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Axel (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Juni 2007 • 1 Woche • Strand
Schön angelegt, schlecht bewirtschaftet
3,7 / 6

Allgemein

Das Hotel liegt oberhalb des kleinen Ortes Gouves, ist auf einem großen Gelände relativ verstreut und reicht bis auf zwei Querstraßen an den Strand heran. Das Hotel liegt zu den beiden Seiten einer kleinen Sackgasse, auf der südlichen Seite liegen Restaurant, ein Pool mit Poolbar, ein paar Zimmer und der Kinderclub. Auf der Seite zum Strand liegt der (größere) Pool sowie der kleine Laden und die Hauptzahl der Zimmer. Richtung Strand werden auch immernoch weitere Wohnblocks gebaut. In den News zum Hotel heißt es "Darueber hinaus wurden 78 neue Zimmer gebaut, einige davon mit Sharing Pool und 24 davon sind Maisonette und mit Yacuzzi ausgestattet". Diese Zimmer wurden während unserer Anwesenheit immernoch gebaut. Das Attribut familienfreundlich ist aus unserer Sicht bei dem Aufbau der Anlage leider nicht angebracht. Wir waren mit einem acht Monate alten Kind (mit Buggy) in der Anlage, es ist schwierig, viele der Treppen einfach zu bewältigen. Wir waren in einem der neuen Zimmer untergebracht, hatten ein Familienzimmer im zweiten Stockwerk (Maisonette). Leider fuhr der Fahrstuhl nur bis zum ersten Stock (er ist jedoch bis oben gebaut), so daß es auch hier angesagt war, den Buggy mit Kind eine Etage nach oben zu tragen. Das Publikum des Hotels bestand zu unserer Ankunftszeit je zur Hälfte aus Deutschen und Osteuropäern jeden Alters. Zum Publikum ist zu sagen, daß dieses Hotel bei unserer Recherche das billigste Hotel mit AI und Familienzimmern war. Wir haben AI gebucht, man bekommt ein Plastikarmband, ich würde die Buchung von AI jedoch nicht empfehlen, siehe Punkt 'Gastronomie'. Als Familienhotel kann man diese Einrichtung nicht bezeichnen, wer einen gelungenen Familienurlaub erleben möchte, fährt wohl sicher nach Spanien oder in die Türkei. Viele der genannten Mißstände könnten durch wenig Aufwand behoben werden, so daß ein wirklicher Urlaub entsteht. Die Mißorganisation in vielen Bereichen und die auffallende Häufigkeit bei verschiedenen Gästen trägt jedoch dazu bei, Frust aufkommen zu lassen. Zum Preis/Leistungsverhältnis läßt sich sagen, daß diese Einrichtung das billigste Hotel auf Kreta in unserer Reisezeit war, welches AI und Familienzimmer anbot. Mitnehmen sollte man auf alle Fälle guten Mückenschutz, vor allem, wenn man am Abend zur Minidisko, zur Show oder in die 'Sports-Bar' geht. Zu empfehlen sind die kleinen Stecker für die Steckdose, diese unbedingt mit Fläschchen. Die Flaschen halten ca. 30 Tage, die Plättchen in den Steckern gerade vier Stunden. Man sollte sich gleich bei der Ankunft durch den Zimmerboy die Klimaanlage zeigen lassen, diese funktionierte bei einigen unserer Mitreisenden nicht.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir waren (nach unseren anfänglichen Check-In Problemen, möglicherweise durch konsequentes Auftreten) in einem der bereits fertiggestellten neuen dreigeschossigen Wohnblocks untergebracht. In einem anderen Block wurde gerade die dritte Etage ausgebaut, während die erste und zweite bereits an Gäste vergeben war. Wir haben ein Familienzimmer gebucht und eines der neuen Maisonettezimmer erhalten. Es liegt im zweiten Stock unter einem Spitzdach und hat im unteren Teil einen Wohnraum mit zwei getrennt stehenden Betten und ein kleines Bad, dann geht es