Das Castillo Beach Resort liegt an einer kleinen Badebucht in unmittelbarer Nähe zum Flughafen. Die Ferienanlage besteht aus vielen zweigeschossigen Häusern, alle mit großer Terrasse oder Dachterrasse. Durch die verwinkelte Bauweise der Häuser entsteht ein Dorfcharakter. Leider musste die Plaza einem Neubau mit "Luxusappartements" weichen. Schade. Das Castillo Beach Resort ist groß und weitläufig und besteht aus 3 Bereichen. Der Hauptwohnbereich mit mehreren Pools, dem Castillo, der Arena und dem Speisesaal, einem neueren Teil mit ebenfalls großem Pool, Kinderbecken und Bar, sowie einem auf der anderen Seite gelegenen Teil, in dem man besser nicht wohnen sollte. Das Publikum war international. Fast ausschließlich Familien mit Mama, Papa, Kindern, Oma, Opa, Schwester, Freunden. Wer ohne Kind reist, sollte hier einen großen Bogen machen. Ganz besonders beliebt bei Familien mit kleinen Kindern. Die Häuser wurden im laufenden Jahr 2013 renoviert. Baulärm war im November keiner mehr zu hören, es bestehen aber Erweiterungspläne und die Animations-Arena hat es bitter nötig... Angrenzend der kleine Yachthafen. Dazwischen (noch) gar nicht schön. Es ist schwer, eine abschließende Beurteilung abzugeben. Wenn ich die einzelnen Punkte so lese, wirkt alles mehr negativ als positiv. Der Urlaub war aber toll !!! Das möchte ich hier noch einmal schreiben. Unbeschwert und vollkommen kindgerecht (unser erster Flugurlaub mit Kind). Die Nachteile der Badebucht sind gleichzeitig ein Pluspunkt für kleine Kinder. Die Defizite im Speisesaal und beim Essen interessieren Kinder nicht wirklich. Auch Sauberkeit ist bei Kindern zweitrangig. Die großzügigen Appartements und großen (Dach-)Terrassen laden zum Spielen ein. Man hat Couch, Tisch, Stühle und ein extra Schlafzimmer... Also für Familien ist das Hotel so richtig prima. Da darf es auch laut sein. Urlaub ohne Kind - bloß nicht ! Allerdings erwarte ich einfach mehr von einem 4**** - Resort. Deshalb keine Weiterempfehlung.
Die Bungalows sind geräumig. Ein Schlafraum mit großem Schrank, ein Wohnbereich (mit Schrank extra für Kinderkleidung), Couch und Sessel sowie Essecke und eine (meist) kleine Küchenzeile. Kühlschrank inklusive. Die Zeiten, in denen selbst gekocht werden, sind sicher vorbei, aber trotzdem ein modernes (relativ neues) Cerankochfeld mit 2 Platten und großem Kühlschrank. Die großen Terrassen oder Dachterrassen sind mit Liegen und Stühlen ausgestattet, so dass man auch dort mal liegen könnte. Durch die verwinkelte Bauweise der Häuser entsteht ein Dorfcharakter, der sogar Privatsphäre erlaubt. Schön angelegt und die Gärten super gepflegt. Wenn die Appartements nur vernünftig geputzt worden wäre... 4 Sterne, weil die Zimmer gut ausgestattet und geräumig waren. Den 1 Stern gab für die schlechte Reinigung ja schon. Obwohl wir mit Kind (2 Jahre) und Großeltern unterwegs waren, hatten wir keine Appartements im gleichen Haus, aber in unmittelbarer Nähe. Das war schon okay, Hätte ja auch am anderen Ende sein können und dann läuft man schon mal 8 Minuten. Wir hatten aber in beiden Appartements ein extra Kinderbett. Pluspunkt für´s Mitdenken.
