Die Bungalowanlage Cretan Village wird ständig am Eingang durch einen Wachdienst kontrolliert. In der Anlage angekommen erwartet den Urlauber eine zweckmässige Rezeption, wo fliessend deutsch gesprochen wird. Die Koffer werden per Elektrocar in die Zimmer gebracht, die Gäste auf Wunsch auch. Die Zimmer selber sind sehr klein , für 2 Erwachsene und 2 Kinder zu klein! Es ist ein Schrank gleich rechts neben der undichten Eingangstür. Dieser ist mit einem Safe und 4 Wolldecken fast ausgefüllt. Bei uns waren einige Kleiderbügel im Schrank, die 2 Schubfächer konnten nur zur Hälfte ausgezogen werden. Der Schrank und die wenigen Möbel im Zimmer konnten ihr Alter nicht leugnen. Die 4 Betten sind an 3 Wände verteilt, im Doppelbett teilt man sich eine Zudecke. Der Fön befindet sich im Zimmer neben dem Fernseher. Das Bad ist zweckmässig mit Waschtisch , Toilette und Badewanne eingerichtet. Ein kleiner Hocker steht im Bad und ein weiterer neben dem Tisch im kombinierten Wohn/ Schlafraum. Auf dem Balkon sind 2 Plastikstühle zuzüglich Tisch. Eine kleine Wäscheleine ist nicht auf dem Balkon, sondern über die Badewanne gespannt. Auf dem Weg zum Restaurant ( in welchem wir die gebuchte Halbpension verspeisten ) passierte man die Bühne samt Main- Bar, wo die abendlichen Shows stattfanden. Das Frühstücksbuffet war von 7-10 Uhr und ausreichend, es gab täglich frische Crepes zubereitet. Orangen- und Grapefruitsaft gabs gratis, nur frisch gepresster Orangensaft kostete extra. Zum Abendessen von 18.30- 21.00 Uhr gab es warme und kalte Speisen aller Art( Salate, Fleisch, Kuchen, Brot, Käse ), so dass jeder satt werden konnte. Ein Hinweis für die Damen: Am Dienstag abend erscheint ein Fotograf im Eingangsberich des Restaurants und macht Fotos ( also vorher schminken nicht vergessen ;-))von den Gästen, welche man am darauffolgenden Tag zum Frühstück käuflich erwerben kann, handeln beim Preis ist dabei möglich. Es besteht auf Anfrage wohl auch die Möglichkeit das Abendessen in ein Mittagessen zu tauschen nach Rücksprache mit der Hotelleitung. Die Gäste waren , die Nationalität und das Alter betreffend , bunt gemischt. Da gerade Herbstferien waren , schienen Familien mit Kindern leicht in der Überzahl. Es wurde überwiegend deutsch von den Gästen gesprochen, auch etwas französisch und russisch. Kreta ist eine Insel, die man als Naturschönheit bezeichnen kann. Wer sich um den Umweltschutz sorgt, der sollte jedoch lieber mit Scheuklappen anreisen, leider. Beeindruckend sind die vielen Olivenbäume auf der Insel, die schönen Blumen und Pflanzen, das Meer und die Berge. Bei Kostas Snack vor dem Hotel bekommt man nach dem Essen einen original kretischen Raki als Zugabe serviert, da kann man die Gastfreundschaft der Kreter wirklich erfahren. In der Lassithi Hochebene ist eine mystische Stimmung zu verspüren, welche sich noch verstärkt, wenn man die Menschen dort bei ihrem Tagwerk beobachten kann, das ist schon einen Ausflug wert. Dort gelangt man auch, auf Wunsch mit einem Esel, zur vermeintlichen Geburtsstätte des Zeus. Am dunklen Strand von Koutsouni ( etwas östlich von Ireapetra) kann man am kilometerlangen Strand wunderschöne Steine finden. Wer möchte kann die Kykladeninsel Santorini für 70€ p.P. besichtigen oder einen Eselritt organisiert erleben ( ist aber auch nicht ganz preiswert ). Und wer Badeurlaub pur geniessen will, der sollte auf keinen Fall im Oktober nach Kreta fahren, weil es da schon zu kalt sein kann ( siehe Oktober 2005).
Um in den jeweiligen Bungalow zu gelangen, musste man einige Treppen ersteigen, was aber durchaus Charme hatte, da auf dem Weg dahin viele schöne Pflanzen und Bäume zu erleben sind. Zur Größe der Zimmer habe ich mich schon geäußert. Nicht erwähnt habe ich, dass ein Minikühlschrank vorhanden ist, auch eine Klimaanlage und das für das Zimmer exakt 1 Schlüssel ausgegeben wird. Die Zimmer sind hellhörig und es empfiehlt sich, eine Verteilersteckdose mitzunehmen, um Akkus zu laden oder einen eigenen Fön zu nutzen oder Ähnliches. Die Koffer stellt man am besten auf die Kommode neben den Fernseher, damit ein schmaler Gang zum Durchgehen bleibt. Bettwäsche und Handtücher wurden täglich gewechselt, es ist hoteleigene Seife und Schampoo in einem Schälchen im Bad vorhanden. 4 Gläser sind ebenfalls im Zimmer anzutreffen, ein Telefon im Bad und eines im Zimmer, ein Aschenbecher und eine kleine Vase vervollständigten die Einrichtung im Raum. Die Sicht vom Balkon war sehr angenehm, da wir ein Zimmer mit Meerblick hatten. Das Meeresrauschen wiegte einen in den Schlaf.