über eine Treppe (ohne Geländer!) in die obere Etage, die als Galerie ausgeführt ist. Dort gibt es dann ein kleines Fenster, die Balkontür ist unten. Im oberen Zimmerbereich steht ebenfalls ein Doppelbett, der Fernseher (Flachbild) und ein Kühlschrank. An deutschen Programmen konnten wir ARD, ZDF und RTL finden, der Fernseher wurde jedoch von uns nicht weiter genutzt. Diese Art der Familienzimmer hat (anders als im Katalog angegeben) nur einen Fernseher und eine Klimaanlage. Das ist jedoch durchaus sinnvoll, da es sich ja effektiv nur um einen Raum handelt. Das Bad verfügte tatsächlich über einen Yacuzzi, der Föhn im Bad war jedoch nicht vorhanden. Wir haben ebenfalls keine Steckdose im Bad gefunden. Die Inneneinrichtung mit hellen Wänden und dunkel gestrichenem Holz wirkt sehr geschmackvoll. Der Balkon ist ausreichend, um zu zweit zu sitzen. Die Klimaanlage ist an die Balkontür gekoppelt und die Magnetschalter sind sehr eng eingestellt. Wir mußten desöfteren die Tür mehrfach schließen, bis die Klimaanlage ansprang. In unserem Zimmer hat dann die Klimaanlage das Kondenswasser an der Wand herunterlaufen lassen, dieses wurde auch während unserer Anwesenheit nicht behoben. Uns hat es jedoch, ehrlich gesagt, wenig gestört. Die Bereitstellung eines Babybetts auf dem Zimmer hat geklappt, wir hatten dies bei der Buchung angegeben, im Vorfeld eine Mail an mailto: info@gouvespark. gr gesendet, diese blieb jedoch unbeantwortet. Da bei mehreren unserer Mitreisenden kein Babybett trotz Buchung zur Verfügung stand, haben wir es wohl eher einem glücklichen Zufall zu verdanken, daß in unserer Etage gerade eines verfügbar war. Handtuchwechsel und Reinigung war täglich, einmal die Woche wurde auch feucht ausgewischt. Der Badezimmerspiegel hingegen hat wahrscheinlich seit dem Einbau keinen Lappen gesehen.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Die Hotel-News schreiben: "Das Hauptrestaurant wurde renoviert und bietet nun unter anderem drei Themenabende - International, Griechisch und Italienisch - und zum Fruehstueck sowie zum Abendessen bereitet ein Livekoch ausgewaehlte Koestlichkeiten zu". Dies war wiederum nur zum Teil in unserer Anwesenheitswoche (Hauptsaison) richtig. Im Hauptrestaurant geht es eng zu, wahrscheinlich ist dieses noch nicht auf die neuen Unterkunftshäuser eingestellt. Demzufolge ist es auch schwierig, mit Buggy durch die Tischreihen zu kommen. Die Speisen sind eher international, es gibt jedoch immer Fleisch (gekocht in Sauce), gelegentlich Fisch, stets jedoch Gemüse und Nudeln. Für den griechischen Flair sorgen einzig der griechische Salat, Feta und Tzaziki auf dem Salatbuffet. Speisen werden stets schnell nachgefüllt, dies auch bis zum Ende der Mahlzeit. Die Atmosphäre ist als hektisch zu beschreiben, da Wege zu den Getränkeautomaten, zum Buffet o.ä. durch das Gedränge unnötig lange dauern. Es fällt außerdem auf, daß im Restaurant (sowie im Zimmer auch) kein einziges Bild an der Wand hängt. Dies gibt dem Restaurant leider den Touch einer Bahnhofswartehalle. Die avisierten Themenabende sind uns ebenfalls nicht aufgefallen. Es gibt keine Möglichkeit, Babynehrung auf dem Zimmer zu erwärmen (Wasserkocher mitnehmen, wer einen braucht), jedoch steht im Speiseraum eine Microwelle zur freien Bedienung. Mit der Freundlichkeit des Personals waren wir sehr zufrieden, sicher gilt auch hier der Spruch "Wie man hineinruft...". Bemerkenswert ist der Arbeitsstil des Personals, das vorwiegend mit