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Martina (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • März 2010 • 2 Wochen • Strand
Empfehlenswert? Kommt drauf an, was man sucht
4,2 / 6

Allgemein

Wir waren bisher neun Mal in Ägyten. Wir sind in diesem Jahr zum zweiten Mal ins Happy Life Village gefahren, das erste Mal waren wir dort im März/April 09, ebenfalls für zwei Wochen. Die Anlage ist bisher noch mittelgroß und übersichtlich und auch ganz ansprechend gestaltet. In der Mitte zwischen den Gebäuden befindet sich eine Gartenanlage und ein "oberer" und ein "unterer" Pool. Am oberen Pool befindet sich eine große Poolbar (die wir nicht genutzt haben) und an diesem Pool sind auch drei ganz hübsche Wasserrutschen für Kinder. Der untere Pool ist etwas kleiner und ohne Rutschen. Auch an diesem Pool gibt es eine Poolbar. Liegen waren am unteren Pool jeweils ausreichend vorhanden, die Auflagen auf den Liegen waren ok und dass die hoteleigenen Handtücher ziemlich abgenutzt waren, hat uns nicht besonders gestört, denn wir hatten zusätzlich auch noch eigene große Badehandtücher dabei. Das würde ich auch ohnehin jedem empfehlen. Wir hatten Halbpension gebucht (im letzten Jahr All in) und das hat uns völlig ausgereicht. So genossen wir also Frühstück und Abendessen, aufs Mittagessen konnten wir wegen der Hitze gut verzichten. Wir haben jedoch an der Poolbar unseren Kaffee getrunken (kostet ca 3,50 Pfund, ist also durchaus bezahlbar). Es gibt einen kleinen Kiosk in der Rezeption mit Getränken, Süßwaren und Knabberkram. Leider ziemlich teuer, deshalb haben wir da auch nur zweimal was gekauft. Die Rezeption ist nicht besonders groß und auch nicht sehr ansprechend, hat uns aber nicht gestört, denn wer verbringt schon seinen Urlaub an oder in der Rezeption? :-) Zur Gästestruktur: Wir identifizierten Niederländer, Deutsche, Schweitzer, Österreicher, Engländer und Russen. Entgegen unseren früheren Erfahrungen waren die russischen Freunde hier ganz ok, viele hatten ihre Familie mit Kindern dabei. Sie sind also in keiner Weise unangenehm oder ungehobelt aufgefallen - ganz im Gegensatz zu ein paar von den Engländern, die sich in der zweiten Woche am Pool die Kante gegeben haben und im Pool Bier getrunken haben und dabei geschwommen sind und die Angestellten haben nichts dagegen unternommen, sondern sogar die vollen Biergläser an den Poolrand gebracht - das fand ich ziemlich unhygienisch und ekelig. Ansonsten war es aber am unteren Pool ruhig, angenehm und schön. Der Strand ist mit steinhartem Sand bedeckt, der alles irgendwie eindreckt, also nicht nur die Füße, sondern alles, was mit dem Sand in Kontakt kommt ist und bleibt dreckig. Ich fand den Strand auch allgemein nicht so ansprechend - eher schmuddelig und ungepflegt und, grosses Manko: es gibt auf keinen Fall ausreichend Windschutz! Wir hatten ein paar sehr windige Tage und da gab es wohl am Strand fast hauen und stechen um die paar sehr abgenutzten und löchrigen Winschutzzäunchen. Am Pool war aber vom Wind nicht viel zu merken. Zu beachten ist, dass das Hotel zur Zeit vergrößert wird und wenn die dann an der vorhandenen Infrastruktur nichts verändern, dann, Leute, wird es wahrscheinlich unerträglich eng und überfüllt werden; nicht nur am Pool und am Strand, sondern auch im Restaurant - es war jetzt schon manchmal beim Essen sehr voll, laut und hektisch (ein bisschen Kantinenathmosphäre) und wir sind extra spät zum Essen gegangen, damit es etwas ruhiger ist und wir überhaupt einen Platz bekommen. Das Essen war im großen und ganzen geschmcklich ok. Bei den Salaten genau hinkucken und nur das essen, was man auch identifizieren kann - ich habe mich mal an einen "Salat" gewagt, der komisch aussah und dann auch komoisch schmeckte und dann gab es anschließend ein paar Tage lang "Montezumas Rache". Manchmal kommen Hunde und Katzen in die Hotelanlage. Einige Leute hier finden das unangenehm - uns hat es nicht gestört, denn die Tiere haben sich ruhig und unauffällig verhalten und waren auch immer nur kurz auf Stippvisite. Es tut einem halt leid, wenn man sieht, dass die Tiere unterernährt sind. Es hat sie aber soweit wir das wahrgenommen haben, keiner der Gäste gefüttert, wir auch nicht. Wen es interessiert: bei den Mahlzeiten herrscht ein eher legerer Kleidungsstil, auch abends. Es gab einige mönnliche Gäste, die auch abends mit kurzen Hosen oder Joggingsachen im Speisesaal erschienen sind. Man braucht also nicht so besonders viel "gute" Klamotten für abends. Handyempfang wechselnd gut. Abends wurde es schnell kühl, wir hatten auch ein paar richtig kalten Abende: warme Socken und eine wärmende Jacke waren da wichtig. Sonne ging gegen 17 Uhr unter, denn die Anlage liegt an einem Berg und dadurch kam dann keine Sonnenwärme mehr auf dem Hotelgelände an. Dann wird es auch am Pool schnell kühler. 