Das architektonisch ansprechend gestaltete Hotel liegt inmitten einer schönen Grünanlage und die Verschmelzung mit der Thermananlage ist sehr gut gelungen. Alles wirkt sehr gepflegt, der Lobbybereich mit der gemütlichen Hotelbar ist sehr eindrucksvoll. Die Gästestruktur besteht überwiegend aus Familien mit Kindern, sowie älteren und jüngeren Paaren.
In dieser Kategorie wird das Hotel seinem Superior Zusatz wieder gerecht, da gibt es wirklich nichts zu bemängeln.
Leider ist das der einzige, wenn auch gravierende, Kritikpunkt an diesem Hotel. Ein Superior Hotel muss an sich andere kulinarische Ansprüche stellen, wenn es diesen Titel führen will. Da will ich als Gast beim Frühstück keine Ananasscheiben aus der Dose vorfinden und auch kein Mohnweckerl, das eindeutig noch vom Vortag stammte. Auch sollte das Personal lernen wie man den Tisch beim Adenddinner richtig eindeckt. Des Weiteren möchte ich als Erwachsener keine Kinderportionen serviert bekommen, sondern einigermaßen satt den Tisch verlassen. Das gewählte Wienerschnitzel, mit gezählten 3 halb durchgekochten Kortoffelstückchen, wäre in Liliputanien als Hauptspeise gerade noch durchgegangen, aber nicht in einem Superior Hotel. Frage nach Nachschlag oder dergleichen, Fehlanzeige. Mit noch knurrendem Magen erscheinen einem die Getränkepreise dann jedoch durchwegs als "Superiorpreise". Schade, erhebliche Punkteabzüge in dieser Disziplin und hier ist die Hotelleitung gefordert nachzubessern und sich nicht nur dem Sparstiftdiktat, das von "oberster Ebene" gefordert wird und sich auch in anderen Bereichen des gesamten Ressorts bemerkbar macht, zu unterwerfen.
Das wohl für jeden Gast entscheidenste Kriterium hat das Team des Paradiso mit Bravour gemeistert. Vom Empfang bis zum Reinigungspersonal, sehr professioneller und freundlicher Umgang mit dem Gast. Das merkte man auch an der Tatsache, dass man uns mit unseren "Kindern", es waren 33 Schülerinnen und Schüler der Tourismusschulen Bad Leonfelden, genauso zuvorkommend behandelte, wie andere Gäste auch und das ist bei Weitem nicht der Normalfall!!
Hier gibt es nicht viel zu sagen, Schallerbach ist ein kleiner Ort, Cafes und Bars sind eher spärlich gesät, der Bahnhof liegt ca. 5 Fußmenuten entfernt. Tipp: Einmal raus und gleich in die benachbarte "Speedy Bar" (neben Thermenhaupteingang) gehen!
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Also wer hier meckert dem ist nicht mehr zu helfen. Da ist, im hoteleigenen- und im Thermenbereich, alles vorhanden was das Wellnessherz so begehrt. Außerdem kann man das gesamte Thermenangebot (Aquapulco, Ralaxium, Cabriotherme etc.) am An- und Abreisetag voll nutzen und das ist ein faires Angebot. Dennoch muss auch hier etwas Kritik geübt werden. Die Infrarotkabinen sind sowohl im Hotel als auch im Relaxium, gelinde gesagt, ein Witz. Die Leistung ist zu schwach und es dauert eine Ewigkeit bis man ins Schwitzen kommt, außerdem wird einem reglerecht kalt, weil zuwenig Wärmeleistung, aufgrund zu geringer Anzahl der Strahler, vorhanden ist. Das geht besser, kleinere voll ausgestattetet Kabinen sind hier das Zauberwort. Dann das Aquapulco: Wie lange kann man dieses "Rutschenparadies" mit halbherzigen Restaurierungen noch am Leben erhalten? Solange die Kasse stimmt, vermutet der kritische Badegast. Das nun seit 1995 bestehende Spaßbad wurde jetzt zur Piratenwelt umgemodelt. Medial wurde der Relaunch großartig vermarktet und man hat sich dann doch mehr erwartet als diese Schönfärberei. Keine neuen Rutschen, die wirklich schon mehr als in die Jahre gekommen sind, kein neuer Strömungskanal, der sehr lahm ist, keine neuen Becken, immer noch die alten vergilbten Fliesen, kein Beachvolleyballplatz, kein Sprungturm in einem Erlebnisbad etc. Anstatt dessen eine verkitschte Anhäugung von infantilen Wassserbecken und Minirutschanlagen, den Kindern mags gefallen, aber als Erwachsener lässt man sich nicht so leicht blenden. Das 5D Kino ist echt toll, aber auch hier könnte man die Messlatte höher anlegen und wesentlich mehr daraus machen. Warum immer der gleiche, zu sehr auf Kleinstkinder abgestimmte und zu kurze Film? Für Jugendliche und Erwachsenen könnte man da doch das Programm erweitern, dann wäre auch mehr Nachfrage vorhanden. Dennoch werden Kapitän Look und sein Affe Chango das alte Flaggschiff noch auf Kurs halten. An dieser Stelle soll ein Bademeisterpirat besonders erwähnt werden: Harry B., er ist ein echtes Unikum und scheint für diesen Job wie gemacht zu sein, es macht Freude ihm bei der Arbeit zuzusehen und spätestens beim Changodance läuft er zur Hochform auf und Kinder wie Erwachsenen sind echt begeistert, weiter so!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im Juni 2012 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Martin |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 84 |


