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Verena Rifian (56-60)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Oktober 2016 • 1 Woche • Sonstige
Viele Mängel und völlig überbewertet mit 4 S
3,0 / 6

Allgemein

Vier Sterne Superior – als Urlauber, die seit über zehn Jahren, teilweise mehrmals im Jahr, regelmäßige in Südtirol unterwegs sind, und gerade mit dem Wanderkatalog bisher gute Erfahrungen sammeln konnten, sollte eigentlich bei unseren zehntägigen Wanderurlaub nichts schief gehen. Aber diesmal müssen wir leider unterm Strich feststellen, dass das Berghotel Sexten diesem Standard nicht gerecht werden konnte. Was dem Betrachter bei der sehr gut gestalteten Internet-Präsentation des Hotels (inklusive Bildbearbeitung bezüglich der Lage des Hotels) nicht sofort auffällt, aber vor Ort doch etwas verwundert ist, der sehr gewöhnungsbedürftige Stilmix der unterm Strich recht altmodischen Einrichtungen in gesamten Haus inklusive der Zimmer. Kein einheitliches Bild (Ausnahme die verschiedene Stuben/Bereiche des Restaurants) – unweigerlich erhält man den Eindruck, nichts passe zusammen, ein Sammelsurium von Alt und Neu (ein möglicher Innenarchitekt hat eventuell sogar daran recht gut verdient) doch als Gast erscheint es eher, als sei man im Ausstellungs-Möbellager der Caritas gelandet. Auch in kleinen Zimmern gibt es drei verschiedene Sessel, dafür nicht einmal einen Stuhl, um rückengerecht z.B. etwas zu schreiben ober am Laptop zu arbeiten. Auf Nachfrage wurde uns ein anderes Zimmer in Aussicht gestellt, allerdings machte das auch keinen besseren Eindruck. Wenig Interesse erfuhren wir von der Hotelleitung bzw. der Gastgeber. Mehrfach konnten wir (wie sich erst später herausstellte) die Senior-Chefin beobachten, wie sie verschiedene Dinge hin- und her sortierte oder sich mit einigen wenigen (offenbar Stamm-) Gästen im Foyer unterhielt. Außer einem herausgelächelten „Guten Abend“ haben wie kein Wort gewechselt. Auch wir hätten uns über ein freundliches Wort von seitens der Gastgeber beim Abendessen gefreut. Der (wie wir später erfuhren) Juniorchef war lediglich für 45 Minuten bei der etwas unsystematische vorgetragenen Vorstellung der Wanderungen anwesend. Auffällig war außerdem, dass an möglichst vielen Dingen gespart wird. Beispiel: Die standard-obligatorische Flasche Mineralwasser auf dem Zimmer bei der Ankunft fehlte – dafür stand eine leere Glasflasche auf den Tisch mit einem kleinen Zettel, man könne sich das" beste Wasser der Berge" gern selbst aus dem Wasserhahn abfüllen. Danke. Oder das mehrfach angepriesene Kuchenbüffet (wirklich lecker) am Nachmittag – allerdings: den Kaffee dazu muss man auch noch zusätzlich bezahlen. Oder in den Saunen wurde grundsätzlich auf einen minimalen Zusatz eines Aufgussmittels verzichtet. Oder freies WLAN: Ist nur sporadisch verfügbar und mit minimaler Geschwindigkeit. Normal läuft es am Terminal – gegen Bezahlung. Soweit nur ein paar Punkte. Apropos Saunabereich. Für uns ist die Sauna ein Ort der Ruhe und Entspannung. Nur allzu schnell wurde gerade der Whirlpool neben der Panoramasauna von den Kindern als willkommener Spielbereich entdeckt – und das täglich. Übrigens: Kinder bis 14 Jahren haben ab 16 Uhr dort eigentlich keinen Zutritt – gestört hat es nicht nur uns, unsere mehrfachen Bitten bei der Spa-Leitung und an der Rezeption um entsprechende Abänderungen brachten leider keine Linderung. Was uns persönlich im Berghotel sehr gefehlt hat ist die eigentlich landestypische Herzlichkeit, die uns bisher während allen Urlauben in Südtirol von allen Gastgebern entgegengebracht worden ist. Zitat aus dem Hotelbewertungsbogen: „Lob freut jeden, Tadel sollte jeden freuen, vor allem wenn man daraus eine Lehre ziehen kann.“ Um dem Kommentar des Hoteliers zuvorzukommen: Wir haben uns während unseres Aufenthalts nicht mit unserer Meinung zurückgehalten und die uns aufgefallenen Punkte sowohl bei der Rezeption, als auch z.B. im Saunabereich angesprochen – geändert wurde leider nichts.. Auch gefragt bei der Abreise, ob es uns gefallen hätte, haben wir nochmals unsere Kritikpunkte vorgetragen – aber was konnte die nette Rezeptionistin da noch antworten, außer, dass sie es weitergeben werde. Wer in der Liga der uns ebenfalls bekannten Hotels Lüsnerhof, Cyprianerhof, Tratterhof oder Resmaierhof mitspielen will, hat sehr großen Handlungs- und Nachholbedarf und sollte nicht noch mehr Gäste durchschleusen, sondern mehr für seine Gäste tun – Gastgeber sein und nicht Hausverwalter. PS: Sehr geehrter Herr Holzer. Auch wenn Sie sich telefonisch bei und für all die Unannehmlichkeiten entschuldigt haben, so können Ihre nachträglichen „kleinen Werbegeschenke“, die uns per Post erreicht haben, uns nicht davon abhalten, unsere Bewertungen in den entsprechenden Portalen zu veröffentlichen. Sie wissen jetzt spätestens von uns, was Ihre Gäste in einen Vier-Sterne-Superior-Haus erwarten dürfen – diejenigen, die Ihrer Philosophie folgen, werden aber weiterhin zufrieden sein.


