Ich habe mich anfangs doch gesträubt eine Bewertung abzugeben, da diese nicht sehr positiv ausfallen wird. Jedoch denke ich sollten gewisse Tatsachen fixiert werden, sodass keine enttäuschten Urlauber entstehen. Die Anlage ist vergleichsweise sehr groß also die Nummerierung der Zimmer ist zwar absurd, da es Blocks zw. 5100 - 5900 gibt. Ich schätze bei Vollauslastung im Sommer werden da schätzungsweise 2000 Leute unterkommen( von Zimmern her). Bei uns im Oktober waren meiner Meinung nach gut 800 Urlauber vorhanden. Dies reicht aber auch dickeeeee. Der Zimmerzustand ist desolat. Man merkt, dass die Zimmer ziemlich gelitten haben. Der Duschvorhang ist ein einziger Scherz. Den hätten Sie mir weglassen und dafür ein funktionierendes Waschbecken geben können. Dieser Bitte wurde aber nicht entgegengekommen. Das Zimmer besitzt einen recht großen Kleiderschrank, ein Doppelbett, relativ wenige Ablagemöglichkeiten, eine Klimaanlage, die nach 3 Tagen ausging und nie wieder an, ein Feuchtraumbiotop kurz Bad, sowie einen kleinen Fernseher. Das reicht vollkommen als Ausstattung nur bei den Sanitäranlagen dürfen Sie sich gern mehr Mühe geben. Nach jeder Dusche hat die Reinigungsdame wohl nur Pulver im Zimmer verstreut und drüber gewischt. Die Sauberkeit war eines der Höhepunkte. Die für mich zuständige, Ayse, hat sich voll ins Zeug gelegt und mir sogar Rosen in die Gardinen und Gänse in der Liebesbalz auf mein Bett gefaltet. Danke dir! Ich persönlich hatte All-inclusive und ich denke, dass das der Standard dort ist. Aber bei der Bedienung und Essensauswahl hätte ich auch gut draußen essen können. Aber dazu später mehr. Die Gästestruktur war ein reiner Flickenteppich. Es waren sicherlich 16 Nationen vertreten. Ich fühlte mich wie bei einer Europameisterschaft. Der Altersdurchschnitt war genauso heterogen wie die Nationalitätenvielfalt und doch erfreulich. Ich möchte keine Nation jetzt hervorheben, jedoch merkte man, dass diese Vielfalt für ein sehr kühles Klima sorgte. Man fühlte sich nicht mit dem Hotel angefreundet. Auch ein Grund wieso wir uns oft vom Hotel distanziert haben. Ob es eine beste Reisezeit gibt, weiß ich nicht. Im Sommer wäre wohl am besten. Oktober einfach viel zu kalt. Wenn ihr einmal im Jahr nur Urlaub machen könnt, dann sucht euch ein anderes Hotel. Wir persönlich waren im April in Side und werden da auch nächstes Jahr wieder hinfliegen. Da ist es einfach vom Klima her angenehmer. Das Personal sollte dringend ausgetauscht werden, aber ihr könnt es mal mit Trinkgeld versuchen. Ich persönlich muss da nicht nochmal hin, aber habe es jetzt nicht bedauert für das Geld. Wenn ihr Euch einmal im Jahr was gönnt, dann nicht hierher. Könnte noch soviel erzählen, aber ich belasse es mal dabei. Erholt euch!
Die Qualität hatte ich bereits oben erwähnt. Dusche ist ein einziger Lebensraum für Mücken. Ich wurde im Zimmer nur abgestochen, folglich hielt ich mich nicht so gern dort auf. Mein Ausblick war genau auf das Amphitteather also ein Ausblick von gut 4 Metern. Zudem hörte ich noch die Disco bis zum Schluss von meinem Zimmer aus. Die Klimaanlage fiel aus und das Wasser im Waschbecken lief von Tag zu Tag schlechter. Aber da ich im Zimmer nur schlafe und mich nicht aufhalte, kann ich auch darauf verzichten.
