Die Anlage ist schon in mehreren Beiträgen sehr zutreffend beschrieben worden, siehe z.B. Bewertung von Andreas vom Januar 2005. Deshalb hier nur einige ergänzende Hinweise. Diese neue Anlage ist wirklich sehr attraktiv angelegt, der nubische Stil ist eine schöne Abwechslung von allen anderen Hotelanlagen. Ständig wird im Garten etwas neues gepflanzt, täglich kann man Veränderungen in den Anlagen beobachten. Eins hat uns allerdings gestört: Jeden (!) Tag mit Anbruch der Dunkelheit wurde die ganze Anlage mit einem weißen Nebel von Insektengift eingesprüht. Das erscheint reichlich übertrieben, an anderen Orten auf dieser Welt ist das einmal die Woche üblich, und es wird außerdem mit Warnungen angekündigt. Hier nicht. Das Klima Anfang April haben wir als gewöhnungsbedürftig empfunden. Es schien zwar ständig die Sonne und die Temperatur erreichte durchweg fast 30 C, aber zeitweise ging ein derart scharfer Wind, dass sich nur ganz Hartgesottene am Strand in die Sonne gelegt haben. Der Poolbereich ist natürlich besser geschützt, aber dort liegt man dann auf Tuchfühlung mit fröhlichen italienischen Familien und Russen, die schon am Vormittag einen glasigen Blick haben. Der Wind kann aufgrund von hohen Wellen auch dazu führen, dass das Schnorcheln vor dem Riff zeitweise nicht möglich ist, u.U. hält dieser Zustand mehrere Tage an. Aber der nächste Tag kann schon wieder ganz anders aussehen. Was das Taxifahren betrifft, haben wir uns auf den hoteleigenen Taxi-Service verlassen. Der funktio0niert zuverlässig und zu vernünftigen Preisen (nach Naama Bay: 45 LE oder 7 €, nach Sharm el-Sheikh Old Market: 55 LE oder 8 €). Die klapperigen blauen Taxis sind zwar theoretisch billiger, verlangen aber zunächst Mondpreise und es ist äußerst mühsam, die Kerle auf einen normalen Preis herunterzuhandeln. Überhaupt eine Anmerkung zum Thema Handeln: Man muss vorher wissen, was ein Teil wert ist. Wenn der Händler im ersten Anlauf einen völlig irrsinnigen Preis nennt, sollte man gleich abbrechen, denn selbst wenn ihn dann auf 50% herunterhandelt, ist das Teil im Ergebnis immer noch zu teuer. Beispiel: Preisforderung für ein Bierseidel im Hotel-Shop 40 €, am Flughafen kann man so etwas problemlos für 9 € kaufen. Überhaupt sind viele Artikel in den Flughafen-Shops zu vernünftigen Preisen zu haben. Die Ausgangsbasis des Handels muss also schon eine vernünftige Chance bieten, sonst gar nicht darauf einsteigen. Eine Faustformel zum Thema Goldschmuck, wenn es sich um die üblichen kleinen Teile mit einem Gewicht von wenigen Gramm, z.B. Anhänger, ohne großartige handwerkliche Arbeit handelt: Abwiegen lassen, das Gewicht multipliziert mit dem Faktor 20 ergibt den fairen Preis in EURO.
Die Zimmer sind relativ geräumig und gut ausgestattet, großer Balkon. Da das Hotel erst ca. 1 Jahr im Betrieb war, funktionierte die Elektrik, Sanitäreinrichtungen und die Möbel einwandfrei. Das mag in älteren Häusern anders sein. Nur die Badezimmertür war total verzogen und ließ sich nur mit Gewalt ins Schloss drücken. Auch die AC ist modern, und sie tat so, als ob sie funktioniert. Sie pustete brav die Luft im Kreis, aber ohne zu kühlen und zu entfeuchten (gemessen). Wahrscheinlich wird die Kühlleistung zentral eingeschaltet, wenn der General Manager es für richtig hält. Wir sind der Sache nicht weiter nachgegangen, da die Temperaturen auch ohne AC erträglich waren. Ein Kuriosum: Alle Zimmer haben einen Schreibtisch, aber keinen Stuhl. Die passenden Stühle hat man bei der Möblierung wohl vergessen. Ein Anruf bei der Rezeption genügt, innerhalb von 10 Minuten war eine Stuhl da, wenn auch ein nicht ganz passender Gartenstuhl. Es muss auch nicht unbedingt ein Zimmer mit Meerblick sein. Es gibt eine Vielzahl von Zimmern mit schönem Blick in den Garten im oberen Teil der Anlage. Den Poolbereich sollte man aufgrund des Lärms besser meiden. Fazit: Das Sea Life bietet ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis, schöne Zimmer, gutes Restaurant, toller Service, schönes Riff. Wenn man einen Bogen um den italienischen Klamauk macht und akzeptiert, dass die Bewegungsmöglichkeiten außerhalb der Anlage beschränkt sind, kann man hier einen erholsamen Urlaub verbringen.
