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Gottfried (51-55)
SchweizAus der Schweiz
Verreist als Paar • April 2010 • 2 Wochen • Strand
Ein Hotel in das man wieder kommen kann
5,6 / 6

Allgemein

Das Hotel selber ist eine langgezogene Anlage mit einzelnen rechts und links angelegten Wohnblöcken zu je 4-8 Einzel- oder Doppelzimmenblöcken. Zwischen ihnen befinden sich drei Swimmingpools. Die ganze Anlage macht einen sauberen gepflegten Eindruck. Im oberen Teil, der am weitesten vom Meer entfernt ist, wird die Anlage weiter vergrössert, d.h. dort wird noch gebaut. Dieser Teil ist durch eine Bretterwand abgetrennt. Im April 2010 waren aber eigentliche Bauarbeiten nicht ersichtlich. Es scheint, dass die Bauaktivitäten vorläufig sistiert sind. Sehr störend ist der überdimensionierte Stromgenerator im obersten Teil der Anlage, der Tag und Nacht Lärm macht. Aus vier Rohren strömen permaent brüllend Diselabgase. Allerdings ist zu bemerken, dass man das auf dem Hotelgelände weniger bemerkt, da die anderen normalen Eigengeräusche das überdecken. Als ich auf den Berg gleich neben dem Hotel gestiegen bin, und er ist etwa 7-800 Meter hoch, haben mich diese Geräusche bis auf den Gipfel begleitet. Insgesamt fragt man sich, wie lange noch diese Verschwendung stattfinden soll, die zudem noch mit erheblicher Umweltbelastung einhergeht, denn bei den Einfüllstutzen glänzt der Boden schwarz von verschüttetem Öl? Auf der ganzen, von der Sonne verwöhnten Anlage, ist nicht eine einziges Solarpaneel zu entdecken. Nirgendwo wird Warmwasser durch die Sonnenenergie gewonnen. Keine Klimaanlage läuft mit Hilfe regenerativer Energie. Um diesen Generator scharen sich die Gebäude fürs Hotelpersonal. Ihre Unterkünfte sind typisch wieder ägyptisch stinkend, dreckig und völlig verschlampt - aber eben für den normalen Hotelgast nicht zugänglich und somit auch nicht bemerkt. Warum hier nicht ein Reglement auch für die Angestellten ein Happy Life herstellt ist eine Frage an die Hotelleitung. Hier sollte man nicht nur schnorcheln, sondern auch noch andere Sportarten, wie Bergsteigen, Fahrradfahren und Wüstenwandern machen. Was Schnorcheln betrifft, verharren die meisten Urlauber direkt am Hotelufer. Aber man kann auch weit ins Naturreservat entweder hineinscheimmen, oder zu Fuss ein Stück am Land entlang gehen und dann dort selber eigene Küstenteile entdecken. Am Morgen habe ich jeweils am Meerufer entlang meinen Fitnesslauf in das Reservat gemacht. Eine einmalige Gelegenheit die Wüste wirklich kennenzulenen.


Zimmer
  • Sehr gut
  • Unser Zimmer war ein Appartement mit zwei Räumen. Es war sehr sauber und wurde jeden Tag gereinigt. Wirklich excellent!!!


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Das reichhaltige Buffet wurde jeweils durch Köche aufgelockert, die jeweils Speisen frisch angerichtet haben. Salate, Gemüse, Kuchen, Brot, Fisch und Fleisch impeccabel!!! Allerdings scheint der Koch mit Früchten auf Kriegsfuss zu stehen. Davon gab es abends jeweils eine oder auch mal zwei Sorten. Im Verleich zum sonstigen Buffet etwas mickrig.