Das Essen war durchschnittlich für ein 4-Sterne Hotel. Alles hat sich bereits nach dem zweiten Tag wiederholt. Also Frikadellen aus der Packung und ähnliches kann ja sein, aber bitte nicht so offensichtlich, dass einem der Appetit prompt vergeht. Die Pommes waren ganz gut :) Das Frühstücksbüffet ist auch auf Kostenminimalisierung fixiert. Es gibt zwei Wurstsorten und zwei Käsesorten, wobei es keinen Schnittkäse gibt. Dafür gibt es jedoch 14 Olivensorten und kunterbunte Auswahl an Salaten. Durch die Kostung eines der Salate wurde mein Darm aktiviert. Also die Reinheit dieser Salate ist fraglich. Das Rührei, falls man es so nennen darf, ist eine einzige Pfütze mit fraglichen Eistücken. Die Salzstreuer im Außenbereich wurden schon seit dem 1. April nicht mehr gewartet oder nach dem 1. Oktober eingestellt gewartet zu werden. Also Salz wurde zur Mangelware. Schade, dass die Speisen keinerlei Würze enthielten. Ich bin kein Mensch, der gerne für Essen ansteht. Jedoch gab es morgens stets eine Schlange, die bis zum Eingang ragte, für Omeletts und beim Kaffeeautomaten. Bei der Snackbar, wo man sich zwischen 12 Uhr bis 17 Uhr Pommes, Hamburger etc. bestellen konnte, war mit einer noch längeren Schlange und Wartezeiten, wie in einem Vergnügungspark verbunden. Dieses Konzept, dass man sich dort nicht selbst bedienen konnte, gefiel mir überhaupt nicht. Wenn man das Konzept umstellt, dass man einfach viele Hamburger und Pommes in verschiedenen Wärmeerhaltern aufbewahrt, wäre es viel kundenfreundlicher. Die Laune der Küchenarbeiter dort, war auch geladen. Zudem mussten wir stets unserem Besteck hinterherrennen, weil es teilweise keins auf den Tischen gab und die Transparenz, wo man sich welches besorgt, war auch nicht gegeben. Tipp: Nimmt euch von zuhause aus Löffel mit! Die landestypischen Süßspeisen waren enttäuschend. Jedoch waren die Torten einfach ein Traum. Mein persönlicher Höhepunkt.
Achso keine Sonne kann ich gar nicht geben. Schade! Ich lese gerade Freundlichkeit des Personals als Bewertungspunkt. Moment ich gehe kurz lachen..... So wieder da. Das Personal ist die einzige Graupe ( Enttäuschung). Von 50 Kellner sind vielleicht 4 in Ordnung gewesen. Anfangs habe ich Sie noch verteidigt wegen der harten Saison etc., aber so ein Wille gegen jegliche Arbeit zu schreiten, ist skandalös. Man musste sich oftmals die Getränke selbst in Pappbechern abholen. Damit kann ICH noch leben. Aber wenn man mich fragt, was ich trinken möchte und mir dass daraufhin nicht bringt, dann platzt mir der Kragen. Ich weiß immernoch nicht, ob er nur Trinkgeld erst wollte. Später sah ich den Fatzke gegenüber Wein einer Familie einschenken 30 Minuten lang. Für Trinkgeld machen Sie alles. Die Köche jedoch waren sehr freundlich und zu Späßen mit mir gewillt. Die Fremdsprachenkenntnisse sind das Nötigste also one to ten und beer etc. Die Rezeption: Da sitzen Tick, Trick und Track drinnen und der Eine weiß noch weniger als der Andere. Wenn ihr Auskunft über die Region wollt, fragt lieber mich als das Trio. Meine Schwester hatte ein Problem mit deren Toilettenspülung und dieses wurde nach dreimaligen Bemängelns immernoch nicht beseitigt. Dann saß da zufällig deren Onkel Dagobert, der das Machtwort sprach und meiner Schwester ein neues Zimmer gab. Zudem werden euch während eurer Ankunft nichtmal die Koffer abgenommen oder das Zimmer gesagt also schön suchen. Aber ihr bekommt einen "übersichtlichen" Raumplan.
