Nettes Hotel mit gepflegter Außenanlage mit vielen Treppen (in den Hang gebaut). Die vorhandenen 3 Pools wurden abends regelmäßig gereinigt und kontrolliert. Gäste bunt gemischt, viele Tschechen. Junge Engländer traten zu unserer Zeit in johlenden Horden auf. Im Hotel gibt es eine karge ungemütliche Bar, davor einen überdachten Platz mit vielen Tischen und Stühlen - null Flair. Ein Geräuschpegel wie in der Bahnhofshalle. Air-Hockey-Tisch, Mini-Billard und Tischtennis für die Kids - direkt neben den Sitzgruppen ließen den Geräuschpegel in ungeahnte Höhen schießen. Zu unserer Unterhaltung gab es jeden Abend Kinder-Disco mit Liedern, die wir u.a. vom Fasching kannten. Die Animateure ließen es sich nicht nehmen, den Lautstärkeregler bis zum Anschlag aufzudrehen. Die Gäste der Hotelzimmer über der Bar und der Sitzgelegenheiten hatten das Vergnügen, dem unteren Treiben zu lauschen ohne auch nur ein Fenster zu öffnen. Die darauffolgenden Bingo- und Quiz-Abende wurden in tschechischer, englischer und deutscher Sprache abgehalten. Wer wollte, konnte sich für ein Erfrischungsgetränk seiner Wahl in die Schlange an der Bar einreihen. Wir genehmigten uns dieses Programm 2 ganze Abende und zogen es dann doch vor, diverse Bars und Tavernen vor Ort aufzusuchen. Unbedingt ins Cafe Ritz im Nachbarort Cheronissos. Oder Essen gehen auf dem Marktplatz in Mochos - super lecker. Die Tavernen weiter im Inland sind mit Abstand die besseren und günstigeren als an der Küste. Hier darf auch schon mal in die Töpfe geschaut werden. Übrigens lässt sich Kreta mit dem Mietwagen prima erkunden, außerdem sind die Ausflüge über den Reiseveranstalter absoluter Wucher. Auto für 10 Tage (B-Kategorie) für 265 Euro mit allen Versicherungen und Freikilometer. Wir haben Ausflüge zur Insel Krissi (mit Auto bis Lerapetra, dann Schiff zur Insel), Spinalonga (m. Auto bis Elunda dann mit dem Schiff), Rethymnon, Heraklion, Mochos, Agios Nikolaos und zum Aquarium alle Ziele selbst angefahren. Außerdem waren wir auch abends flexibel.
Unser Superior-Zimmer im Haupthaus war winzig jedoch sauber, ordentlich und die Ausstattung war okay. Balkon war ebenfalls groß, nur das Gebläse der Klimaanlage auf dem Balkon störte ein wenig, da es zusätzlich warme Luft ausströmte. Der fehlende 3. Stuhl und der kaputte, wacklige Balkontisch störte weniger. Das Bad war von der Größe okay. Waschtisch mit großzügiger Ablagefläche und Badewanne mit Glastrennwand. Der Kleiderschrank war der Lacher schlechthin. Eine Kleiderstange mit 5 Bügel - fertig. Ablagebretter gab es keine. Wir verteilten unsere Wäsche in den Nachttischschubladen sowie in der Schreibtischschublade, den Rest auf den Boden des Kleiderschrankes. Die eigens mitgebrachten Kleiderbügel waren in diesem Urlaub Gold wert. Am 3. Tag bot man uns ein anderes Zimmer an. Ein Umzug nachdem wir bereits alles ausgepackt und mit viel Mühe verstaut hatten - nein danke!! Im Nachhinein waren wir heilfroh über unser kleines Zimmer, mit großem Balkon, nach hinten raus. Unser Superior-Zimmer wies noch eine gefüllte Minibar auf sowie "eine Flasche Wein" (ganze 330 ml !!) und auch ein "Obstkorb" (gem. Katalogbeschreibung) sollte im Zimmer bereitstehen. Dieser Obstkorb bestand aus einem weißen Frühstücksteller mit Achtung ... zwei Äpfeln und zwei Orangen ! - sensationell. In diesem Hotel gibt es allerdings viele unterschiedliche Zimmer. Umziehende Gäste waren keine Seltenheit.
Über Geschmack lässt sich streiten. Die Vielfalt war nicht der Brüller. Die Qualität noch weniger. Jedoch haben wir immer was gefunden, ab und zu war es sogar ganz gut. Obst und Salat ist immer gleich. Das Essen wiederholt sich wöchentlich. Die Atmosphäre im Restaurant ist kantinenmäßig.
Was für einen Service??? "Do it yourself" wird hier großgeschrieben. Vom Essen holen zum Getränke zapfen bis Tisch suchen sowie Strand-Handtücher besorgen oder frische Gläser für auf's Zimmer organisieren. Auch die Getränke an den Pools musste man sich in hauchdünne Plastikbecher zapfen, dass man aufpassen muss, bis zur Liege noch mit wenigstens einem halb gefüllten Becher anzukommen. Der einzige Service, den dieses Hotel bietet, ist dass der Tisch nach dem Essen abgeräumt wird - dann ist aber auch schon Ende der Fahnenstange. Verbale Freundlichkeiten wie Guten Morgen, -Abend, -Appetit, Bitte, Danke konnten wir in keiner Sprache vernehmen. Weder an der Rezeption noch im Restaurant.
Die Lage des Hotels ist optimal. Zum 1a Strand und zur Shoppingmeile kann man eine vielbefahrene Straße überqueren oder aber eine etwas verwaiste Unterführung benutzten. Höchstens 5-7 Gehminuten. Die Shoppingmeile ist ca. 1,5 km lang und reicht bis nach Malia. Direkt hinter der Shoppingmeile ist der Strand. Der Strand ist breit und fällt ganz flach ins Meer ab. Super zum Reingehen. Wassersportangebote am Strand ausreichend aber überteuert. Genauso wie die Wasserparks mit Rutschen in der Umgebung (25 EUR Eintritt).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Am Pool waren wir nur selten, da zu voll und wie immer die Gäste schon in Herrgottsfrühe ihre Handtücher auf den Liegen trapierten, um dann im Laufe des vormittags auch mal darauf zu liegen. Ist das Hotel voll, liegt man wie die Heringe dicht an dicht auf "dunklem" Holzboden, den man bei Sonnenschein tunlichst nicht barfuß betreten sollte. Rings um den Pool reihen sich die Gebäudetrakte mit den Zimmern, sodass auch nur wenig bis gar kein Wind geht. Die nur begrenzt große Pool-Terrasse mit ihren vielen Liegen grenzt direkt an die Zimmer-Balkone, also wer da sein Zimmer beziehen musste, hatte nicht gerade das große Los gezogen. Im Hotel gibt es einen Fitnessraum, den wir jedoch nicht genutzt haben. Die Geräte sahen jedenfalls noch sehr gut aus. Es gab einen Hometrainer, ein Laufband, eine Hantelbank und diverse andere Geräte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ilona |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 4 |


