Eins vorweg: Das Hotel Tonga ist sicherlich von außen das hässlichste Hotel des Ortes. Das weiß man aber schon vor der Buchung, deshalb darf man nicht enttäuscht sein. Das Hotel ist 14 Stockwerke hoch, wir waren im 10. Stock untergebracht. Ab dem ca. 5.-6. Stockwerk hat man einen schönen Blick nach links über das Meer. Ein großes Plus ist die Sauberkeit! Über nervende englische Gäste wurde hier schon viel geschrieben, wir können dies ganz und gar nicht bestätigen. Alle, egal ob Deutsche, Engländer, Spanier oder auch anderer Nationalität haben sich angemessen benommen. Es gibt 4 Fahrstühle, auch der, der laut Aushang eigentlich nur bis zum 5. Stockwerk fahren soll, fährt bis ganz nach oben. Die Wartezeit hielt sich, da wir in der Nachsaison da waren und das Hotel lang nicht mehr voll belegt war, in Grenzen. So mussten wir nie länger als 1-2 Minuten warten. In der Hauptsaison ist dies wohl ganz anders, dann muss man mit erheblich längeren Wartezeiten rechnen. Alles in allem ist dies ein typisches 3-Sterne-Hotel, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir haben genau das bekommen, was wir erwartet und erhofft hatten. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt, so können wir das Hotel in der Vor- und Nachsaison bedenkenlos empfehlen. Unseren Sommerurlaub werden wir dort bestimmt nicht verbringen, aber eine Woche im Oktober war ok.
Die Zimmer sind nicht gerade groß, aber ausreichend. Die Betten sind nicht zu weich, wir konnten jedenfalls gut drin schlafen. Der Schrank und die Kommode bieten genügend Platz. Der Balkon ist klein, es stehen 2 Plastikstühle und ein kleiner tiefer Mini-Plastik-Tisch drauf, zu den Nachbarbalkonen sind Trennwände angebracht. Im Zimmer ist für zwei Stühle mit Tisch leider kein Platz, so haben wir auf den Betten abends Karten gespielt. Leider gibt es nur eine Steckdose, also am besten 3er-Stecker mitbringen (z.B. für Mini-CD-Player, elektrischer Wecker usw.). Wenn man das Zimmer verlässt, ist der Strom abgestellt, so muss man seinen elektrischen Wecker jedes Mal neu stellen. Der Fernseher (für die Fernbedienung muss man 10,- EUR Kaution bezahlen, die man zurück bekommt) gab es neben einigen spanischen und englichen Programmen auch RTL, Sat1, Eurosport. Der Safe kostet extra. Das Bad war ausreichend groß mit Toilette, Badewanne mit Dusche, Waschbecken. Der Waschtisch um das Waschbecken ist groß genug, man hat genügend Platz, seine Utensilien dort abzustellen.
Das Hotel bietet „All Inclusive“. Die Essenzeiten sind: Frühstück: 8 – 10 Uhr, danach bis 11 Uhr kontinentales Frühstück, Mittagessen: 13 – 14:30 Uhr, Abendessen: 18 – 21 Uhr. Dazu gibt es von 12 – 17:30 Uhr Snacks (Hamburger, Hot Dog, Pizza, Pasta, Pommes, Sandwich kalt, Sandwich warm, und Salat). Einige haben hier geschrieben, die Hamburger würden gerade mal aus Brötchen und gebratener Gehacktesscheibe bestehen. Das stimmt, wenn man bei der Bestellung nichts dazu sagt. Wir haben auf Aufforderung immer Tomatenscheiben, Salat und Zwiebeln (gedünstet oder roh) bekommen, hat übrigens hervorragend geschmeckt. Ketchup, Mayonnaise, Senf, Salz und Pfeffer kann man sich selbst dazu nehmen, soviel man möchte. Die Wartezeit an der Snack-Bar belief sich immer auf 0 bis höchstens 3 Minuten. Das Frühstück war gut, es gab viele verschiedene Brotsorten, Brötchen, Baguette, Toastbrot, 2-3 verschiedene Kuchen-/Gebäckstückchen, 2 Wurstsorten, 1 Schnittkäse, 1 Schmierkäse, Rührei, Spiegelei, harte Eier, Speck, Bohnen, kleine Würstchen, wechselnd gebackene Tomate oder warme Ananas, frische Tomaten, frisches Obst wie z.B. Melone, verschiedene abgepackte Marmeladen und Honig sowie verschiedene Müslisorten. Zum Trinken gab es Kaffee, Cappuccino, Milchkaffee, die allerdings alle nicht schmecken, Milch, Kakaopulver, Tee, 5 verschiedene Säfte, die allerdings viel zu süß waren. Das Mittag- und Abendessen war in Buffetform und vielseitig, für jeden sollte immer etwas dabei gewesen sein. Immer gibt es Pommes, Salatbuffet mit verschiedenen Salatsoßen, 3 verschiedene bereits fertig angerichtete