Der Lärchenhof gehört seit 2006 dem Familotel-Zusammenschluß an, einer Kette von Hotels, die sich auf Urlaub mit Kindern spezialisiert haben und sich diesbezüglichen Mindeststandards unterwerfen, so z. B. Kindersicherungen in sämtlichen Steckdosen. Laut am Hotel angebrachter Tafel handelt es sich um ein 4-Sterne-Hotel. Das Hotel verfügt über einen großen Kinderspielplatz, einen Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Ruhebereich, Hallenbad, separatem Kinderbecken, Solarium und Fitneßraum mit diversen Geräten, wie z. B. Crosstrainer. Ein Internetterminal steht kostenlos zur Verfügung, in der Lobby kann man sich auch mit seinem eigenen Laptop kostenlos in das WLAN-Netz einloggen. FAZIT: Da dies unser 5. Familotel-Urlaub war, können wir mit den anderen Hotels dieser Kette Vergleiche ziehen. Größter Negativpunkt war u. E. die Kinderbetreuung, ansonsten weist das Hotel ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis auf. Mögliche Ausflugsziele: Swarovski Kristallwelten in Wattens, das Ötztal, Innsbruck (40 min.),Schloß Neuschwanstein (75 min., www. neuschwanstein.de), Aqua-Dome Längenfeld (50 min., tolle, hochmoderne Therme, welche in der "Sauna-ChampionsLeague" spielt, www. aqua-dome. at), Alpine Coaster (ca. 20 min, eine Art Sommerrodelbahn, nur schneller und länger, aber auch teurer, www. alpine-coaster. at). Im Sommer kann man auch mit einem Profi die Olympia-Bobbahn in Igls (bei Innsbruck) hinunterfahren, Geschwindigkeit bis zu 100 km/h, im Bahnkreisel bis zu 2 G, Infos unter www. olympiaworld.at, dort unter "Sportstätten" die Bobbahn wählen.
Wir hatten eine kleine Ferienwohnung gebucht, welche einen kleinen Flur mit Küchennische, ein Bad mit Dusche, ein Wohnzimmer und ein separates Schlafzimmer umfaßt. Die Küchennische bestand aus 2 Kochplatten, Kühlschrank mit Eisfach, Spüle und Küchenschrank. Letzterer war allerdings mit keinerlei Gläsern, Geschirr oder Besteck bestückt. Die Zimmereinrichtung entstammt meiner Einschätzung nach den 80er Jahren, ist also nicht als zeitgemäß/modern sondern eher als volkstümlich-konservativ zu bezeichnen. Die Einrichtung störte uns aber nicht besonders, man ist ja schließlich in einem Urlaubshotel in den Bergen und nicht im einem trendigen Großstadt-Sternebunker untergebracht. Auffallend positiv ist der Schnitt und die komfortable Größe der Wohnung gewesen. Das TV-Programm umfaßte ORF 1, ORF 2, ARD, ZDF, Sat1, RTL, 3sat, Vox.
Der Flur und das Restaurant ist mit jede Menge Auszeichnungen und Urkunden sowohl des - scheinbar nicht mehr aktiven Senior-Chefs - als auch des heutigen (Junior-)Chefs gepflastert. Die meisten sind ca. 10 Jahre alt, allerdings merkt man die gehobene Küche auch heute noch den allabendlichen 5-Gänge-Menus an. Diese sind lecker und schön angerichtet, gleichzeitig aber nicht abgehoben. Die Kinder haben die Wahl, ihr spezielles Kindermenu abends entweder zusammen mit den Eltern zu sich zu nehmen oder mit dem Kinderclub bereits eine Stunde vorher zu essen. Das Abendmenü bot meistens 2 Alternativen für den Hauptgang, die man am Morgen auswählen konnte. Wenn man aber generell lieber Buffet wählt, wo man dann gemäß seiner individuellen Vorlieben die Auswahl und Menge der Speisen bestimmen kann, ist man hier nicht richtig aufgehoben. Uns war die Essensmenge, welche sich aus den 5 Gängen ergab, auf die Dauer von 14 Tagen etwas zu viel. Damit standen wir aber wohl alleine da, denn viele Gäste luden auch noch am Salatbuffet - dem einzigen Gang mit "freier Mengenwahl" - den Teller reichlich voll, wogegen wir uns zu diesem Gang gerne etwas zurückhielten. Mittags gibt es 2 Suppen zur Auswahl (meist eine klare Suppe mit separat bereitgestellter Beilage sowie eine Cremesuppe) und ein Salatbuffet. Wir haben das nicht angebotene, "vollwertige" Mittagessen zu keinem Zeitpunkt vermisst (s. a. unser Problem mit der Menge des Abendessens). Toll ist das Kuchenbuffet, was ebenfalls im Preis inbegriffen war und an allen 7 Tagen die Woche nachmittags angeboten wurde.