dem Abräumen beschäftigt ist, sowie deren Zerstörungswut beim Geschirr. Es gab selten eine Mahlzeit ohne einen heruntergefallenen Stapel Teller. Das Showcooking ist ein Herd in einer dunklen Nische, an dem morgends z. B. Eierkuchen oder abends Hähnchenschenkel oder Leber zubereitet werden. Der lächelnde Koch aus der Hotelbeschreibung bei "Schauinsland" kocht sicher in einem anderen Hotel. Die Getränkeautomaten sind sicher Geschmacksache, der Orangensaft ist nicht zu empfehlen, die Limonaden, Cola sowie Diet-Cola sind trinkbar, es gibt zu den Mahlzeiten Bier sowie Wein. Leider sorgen technische Probleme bzw. Stromausfall immer wieder zu Ausfällen bei einzelnen Geräten. Diese werden in der Regel erst zur nächsten Mahlzeit wieder behoben. Von einem italienischen Restaurant (wie beschrieben) haben wir nichts bemerkt, wir erhielten jedoch eine Einladung zum griechischen Restaurant 'Elia'. Da konnten wir aufgrund der späten Stunde mit zwei kleinen Kindern nicht teilnehmen, unsere Zimmernachbarn sprachen jedoch sehr positiv davon.


    Service
  • Eher schlecht
  • Probleme gab es bereits beim Check-In. Wie bereits viele in der vorigen Saison in der Bewertung geschrieben haben, so haben auch wir die Erfahrung einer permanenten Überbelegung gemacht. Nach dem Ankommen (ca. 11: 00 Uhr) sollten wir zunächst in die Poolbar auf einen Drink, da unser Zimmer noch nicht fertig sei, die vorigen Urlauber dürfen bis 12: 00 Uhr im Zimmer bleiben. Nach dem Mittagessen (ca. 13: 00) sagte man uns jedoch, daß wir wegen Computerproblemen (!) für eine Nacht in ein anderes Hotel gehen sollten. Da wir dieses energisch abgelehnt hatten (mit zwei kleinen Kindern, die nach Mittagsschlaf aussahen), wurde uns nach einer kurzen Wartezeit ein Zimmer in einem der neuen Häuser zugewiesen. An dieser Stelle fanden wir insbesondere die beiden Begründungen sehr dreist. Wir haben uns während unserer Aufenthaltswoche mehrfach mit anderen Urlaubern unterhalten und auf diese Weise erfahren, daß dies kein Einzelfall war, sondern häufig vorkommt. Beschwerden werden entgegengenommen, auch wenn die Damen der Rezeption oft nicht viel machen konnten. Unsere persönliche Einschätzung ist, daß diese durch die Vielzahl der Beschwerden die rechte Lust am Job verloren haben. Durch die Vergrößerung des Hotels, die sicher bereits abgeschlossen sein sollte, ist es für Neuankömmlinge schwer, sich zurechtzufinden. Ein Plan des Hotels, den wir nur auf Nachfrage erhalten haben, hilft da nicht weiter, da dieser viele der gesuchten Lokationen (Zimmer mit Nummern, Bars, etc.) nicht enthält. Es gibt auch kein 'Willkommensheft', in dem zum Beispiel über Leistungen des Hotels, Einrichtungen, etc. berichtet wird. Die Fremdsprachenkenntnisse des Hotelpersonals sind ausreichend, es wird deutsch und (besser) englisch gesprochen. Der Hotelarzt, den wir leider auch in Anspruch nehmen mußten, kommt täglich (außer So.) ab 13: 00 Uhr ins Hotel, spricht fließend deutsch und kennt sich mit dem Abrechnungssystem der meisten deutschen Krankenkassen aus (Kosten: pauschal 90 € für zwei oder drei Besuche, zzgl. Arzneikosten). Bewundernswert ist die Auffassung der Hotelleitung vom Wörtchen 'all' in 'all inclusive'. Das AI ist sowenig AI, daß man im Hotel ein 'ULTRA AI' anbietet (4, 50 €/d). Darauf gibt es dann Strandtücher für den Pool, freie Benutzung des Tennisplatzes sowie den 'Cocktail des Tages' in der Hauptbar. Nach unserer Meinung ein wenig attraktives Angebot.