Alle Bewertungen anzeigen
Katharina (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • März 2010 • 3 Wochen • Strand
Solo Agua?
2,8 / 6

Allgemein

Die Anlage hat ca. 400 2-stöckigen Wohnblocks, die außen völlig identisch sind. Da die Anlage sehr weitläufig ist, hat man weite Wege zwischen Rezeption, Zimmer, Strand und Restaurants zurückzulegen. Um sein Haus wiederzufinden, braucht man eigentlich ein Navi. Bei uns hat es eine Woche gedauert, bis wir uns nicht mehr verlaufen haben. Der Zustand der Zimmer ist miserabel. Darauf gehe ich später noch ein. Die Gästestruktur ist, wie schon von anderen beschrieben, eindeutig Italienerlastig. Dazu noch viele französischsprachige Kanadier und spanisch sprechende Gäste, deren Herkunft unbekannt ist. Deutsche gibt es nur ein Dutzend. Der Altersdurchschnitt liegt bei 25-40, wobei die wenigen Deutschen eher darüber lagen. Durch die große Anzahl junger Gäste und lautstarker Animateure war der Lärmpegel meistens ziemlich hoch. Kinder gab es aber nur wenige. Die Gäste wurden durch verschiedenfarbige Bändchen nach ihrer Nationalität unterteilt. Die Deutschen bekamen orangefarbene. Da man als Deutscher eindeutig benachteiligt ist, haben einige ihre Bändchen umgedreht. Dann waren sie außen weiß und man wurde für einen Franzosen gehalten. Das hat Vorteile bei der Bedienung. Die Sauberkeit der Anlage ist vorbildlich. Alle Anlagen, sowie die Gebäude sind sehr gepflegt. Für die Wohneinheiten gilt das nicht. Die Zimmerreinigung ist trotz Trinkgeld (5 $ pro Woche) mangelhaft. Der Hoteleingang mit Rezeption ist sehr einfach gehalten. Es gibt in der Nähe der Rezeption, wo man sich am letzten Reisetag viele Stunden aufhalten muß, da die Flieger alle nachts gehen, keine Bar oder ein Restaurant. Man muß also 20 Min. laufen, um etwas ess- oder trinkbares zu bekommen. Außerdem fehlen bequeme Sitzmöbel, um die lange Wartezeit zu überstehen. Achtung! In der Hotellobby herrscht eine akute Mückenplage. Nach userem Gesamteindruck hat das Hotel keine 4 Sterne verdient, sondern maximal 2, da das gute Essen die abgewohnten und spärlich eingerichteten Zimmer nicht wettmacht. Das Wetter hat uns in der ersten Woche ziemlich genervt. Es regnete 7 Tage lang mehr oder weniger heftig, obwohl wir glaubten, im März die beste Reisezeit gewählt zu haben. Mücken gab es zwar nicht viel, dafür heilten die Stiche sehr schlecht und juckten tagelang. Nachts sollte man sich einschmieren. Das Preis- /Leistungsverhältnis des Hotels ist mehr als schlecht. Wenn man die Zusatzkosten für ein ordentliches Zimmer zum Reisepreis addiert, kann man dafür woanders 5 Sterne buchen. Unsere Erwartung, an der Südküste wärmeres Wasser, weniger Wellen und bessere Schnorchelbedingungen als in Punta Cana vorzufinden, wurde schwer enttäuscht. Dafür die stressige Busfahrt in Kauf zu nehmen, lohnt sich nicht. Wir meinen, in Punta Cana findet man bessere und mehr Hotels zu günstigeren Preisen, wobei Meer und Klima vergleichbar sind.