Das Speisenangebot im Restaurant ist von hoher Qualität und sehr abwechslungsreich. Es wird immer Fisch oder Fleisch auch frisch gegrillt. Jeder Tag steht unter einem andern Motto, dementsprechend variiert die gesamte Dekoration bis hin zur Kleidung der Kellner von Tag zu Tag. Den Service hatte ich ja schon gelobt. Gerade beim Essen sieht man natürlich auch, dass die Mehrzahl der Gäste Italiener und Russen sind. Letztere sind an ihrem Auftreten deutlich zu erkennen, z.T. auch an ihrem outfit. Es ist schon erstaunlich, was die so alles auf einen Teller häufen und tatsächlich verputzen können. Trotzdem fallen sie nicht störend auf. Eine Warnung: Trotz der hohen Qualität der Speisen keine aufgewärmten Fischgerichte vom Vortag essen, das hat mich eine Magenentzündung und vier Tage meines Urlaubs gekostet. Man kann auch im Restaurant des benachbarten Sea Club essen. Das Restaurant ist dort zusammen mit der Rezeption in eine bombastische Halle integriert. Man könnte meinen, das wäre der Trick: Im Sea Life wohnen, und im Sea Club essen. Ist aber nicht so toll, was Speisenangebot, Service und Atmosphäre angeht, haben wir das Sea Life eindeutig vorgezogen.
Der Service ist einfach toll, egal ob an der Rezeption, im Restaurant oder am Strand. Jede Frage wurde an der Rezeption prompt erledigt, im Restaurant kommen die Getränke ruck zuck und es wird abgeräumt, während man noch den letzten Bissen im Mund hat. Der Zimmerboy bastelt Schwäne und Herzen aus Handtüchern und Blüten. Wenn man mit seinen Utensilien in Richtung Strand geht, kommt auch über große Entfernung sofort ein Boy mit den Auflagen für die Liegen angetrabt. Alle sind scheinbar mit Freude bei der Arbeit und ein freundlicher Gruß wird immer ebenso erwidert. Und ein kleines Trinkgeld sorgt endgültig dafür, dass alles läuft wie geschmiert.
Die Anlage liegt in der Wüste, darüber muss man sich im Klaren sein. Das Hotel könnte genauso in Tunesien, in Marokko oder sonst wo liegen. Rechts und links ist nichts, nichts, gar nichts. Strandwanderungen kommen nicht in Betracht. Gut, dass es zweimal täglich den kostenlosen shuttle-Bus nach Naama Bay gibt. Der Ort ist zum Bummeln durchaus attraktiv, allerdings nicht besonders ursprünglich und nach kurzer Zeit kennt man alle Shops auswendig. Das Riff vor dem Hotelstrand ist sehr schön zum Schnorcheln, viele bunte Fische, einige Arten sind hier erheblich größer als z.B. im Indischen Ozean oder in der Karibik. Ideal zum Schnorcheln. In der flachen Lagune ist nicht viel los, also unbedingt über den Steg vor dem Sea Club außerhalb des Riffs ins Wasser gehen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation und die abendlichen Shows kann man vergessen. Alles auf Italienisch und in einer Lautstärke, dass einem die Ohren abfallen. Die Shows sind einfach Klamauk auf niedrigstem Niveau.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im April 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefan |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 35 |
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