    Service
  • Sehr gut
  • Das Personal ist wirklich freundlich, kommt sofort, wenn etwas reklamiert wirt (Der Schlüssel in einem Schran khat geklemmt). Niemals musste ich länger als 1-5 Minuten warten. Was die Fremdsprachenkenntnisse angeht, tappt Otto-Normalverbraucher in einem wattigen Nebel. Nie ist wirklich klar, ob die Angestellten etwas echt verstanden haben. Praktische Dinge werden mit Hilfe von Händen und Füssen als Sprechhilfe verstanden, aber was darüber hinaus geht, bleibt im Diffusen. Wie typisch in Ägypten, haben die Angestellten kaum eine Ausbildung. Auch das Hotel kümmert sich nicht um Fortbildung. Störend ist auch, dass beim Personal keine einheimischen Frauen mitarbeiten. Diese finden sich beim Massageteam, oder sonstwo, aber ich habe keine gesehen. Also typisch für ein patriarchales Land sind die Frauen aus dem öffentlichem Leben verbannt. Das Personal im Hotel ist zum Teil koptisch-christlich. Auch die Hotelleitung scheint dazu zu gehören. Anders ist es nicht zu erklären, dass zur Zeit der Karwoche in der Halle für Abendveranstaltungen, Tanz und Gesang, die Osterliturgie im koptischen Ritus gehalten wurde. Das hat mir einen einmaligen Einblick in das typisch einheimische Leben ermöglicht.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Das Hotel ist am Rande eines Naturschutzgebietes gelegen. Das heisst südwärts sind vorläufig keine weitere Bebauungen zu erwarten. Es ist auf dem Schuttkegel eines Deltas erbaut, das einem nahegelegenen Wadi entstammt. Die Berge der Sinai grenzen fast ans Hotelterrain, sodass man hier Wasser, Wüste und auch Berg bequem zu Fuss verbinden kann. Das Hotel liegt einsam in einer wunderbaren, imposanten Naturlandschaft. Wer einkaufen gehen will, kann den kostenlosen Transfer nach Dahab benutzen, was den Genuss von Natur und Stadt jeweils pur 100%ig ermöglicht. Dahab selber unterscheidet sich sehr von den sonstigen ägyptische Orten, wie z.B. Hurghada (das Stadtzentrum ist ein stinkendes, staubiges Schlamassel) oder Safaga (wo der eklig, säuerliche Gestank einen würgen macht). Die Passage in Dahab ist nach den ersten 20-30 Metern durchgehend gepflastert und wer an die Uferpassage kommt, ist wirklich in einer pseudo-heilen Welt des Touristen.


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Ich bin Individualist und brauche kein Angebot. Aber es gibt soweit ich gesehen habe alles, was das Herz des Tauchers begehrt, viele Apparate und alles zum ausleihen im Orca-Tauchzentrum. Leider gibt es nur einmal in Der Woche eine beondere Animation: Bauchtanz, tanzende Derwische ... Was Bergsport betrifft, ist das Hotel wenig informiert. Vom Aufstieg auf den nahen Pass wurde mir abgeraten, da niemand dort eine Ahnund davon hatte. Auch existiert keine Karte von der näheren Umgebung und was man dort per Fuss oder Fahrrad entdecken kann. Ich wollte um den Hausberg eine Tour rundherum machen und mussste mir den Weg selber suchen. Ich bin auf den letzten 20 Metern im Wadi gescheitert, weil dort ein steiler 30-Meter-Abhang war. Dieser war mit einbetonierten Haken und Ketten gesichert. Aber ich hatte kein Seil dafür. Wieso das Hotel darüber nicht informieren kann? Auch bin ich zu Fuss (30 Minuten) ins nahe Wadi gegangen. Dort gibt es Oasen mit Wasserstellen und Palmenhainen. Diese habe ich durch Zufall entdeckt. Vom Hotel gab es keine Information darüber. Ich habe es leider versäumt mir einmal ein Fahrrad auszukeihen und damit herum zu fahren.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Mehr Bilder(12)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im April 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Gottfried
    Alter:51-55
    Bewertungen:11