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Kerstin (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Freunde • Juni 2006 • 2 Wochen • Strand
Balsam für die Seele
5,1 / 6

Allgemein
  • Behindertenfreundlichkeit
    Eher schlecht
  • Zustand des Hotels
    Gut
  • Allgemeine Sauberkeit
    Gut

Bewertung Hotel Nina. Die Ankunft: Nachdem ich mich mit meiner Reisebegleitung für einen „Sparurlaub“ entschieden habe und auch der Reisezeitraum sehr begrenzt war, blieb uns als einzige Alternative Hotel Nina auf Kos übrig. Ich stieg mit sehr gemischten Gefühlen in den Flieger (mal von meiner Flugangst abgesehen), mit noch gemischteren Gefühlen wieder aus (meine Flugangst war geheilt) und erwartete mit Spannung auf der 30-minütigen Busfahrt die größte Katastrophe meines Urlaubs-Lebens. Pauschal-Urlauber kennen das Prozedere: Man sitzt im Bus, schaut vorsichtig die verschiedenen Hotels an, bei denen der Bus hält und hofft (merkwürdigerweise) bei jedem Halt, dass nicht der Name des eigenen Hotels durch den Lautsprecher tönt. Doch es kam so. Übermüdet durch den frühen Flug, genervt durch den deutschen Stress stieg ich mies gelaunt aus dem tuckernden Vehikel (ich war mir sicher, der Motor lacht mich aus) und schleppte meinen Koffer die grell leuchtenden Marmorstufen zum Hotel hinauf – unter Fluchen natürlich. Ich hatte keine Ahnung, wer mir heimlich die Backsteine eingepackt hatte. Doch schon an der Rezeption wurde meine schlechte Stimmung abgefangen, da der Rezeptionist (eigentlich der Manager) dermaßen freundlich und humorvoll war, dass sogar ich kurz schmunzeln musste – spätestens als wir (als Mainzer) das Zimmer mit der Schnapszahl 111 bekamen. Das Zimmer: Ja, ich gebe es zu, ich habe die Luft angehalten, während ich den Schlüssel ins Schloss schob und ganz laaangsam drehte, bis ein „Klack“ ertönte und ich wusste: „Jetzt gibt es keinen Weg mehr zurück!“ Die Tür öffnete sich vor meinen Augen und ich war gespannt – aber ich sah nichts. Gardine und Über-Gardine waren vorgezogen – der Raum lag absolut im Dunkel und ich versuchte den Weg zum Balkon zu finden – fand ihn auch, nachdem ich mit einem lauten Poltern über einen Beistelltisch stolperte, (dessen Sinn mir bis zum Ende des Urlaubs nicht klar wurde) und mich an der Gardine festhielt. Langsam öffnete ich einen Schlitz und sah: einen Baum. Und hörte: eine Kuh. Na wunderbar. Ok, ich sah und hörte noch mehr, aber das war mir in dem Moment herzlich egal. Das Bett sah echt verlockend aus, aber die Neugier war doch größer, also schnell die Klamotten gewechselt und ab – Gegend erkunden. Ich war mir sicher, dass hinter dem Hotel die Welt aufhört und ich hinter einer Kante in die unendlichen Weiten des Universums stürzen würde, aber die Erfahrung war es mir wert. Meine Begleitung im Schlepptau tastete ich mich vor. Wie richtige Neulinge sahen wir wohl aus, zögerlich, recht hellhäutig und einen Blick, als hätten wir Mama gerade die letzte Flasche Milch geklaut. Pool und Poolbar: Der Blick auf den Pool entschädigte mich erstmal für die Strapazen – er verkörperte eine Oase, die pure Erfischung sprach aus seiner Farbe und er enttäuschte mich nicht. Das kühle Nass erweckte auch wieder meine Lebensgeister und wir merkten, dass unsere Mägen ziemlich knurrten. Tja, es gab eine Poolbar – also hin. Das war die beste Entscheidung die wir treffen konnten. Nach anfänglichen Unsicherheiten, in welcher Sprache wir nun mit der Kellnerin sprechen sollten, nahm uns Christa alle Hemmungen und plapperte einfach drauf los – sehr herzlich, warm und lustig. Christa muss man einfach ins Herz schließen und sie würde uns auch den Rest des Urlaubs begleiten und mit Rat und Tat zur Seite stehen. So akklimatisierten wir uns langsam aber stetig und fühlten uns bald pudelwohl. Egal wo man hinkam – die Menschen waren stets freundlich und hilfsbereit – ohne dass man Angst haben musste, ein Messer im Rücken zu finden sobald man sich umdrehte. Hotel Nina ist sehr ruhig gelegen (bis auf die Kuh, die man von Zimmer 111 des nächtens hört und die Nachbarn, die um halb 9 zum Frühstück rennen ;) Auch die Holzplatte, die statt der Wand einen Teil des Raumes von Nachbars Zimmer trennt, lieferte freies Gehör auf die morgendlichen Badgespräche – mir hat´s gefallen ;) Das Essen: Zum Frühstück kann ich nichts sagen – das ging völlig an mir vorbei, aber ich habe mir sagen lassen, es sei zwar sehr einfach (Müsli, Brot, Wurst, Obstsalat usw.) aber ausreichend. Das Abendessen sah ich eher als überlebenssichernde Maßnahme – da es recht begrenzt war, war man aufgeschmissen wenn etwas dabei war, was einem nicht wirklich mundete. Früher soll das besser gewesen sein, zwitschern die Vögel von den Bäumen, aber dennoch – es war akzeptabel, auch wenn es nicht jeden Abend Tzaziki gab *mist aber auch*. Am besten fand ich persönlich den roten Hauswein – nach zwei Stunden bekam ich erst wieder den Mund auf, so trocken war er. Meine Mitreisende hat es gefreut. Endlich Stille. Aber da wir jeden Tag bei Christa zu Mittag aßen, war der Hunger am Abend nicht ganz so übel. Und da es dort dann auch immer einen (oder zwei) Ouzo gab, konnten wir auch schließlich abends auf den Hauswein verzichten. Praktisch aber auch. Die Miturlauber: Wie es am Anfang so ist: Man hat keine Lust auf irgendwas oder irgendwen. Da das Hotel in der Nebensaison recht leer war, war es auch nicht so schwer, den anderen Hotelgästen aus dem Weg zu gehen. Irgendwann kannte man die Stammgäste, die auch an der Poolbar bei Christa saßen und lernte sie schätzen. Step by Step wieder in Kommunikationsformen eingeführt, kamen dann diverse Zufälle zusammen und schon hatte man einen Pulk gleichgesinnter Verrückter um sich, mit denen man Freud, Leid und vor allem Ouzo (bzw. B52 bei „Super-Mario“ abends an der Poolbar) teilte. Bei Mario muss man etwas aufpassen, da er gerne tut, als schmeißt er eine Runde, die man aber später dann auf der Rechnung findet. Fazit: Alles in allem war es ein wunderschöner und erholsamer Urlaub. Die Hotelangestellten sind immer für Fragen und Anregungen offen, vor allem der Engel an der Poolbar Christa und der Manager, der des öfteren an der Rezeption zu finden und immer zu einem Scherz aufgelegt ist. Auch wenn meine Urlaubsbekanntschaften, die ich schnell ins Herz schloss, und hoffentlich ganz bald wieder mit JASSSSSUUUU begrüßen darf, diesen Spruch vermutlich noch immer nicht verstehen, aber „Schade, dass ein Urlaub nicht erst anfängt, wenn er aufhört.“