Salate, Pasta (mal als Spaghetti, mal als Penne, mal als Spiralen u.a., dazu wechselnde Soßen), Fleisch, Fisch, Hähnchen oder Pute, verschiedene Reisgerichte (Paella in einer abgespeckten Version gab es zu unserer Freude eigentlich immer), Brot und noch wechselnd einiges mehr. Eine Fleisch- oder Fischsorte wurde immer von einem Koch direkt am Buffet frisch gebraten. Zum Nachtisch gab es mittags und abends 3 verschiedene Eissorten in abgepackten Bechern, 4 verschiedene Puddings, 1-2 Kuchensorten und frisches Obst. Wir fanden das Essen mehr als ausreichend und sehr schmackhaft. Wir waren nur eine Woche da, deshalb können wir uns auch nicht über die Abwechslung beschweren, wenn man 2-3 Wochen vor Ort ist, sieht das vielleicht etwas anders aus. Wenn man tagsüber Ausflüge unternimmt, kann man sich ein am Abend vorher bestelltes Picnic-Lunch-Paket mitnehmen. Dies besteht aus: 4 belegten Sandwiches mit Ketchup, Mayonnaise und Senf in Tütchen, dazu Apfelsine und Apfel oder Birne. Das Picnic-Paket gibt es aber nur dann, wenn man einen gebuchten Ausflug macht, wenn man auf eigene Faust etwas unternimmt, schaut man „in die Röhre“. Ist aber verständlich, sonst würden massig Picnic-Pakete abgeholt, die dann an Gäste von anderen Nicht-AI-Hotels weitergegeben würden. An der Bar gibt es von 11 – 24 Uhr eigentlich alles an Getränken, was man sich vorstellen kann. Antialkoholisch: Pepsi Cola, Pepsi Cola Light, Sprite, Fanta, Wasser, Kaffe, Cappuccino, Milchkaffe (schmeckten auch hier nicht), Tee, sehr schmackhafte antialkoholische Coctails und vieles mehr. Alkoholisch: Bier, Wein, viele Schnapssorten (oft nicht Originalprodukte, sondern günstigere regionale Sorten, z.B. Tobacco statt Bacardi, schmeckte offensichtlich allen aber trotzdem). Bei den alkoholischen Coctails wurde sehr viel Schnaps reingetan, das schmeckt man allerdings kaum, da einige Schnapssorten angeblich mit Wasser verlängert sein sollen. Das ist auch gut so, sonst würden viele „Freibiergesichter“ den Nachmittag oder Abend wohl kaum noch erleben. Ausgeschenkt werden die Getränke tagsüber in Plastikbechern, beim Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie in den Abendstunden in Gläsern. Ist auch verständlich, da sonst bei den vielen Kindern tagsüber doch das eine oder andere Glas zu Bruch gehen würde, und wer geht schon gern auf Scherben? Mülleimer für die Plastikbecher waren genügend vorhanden.
Die Bediensteten des Hotels waren alle immer sehr nett und hilfsbereit. Wartezeiten an der Rezeption gab es so gut wie überhaupt nicht, alle konnten dort gut deutsch sprechen.
Zum Strand sowie zur Einkaufszone mit vielen Geschäften sind es etwa 5 Gehminuten. Direkt fast nebenan gibt es einen großen Supermarkt „Mercadona“. Am Fuße der Straße, die zum Hotel führt, befinden sich Telefonzellen (Telefone gibt es auch im Hotel, das Telefonieren ist hier aber erheblich teuerer) und eine Bushaltestelle. Von da aus kann man mit dem Bus günstig alle umliegenden und auch viele weiter entfernte Orte erreichen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Jeden Tag wurden mehrere verschiedene gemeinsame Aktivitäten angeboten, z.B. Pfeilwerfen, verschiedene Spiele, Tischtennisturniere, Fußball- und Volleyballspiele. Für die Kinder gab es Kinderanimation und jeden Abend Kinderdisco. Danach gab es im Abendprogramm verschiedene Vorführungen. Vorhanden sind außerdem: Tennisplatz, eingezäunter Fußballplatz mit kleinen Handballtoren und einem Basketballkorb, 2 Tischtennisplatten, Billardtische und Billard-Minigolffelder auf Tischen (gegen Gebühr). Das Wasser in den Pools war sehr kalt, ist kaum jemand drin geschwommen. Im Hotel gibt es einen Fernsehraum mit Programmen, die man auf dem Zimmer nicht empfangen kann. Fußballbegeisterte können in einer der zahlreichen Bars am Strand und im Ort auf Großbildschirmen die Sky-Übertragungen verfolgen. Besonders beliebt ist hier Samstags die Bundesliga-Konferenz.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thorsten |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 8 |