19 Uhr ist es dunkel. Mitbringen würde ich: eigenes großes Badehandtuch - denn es sind nicht immer genug hoteleigene Badehandtücher vorhanden. Große Becher, wenn man morgens "seinen Kaffee" braucht und nicht 5 mal laufen will, um sich fünf Mini-Tassen zu machen. Badeschuhe für den steinigen Strand. Ausreichend Sonnenschutzmittel und auch alle anderen kleinen kosmetischen Helferlein für die Dame: im Hotel gibts da nix zu kaufen; auch an Hygieneartikel denken, die gibts im Hotel auch nicht. Wie gesagt: Abends wirds kühl und es kann auch schon mal kalt werden. Wir waren in diesem Jahr wie gesagt das zweite Mal da und es hat uns im großen und ganzen auch gefallen. Das Hotel hat uns auch in diesem Jahr das geboten, was uns in erster Linie wichtig ist: Ruhe und Erholung und ausreichend Platz am Pool um sich dort aufzuhalten und zu entspannen. Es ist eben ein sehr preiswertes Hotel, da kann man nicht von allem das Beste erwarten. Wir werden aber wohl nicht noch einmal dorthin fahren, weil wir erstmal abwarten wollen, wie es sich mit den Ergänzungen entwickelt: wenn mehr Zimmer gebaut werden, muss die Infrastruktur mitziehen und dass das dann auch so ist, danach sieht es im Moment nicht aus. Es muss, wenn das Hotel weiter so gut (also im Preis-Leistungs-Verhältnis gesehen) bleiben will, dennoch vom Hotel investiert werden: Liegen, Windschutz, demnächst auch Sonnenschutz (ein paar von den Sonnenschirmen waren und blieben während unseres Urlaubs kaputt), Handtücher, Möbel, Matratzen, Platz im Restaurant. Das Riff muss besser geschützt werden, sonst haben es die verantwortungslosen unter den Touris demnächst komplett zerstört. Das finde ich eigentlich am schlimmsten, dass manche von uns Touris so verantwortungslos mit den natürlichen Schönheiten dort umgehen.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Mittelgroße Zimmer. Betten 1,20, auseinander stehend. Dazwischen ein kleiner Nachttisch. Frisierkommode, Tischchen, zwei Stühle. Ein Kleiderschrank. Auf der Terasse/Balkon zwei Korbstühle, ein Tischchen. Sehr harte/durchgelegene Matratze: Ich bin nicht empfindlich, aber dieses Mal hatte ich wirklich jeden morgen erstmal dolle Rückenschmerzen. Wer einen empfindlichen/kaputten Rücken hat, wird höchstwahrscheinlich Probleme bekommen. Im Bad eine kleine Badewanne/Dusche. Duschvorhang, Klo, Waschbecken, große Ablagefläche. Großer Spiegel. Alles schon etwas abgenutzt. Hat uns nicht gestört. Ein bisschen gefährlich für ältere Menschen finde ich aber, dass in der Badewanne keine Rutschmatte ist - wenn man da mal ins Rutschen kommt, kann man sich echt verletzen. Und natürlich ist es in der Badewannen-Dusche ziemlich eng, man kann sich kaum umdrehen. Aber da muss man sich dann eben ein bisschen verdrehen, dann geht das schon. Ist eben vom Standard her schon alles etwas älter. Das Bad war soweit sauber. Klimaanlage vorhanden (haben wir nicht genutzt). Kleiner, gut kühlender Kühlschrank. Safe. Keine Minibar, aber ein Mini-Fernseher. Wir konnten drei Programme empfangen: Erstes und zweites Programm und RTL. Wir stehen aber sowieso nicht so sehr auf Fernsehen. Kein Fön.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Küchenstil: Von allem etwas, keine bestimmte Richtung. Von allen Speisen war jeweils genug da, auch wenn man wie wir erst später zum Abendessen gin. Manchmal gab es auch lange Schlangen, wenn es gegrilltes gab oder morgens bei den Pfannkuchen. Frühstück vielfältig. Nescafe, verschiedene Sorten Tee. Wer nicht so oft laufen will, sollte sich von zuhause vielleicht einen Becher mitbringen, die Tassen sind etwas größer als ein Fingehut - das kommt nicht so gut, wenn man Kaffe-Junkie ist (wie wir) :-)