Zimmer
  • Gut
    • Zimmergröße
      Gut
    • Sauberkeit
      Gut
    • Ausstattung des Zimmers
      Gut

    Restaurant & Bars
  • Gut
    • Atmosphäre & Einrichtung
      Gut
    • Sauberkeit im Restaurant & am Tisch
      Gut
    • Essensauswahl
      Eher gut
    • Geschmack
      Eher gut

    Service
  • Sehr gut
    • Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)
      Sehr gut
    • Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft
      Sehr gut
    • Rezeption, Check-in & Check-out
      Sehr gut

    Familien
    • Kinderbetreuung oder Spielplatz
      Eher gut
    • Familienfreundlichkeit
      Gut

    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
    • Einkaufsmöglichkeiten in Umgebung
      Sehr gut
    • Restaurants & Bars in der Nähe
      Sehr gut

    Aktivitäten
  • Gut
    • Freizeitangebot
      Eher gut

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Pool
    • Zustand & Qualität des Pools
      Sehr gut

    Strand
    • Entfernung zum Strand
      Gut
    • Qualität des Strandes
      Sehr gut

    Verkehrsanbindung
    • Lage für Sehenswürdigkeiten
      Sehr gut

    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Freunde
    Dauer:2 Wochen im Juni 2006
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Kerstin
    Alter:26-30
    Bewertungen:1