Das Hauptrestaurant ist neu und modern gestaltet. Eine große U-förmige Theke mit mehreren Grills bildet das Zentrum der Essenszubereitung. Die Speisen sind einfach und der Geräuschpegel erinnert an eine Bahnhofshalle. Das Essen entspricht so gar nicht einem 4**** Hotel. Da darf man mehr erwarten. Man findet natürlich immer was, aber die Highlights blieben aus. Lange Hosen zum Abendessen? So steht es im Prospekt. Es kümmert aber nur Wenige. Engländer reisen wohl grundsätzlich ohne lange Hosen. Frühstück war umfangreich, Omeletts wurden nach Wunsch zubereitet. Es gab frisches Obst. Das war alles okay. Sekt am Morgen war selten und wenn dann meist leer. Mittags ist das Büffet umfangreich und der Saal schön leer. Da wir zu dieser Zeit meist am Strand waren (oder noch keinen Hunger hatten), haben wir nur 1x das Mittagsbüffet besucht. Abends gibt es aber zu wenig Sitzplätze. Mit 4 Erwachsenen und 1 Kind war es nicht immer leicht, einen Platz zum Abendessen zu finden. Der Premiumbereich (eigener, kleiner Raum) durfte aber mitgenutzt werden und war dann auch schnell gefüllt. Die Kellner waren immer bemüht, einen Platz zu beschaffen. Aber: Kinderstühle waren nie ein Problem. Mindestens 50 Stück im Umlauf ! Und ein Kinderbüffet gibt es auch noch. Die Getränke kamen aus den Automaten mit Selbstbedienung (AI). Zum Frühstück musste man sich den Kaffee am Automaten einzeln in Tassen abfüllen. Hier gab es gern auch lange Schlangen. Untertassen werden überbewertet. Die hatte man nur, wenn man als erster Gast im Frühstücksraum war, danach gab es keiner Untertassen mehr. Viele Gäste ließen ihre Kinder alleine zum Büffet. Was passiert, wenn Fünfjährige sich aus 8 Müsli-Sorten eine Schüssel zusammenstellen und mit Milch auffüllen, dürfte klar sein. Die Kinder können da nichts für... Gereinigt wurde dann aber auch erst nach dem Frühstück. An den umliegenden Tischen herrschte häufig der Drang, möglichst viel Essen am Ende auf oder unter dem Tisch zurückzulassen. Volle Gläser, Brötchen, Teller mit Essen blieben stehen. Unglaublich. Die Poolbars schenken Getränke aller Art in Plastik oder Pappe aus. Auch Lumumba oder Longdrinks werden dort gemacht. Es gibt Hamburger und HotDogs zum Selberbauen, warmgehaltene Pommes und meist noch ein anderes Gericht. Geht so. In der Animations-Arena ist am Abend viel los. Renovierung und Erweiterung lange überfällig. Getränke (AI) aus Pappbechern zum Selbernehmen. Auch Spirituosen stehen dort zur Selbstbedienung bereit. Cocktails aus dem Automaten nicht zu empfehlen. Bier aus Pappbechern. Sangria aus dem Automaten und aus Pappbechern. Wenn man Glück hat, kann man einem Kellern an der Bar ein Glas abschwatzen. Aber nur, wenn man Glück hat. Toll ist anders. Sauberkeit hier: Uahhh.
Das Personal spricht Spanisch und meist Englisch. Deutsch kann sein, würde ich mich aber nie drauf verlassen. Die Mitarbeiter sind - mit wenigen Ausnahmen - freundlich und hilfsbereit. Man muss aber fragen oder auf Selbstverständliches hinweisen. Wer nicht fragt, hat Pech. Heruntergefallene Servietten oder herumliegende Getränkebecher werden übersehen. Die Reinigung der Appartements ist mangelhaft. Die Sauberkeit als Solches lässt auch zu Wünschen übrig. Muss ich leider so deutlich sagen. Die Zimmer werden gewischt, was bedeutet, dass der Dreck / Staub / Sand des eigenen Zimmers mit dem der anderen Appartements im Eimer gemischt und neu verteilt wird. Es knirscht überall. Wer ohne Schuhe unterwegs ist, ist selber schuld. Der Spiegel im Bad wird vermutlich gar nicht gereinigt, das müssen die Gäste selbst übernehmen. Auch an den Pools kümmert sich niemand so wirklich darum, mal zu fegen. Zigarettenkippen, die von Gästen, denen es egal ist, auf den Boden neben der Liege geworfen werden, bleiben dort, bis sie ein anderer Gast wegräumt. Und auch Getränkebecher liegen schon mal länger, bis der Wind es erledigt. Freundlichkeit des Personals 4 Sterne, Sauberkeit 1 Stern.
