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Marion (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • August 2010 • 2 Wochen • Strand
Erwartungen runter schrauben, dann geht's...
4,0 / 6

Allgemein

Die große und weitläufige Anlage besteht aus mehreren Wohneinheiten, die so angelegt sind, dass es früher auch zwei oder drei verschiedene Hotels gewesen sein könnten. So sind sogar drei verschiedene Pools vorhanden, die jeweils umbaut wurden. Optisch ist sie recht ansprechend, da alle Wohnblogs versetzt gebaut wurden und nie mehr als drei Etagen vorhanden waren. Auch die Gartenanlage war größtenteils recht schön, auch wenn an vielen Stellen das Unkraut zwischen den Gehplatten wächst. Insgesamt macht das Hotel den Eindruck in die Jahre gekommen zu sein. Sauberkeit ist hier ganz sicher nicht das oberste Gebot. Das merkt man sowohl im öffentlichen Bereich als auch im Zimmer. Am schlimmsten emfpand ich die öffentlichen Toiletten. Hier stand man meistens im Wasser (?), die Eimer, in die man das benutzte WC-Papier werfen muss (es darf nicht ins WC!!) quollen über + entsprechend hat es gestunken. Teilweise war nicht mal ein Deckel für diesen Korb vorhanden. Dass man viele Toiletten nicht absperren kann, ist noch das geringste Übel. Die Waschtische waren "versifft" und es gab keine Möglichkeit, die Hände zu trocknen. Wegen meines jüngsten Kindes musste ich fast täglich diese Räumlichkeiten aufsuchen und weiß daher dass es kein Ausnahmezustand war. Überhaupt scheint sehr viel defekt zu sein und man kann nicht erkennen, dass Dinge wieder in Ordnung gebracht werden. Die Gästestruktur erschien recht "einfach", soweit man die Menschen nach Benehmen, Auftreten und Kleidung beurteilt. Hauptsächlich haben Familien die Anlage gebucht. Schätzungsweise 50 % waren deutschsprachig, der Rest hauptsächlich osteuropäisch (tschechisch). Auch italienisch, französisch und englisch meine ich gehört zu haben. Handyerreichbarkeit war gegeben, Internetzugang nicht. Die Preise im Hotelshop sind überhöht. Im August ist es sehr heiß (35 - 45°C), und in der Anlage steht die Luft. Mücken kamen abends hervor, aber mit Mückenspray, Mückensteckern und geschlossenen Fenstern und Türen kann sie aus dem Wohnbereich aussperren. Strandtücher kann man für 10 Euro Kaution ausleihen. Der Strandtuchwechsel kostet 1 Euro je Tuch. Ein Zweitschlüssel kostet 6 Euro Kaution. Hunde auf Anfrage möglich.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Zimmer waren ausreichend groß und verfügten über einen Balkon mit Tisch, 4 Gartenstühlen und Wäscheleinen. Wäscheklammern sind empfehlenswert, weil der Wind vor allem abends etwas auffrischt. Ein Schlafzimmer verfügte über ein großes Doppelbett + Nachttischchen, Spiegelkommode und Nachttischlampen. Das andere Schlafzimmer war mit einem schmaleren Doppelbett und einem Einzelbett, zwei Nachttischchen + -lampen, zwei Stühlen, Spiegelkommode und kleinem TV-Tisch ausgestattet. Die Balkontür und auch das Fenster hatten zusätzliche Insektenschutzschiebetüren. Im Eingangsbereich befand sich ein relativ großer Schrank, in dem wir unsere Sachen für fünf Personen so eben ablegen konnten. Etwas mehr Stauraum wäre vorteilhaft. Durch die gute Aufteilung der Räume, konnte man von den Nachbargästen kaum etwas hören. Die Vorhänge haben die Schlafräume nicht sonderlich gut abgedunkelt. Beide Zimmer hatten eine Klimaanlage (eine tropfte), die separat einstellbar war. Es gab kein Telefon auf dem Zimmer und auch keinen Kühlschrank. Der Safe, den man kostenpflichtig mieten konnte, befand sich hinter der Rezeption. Das Bad war ausreichend groß und verfügte über eine Badewanne mit Duschvorhang und Duschhalterung, einen Waschtisch mit Unterschrank und einen Spiegelschrank. Auch waren ausreichend Hängevorrichtungen für die Handtücher vorhanden. Je Person wurde ein kleines und ein Badehandtuch bereit gestellt. Ein Föhn war auch vorhanden.Das WC müffelte stark, und die WC-Bürste war etwas ekelig. Gewöhnungsbedürftig ist auch, dass man benutzes WC-Papier in den Mülleimer werfen muss. Der Duschvorhang war etwas schimmelig und zwei der drei Glühlampen am Spiegelschrank funktionierten nicht.