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Markus (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Mai 2011 • 2 Wochen • Strand
Freundliche Mitarbeiter – mieser Standard!
3,2 / 6

Allgemein

Das Hotel sieht auf den ersten Blick - läßt man den unfertigen Anbau im hinteren Teil außer Acht - ganz ordentlich aus. Doch seine besten Zeiten hat es wohl schon lange hinter sich: die Sonnenschirme (und Liegen) sind bemerkenswerter Weise aus Naturmaterialien gefertigt, sie wurden jedoch anscheinend noch nie gereinigt geschweige denn gewartet. Läßt sich aber mit leben. Ebenso mit den leerstehenden Pavillons und "Wachhäuschen", die einem auf dem Weg zum Strand begegnen, die aber seit Jahren verwaist scheinen und von Müll und Dreck umgeben sind, der auch im Rest der Anlage ein steter Blickfang ist. Über all dies ließe sich hinwegsehen, würde die Unsauberkeit nicht auch bei den Wasser- und katastophal verdreckten Saftautomaten sowie in den Friteusen auftreten. Alles wirkt schmuddelig und vernachlässigt. Auch das Poolwasser wurde während unserem 2-wöchigen Aufenthalt immer trüber und dreckiger, so dass man zum Schluss noch etwa 30 cm unter Wasser sehen konnte. Kein Wunder, es gibt in den Poolbereichen auch keine Süßwasserduschen. Die Toiletten im Strandbereich sind in etwa so gepflegt wie man es von einem ägyptischen Autostopp erwarten würde. Das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend, leider scheint der desolate Zustand des Hotels ein Managementproblem zu sein. Der größte Pluspunkt des Hotels ist das hauseigene Riff, das zumindest Schnorchlern einiges bietet. So leid es mir wegen der Angestellten tut, aber dieses Hotel geht gar nicht. Mein Tipp, ohne Schleichwerbung machen zu wollen: buchen Sie im Swiss Inn Hotel in Dahab, Touren zum Tauchen und Schnorcheln können SIe mit jedem Anbieter in Dahab machen, besonders zu empfehlen sind die dem Swiss Inn angeschlossenen "Extra Divers", die einen wesentlich netteren + professionelleren Eindruck machen als Happy Life's Orca-Tauchclub.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir hatten als 3-köpfige Familie ein Riesenzimmer, bestehend aus 2 Wohn- bzw. Schlafräumen sowie einem Bad. Das wiederum hatte einen verschimmelten Duschvorhang sowie eine Duschhalterung, die aus der Wand gebrochen war. Betten und Handtücher OK. Man könnte aber auf den Möbeln mal wieder Staub wischen. An den Wänden befinden sich zahlreiche schwarz-rote Flecken (Mücken) - aber keine Angst, die beißen nicht (mehr)! Beseitigen könnte man sie trotzdem. Der Kühlschrank läuft nur, wenn man den Schlüssel eingesteckt hat. Möchte man am Abend ein kühles Bier auf dem Balkon trinken, sollte man den ganzen Tag zuhause auf dem Zimmer verbringen. Außenbeleuchtung vor der Tür ging kaputt und wurde auch nicht repariert - aber so wurde der Blick in den ägyptischen Sternenhimmel auch nicht getrübt.


    Restaurant & Bars
  • Sehr schlecht
  • Abgesehen von den hygienischen Unsäglichkeiten hatte das Essen nicht im geringsten irgendeinen internationalen Anspruch. Und damit meine ich keine ausgefallene Gourmetküche, die ich von einem 3-Sterne-Hotel wohl auch nicht erwarten kann. Aber alleine die Darbietung des Essens in Metalltrögen, das Fehlen jeglicher Essensbeschreibung (welches Fleisch etc.), und die z. T. extrem langen Wartezeiten bei der Zubereitung frischer Speisen (Omelett, Pfannkuchen, Grillgut etc.)...konnte einem den Appetit verderben. Ein Update in Sachen "Unappetitlichkeit" bot das Mittagsbüffet im ungemütlichen Speisesaal neben dem Hauptrestaurant "Loveboat". Ein nach giftigen Putzmitteln riechender Tanzsaal, wo die Reste vom vorigen Abendessen einen Neuanstrich erhielten, sprich in Sauce gewälzt oder mit Zwiebeln angebraten wurden. Wer etwas Frisches wollte, konnte sehr harte, sehr weiße Pommes essen, die in Wasser frittiert wurden. Aber - auch hier war das Personal sehr nett und zuvorkommend. Noch was: ab 23 Uhr gibt es keine Getränke mehr. Und das heißt, überhaupt nichts flüssiges, auch kein Wasser aus dem Wasserspender. Man sollte auf jeden Fall bis 22 Uhr eine Reserveflasche aus dem Supermarkt kaufen. Soviel zum Thema "all inclusive"...