Zimmer
  • Sehr schlecht
  • Das Zimmer in einem 2-stöckigen Wohnblock war so marode, dass ich hier mal die Mängelliste, die uns später zum kostenpflichtigen Tausch bewogen hat, veröffentlichen möchte. Vorher aber ein paar Worte zur räumlichen Ausstattung. Das Bad und die Toilette befinden sich im Wohnzimmer, sind quasi Teil von ihm. Das heißt, wer mal in Ruhe zur Toilette möchte, muß seine Mitbewohner solange rausschicken, da die Toilettentür sich nicht schließen läßt. Weiterhin gibt es 2 Betten mit sehr harten Matratzen (Rückenschmerzen inclusive), eine Anrichte, einen Wandschrank, 2 Stühle und 2 Kofferablagen. Auf dem Balkon steht leider kein Tisch, nur 2 sehr unbequeme Stühle. Auszug aus Mängelliste: Zimmer stinkt muffig, Wasser tropft aus Waschbecken und bildet Pfütze im Bad-> Schimmelbildung; Kühlschrank mußte wegen lauten Rumpelns in der Nacht abgeschaltet werden; Duschkopf spritzt nach oben und nicht nach unten; Schränke lassen sich nicht schließen, alle Schlösser und Scharniere defekt; Balkontür läßt sich nicht schließen, ist von außen zu öffnen; Klimaanlage hat keinen Ein-/Ausschalter, Lüfter läßt sich nicht regulieren; Toilettentür steht offen, läßt sich nicht schließen; Koffertisch fällt fast auseinander, alle Beine locker; Mülleimer fehlt... Als wir das gesehen haben, wollten wir sofort wieder nach Hause. Also gingen wir voller Verzweiflung am 2. Tag zur Rezeption und wollten auf Grund der Mängel das Zimmer tauschen. Dort verstand man uns aber nicht, auch nicht auf Englisch. So entschlossen wir uns schweren Herzens, aber ohne längere Diskussion, 600 $ auszugeben und in ein Superiorzimmer zu ziehen. Dort hat alles funktioniert, wie man es von einem 4 Sterne Hotel erwartet, aber wir fanden keinen Luxus vor. Nachteil gegenüber dem alten Zimmer: Es gab nur noch ein Bett, und wir mußten uns zunächst ein Laken teilen. Dafür war die Matratze etwas weicher.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Über die Anzahl und den Typ der Restaurants haben andere schon ausführlich berichtet. Ich ergänze hier nur und erkläre den Titel meiner Bewertung. Nachdem man im Restaurant platziert wurde (selber Platz suchen ist unerwünscht !), kam der Kellner und nuschelte "Solo agua"?. Wer dann aus Unwissenheit oder weil die Frage zu leise war, mit "Si" antwortete, bekam den Kellner fortan nicht mehr zu sehen. Man mußte während der ganzen Mahlzeit nur mit Wasser vorlieb nehmen, welches immer automatisch nachgeschenkt wurde. Warum? Der Kellner hatte schließlich korrekt gefragt "Möchten Sie nur Wasser trinken"? Böse Falle! Aber nicht mit uns. Man antwortet also: "No, ademas queremos dos vino blanco, por favor". Die Mixgetränke an der Strandbar hatten mit den Originalrezepten nichts zu tun. Zuerst wurde das Glas zu drei Viertel mit Eiswürfeln gefüllt. Dann kam noch etwas Saft und zum Schluß ein Hauch Alkohol dazu. Welcher, und ob überhaupt, ließ sich beim Trinken nicht mehr feststellen. Beim Mixen dreht einem der Barkeeper immer den Rücken zu, warum wohl? Hier wird also gespart bis zum Gehtnichtmehr. Daher hält man sich besser an Bier und Wein fest. Da wird nicht gepanscht. Den Abend an der Bar zu verbringen, ist ziemlich unbequem. Die eisernen Stühle sind sehr hart und die Atmosphäre nicht einladend. Das Essen im Allgemeinen hob sich deutlich von allen Resorts der Karibik ab, die wir bisher besucht haben. Es war sehr reichhaltig, abwechslungsreich und schmackhaft. Außerdem hatten wir in den 3 Wochen keinerlei Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Bauchkrämpfe. Das ist erstaunlich und sollte erwähnt werden. Im Spezialitätenrestaurant gibt es leckere Steaks aus hochwertigem Fleisch. Leider müssen dort die Getränke selbst bezahlt werden (1 Fl. Wein ab 20 $). Die Hygiene war überall vorbildlich. Die Köche hatten Gummihandschuhe an und alles machte einen sauberen Eindruck.