Zimmer
  • Schlecht
  • Über die Zimmer kann sich optisch jeder selbst ein Bild machen – nicht jedoch über die Geräuschkulisse, die die umliegenden Zimmer mit sich bringen – so vor allem ab 6.30 Uhr die Abflussrohre und ab 7 Uhr die äußerst angeregten Unterhaltungen der eifrig im Außenpool plantschenden, vornehmlich weiblichen Frühschwimmer. Der Zimmerservice beschränkte sich auf die notwendigsten Tätigkeiten – manchmal war aber selbst das zu viel und Dinge blieben einfach liegen oder wurden plan- und lieblos im Zimmer verteilt.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Restaurant: und Essen: Sehr unruhig und zu viel in Buffetformen, die über den gesamten Restaurant-Bereich verstreut waren - das bedeutet unter Umständen sehr lange Wege und dadurch große Unruhe. Dabei bestand deutliche Kollisionsgefahr mit dem ständig umher-eilenden Servicepersonal, dem man mit einem Teller Suppe in der Hand besser aus dem Weg springt, um nicht umgerannt zu werden. Die servierten Hauptgerichte waren in Qualität und Geschmack sehr unterschiedlich, teilweise leider auch kaum akzeptabel. Dafür wurde stets aber freundlicherweise eine Alternative angeboten. Die Freundlichkeit insgesamt war eher sehr zurückhaltend – aber es seien auch positive Ausnahmen erwähnt wie Stephan, Maximilian, Marie-Luise und vor allen Bar-Chef Mauro – ihnen vielen Dank für ihre Kompetenz.


    Service
  • Eher schlecht
  • Auch die Rezeption beschränkte sich auf die notwendigsten Tätigkeiten, allerdings je nach personeller Besetzung. Ein gewisses Desinteresse war deutlich spürbar, der Servicegedanke auf das Notwendigste reduziert (z.B. mit Hinweis auf die ausgehängten Ausdrucke an der Infowand, statt persönlicher Info). Sich hinter dem hohen Tresen zu verstecken und die Bildschirme zu betrachten war einfacher, als ein nettes Wort bei der Heimkehr mit den Gästen zu wechseln.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Das Berghotel Sexten liegt sehr schön (wenn auch nicht allein an einem Hang, wie es die Katalog/Internet-Bilder glauben machen wollen) , hat die besten Voraussetzungen, aber verfügt nach unserer Meinung nicht über ein entsprechendes Preis/Leistungsverhältnis und keinesfalls über die Kategorie „Vier Sterne Superior“. Zurzeit laufen die umfangreichen Umbau-Arbeiten eines ehemaligen benachbarten Hotels, das ab 2017 ebenfalls zum Berghotel gehören wird. Auch wenn Erweiterungen im Küchen-/Restaurant- und Saunabereich geplant sind, noch mehr Personen werden diesem Haus weder mehr Gemütlichkeit und vor allem Ruhe bringen. Die selbst-gepriesenen Philosophie des Berghotels „Qualität statt Quantität“ dürfte dann endgültig scheitern.


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Oktober 2016
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Verena Rifian
    Alter:56-60
    Bewertungen:6