    Service
  • Gut
  • Das Service- sowie Animationspersonal war extrem freundlich und nett, besonders auch zu Kindern. Über Trinkgeld wurde sich natürlich gefreut, nahm aber keinen Einfluss auf die Freundlichkeit. Ihre Fremdsprachenkenntnisse schienen für alle vertretenen Urlaubergruppen zu reichen - englisch, deutsch und russisch. Die Zimmerreinigung war OK, sprich Betten, Toilette, Handtücher und Fußboden waren immer sauber. Glasflächen und alle Möbel, die in dunkleren Ecken standen, sind aber anscheindend seit Monaten beflissentlich übersehen worden. Auf Konfliktsituationen würde ich es im Happy Life Village (Name ist Programm?) nicht ankommen lassen, da das Personal demgegenüber recht hilflos scheint. Der Geldautomat, also die einzige Möglichkeit, im weiteren Umfeld überhaupt an Bares zu kommen, war über eine Woche kaputt - Beschwerden halfen da gar nichts. Wohl aber die Bitte, den Strand etwas sauberer zu halten: nachdem der Strand nach 2-tägiger Windstille voll mit Müll war, wurde dieser, sowie auch der Plastikmüll im Riffbereich, nach meiner Beschwerde prompt entfernt. Was mir wieder zeigte, dass das Management keinen Blick für so etwas zu haben scheint.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Die Bucht wäre landschaftlich eigentlich ein Traum. Ist schon der Strand vom Hotel nicht der sauberste, wird er außerhalb des Hotelbereichs nach rechts und links zur totalen Müllhalde. Leider sieht im Sinai jeder von Einheimischen besiedelte Bereich so aus - nur wo sich Hotels mit internationalem Standard niedergelasen haben, ist es sauber. Solange Wind weht, ist auch das Wasser relativ klar, es gab jedoch viele Quallen, die aber zum Großteil nicht brannten. Leider sind die Gewässer im Golf von Aquaba hoffnungslos überfischt, so dass die Begegnung mit Großfischen (Delfine, Napoleon, Manta etc.) völlig ausfällt. Das Leben am Riff jedoch ist artenreich, bunt und die Korallen scheinen in recht gutem Zustand. Zum Tauchen vor Ort aber relativ langweilig, was die Scharen an Tauchnovizen, die von der Orca-Tauchschule durchs Wasser geschleift werden, nicht zu stören scheint. Mit den hoteleigenen Quads lassen sich diverse Touren (Wüste/Meer) unternehmen, die Leitung dort war recht angenehm, kommt halt immer drauf an, wer von den Touris noch mitfährt. Rechts, also südlich vom Hotel (Mooray Garden) gibt es minimale Einkaufsmöglichkeiten, ganz nette Tauchspots sowie 2 sehr nette Beduinen-Cafés, "Dolphin" und "Baracca".


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Es gibt 3 Pools, einer davon mit 3 Rutschen für die Kinder. Die Pools sind großzügig angelegt, das Wasser wird jedoch anscheinend zu selten gereinigt oder erneuert. Außerdem gibt es dort, wie schon erwähnt, keine Süßwasserduschen. Der Fitness- und "Leisure"-Raum ist ein schlechter Witz. Freihanteln sind OK, die Geräte aber lebensgefährlich (zusammengeflickte Drahtkabel), bezeichnender Weise steht ein großer Aschenbecher im Sportbereich. Der Kicker ist völlig kaputt, die Tischtennisplatten nicht, dafür die Schläger. Billard haben wir uns gespart. Wer mal richtig lachen will, werfe einen Blick in den "Kidsclub" nebenan - ein Tohuwabohu aus alten Plüschtieren, schmutzigen Kissen und Uralt-Videospielen, wer hier seine Kinder abgibt, will sie entweder bestrafen oder ist ein Sadist. Die Animateure bieten einiges an, u.a. einen Arabischkurs. Haben wenige mitgemacht, ich fand ihn recht interessant. Jeden Tag Beachvolleyball sowie ein Bauchtanzkurs. Das Abendprogramm startet meist mit dem "Kid's Club" - um 21 Uhr (!!!), wo dann - kein Witz - Gangstarap und Songs mit Titeln wie "Sexual Seduction" gespielt werden. Einmal in der Woche gibt es die "Oriental Night", eine eigentlich gelungene Folkloredarbietung, es sei denn, die CD hüpft und bringt die Tänzer aus dem Konzept. Dann läuft das ganze eher unter "Comedy".


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Mai 2011
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Markus
    Alter:36-40
    Bewertungen:1