Alle Hausangestellten waren sehr freundlich, auch die Angestellten der "Oma-Generation" (im Restaurant) gingen toll auf die Kinder ein, letztere sogar mehr als die Betreuerin im Kinderclub (leider). Sonderwünsche wie z. B. Wäsche waschen nach einem Malheur, Verleih eines Babyphon und Internetzugang waren alle kostenfrei. Schön war auch, daß der Chef des Hauses mehrere Aktivitäten selbst begleitete, so z. B. das Angeln, daß anschließende Grillen der gefangenen Fische sowie ein Ausflug mit dem Traktor zur Waldhütte. Nach kurzer Zeit haben die Bedienungen im Restaurant sich unsere (Sonder-)Wünsche gemerkt und z. B. den morgendlichen Cappuccino ohne Aufforderung auf den Tisch gestellt, wirklich bemerkenswert!
Das aus 2 verbundenen Trakten bestehende Hauptgebäude sowie einige etwas davon abseits gelegene Appartments befinden sich in Sichtweite, aber für die Kindersicherheit ausreichender Entfernung von der Hauptstraße. In die eine Richtung sind auf mehrere 100 m nur Wiesen und keine Bebauung vorhanden, weshalb die Durchgangsstraße auch vom Hotel aus sichtbar ist. In die andere Richtung beginnt direkt der Wald. Der Ortsteil Holzleiten, in dem das Hotel liegt, besteht lediglich aus einer Ansammlung von Hotels, Ferienwohnungen und Privathäusern und ist von Bergen umgeben. Der Ortskern von Obsteig befindet sich ca. 4-5 Autominuten entfernt. Dort ist allerdings nicht viel mehr als ein Supermarkt, eine Bank, eine Touristeninfo und diverse andere Hotels zu finden. Zum Shoppen ist dann schon eher das ca. 20 Autominuten in Richtung Westen gelegene Imst geeignet oder aber die für hiesige Verhältnisse riesige Shopping Mall in Richtung Osten (A 12, Ausfahrt Innsbruck-Kranebitten), über die Autobahn ca. 30 Autominuten entfernt.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
In unmittelbarer Nähe zum Hotel beginnen 2 Walking-Strecken mit einer Länge von jeweils ca. 10 km, weitere Walking-Routen sind im Umkreis mehrerer Kilometer zu finden. Eine der beide hotelnahen Walkingstrecken ist als durchaus anspruchsvoll zu bezeichnen, die andere gilt als "mittelschwer". Auch wenn wir selbst nicht gerne Wandern, so haben wir aber von vielen anderen Gästen mitbekommen, daß sich das Hotel als Basis für einen Wanderurlaub eignet. Ein Skilift war - zumindest in unmittelbarer Umgebung - nicht zu finden. Toll ist die in 15 Fußminuten entfernte Waldhütte, welche durch den Hotelchef in Eigenleistung erbaut wurde. Diese wurde in 2 Ausflügen die Woche angesteuert. Im Familotel-Konzept ist auch eine Kinderbetreuung enthalten, welche sich beim Lärchenhof in 6 x 8 Stunden Betreuung die Woche äußerte. Dies war ein wesentliches Kriterium für die Wahl dieses Hotels. Da während unseres Aufenthaltes die Hauptsaison des Hotels noch nicht begonnen hatte, erfolgte die Betreuung an allen 6 Tagen aber nur durch 1 Person. Zwar sind die 48 Wochenstunden Kinderbetreuung auf den ersten Blick sehr komfortabel, allerdings kann man Aktivitäten ohne die Kinder nicht frei planen, da an 4 von 6 Tagen Ausflüge bzw. Aktivitäten stattfanden, die der Anwesenheit oder Begleitung der Eltern bedurften. Dies führte dazu, daß manche Ausflüge als Paar nicht oder nicht am gewünschten Wochentag stattfinden konnten, da z. B. am Nachmittag von 14: 30 bis 16: 30 ein Ausflug stattfand und es sich im Anschluß nicht mehr lohnte beispielsweise nach Innsbruck zu fahren. Entscheidet man sich, an diesen Ausflügen nicht teilzunehmen, entfällt während dieser Zeit natürlich auch die Kinderbetreuung, da die Betreuerin den Ausflug begleitet. Das Engagement der während unseres Urlaubes eingesetzten Kinderbetreuerin hielt sich in engen Grenzen. So schritt sie weder ein, als 2 größere Jungs quer durch den ganzen Raum Fußball spielten und hierbei auch kleinere Kinder vom Ball getroffen wurden noch als andere Kinder mit vollen Händen in die Schüssel mit den Bügelperlen griffen und diese gleichmäßig im näheren Umkreis des Tisches verteilten. Die von ihr initiierte Kinderolympiade "betreute" sie, in dem sie sich hinter ihren festungsartig ausgebauten Schreibtisch zurückzog und lediglich die Zeit stoppte. Das Anfeuern oder Motivieren der Kinder überließ sie - wenn überhaupt - den anwesenden Eltern, das Pfuschen anderer Kinder wurde von ihr nicht unterbunden, so daß die ehrlichen Kinder letztendlich die "Dummen" waren, was bei diesen natürlich zu Frust führte. Die für eine Playback-Show einzustudierenden Tänze vermittelte sie, in dem sie den Kindern die DVD mit den Tanzanleitungen vorspielte statt diese selbst vorzutanzen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2007 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Chris |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 4 |