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Das Hotelrestaurant ist ausreichend groß, schön aufgeteilt und verfügt auch über eine relativ große Außenterrasse. Ein sehr großes Defizit ist es, dass hier keine Klimaanlage oder Ventilatoren vorhanden sind. Bei 40 °C im Schatten einfach ein Unding! Natürlich waren die Außenplätze ständig besetzt. Tische für mehr als vier Personen sind rar. Der Bereich des Buffets ist zu schmal, so dass dort meist großes Gedrängel herrscht. Das Essen war ok, es gab viele griechische Gerichte, was mich erfreut hat. Vor allem das Zazicki und die Schafskäsevariationen waren schmackhaft. Aber es war auch oft extrem fettig, so dass die Nahrungsmittel im Fett schwammen und teilweise nicht gar. Der griechische Salat machte den Eindruck, als wäre er am Vortag zubereitet worden. Das Frühstücksbrot war alt und trocken. Das konnte man daran erkennen, dass das gleiche Brot an einzelnen Tagen frisch schmeckte. Nur selten gab es mal ein Brötchen. Ich habe nur 3x in 2 Wochen welche gesehen. Dies kann man nicht damit entschuldigen, dass die Griechen keinen Wert auf Frühstück legen. Wir waren schon oft in Griechenland und haben niemals ein schlechteres Frühstück erhalten. Die Tischdecken waren oft unappetitlich dreckig, die Polsterstühle ebenfalls. Teller und Besteck waren manchmal noch schmutzig, was aber auch zu Hause in der Spülmaschine mal passieren kann. Die Gläser waren extrem trübe, wirkten schmuddelig. Neben griechischen Gerichten gab es auch deutsch schmeckende Gerichte (Gemüse, Braten, Gulasch).


    Service
  • Eher schlecht
  • Service, tja, was ist das genau? Das Personal war nicht unfreundlich, aber auch nicht besonders freundlich. Beim Betreten der Rezeption, der Bar, des Shops oder des Speisesaals kam niemand auf die Idee, einen Gast zu begrüßen. Das kann man als unaufdringlich also positiv empfinden oder eher unhöflich. Zumindest an der Rezeption sollte ein Kalimera o. ä. doch drin sein. Insgesamt verhielten sich alle Bediensteten eher unauffällig. Einzig die Rezeptionschefin stach durch besonderes Engagement positiv hervor. An der Rezeption wurde deutsch und englisch gesprochen. Was im Restaurant verstanden wird, kann ich nicht beurteilen, weil nie jemand mehr als "fertig?" oder "finish?" über die Lippen bekam. Die Putzfrauen verstehen weder Englisch noch deutsch, konnten aber auch keine griechische Begrüßung erwidern. Sie haben lediglich die Betten gemacht, die Mülleimer geleert und Handtücher erneuert, manchmal gefegt. Der Badezimmerspiegel wurde zwei Wochen lang nicht geputzt. Auch funktionierte zwei Wochen lang nur eine der drei Glühlampen am Spiegel. Der Waschbeckenabfluss war von Anfang an verstopft, das Wasser lief nur sehr langsam ab. Es war zu ekelig, die Verstopfung selbst zu beheben, und auch nicht mein Job. Die Stange des Duschvorhangs hat mein Mann dann selbst wieder angebracht. Der Geruch der Handtücher ist sehr stark gewöhnungsbedürftig (wie Urin). Gegen eine Kaution von 10 Euro je Stück kann man Strandtücher ausleihen. Das hätte ich sehr gerne vorher gewusst, denn für fünf Personen und zwei Wochen Badehandtücher einzupacken nimmt schon viel Platz im Koffer weg. Der Arzt, den wir leider anfordern mussten, sprach sehr gut deutsch und war auch sehr gründlich und freundlich. Die verordneten Medikamente haben gut geholfen.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Das Hotel liegt nicht weit vom Flughafen entfernt etwas abseits direkt am Strand. Es war sehr schön, dass die Transferzeit nicht lange gedauert hat. Bei der Anreise wurden zuvor vier andere Hotels angefahren, bei der Rückreise steuerten wir direkt den Flughafen an und brauchten nur ca. 15 Minuten. Die Anlage ist - wie gesagt - sehr groß, wurde aber der Länge nach ins Landesinnere gebaut, so dass nur ein schmaler Strandstreifen "eingenommen" wird. Somit sind die Wege zum Strand je nach Unterbringung entweder sehr kurz (2 Minuten) oder sehr lang (10 Minuten Gehzeit), was bei der großen Hitze im August (40°C) nicht unwichtig ist. Wer mit kleineren Kindern anreist, sollte unbedingt einen Buggy mitnehmen, auch wenn das Kind mit vier Jahren zu Hause immer läuft. Der nächste Ort ist