Das Hotel ist recht neu, liegt auf einem Felsvorsprung und ist ziemlich klein und familiär - es gibt nur ca. 20 Zimmer. Es wird von zwei Brüdern geführt, wobei einer morgens da und eher der sanfte und umgängliche ist, der andere abends Party-Laune verbreitet und eher draufgängerisch ist. Damit ist auch ein weiterer Aspekt beschrieben: Herzstück des Hotels ist eine Bar, an der abends bis spät das eine oder andere Tröpfchen Alkohol verkauft und mehr oder weniger laut Musik gehört wird. Inklusive ist das Frühstück sowie WiFi (sehr schlechter Empfang im Zimmer, somit nur in der Lobby sinnvoll nutzbar). Alles ist sauber und ordentlich. Das Hotel ist nicht barrierefrei (gilt im Übrigen auch für Nutzer von Kinderwagen, die drei Treppen überwinden müssen, bis man ins Hotel gelangt). Ein kleines Auto kostet mit allen Versicherungen ca. 30-35 € pro Tag und ist sehr unbürokratisch zu bekommen. Essen in den Tavernen kommt für zwei Personen (je nach Appetit und Auswahl) auf ca. 25-35 € inkl. Getränke. Wetter im Oktober war super (28 Grad Luft und 23 Grad Wasser). Meer war kristallklar, es gab auch einige Fische zu beobachten. Liegen und Sonnenschirm an den Stränden kosten 6 € pro Tag insgesamt.
Jedes Zimmer ist anders geschnitten, und die meisten gehen aufs Meer hinaus. Es gibt Kühlschrank, TV und (sehr kleinen) Safe sowie Klimaanlage, jedoch kein Telefon. Alles war sauber.
Frühstück war ausreichend und enthielt Aufschnitt, Joghurt, Spiegelei, Säfte usw. Nicht besonders abwechslungsreich, aber satt wurde man. Essen konnte man auf der Terrasse mit dem oben erwähnten herrlichen Blick aufs Meer.
Der (s.o.) "Morgenbruder" war nett, zuvorkommend und umgänglich; der "Abendbruder" war offensichtlich auf Teufel komm raus auf Party aus und ließ die Herzlichkeit eher vermissen. Das Gespräch suchte er nur mit den Gästen, die an der Bar was Alkoholisches gekauft haben. Deutsch konnten beide sehr gut. Zimmerreinigung war täglich und ordentlich. Der Morgenbruder war dagegen sogar mal so nett und rief in einem Supermarkt am anderen Ende der Stadt an, ob sie ein Produkt hatten, was wir brauchten. Er wollte nicht, dass wir uns umsonst den langen Weg machen. Ein ärgerliches Erlebnis hatten wir schon: Zwei Tage nach unserer Ankunft (Familie mit 10 Monate altem Baby) stellte sich heraus, dass auf dem Dach des Hotels ein Livemusik-Event stattfinden sollte. Wir wurden aber genau in das Zimmer unter dem Dach einquartiert. Die Veranstaltung ging bis nach 24 Uhr und enthielt teilweise Hardrock- und Partymusik mit Schlagzeug, Bass usw. An Schlaf war nicht zu denken. Auf Fragen, ob man denn zumindest die Lautsprecher etwas leiser stellen könnte, wenn man schon als Hotelbesitzer bei der Zimmervergabe zwei Tage zuvor nicht eins und eins zusammenzählen konnte, reagierte der anwesende "Abendbruder" - erwartungsgemäß - mit Schulterzucken und Kopfschütteln. Party geht halt vor. Das fanden wir ein wenig unsensibel im Umgang mit uns.
Die Lage ist einerseits nicht weniger als phänomenal zu bezeichnen. Von dem Felsvorsprung eröffnen sich aus mehr oder weniger jedem Zimmer des Hotels phantastische Ausblicke auf die schöne Bucht von Bali. Den Sonnenaufgang erlebt man jeden morgen sozusagen als Zimmerservice auf dem Silbertablett serviert. Hier kommt aber auch schon eine Einschränkung: Felsvorsprung heißt Höhe, und hier muss man dementsprechend zum Meer einen Höhenunterschied eines ca. 7-stöckigen Hauses überwinden. Einen Lift gibt es nicht. Die Straßen zu den Stränden (es sind mehrere) sind eher schlecht bis gar nicht gepflastert, teilweise muss man den Weg über steile Treppen fremder Hotelanlagen suchen. Oder man nimmt den hoteleigenen Felsstrand, der aber sehr schlecht bis gar nicht gesichert und an einigen Stellen richtig gefährlich ist (wobei auch hier der oben erwähnte Höhenunterschied derselbe bleibt). Generell ist der Ort Bali so geschaffen, dass man - egal wohin man geht - ständig hoch und runter muss. Für Menschen älteren oder sehr jungen Datums könnte dies bei Kreta-üblichen Temperaturen im Hochsommer ein nicht zu unterschätzendes Problem werden. Bali als Ort ist für ausschließlich für Touristen angelegt; es gibt kein Leben ohne "uns". Reisen die Touris ab, wird auch der Ort "abgewickelt", was wir jetzt in der Mitte Oktober erleben durften. Buchstäblich alles machte auf einmal zu, der Ort war am Ende wie tot. Es gibt in der Nähe zwar eine Schnellstraße, auf der Fernbusse zB nach Rethymno und Heraklion usw. fahren, sie ist aber zu Fuß _nicht_ erreichbar, da zu weit weg. Man ist also, will man ein bisschen herumkommen, auf Autovermietungen oder organisierte Ausflüge angewiesen (beides gibt es zuhauf).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2015 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Alex |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 24 |


