Wir hatten einen schönen Urlaub! Die Variation der hier vorzufindenden Bewertungen können wir uns nur so erklären, dass die Ansprüche und Erwartungen der Urlauber wohl sehr verschiden sind. Der Sol Club ist, wie der Name schon sagt, ein Club und zieht somit unterschiedlichstes Publikum an. Die Anlage ist sehr groß und in Hauptgebäude, Nebenflügel, Bungalowbereicht, Poos und Strand unterteilt. Buchen Sie auf jeden Fall im Haupthaus! Am besten noch in einem Nebenflügel. Wir hatten ein ca. 20 Quadratmeter umfassendes Zimmer im ersten Stock eines solchen Gebäudes, Balkon mit seitlichem Meerblick und Badezimmer mit Badewanne. Jeden Tag haben wir aufs Neue die armen Touristen bemitleidet, die für nur ein paar Euro weniger einen Bungalow gebucht hatten. Tun sie es nicht! Unser Zimmer war stets sauber, wenn auch nicht das neueste. Wir haben es aber durchaus als gemütlich empfunden. Die Zimmermädchen sind freundlich und geben sich sehr viel Mühe, jeden Tag hatten wir kreative Kunstwerke unserer Pyjamas auf dem Bett ausgebreitet. Da in Tunesien Trinkgeld Bestandteil des Lohnes ist, raten wir Ihnen, dem Zimmerservice zweimal die Woche ein bis zwei Euro Trinkgeld zu geben. Sie werden dann noch zuvorkommender behandelt. Wir hatten Halbpension gebucht und uns vom ersten Tag an einen eigenen Tisch mit Kellner ausgesucht. Die Speisen sind in Buffetform, der Speisesaal ist zugegebenermaßen sehr weitläufig. Das Essesn leidet darunter jedoch nicht, jeden Abend gab es Frischgegrilltes (Fisch, Fleisch), von Gemüse bis Fast Food über den reichhaltigen Nachtisch was das Herz begehrt. Im Hintergrund lief leise klassische Musik, die in anderen Bewertungen zu lesende Beschwerde über die Lautstärke ist wohl eher auf die Gäste zurückzuführen. Außer Deutschen (Ca. 15%) waren noch sehr viele Russen, Franzosen, und vereinzelt Niederländer anzutreffen. Auch viele Familien mit Kindern haben wir gesehen. Beim Essen zählte oft das Gesetz des Stärkeren; wir haben uns jeden Abend über die Dreistigkeit der Gäste gewundert, die am Buffet zum Tier wurden. Solche Touristen gibt es überall und sie sind auch nicht die Regel. Sich über so etwas aufzuregen ist verständlich, aber nicht dem Hotel zuzuschreiben. Das Beobachten der Miturlauber konnte im Gegenteil einen großen Part der Abendunterhaltung ausmachen wenn man über Humor verfügt.
Auch unser Zimmer haben wir schon hinlänglich beschrieben. Hier nochmal das Wichtigste in Kurzform: nehmen Sie ein Zimmer im Haupthaus! Kein Bungalow!
Auch den Speisesaal haben wir ja bereits beschrieben. Zusätzlich gibt es noch die Strandbar, ein Restaurant am Strand (hatte zu als wir da waren, keine Ahnung wie es da ist, sah aber gut aus) und ein zusätzliches Restaurant im Hauptgebäude. Das Essen war gut, wurde stets nachgefüllt und brachte zwar keine täglichen Neuigkeiten, dafür aber tägliche Specials. Wir können den gegrillten Fisch empfehlen, sowie die Paradiesapfelkerne zum Nachtisch.
Wir haben das Personal als freundlich erlebt. Über die Zimmermädchen haben wir ja schon berichtet (siehe allererster Abschnitt), auch die Kellner haben sich angesichts der Menge an Gästen sehr gut geschlagen. Unser Tischkellner war sehr aufmerksam, Getränke hatten wir immer sofort (sind inklusive). Auch hier ist Trinkgeld willkommen, das sichert zudem eine nette Tischdekoration am letzten Abend. Auch hier gilt: das Trinkgeld muss nicht viel sein, doch diese Leute werden nicht gut bezahlt und freuen sich darüber sehr. Sie werden davon profitieren, glauben Sie uns.
Das Hotel hat einen eigenen Strand, der sauber und gepflegt war. Die Liegen kosten am Tag umgerechnet ein Euro pro Person, was durchaus erschwinglich ist. Das Wasser war sauber und noch angenehm warm, man konnte gut Baden gehen. Ein kleiner Imbiß mit Duschen und Toiletten steht auch direkt zur Verfügung, so dass man sich den Tag über kaum bewegen muss wenn man nicht möchte. Am Strand herrschte auch Ruhe, wenn man also nicht am Pool liegen wollte konnte man der Musik dort sehr gut entfliehen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es direkt über die Straße im Hawai Shopping Center, wo man von der Wasserflasche bis zum garantiert echten Puma-Shirt alles bekommt was man im Urlaub brauchen kann. Auf dem Weg nach Port el Kantaoui (ca. 2km an der Straße entlang) gab es noch weitere Einkaufmöglichkeiten, am Hafen dann auch wieder. Das meiste sind Touristenshops, was auf den Umstand zurückzuführen ist, dass Port El Kantaoui eine aus dem Boden gestampfte Touristenstadt ist, man darf also nicht zuviel erwarten. Da wir uns im Urlaub nur ausruhen wollten, war es vollkommen in Ordnung. Die Preise fürs Taxi sind auch erschwinglich: die Fahrt zurück zum Hotel hat uns gerade mal zwei Euro gekostet.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wie gesagt, es handelt sich um einen Club. Wundern Sie sich also nicht über die Musik oder das Animationsprogramm. Wir sind eigentlich auch keine Cluburlauber, doch wenn man seine Ruhe wollte, hat man die auch bekommen. Es gibt die Möglichkeit Tennis zu spieln, Bogenschießen zu erlernen, Aerobic oder Wassergymnastik auszuüben etc. etc. Den Höhepunkt bildet allerdings der Clubtanz. Wir wollten es selbst kaum glauben, haben es aber täglich vom Liegestuhl aus beobachtet: Animateure die die Bewegungen auf der Bühne vorgeben und Urlauber - groß, klein, dick, dünn - die dies geradezu auswendig und unglaublicher Hingabe nachtanzen. Nun ja, jedem das Seine. Wir haben nur bedauert, dass wir keine Videokamera mithatten, um es bei Youtube online zu stellen. Das gleiche gilt für die abendlischen Shows: sehr unterhaltsam. Lassen Sie sich auf gar keinen Fall dazu bringen bei irgendetwas mitzuwirken. Klar ist das lustig - aber nur für das Publikum, nicht für Sie.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Kristina |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


