Das Hotel machte einen gepflegten ersten Eindruck auf uns. Es besteht aus verschiedenen Komplexen, hier ist derjenige im Vorteil, der nahe der Rezeption unterkommt. Weiter hinten wird der Weg zum Speisesaal und auch zum Strand doch recht lang. WLAN ist nicht im Preis inbegriffen und muss gekauft werden. Nicht überall ist das Signal vorhanden, am besten noch in der Lobby. Die Liegen am Strand sind ebenfalls nicht im Preis inbegriffen, zwei Liegen mit Schirm kosten am Tag 5€. Schade!
Unser Zimmer war freundlich und modern eingerichtet. Landestypische Einrichtung war bis auf die blaue, abgesetzte Zimmerdecke nicht vorhanden. Unser Zimmer verfügte über genügend Verstau- und Abstellfläche, außerdem gehörte ein Balkon dazu. Dieser hatte auch eine Insektenschutztür, was sich als sehr nützlich herausstellte, da es abends wirklich sehr viele Mücken gibt. Schade war nur, dass es im Bad einen permanent unangenehmen Geruch aus dem Abfluss gab. Wir können nicht sagen, dass das Bad schmutzig oder ungepflegt war (bis auf einen recht verkalkten Duschkopf war es sauber), aber leider mussten wir das Fenster (ebenfalls mit Insektengitter) den ganzen Tag auf Kipp lassen, um dem Geruch etwas zu mindern.
An unserem ersten Tag ist uns sofort der wunderschöne Außenbereich des Restaurants aufgefallen, man kann also - neben den zahlreichen Innenplätzen - sein Essen auch draußen genießen und dabei auf das wunderschöne Meer schauen. Beim Frühstück wird jeden Tag die selben Speisen angeboten. Das Hotel selbst nennt es "American breakfast", mich hat es eher an ein englisches Frühstück mit gegrillten Tomaten, dicken Bohnen oder kleinen Würstchen erinnert. Es gibt frisches Brot und kleine Brötchen, die auch im Hotel selbst hergestellt werden (dies haben wir gesehen, da unser Zimmer im selben Gebäude wie die Backstube lag). Beim Mittag- als auch beim Abendessen variiert das Buffet. Zwar gibt es immer diese besagten "Standardspeisen" (Pommes, Nudeln mit Tomatensauce etc.), aber auch griechische Gerichte. Nicht alle haben geschmeckt, leider. Ich bin ein Freund von landestypischer Küche, habe aber in so mancher Taverne besser gegessen als im Hotel. Das Fleisch war leider oft zäh oder trocken, Fisch wurde wenig angeboten, meist allerdings in der selben Sauce. Zu allen Mahlzeiten wird auf der Terrasse etwas frisch "vor den Augen der Gästen" zubereitet. Morgens waren es kleine Pancakes oder Spiegeleier, mittags und abends mal Fleisch, mal Fisch, mal gegrilltes Gemüse. An einem Abend gab es sogar Pizza, die wirklich sensationell schmeckte. Nett fand ich auch das kleine Nebenbuffet mit griechischen Vorspeisen wie gefüllten Weinblättern, Schafskäse, Tzaziki und diversen eingelegten Gemüsesorten. An unserem letzten Abend gab es landestypische Livemusik von zwei Musikern. Im Großen und Ganzen ziehe ich hier Punkte für die Zubereitung der Speisen ab. Diese hätte deutlich besser sein können. Zum Thema "All Inclusive": In vielen Bewertungen habe ich gelesen, dass sich die Urlauber sehr darüber ärgern, dass Cocktails nicht im Preis inbegriffen sind und selbst gezahlt werden müssen. Ich kann diesen Punkt nicht nachvollziehen. Ich habe NOCH NIE, in den zahlreichen "All Inclusive" Hotels in denen ich war, einen Cocktail umsonst bekommen. Das ist mir höchstens in einem "Ultra All Inclusive" Hotel passiert, und nicht mal dort ist es überall so. In diesem Hotel werden Bier, Wein und Ouzo umsonst angeboten. Ich persönlich finde das ausreichend. Und jetzt mal Hand auf's Herz - ein Cocktail, der in der Happy Hour gerade mal 3€ kostet, bringt niemanden um. Was ich allerdings NICHT verstanden habe: An der Strandbar, die zum hoteleigenen Strand gehört, muss ich alle Getränke, sogar Wasser, selbst bezahlen (1,5l Wasser kosten 1€).