Es gab ein Main Restaurant, mehrere Bars und eine Pizzeria. Die Preise in den Hotelbars und Restaurants auf dem Hotelgelände entsprechen , entgegen dem sonstigen Standard des Hotels, durchaus den 4, wenn nicht sogar 5 Sternen. Die Qualität und Quantität der Speisen war in Ordnung, die Sauberkeit und Hygiene in den gastronomischen Einrichtungen war überwiegend ausreichend. Kindersitze gab es im Speiserestaurant, das Servicepersonal hat seine Arbeit solide getan. Mit Gästen , welche reichlich Getränke zum Abendessen bestellt hatten, wurde sogar Smalltalk durch die Kellner gepflegt. Die Köche haben sich ein Lob für Ihre gute Küche verdient. Die Öffnungszeiten des Restaurants habe ich oben bereits erwähnt.
Das Personal des Hotels war dezent freundlich und auch hilfsbereit. Erfreulich war, dass an der Rezeption, wie auch im Restaurant gut deutsch kommuniziert werden konnte. Die Zimmerreinigung entsprach den Anforderungen, was bei den kleinen Zimmern allerdings auch kein Problem ist. Ein- und auschecken war sehr gut. Beschwerden hatten wir keine, bei starken Regenfällen stand zwar Wasser in unsem Zimmer, aber für den Regen kann ja das Hotel nichts. Als kleiner Hinweis empfehle ich dennoch, den Oktober als Reisemonat in das Hotel zu meiden, da die Temperaturen gerade mal um die 23 Grad waren und kaum Sonne in der einen Woche zu sehen war. Auch begannen bereits die ersten lärmenden Reparaturen in der Anlage kurz vor unserer Abreise.
Hersonissos liegt im Nordosten Kretas, ca. 45 Minuten vom Flughafen der Hauptstadt Heraklion entfernt. Zum Strand geht man die Treppen hinunter, die gepflegten Pools mit ausreichend kostenlosen Liegen und Schirmen liegen auf verschiedenen Höhen in der Anlage verteilt. Unterhalb der Rezeption ist ein Minmarkt mit Souvenirshop, sowie ein Schmuckladen nebst Spielhölle und das Büro des Animationsteams. Daneben ist eine Pizzeria sowie einige Billardtische und eine Tischtennisplatte. Auf dem Weg von da zum Strand geht man an der 70 m Rutsche vorbei. Der Sand am Meer ist sehr grobkörnig, der Weg ins Meer zum Schwimmen äußerst steinig. Es gibt auf der Mole eine Leiter zum Einstieg ins Meer sowie einen kleinen steinfreien Weg direkt neben der Mole. Vor dem Hotel gibt es mehrere Autovermietungen ( Bsp. Automatik- Motoroller pro Tag 10-13 € ), 2 Tavernen, wobei Kostas Snack am preiswertesten ist und einen Supermarkt. Zum nächstgrößeren Ort Hersonissos gelangt man per Bus, Taxi oder eben mit dem Motorroller. Dort gibt es ausgiebige Einkaufsmöglichkeiten. Neben dem Cretan Village gibt es ein paar andere Hotels in der Nachbarschaft. Ausflüge sind möglich zur Lassithi Hochebene, auf dem Weg dorthin kommt man an einem Aquapark und einer Golfanlage vorbei. Knossos ist nicht weit entfernt zu erreichen, Agios Nikolaos ist sehenswert und ca. eine Autostunde entfernt. Spannend ist auch ein Trip von der Nord- zur Südküste ( die Strecke beträgt nur 18 km), welcher in Ireapetra endet, dies ist die südlichste Stadt Europas.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsteam hat 2 mal am Tag zum Beachvolleyball aufgerufen, veranstaltete im Pool ab und an Wassergymnastik, lud zum Boccia Spielen ein und vergnügte sich bei den Cocktailspielen. Dartpfeile flogen durch die Lüfte und abends unterhielten sie die Kinder mit Minidisco und deren Eltern anschließend mit den üblichen Shows ( Cats, Mister und Miss Hotel - Wahl e.t.c. ). Zwei Internetzugänge waren im Hotelgebäude gegen Gebühr zu nutzen, Telefone ebenso. Es gab einige Spielplätze über die Anlage verteilt, eine nie genutzte Minigolfanlage und die schon erwähnten Pools. Im Nachbarhotel soll es ein beheiztes Hallenbad geben, welches kostenfrei mitbenutzt werden durfte. Die Kaution für Handtücher betrug 15 € und war im Minimarkt zu löhnen. Ein Plus war in meinen Augen die große Anzahl von Parkplätzen für die gemieteten Autos in der Anlage.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Carsten |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 8 |