    Service
  • Schlecht
  • Wir können bestätigen, was andere Gäste schon vor uns geschrieben haben. Das Personal ist zwar freundlich, spricht aber keine Fremdsprachen. Wir haben im ganzen Hotel keinen Ansprechpartner für unsere Probleme gefunden, der auch nur ein Wort deutsch verstanden hat. Leider kommt man auch mit Englisch nicht viel weiter, da auch das nur wenige beherrschen. In weiser Voraussicht habe ich einen 50-stündigen Spanischkurs absolviert. Das reicht gut zur Getränkebestellung, eine Verständigung ist damit noch nicht möglich. Trotzdem geht das Personal, insbesondere in den Restaurants, davon aus, dass jeder spanisch spricht. Wenn wir an der Rezeption oder vom Zimmermädchen etwas wollten, haben wir es in Spanisch aufgeschrieben und die Zettel übergeben. Ansonsten hätte nichts funktioniert. Auf diese Weise wurde unser verstopftes Klo innerhalb weniger Stunden repariert. Die Zimmerreinigung ist ziemlich oberflächlich. Es wurde mit dem Wischlappen mehr Dreck und Haare aus anderen Zimmern hineingetragen als herausgewischt. Staubwischen ist unbekannt. Das Klopapier ist knapp. Einmal bekamen wir statt einer neuen Rolle 2 angefangene, davon eine mit Blut verschmiert. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Pro Tag legt das Zimmermädchen 2 kleine Flaschen Wasser in den Kühlschrank. Wer mehr braucht, muß sie im Laden kaufen. Vorteilhaft sind 5 Literflaschen für 4 $, die kleineren sind erheblich teurer. In den Superiorzimmern, in die man für 15 $ pro Person und Tag upgraden kann, ist Wasser unbegrenzt verfügbar, dazu täglich je 1 Flasche Cola, Fanta, und 2 kleine Dosen Bier. Wir hatten uns beim Zimmermädchen ein zweites Laken zum Zudecken erkämpft, welches leider am nächsten Tag schon wieder weg war. Mitdenken und Absprachen zwischen den Angestellten ist Fehlanzeige. Man wurde aber immer freundlich begrüßt und es gab nette Handtuchfiguren mit Hibiskusblüten.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Die Wohnblocks haben alle keinen Meerblick, da sie weit weg vom Strand platziert sind. Wir hatten ca. 5 Minuten zu laufen bis zum Strand. Der Strand selbst ist alles andere als schön. Ein nur 100 m breiter Abschnitt wurde von Steinen und Unrat befreit. Außerhalb dieses Bereichs gibt es viele Steine im Wasser. Der Strand ist verdreckt, Baden unmöglich. Eine maschinelle Strandreinigung, wie man es von Punta Cana kennt, ist am Hotelstrand nicht möglich, da der verfügbare Platz mit Hunderten von Liegen zugepflastert ist. Die Italiener liegen dort wie die Heringe in der Dose, ohne ein schattiges Plätzchen in der Nähe. Freie Liegen gab es dort reichlich, aber nicht überall. Die schattigen Bereiche oberhalb des Strandes waren schon früh am Morgen alle reserviert. Und nicht nur von Deutschen. Wenn man um 7 Uhr am Morgen losging, hatte man noch eine Chance, später nur noch an abgelegenen Stellen. Der nächste Ort - Bayahibe - ist ca. 10 km entfernt. Mietwagen gibt es nicht. Das Taxi kostet 10 $. Wir haben keine Ausflüge gemacht, da das Wetter entweder zu regnerisch oder zu heiß war. Die Fahrt vom Flughafen dauerte 1 3/4 Stunden und war abenteuerlich. Der Kleinbus mit Anhänger war so alt, dass man ständig nur darauf wartete, wann er denn auseinanderfällt oder umkippt. Dazu hat der Fahrer das Gefährt bis zur Schmerzgrenze gequält. Er fuhr Bleifuß ohne Rücksicht auf Gäste und Gepäck. Wir hatten Angst um unser Leben !


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die vom Hotel organisierte Unterhaltung und Animation fand in spanisch, italienisch oder französisch statt. Deutsche wurde in keiner Weise berücksichtigt. Die Animation am Strand beginnt mit immer der gleichen Musik pünktlich um 10 Uhr morgens. Später kommt dann noch Gymnastik am Pool dazu. So wird man von 2 Seiten mit unterschiedlichem Lärm zugedröhnt. Der Krach ist unerträglich und kann einem wirklich den ganzen Urlaub verleiden. Im Hotel kann man für 3 $ pro 15 Minuten ins Internet, im Laden außerhalb des Hotels kostet es nur 1 $, Bewohner von Superiorzimmern surfen kostenlos. Die Liegen sind bequem und in ausreichender Anzahl vorhanden, außer unter den Sonnenschirmen (siehe oben). Das Wasser war nicht so warm wie erwartet, ca 25 Grad, und sehr wellig. Schnorcheln konnten wir nur an einem von 21 Tagen. Ansonsten waren die Wellen zu hoch, sodaß die Gefahr bestand, gegen die Betontonnen geschleudert zu werden, die sich im Wasser befinden. Diese Tonnen sind in dichtem Abstand dort aufgestellt, wo man etwa bis zur Brust im Wasser steht. Sie reichen fast bis zur Wasseroberfläche und markieren das Ende des nutzbaren Bereiches im Wasser. Man kann weder hindurchsteigen noch darüber hinweg schwimmen. So kann man, auch bei ruhiger See, die Stellen, an denen sich Fische aufhalten könnten, gar nicht erreichen. An den Tonnen gibt es einige Seeigel und ein paar langweilige Sergeant-Fische. Also, Flossen und Schnorchel mitzunehmen lohnt sich nicht. Das Baden besteht eigentlich nur aus Hochspringen, um den Wellen auszuweichen. Zum Schwimmen ist das Wasser auch nicht geeignet. Nach dem Baden konnte man sich an einer der 3 Duschen vom aufgesammelten Seegras säubern. Der Strand war, soweit man zwischen den vielen Liegen etwas von ihm sah, sauber. Im Wasser befanden sich aber Steine, sodaß Badeschuhe zu empfehlen sind.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:3 Wochen im März 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Katharina
    Alter:41-45
    Bewertungen:5