Der Service im Hotel hat uns gut gefallen. Die Mitarbeiter der Rezeption waren alle freundlich und gingen umgehend auf unsere Wünsche ein. Nicht alle sprechen Deutsch, eine Verständigung auf Englisch ist problemlos möglich. Die Reinigungskraft, die für unser Zimmer zuständig war, hat gründlich gearbeitet. Es wurden jeden Tag die Handtücher ausgetauscht, obwohl wir es von uns aus nicht signalisiert hatten (Handtücher in die Badewanne o. auf die Erde gelegt). Für ein kleines Trinkgeld gab es eine blütenreiche Aufmerksamkeit auf unserem Bett :-) Der Service im Restaurant war in Ordnung, die Tische wurden mal schnell, mal weniger schnell abgeräumt.
Das Hotel liegt recht "einsam" am wunderschönen Sandstrand im Norden von Kos. In der Umgebung gibt es nicht wirklich viel, einen Ort sucht man hier vergebens. Für Strandurlauber kein Problem, Leute, die das Abenteuer suchen, sind eher auf Bus, Taxi oder einen Leihwagen (bekommt man direkt im Hotel) angewiesen. Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel sollte eigentlich nur 15 Minuten betragen, wenn man nicht vorher diverse andere Hotels anfährt (wir saßen eine Stunde im Bus). Vom schönen Sandstrand kann man die Nachbarinseln Kalimnos und Pserimos sehen. Und sogar die Küste der Türkei ist schon zu erkennen. Der Hotelstand war gepflegt, was man von anderen Hotelstränden nicht wirklich behaupten kann. Bei einem Strandspaziergang stellten wir fest, mit Abstand den schönsten Strandabschnitt zu haben. Kleiner Tipp von uns: Das Restaurant Tam Tam, welches man durch einen 15 Minuten Fußmarsch am Strand erreicht. Sehr leckeres Essen und gute Cocktails auf einer Terrasse über dem Meer gelegen, von der man einen schönen Sonnenuntergang genießen kann!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Freizeitangebote haben uns, bis auf ein paar Mängel, sehr gut gefallen. Rund um die Hotelbar gab es eine Art "Spielhalle" mit diversen Automaten, Kicker und Billard. Leider waren einige Automaten nicht funktionsfähig (beim Pinballautomaten fehlte der Ball, Airhockey war schon sehr "bespielt"). Außerdem verfügt das Hotel über eine eigene Minigolfanlage (Teppichbahnen, die teilweise Abnutzung zeigten), sowie einen Tennis- und Basketballplatz. Ein Fitnessraum ist ebenfalls vorhanden. Das Hotel verfügt über zahlreiche Pools mit schöner Anlage, diese haben wir als Strand-Fans allerdings nie genutzt. Es hängt ein Animationsplan aus, wir allerdings haben nichts von der Animation mitbekommen (keine Werbung für Aktivitäten etc.). Jeden Mittwoch findet abends eine Beachparty statt. Außerdem gibt es einen Minimarkt (geöffnet von 08:00 bis 22:00 Uhr), in dem man so gut wie alles bekommt. Nicht nur Getränke oder kleine Snacks, nein. Es gibt Souvenirs, Kleidung, Spirituosen, Drogerieartikel und auch so manches Medikament. Sogar Strandartikel wie Taucherbrillen oder Luftmatratzen. Wir haben nicht schlecht gestaunt. Unser Highlight (und wahrscheinlich auch das Highlight für alle Kinder) war der Minizoo mit diversen Tieren. Ob Ziegen, Wild, Ponys, Enten, Gänsen, diversen anderen Vögeln, es war schön diese Tiere zu betrachten. Allerdings muss ich sagen, dass es auch Tiere gab, die nicht artgerecht gehalten wurden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im September 2017 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Janna |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 3 |