nicht weit weg, lohnt aber auf keinen Fall einen Besuch. Im Hotel befindet sich ein Shop, der mit allen Dingen ausgestattet ist, die man evtl. nachkaufen muss. Außerdem Strand- und Urlaubsbedarf. Allerdings ist er extrem teuer, so dass man besser alles von zu Hause mitbringt oder einen kleinen Fußweg zum nächstgelegenen Markt Richtung Hauptstraße auf sich nimmt. Dort wird man auch gleich viel freundlicher bedient. Der ältere Kassierer im Hotelshop ist ein unfreundlicher Kautz, der freundliche Ansprache auch gerne mal ignoriert und den Gast peinlich berührt vor den anderen Touristen stehen läßt, wie ich beobachten konnte. Es lohnt sich auf jeden Fall, für ein oder zwei Tage einen Mietwagen zu buchen. Dies ist nicht nur im Hotel, sondern auch im und auch neben dem außerhalb gelegenen Supermarkt möglich. Mit dem Mietwagen kann man auch in einem Lidl einkaufen. Neben Kos-Stadt, einigen schönen Orten und Stränden, haben wir auch Bodrum besucht. Die Schifffahrt hat ca. 1 Stunde gedauert. Auffällig war, das Kos im direkten Vergleich zu Bodrum "ärmlich" und schmutzig wirkt. Auf Kos, auch um das Hotel herum, ist die Umweltverschmutzung enorm. Überall stehen Bauruinen und viele Geschäfte und Bars sind geschlossen. Auf Bodrum nahmen uns verschiedene Türken unseren Müll einfach ab, um ihn für uns zu entsorgen. Direkt an das Hotelgrundstück grenzt eine große, aber leider ausgetrocknete Weidefläche, auf der einige Kühe angebunden Tag und Nacht ausharren. Es gibt dort keinen schattigen Unterstand, kaum grüne Nahrung und kein Wasser. Die Tiere sind ausgemergelt und teilweise sehr krank. Man muss mitansehen wie die Tiere trotz schlimmer Hauterkrankungen ,mit rosa-fellloser Haut der prallen Sonne ausgesetzt sind. Manche Touristen hatten Mitleid und fütterten die Tiere. Anderswo auf der Insel wurden die Weiden bewässert und es waren Tränken und Schatten spendende Bäume vorhanden. Während sich im Gaia Royal die Gäste amüsieren, herrscht wenige m nebenan große Tierquälerei.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Sportangebote haben wir aufgrund der Hitze kaum genutzt. Das Hotel verfügt über einen kleinen Fitnessraum, der kaum besucht war. Im Sportpool konnte man Wasserball spielen. Tennis war wohl auch möglich. Am Strand fand neben Beachvolleyball gar nichts statt. Die Animation war kaum sichtbar, wenn man sie nicht direkt aufsuchte. Die Kinder schienen Spaß zu haben (unsere haben die Clubs nicht besucht). Die abendliche Kinderdisco war etwas träge. Die gespielten Lieder wurden immer in eine (oft langweilige) Geschichte eingebettet, so dass es zwischendurch immer wieder zu minutenlangen Pausen kam, die unruhige oder "tanzlustige" Kinder ungeduldig werden ließ. Innerhalb der Anlage bekam man keinen Internetzugang. Dafür wurden wir ins benachbarte Gaia Palace geschickt. Schon beim Betreten dieser Anlage konnte man den Niveau-Unterschied sehen und spüren.... Der Strand ist feinsandig und sauber, nicht allzu breit. Der Weg dorthin führt erst über einen Bürgersteig/Straße und dann über einen Holzsteg, so dass man Kinderwagen mitnehmen kann. Es gab Liegestühle und Sonnenschirme (Schirm + 3 Liegen = 6 Euro), die zuletzt nicht mehr ganz ausreichten. Außerdem waren zwei Duschen, ein Wasserschlauch für sandige Füße, zwei Schaukeln, eine Rutsche, zwei Umkleidekabinen, zwei WCs (Schlüssel am Kiosk), ein Kiosk (Eis, Getränke kostenpflichtig) und einige schattige Sitzgelegenheiten vorhanden. 2x am Tag kommt ein Donuts-Verkäufer vorbei, der leckere Riesendonats (2 Euro) anbietet. Das Wasser ist meist klar (wenig Seegras) und relativ flach abfallend. Beim Seegang haben wir von ruhigem Wasser wie in einem See bis zu starkem Wellengang alles erlebt. Stellenweise muss man einen schmalen Steinstreifen überqueren, um ins Meer zu gelangen. Dies ändert sich jedoch je nach Gezeit. Der Strand am Hotel ist sauber, wenn man den Hotelbereich verläßt, kann man sich nur über das Müllaufkommen wundern.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Mehr Bilder(8)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im August 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Marion
    Alter:41-45
    Bewertungen:5