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Das Wort 'Park' im Namen ließe zuweilen auf eine Grünanlage schließen, dies ist jedoch nicht so. Die Anlage ist mit Platten ausgelegt, die direkte Hotelumgebung bietet Baustellen und staubige Plätze. Die Zimmer liegen (aufgrund der Weitläufigkeit der Anlage) von ca. zwei Querstraßen bis einen Kilometer vom Strand entfernt. Der Strand ist sehr schön, flach abfallend, sandig und überlaufen. Der Ort Gouves ist ein typischer kleiner Touristenort mit Kneipen (vorwiegend in britischer Hand), touristischen Einkaufsmöglichkeiten und wenig Sehenswürdigkeiten. Ein kleiner Touristenzug fährt durch den Ort, da kann man die Fahrt genießen. Gouves ist sicher ein guter Ausgangspunkt für Touren, wer also die gesamte Zeit ein Auto hat und sowieso nicht oft im Hotel ist, für den ist dieses sicher eine Wahl. Zum Flughafen wird mit dem Bus der jeweiligen Reisegesellschaft ca. 25 Minuten gefahren.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Es gibt einen kleineren Pool (der mit der Bar) sowie den im Prospekt abgebildeten Pool mit Animation. Die Animation ist bis auf die laute, sich ständig wiederholende Musik dezent, es gibt Wassergymnastik und Tischtennis am Vormittag, am Abend gelegentlich Show im Theater. Schlechter ist es um ein paar Schattenplätze bestellt. Auf alle Liegen am 'Aktivpool' kommen ca. fünf Schirme, diese sind jedoch aus Netz, so daß diese keinen ausreichenden Schutz gegen die Sonne bieten. Wir haben uns das Terrain der (nicht geöffneten) Poolbar zunutze gemacht, dort konnte man mit den Kleinen auch in den Schatten. In den Hotel-News heißt es: "Ausserdem sind waehrend der Hauptsaison drei Poolbars am Tage geoeffnet; ebenso kann der Gast am Abend zwischen drei verschiedenen Bars waehlen, die alle im All Inclusive enthalten sind". Dies stimmte in unserer Anwesenheitswoche nicht, es ist tagsüber genau eine Poolbar geöffnet. Diese verfügt über die gleichen Getränkeautomaten wie das Restaurant. Auch hier wird AI schwer gemacht, man muß vom großen Pool einen regelrechten Ausflug unternehmen, um sich einen kleinen Plastikbecher eines Getränkes zu holen. Diese Bar schließt am Abend. Dann konnte man zwischen der relativ weit außerhalb liegenden 'Sports-Bar' und der Hauptbar wählen. Die Pools haben eine Wassertiefe von ca. 1m-1, 30m (oben), 1m (mitte) und im kleinen Pool unten einen wechselnden Wasserstand. Wir haben auch einmal erlebt, daß der untere Kinderpool nahezu leer war. Es gibt keine Treppen in den Kinderpool, die oberen beiden Pools verfügen über Einstiegsleitern. Der Kinderclub (am anderen Ende der Anlage) ist eine Holzbaracke, in der die Kinderbetreuung stattfindet. Unsere Große (drei Jahre) hat diesen nicht in Anspruch genommen, wir können über die Betreuung daher nicht viel sagen. Lediglich von der Minidisko waren wir nicht überzeugt, es gab zu hektische Musik zum Tanzen und die Betreuer hatten Not, die Kleinen bei Laune zu halten. Das Problem der Familienfreundlichkeit geht auch am Spielplatz nicht vorbei. Dieser blieb den ganzen Tag nahezu ungenutzt, da alle Spielgeräte in der prallen Sonne lagen und es an einem Sonnensegel über dem Spielplatz fehlt. Die Baracke des Kinderclubs verfügt über eine Klimaanlage, diese ist jedoch nicht in der Lage, das recht stickige Klima entscheidend zu verbessern.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im Juni 2007
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Axel
    Alter:36-40
    Bewertungen:6