    Service
  • Eher gut
  • Normal freundliches bis zurückhaltendes Personal. Endlich mal keine schmierigen Supermachos, wie wir das sonst häufiger in Ägypten erlebt haben - wenn man als Frau im Beisein des eigenen Ehemannes blöd angegraben wird! Das war hier niemals so. Die Leute waren freundlich und Wünsche wurden so zügig es bei der Masse an Arbeit ging, erfüllt. Die Zimmerreinigung fanden wir nicht optimal: zum Einen, weil die Zimmer meistens erst Nachmittags gegen 15 Uhr erst fertig waren, zum anderen, weil nur das Nötigste gemacht wurde und dann standen auch schon mal die Stühle im Raum rum und unsere Schuhe waren in irgendeine Ecke gewischt worden... Trinkgeld hatten wir aber regelmäßig gegeben, vielleicht war dem Room-Boy aber 1 $ pro Tag auch zu wenig. Sonst war aber niemand gierig oder hat die Hand aufgehalten oder so. Am Pool ging regelmäßig jemand rum und hat Getränkewünsche abgefragt, man musste sich also noch nicht mal zur Pool-Bar "hinbemühen".


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Das Hotel liegt zum Glück ganz abgelegen am Ende einer Schotterpiste. Wer einen ruhigen Urlaub verbringen will, ist in so einem abgelegenen Hotel ganz gut aufgehoben. Wir haben die Lage im Abseits bewusst ausgewählt. Anfahrt vom Flughafen 1 Stunde 15 Minuten; ging alles ganz problemlos. Ausflugsmöglichkeiten werden angeboten, ebenso ein Shuttlebus nach Dahab. wir haben sie nicht genutzt, denn wir waren schon öfter in Ägytpten und wollten einfach nur Ruhe und Erholung und gemütlich am Pool liegen und gute Bücher lesen.


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Keine Ahnung, was es an Animation gegeben hat, wir haben uns nicht darum gekümmert. Wer schnorcheln will, sollte sich Badeschuhe mitnehmen - an der Wasserlinie wird es steinig.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im März 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Martina
    Alter:46-50
    Bewertungen:1