Der Flughafen ist gut eine Stunde entfernt falls man nicht unterwegs 17 Hotels abgrast. Die Einkaufsmöglichkeiten um das Hotel rum, sind gegeben und durchaus preiswert also verhandeln, verhandeln, verhandeln. Man merkt den Verkäufern jedoch das Ende der Saison an, sodass sie alles loswerden möchten. Die Verhandlungswilligkeit in so einem Touristenort hat mich als Türke sehr überrascht und erfreut. Dies ist in anderen Touristenorten in der Türkei wie z.B Side selten möglich. Als Ausflug kann man gerne mal den Ephesus ansehen, jedoch sah ich das nur als Abzocke an und bin jetzt auch kein Sightseeingjunkie von daher habe ich das getrost sein gelassen. Ganz schön ist der Mittwochsbazaar in der Innenstadt, der mit Dolmus und Taxi gut zu erreichen ist. Meine Empfehlung für die Strandfreunde ist der Ladies Beach, für die, die wirklich einen Strand erleben möchten. Der angeblich 10 km lange, hoteleigene Strand ist irgendwie auf 1 km geschrumpft und hat sich exponential mit der Breite angepasst. Dazu wurden dann noch gefühlte 10000 Liegen draufgelegt. Kuschelig ist es. Auf die Frage: Wo isn nu der Strand?, wurde mit einer subtilen Coolness des Reiseleiters begegnet, dass es diesen nur zwischen dem 1. April - 1. Oktober gibt. Der hoteleigene Strand ist wirklich ein Scherz. Also wer darauf Wert legt (wie einer meiner) der sollte dieses Hotel gar nicht konsultieren oder genug Fahrtgeld zur Ladies Beach mitnehmen. Des Weiteren ist das Wetter im Oktober nachts extrem kühl und zu dem auch mittags windig. Also wer zu dieser Zeit doch in diese Ecke der Türkei verreisen möchte, sollte sich was zum drüberziehen mitnehmen oder dort günstige 15 € Benchjacken erwerben, die einen schön warm halten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Naja wir kamen am späten Abend an und erhielten unsere Handtuchkarten an der Rezeption. Folglich gingen wir am folgenden Morgen los um uns im Wellness & Spa Bereiche, welche zu besorgen. Der dortige Aufseher bzw. Chef (Ich nenne ihn einfach Hasan aus Kassel, also sprach er doch deutsch, wobei ich auch mit ihm türkisch sprechen wollte) begrüßte mich liebevoll mit einem: Kanns du nich lesen? Ich entgegnete: Doch! Hab ja Abitur. Da braucht ich das schonmal hin und wieder. Er zeigte mir das Schild, das neben der Tür versteckt hing und dass ich anfangs für ein Kleinkinderscherz empfand, auf dem stand: Handetucher abolen um gegn Nahmitag kirka ab 15:00. Ich sah ihn an und fragte: In der Schule warst du wohl nur Kreide holen, wa? Ja, gut. Da hatte ich sämtliche evtl. vorhandenen Sympathien verspielt. Er wollte auch meiner Schwester kein gutes Angebot für gewisse Massagen machen und war generell ein Elefant im Porzellanladen. Er gab sich als Kampfsportler aus und verband dies mit Physiotherapie. Naja außer, dass er mal in Deutschland gelebt haben soll, verband uns nix. Ich dacht mir: Gut. Die Liegen sind jetzt eh schon alle vorreserviert um 9 Uhr morgens. Kommste halt später wieder am Nahmitag und holst dir die Handtücher. Ich kam wieder. Nun waren die Liegen auch benutzbar. Fünf Minuten nach 15 Uhr. Es sind alle Handtücher weg! Ja gut. Was ich nun gesagt habe, muss ich hier nicht erläutern. Am darauffolgenden Tag hat es dann endlich geklappt. Jedoch fing es an zu regnen und hörte nicht wieder auf. Badeurlaub förmlich ins Wasser gefallen. Erfreulich, dass es die 4 Tage danach gutes Wetter gab, jedoch der Wind sich nicht einstellte. Aber ich hatte ja meine Benchjacke :) Die Minidisco zu der meine Nichte und ihre dort kennengelernte Urlaubsfreundin gingen, war recht amüsant und das holländische Lied wurde zu meinem Favorit. Der russische Animateur, der immer dasselbe orangene Hemd trug und der von einer gewissen Person als potthäßlich betituliert wurde, bemühte sich. Das einzig erfreuliche war doch, dass die Animateure nur versuchten Leute in die Disco zu locken, dass sie überteuerte Getränke dort kaufen. So nach der Minidisco saßen wir uns in der Regel zur Snackbar und tranken noch was und unterhielten uns. Jedoch wurde es dann eine Nacht Zeit für die richtige Disco, die von 24 Uhr bis 3 Uhr ging. Meine Schwester und ich waren schon heiß wie Frittenfett und wollten die Sau rauslassen. Amüsiert haben wir uns. Nicht zwingend viel getanzt aber das Umfeld war schön. Der DJ zerholzte und zersägte erstmal alle mit 30 Minuten Modern Talking und nach meinem gezielten Wunsch wurde die Musik doch auf neumodisch gewechselt. Die Discogröße ist so groß wie mein Wohnzimmer jedoch bei dem Aufkommen total ausreichend.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Nejat |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |

