Alles in allem wirkte es ein bisschen unbeholfen, was uns aber egal war, da wir in unserem Alltag "Ballermann" genug haben. Glücklicherweise endeten alle Aktivitäten zu einer zivilen Uhrzeit.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Bernd |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 3 |


