Wir waren vom 12. auf den 13. Februar 2026 zum allerersten Mal Gäste im Gut Sternholzhotel – und sind mit gemischten Erwartungen angereist. Leider mussten wir feststellen, dass man sich hier als neuer Gast eher als Störfaktor denn als willkommener Besucher fühlt. Zunächst das Positive: Die gebuchte Massage war wirklich angenehm. Sowohl der Masseur als auch die Masseurin wirkten fachlich kompetent und waren freundlich. Auch die Saunalandschaft machte in der kurzen Zeit, in der wir sie genutzt haben, einen gepflegten Eindruck. Ebenso war die Rezeption bei Ankunft bemüht und freundlich. Der Standort ist dezentral – das kann man durchaus als Pluspunkt sehen, wenn man Ruhe sucht. Allerdings waren die Wege zum Hotel an unserem regnerischen Anreisetag stark vermatscht. Das wirkte insgesamt eher so, als würde man zu einem Bauernhof laufen, nicht zu einem Hotel, das Sauna/Therme/Übernachtung als Wohlfühlpaket verkauft. Bei schlechtem Wetter ist das kein „ländlicher Charme“, sondern schlicht unpraktisch. Was jedoch wirklich negativ hängen bleibt, ist der Umgangston des Servicepersonals – insbesondere im Restaurantbereich. Besonders irritierend: Wir wurden sogar aktiv gefragt, ob wir zum allerersten Mal hier sind. Genau deshalb wäre zu erwarten gewesen, dass man uns kurz und klar über die wichtigsten Hausregeln informiert (z. B. Handyverbot im Restaurant, Ablauf zwischen Sauna und Gastronomie etc.). Genau das ist nicht passiert – weder beim Check-in noch beim Restaurantbesuch. Wir erschienen zum Abendessen in angemessener, gepflegter Garderobe – so wie man es in einem Restaurant erwarten würde. Dass andere Gäste offenbar direkt aus der Saunalandschaft ins Restaurant wechseln, war für uns überraschend, aber nicht weiter problematisch. Problematisch wurde es, als wir im Restaurant unsere Mobiltelefone auf dem Tisch liegen hatten. Wir wurden in einem deutlich gereizten und unangemessen scharfen Ton darauf hingewiesen, dass diese wegzupacken seien. Nachdem wir dem nachkamen, wurde meine Begleitung erneut zurechtgewiesen, als sie kurz auf das Display blickte. Ich selbst lebe mit Typ-1-Diabetes und bin medizinisch darauf angewiesen, meinen Blutzucker regelmäßig zu kontrollieren – insbesondere während einer Mahlzeit. Als ich mein Gerät diskret unterhalb des Tisches prüfte, wurde ich erneut in scharfem Ton zurechtgewiesen. Dabei wurde behauptet, wir seien bereits mehrfach – angeblich viermal – ermahnt worden, was objektiv nicht zutraf. Das Servicepersonal berief sich anschließend darauf, dass „Hinweise vor dem Restaurant“ stünden. Ich habe das im Nachgang ausdrücklich überprüft: Aus meiner Wahrnehmung stand dort kein entsprechender Hinweis zum Handyverbot. Und statt die Situation einfach professionell zu entschärfen, war man aus meiner Sicht vor allem diskussionsfreudig, rechtfertigte sich und beharrte auf diesem angeblichen Hinweis. Genau das ist der Punkt: nicht die Regel an sich, sondern der Ton, die fehlende Kommunikation – und dann auch noch das Beharren, statt einmal kurz Verantwortung zu übernehmen. Das Essen war zu Beginn geschmacklich durchaus gut. Leider kann selbst eine ordentliche Küche nicht darüber hinwegtäuschen, wenn einem durch den Umgangston des Personals der Appetit vergeht. Genau das war hier der Fall. Unser Fazit: Fachlich mag vieles stimmen – menschlich fühlten wir uns nicht abgeholt, nicht informiert und nicht respektiert. Als neue Gäste hatten wir zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, willkommen zu sein. Wer Wert auf einen professionellen und wertschätzenden Umgang legt, sollte wissen, dass hier offenbar andere Prioritäten gesetzt werden.
Bester Service
- Nirgends
Unmenschlich
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Infos zum Bewerter | |
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| Vorname: | Adrian |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |

