- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Die Hotelanlage ist architektonisch sehr schön. Das Hotel wurde im andalusischen Stil gebaut und lt. Angaben des Reiseveranstalters in diesem Jahr neu eröffnet. Das Hotel erstreckt sich über 5 Etagen, wobei sich in der 5. Etage die Dachterasse mit Pool und Poolbar befindet. Insgesamt gab es auf dem Gelände fünf Pools. Der Begriff "Pool" ist aber leider etwas hoch gegriffen; große Badewannen trifft es eher. Die Anlage war aber sehr sauber und gepflegt. Das Preis-/Leistungsverhältnis der Nebenleistungen war nicht zufriedenstellend. Kleine Snacks, die man in der Poolbar bekommen konnte waren ebenso überteuert wie die Getränke zum Abendessen ( Wir hatten Halbpension gebucht) Hinzu kommt, dass bei den Preisen der Poolbar die Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen war. Der Altersdurchschnitt der Gäste lag ungefähr bei 30 Jahren. Hauptsächlich wurde das Hotel von Spaniern,Engländern und Deutschen besucht. Das Hotel ist aufgrund seiner Architektur durchaus als behindertenfreundlich zu bezeichnen. Mit dem Fahrstuhl waren alle Bereiche gut zu erreichen. Mit Kindern würde ich hier keinen Urlaub machen, da es keine Animation gab und auch der Speisesaal nicht wirklich kinderfreundlich ausgerichtet war. Wir haben uns für das Hotel entschieden, da der Preis des Reiseveranstalters für ein 5-Sterne-Hotel sehr günstig war und wir glaubten, mit einem Urlaub in dieser Hotelkategorie wenig falsch machen zu können. Leider mussten wir feststellen, dass wir mit dem 4-Sterne-Hotel aus dem letzten Urlaub deutlich zufriedener waren. Ein Mietwagen lohnt sich in jedem Fall. Ein schönes Ausflugsziel ist die Gebirgsstadt Ronda oder der Puerta Banus (Hafen bei Marbella). Die Autopista ist teilweise gebührenpflichtig, daher lieber über die oben beschriebene Küstenstraße N 340 bzw. A7 fahren. Die ist gebührenfrei.
Die Zimmer waren recht geräumig und sehr schön eingerichtet. Die Klimanlage im Zimmer funktionierte einwandfrei. Im Bad gab es leider keine Abluft. Das Fernseher verfügte über einen Fernseher (deutsches Programm:RTL), Safe und Minibar. Wir hatten ein Zimmer mit Blick auf die Küstenstraße. Der kleine Balkon war zwar sehr schön, konnte aber aufgrund der andauernden Lärmbelästigung durch die Straße nur zum Trocknen der Handtücher genutzt werden. Da die Balkontür nicht lange geöffnet werden konnte, begann es an der Wand schon zu schimmeln. Handtücher und Gläser wurden täglich gewechselt. Das Zimmer und das Bad waren relativ sauber. Störend waren nur die Make-up-Reste der vorherigen Bewohnerin am Fön.
Der Speisesaal war sehr geschmackvoll eingerichtet und lag im Kellergeschoss des Hotels. Der Saal war jedoch nach oben offen, so dass man nicht das Gefühl hatte, im Keller zu sitzen. Ein Springbrunnen lenkte vom Straßenlärm ab. Die Atmosphäre war in der ersten Woche sehr ruhig, in der zweiten eher gehetzt, s. Pkt.3. Die Öffnungszeiten waren vor allem abends sehr entgegenkommend, da es bis 22.30 Uhr Abendessen gab. Die Sauberkeit im Restaurant war in Ordnung. Es gab tägliches wechselndes Büffet, hätte aber ruhig etwas abwechslungsreicher sein können. Die warmen Speisen wurden in zuklappbaren Warmhaltebehältern gelagert. Da es aber keine Schilder oder Speisenkarten gab, musste man jeden Behälter aufklappen, um zu sehen, was sich dahinter verbarg. Damit wurde der Zweck des Warmhaltens nicht mehr erfüllt. Egal ob man um 19.00 Uhr oder um 22.00 Uhr essen ging: Das Speisen waren lauwarm bis kalt und das Fleisch eher blutig. Das Nachspeisenbüffet war recht reichhaltig, aber nicht sehr abwechslungsreich. Eis gab es gar nicht. Richtig eklig war der Hamburger, der uns am letzten Urlaubstag in der Poolbar serviert wurde: Das Gehackte war in der Mitte noch roh. Hier erwarten wir eigentlich vorher gefragt zu werden, wenn man vorhat, Gehacktes englisch zu braten.
