Ich suchte ein preiswertes Einzelzimmer in Berlin und stieß bei der Suche über hotel.de auf dieses Dreisternehaus in Berlin-Wilmersdorf. 35 Euro sollte es kosten, wobei allerdings das Frühstück nicht inbegriffen war (dies hätte 10 Euro extra gekostet). Ich habe in Berlin schon zu gleichen oder sogar niedrigeren Preisen bessere Zimmer bewohnt. Mich sieht man hier nicht mehr. Fairerweise muß man aber sagen: Das Hotel hat auch - zu weitaus höheren Preisen - besser ausgestattete Zimmer.
Daß der auf den ersten Blick niedrige Zimmerpreis einen Haken hat, konnte ich leider erst beim Betreten des Zimmers feststellen: Das spartanische Zimmer verfügte über kein Bad und kein WC! Beides ist nur auf dem Flur zu finden. Nur ein kleines Waschbecken ist im Zimmer. Ein kleiner Grundig-Fernseher bringt einige Programme, leider mit einer lästigen Tonstörung (alle paar Sekunden war der Ton weg), so daß ich den Kasten bald wieder abgeschaltet habe. Leider ist nicht nur der Autobahnlärm störend, sondern der Bau selber ist auch äußerst hellhörig, so daß einen nächtliche Spätheimkehrer, die über den Flur tappen, geräuschvoll mit dem Zimmerschlüssel im Schloß fummeln und anschließend die Tür ins Schloß fallen lassen, garantiert aus dem Schlaf holen. Insgesamt nicht empfehlenswert - das Zimmer hat auch nur 2 Sterne laut Hotelpreisliste.
Mir waren 10 Euro für das Frühstücksbüffet im Hotelrestaurant ehrlich gesagt zu teuer. Tip: Für weniger Geld irgendwo in der Stadt frühstücken - wird fast überall angeboten. Zum Hotelrestaurant gehört noch ein Biergarten, den ich allerdings auch nicht getestet habe.
Freundliche Leute an der Rezeption.
Das Hotel liegt in der Rudolstädter Straße 42 im Stadtteil Wilmersdorf. Wenn man per U-Bahn anreist, muß man am Heidelberger Platz aussteigen, hat dann allerdings noch einen ziemlichen Fußmarsch zu absolvieren - mit Gepäck kein Vergnügen! Autofahrer haben es einfacher, hier gibt es auch viele freie Parkplätze. Großer Nachteil: Auf der dem Hotel gegenüberliegenden Seite der an sich wenig befahrenen Rudolstädter Straße liegt die Berliner Stadtautobahn (A100), die hier - auf Stelzen aufgeständert - in Höhe des 2. Stocks verläuft. Aufgrund des fürchterlichen Lärms ist ein Schlafen bei offenem Fenster nicht möglich. Am besten verlangt man beim Einchecken ein Zimmer, das nach hinten (also zur Kalischer Straße) rausgeht.
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| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1-3 Tage im September 2006 |
| Reisegrund: | Stadt |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Raoul |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 52 |