Direkt an der Badebucht hat das Hotel natürlich Premiumlage. Besser geht es in Caleta de Fuste nicht. Langgezogen zieht sich das Castillo Beach Resort um die (mindestens) halbe Bucht, gefolgt von einem weiteren Barcelo-Hotel. Hier hat die Barcelo-Gruppe die besten Lagen für ihre Urlauber bebauen dürfen. Wirklich weit ist es zum Strand eigentlich nie, wobei man keinen Traumstrand erwarten darf. Die (künstlich aufgeschüttete) Bucht ist bei Flut richtig toll für Kinder. Kaum Wellen, wenig Wind, flaches Wasser, das nie so richtig tief wird. Außerhalb der Hochwasserzeiten ist die Bucht allerdings steinig und zum Baden nicht gut geeignet. Burgen bauen prima, Schwimmen naja. Der Flughafen liegt 10 Minuten entfernt, Transfer also optimal. Zum Thema Fluglärm: Man sieht die Maschinen im Landeanflug hereinschweben, hört es auch, störend oder besonders laut ist es aber nicht. In der Umgebung gibt eine Shoppingmall, Pubs und Clubs für die britischen Gäste. Anhänger englischer Fußballvereine kommen auf ihre Kosten. Der Ort ist insgesamt sehr auf Gäste aus England ausgelegt. Die im Hinterland gelegenen Hotelanlagen scheinen sehr sehr heruntergekommen und alt. Kein tolles Umfeld. Ein kleiner Abendspaziergang angrenzend an die Hotelanlage oder an der (windigen) Steinküste auf der gegenüberliegenden Seite ist eine schöne Abwechslung. Ein Marsch ins Hinterland lohn nicht. Der Pub-Besuch, naja, wer´s mag. Nicht heruntergekommen, sondern neu ist das nebenan gebaute Sheraton mit Shoppingcenter Atlantico und anliegenden Golfplätzen (hier wurde eine zweite Badebucht vom Meer abgetrennt und mit Sand aufgeschüttet). Dazu noch eine tolle Bar auf einer künstlichen Insel. Es wird weiter gebaut. Die Lücke soll scheinbar geschlossen werden, die Baustellenabsperrungen lassen auf eine große Ferienanlage schließen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt 2 große Pools im Hauptbereich am Castillo, etwas versteckt einen kleineren (lieblosen) Süßwasserpool und einen weiteren großen Pool + Kinderpool in der Erweiterung mit Blick auf die Bucht. Die Hauptpools müssten mal renoviert werden - kaputte Fliesen und eine marode Brücke, direkt angrenzend die heruntergekommene Arena. Dort soll aber noch viel Neues entstehen. Die Arena soll neu gemacht werden, ein weitere Pool als Wasserspielplatz für Kinder und und und. Aber wann, das wusste keiner so wirklich. Der Pool im neueren Teil der Anlage ist top. Neuer eben und nicht so voll mit schönem Ausblick. Auch die Bar ist deutlich netter. Da wir immer an diesem Pool waren, auch 4 Sterne. Ach ja: Wenig Deutsche, wenig reservierte Liegen. Es gab immer einen Platz... Kinderdisco: Super :-)
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im November 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thorsten |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 4 |