Das Hotelpersonal war sowohl an der Rezeption als auch im Restaurant überwiegend sehr freundlich. Deutsch wurde nur vereinzelt verstanden oder gesprochen, was uns aber nicht gestört hat. Mit englisch kam man ganz gut zurecht. In der ersten Woche war das Hotel noch nicht so voll und wir waren mit dem Service ganz gut zufrieden. In der zweiten Woche änderte sich das leider schlagartig, als das Hotel nahezu ausgebucht war: Morgens kamen die Kellner, die größtenteils nicht ausgebildet, sondern nur angelernt waren, mit dem Eindecken der Tische nicht nach. Da fehlten schon mal die Untertassen oder es gab in der Eile nur eine halbe Tasse Kaffee, weil der einschenkende Kellner mit dem Andrang offensichtlich überfordert war. Die Atmosphäre war plötzlich auch abends eher gehetzt und es fiel uns schwer, uns von der Hektik nicht anstecken zu lassen. Zum Abendessen wurden einmal unsere Getränke erst nach erneuter Anfrage serviert. Der Kellner entschuldigte sich aber sehr freundlich und hat unseren Zettel zerrissen, so dass wir die Getränke nicht bezahlen mussten. Der Rotwein in der Hotelbar wurde großzügig ausgeschenkt: Unsere Rotweingläser wurden randvoll gefüllt. In diesem Fall passte zwar das Preis-/Leistungsverhältnis; uns irritierte jedoch, dass der Barkeeper nicht wusste, wieviel in ein Rotwein in ein Rotweinglas eingeschenkt wird. Außerdem wurden Gläser immer am Glasrand angefasst.
Die Lage des Hotels ist der Hauptgrund, warum wir hier nie wieder Urlaub machen werden. Aus der LTUR-Beschreibung ging leider nicht hervor, dass die vierspurige Küstenstraße direkt am Großteil der Zimmer vorbeiführt. Auch die doppelte Balkontür bot keinen wirklichen Lärmschutz. Dazu muss man sagen, dass wir in der Stadt wohnen und was Lärmbelästigung anbelangt nicht empfindlich sind. Aber ab 6.30 Uhr morgens war es aufgrund des beginnenden Berufsverkehrs mit der Nachtruhe vorbei. Durch eine Überführung erreicht man in wenigen Minuten zu Fuß zwei Supermärkte, die über ein recht großes Sortiment verfügen. Hier sollte man auf jeden Fall Wasser kaufen. Das spanische Leitungswasser eignet sich nicht unbedingt als Trinkwasser. Der nächste Ort, San Pedro de Alcantara, war ungefähr 2 km entfernt, leider zu Fuß nur durch einen Spaziergang an besagter Küstenstraße entlang erreichbar. Das Zentrum Esteponas war ca.6 km entfernt. Wir empfehlen auf jeden Fall einen Mietwagen, um die wirklich schönen Ecken Andalusiens zu sehen. Ein Ausflug in die Gebirgsstadt Ronda lohnt sich in auf jeden Fall. Auch der Strand in Estepona war schöner als der Hotelstrand. Den Hotelstrand erreichte man in wenigen Minuten durch einen Spaziergang durch eine eher gehobene Ferienhaussiedlung. Das positive am Strand war, dass man hier wirklich viel Platz hatte. Das Meer war auch relativ sauber. Wirklich schön war der Strand allerdings nicht, eher steinig als sandig. Daher sind Badeschuhe unbedingt empfehlenswert oder gleich woanders hinfahren. Die Beachbar hatte nicht geöffnet. Duschen und Toiletten gab es auch nicht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Ein Sportprogramm gab es nicht. Das Hotel verfügte jedoch über einen kostenpflichtigen Wellness-Bereich, den wir aber nicht getestet haben. Die fünf Pools waren nicht zum Schwimmen, sondern aufgrund der Größe eher zum Plantschen geeignet. Jeden Abend gab es einen Allein-Unterhalter mit seiner Hammond-Orgel, der in der Hotelbar sein Können zum Besten gab. Für uns grenzte das an Körperverletzung.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im September 2004 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Sonja & Dirk |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 1 |