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Sebastian (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • November 2008 • 1 Woche • Strand
Happy „Fly“ Hotel
4,7 / 6

Allgemein
  • Behindertenfreundlichkeit
    Eher gut
  • Zustand des Hotels
    Gut
  • Allgemeine Sauberkeit
    Gut

Vorab ein großes Dankeschön an alle, die darauf hingewiesen haben, dass man für einen Kurzurlaub in Dahab kein Visum benötigt, es sei denn, man verlässt bei einer Tour das Land (z. B. nach Jerusalem od. Jordanien). Ich habe den Eindruck, dass das 80% der Urlauber nicht wissen oder sich vor Ort einschüchtern lassen. Wo die 18-25 Euro für das Visum landen, scheint auch nicht gewiss. Begeben Sie sich daher nach ihrer Landung in Sharm el Sheik direkt an die Passkontrolle und nicht an den Schalter der Reiseveranstalter, denn haben Sie dort erst das Visum in ihren Reisepass geklebt bekommen, so müssen Sie hierfür dann auch definitiv im Bus zu ihrem Hotel bezahlen. Diejenigen, die sich dagegen direkt mit dem Reisepass und der im Flugzeug erhaltenen Karte (SINAI only) an die Passkontrolle begeben, erhalten einen Stempel, der nicht gebührenpflichtig ist. Glauben Sie mir; Sie werden damit auch ganz sicher wieder ausreisen können. Nach einer reichlichen Stunde erreicht man die ca. 1km lange Schotterpiste vor dem Happy Life Village. Es würde wohl 100T€ kosten, sie zu asphaltieren, doch dazu ist das Hotel nicht bereit. Die reichlich 3km von Dahab entfernte, einsam vor einem Bergmassiv liegende Anlage befindet sich in einem ansprechendem, sauberen Zustand. Momentan wird sie an ihrem Ende um einige Gebäude erweitert, doch dadurch wird man keineswegs gestört. Die stark gegensätzlichen Meinungen zu diesem Hotel lassen sich vielleicht wie folgt erklären: Gäste berichteten uns, dass der Service und das Essen vor unserer Ankunft am 16. 11.schlecht gewesen sei. Das lag daran, dass der neue Chef der Anlage noch nicht eingetroffen war. Mit ihm kam wieder die alte Ordnung zurück und wir hatten während unseres 1-wöchigen Aufenthalts diesbezüglich absolut nichts zu beanstanden. Begegnet man dem Personal freundlich und spendiert man seinem Kellner hier und da mal ein kleines Trinkgeld, so sind diese ausgesprochen aufmerksam. Man muss bedenken, dass sie dort für teilweise nur 50EUR im Monat arbeiten. Das Essen war abwechslungsreich. Zu jeder Mahlzeit wurde „live“ gekocht oder gegrillt, ob nun Rührei, Pasta, Fisch oder Lamm. Sie können Ihr Abendessen draußen auf der Terrasse des neuen Restaurants, Banana Boat, einnehmen oder eben darin, doch lässt sich da ein gewisser Kantinencharacter nicht leugnen. Mittag gibt’s hingegen nur im Old Restaurant. Zwei, drei Katzen und Hunde sind draußen während der Mahlzeiten immer mit von Partie und finden ihr Glück bei zahlreichen Hotelgästen. So richtig gedankt haben’s die Hunde nicht, wenn sie manchmal nachts kläffend durch die Anlage streunten. Doch viel unangenehmer waren die unzähligen Fliegen in der Hotelanlage und am Strand. Ich kann echt nur für das Happy Life Village hoffen, dass dies saisonal bedingt ist, denn an ein entspanntes Nickerchen am Pool oder am Strand war dadurch nicht zu denken. Ständig flogen einem die kleinen Quälgeister um das Gesicht herum und das störte viele Hotelgäste. Doch angesichts des fantastischen Hausriffs haben wir sowieso viel Zeit im Wasser mit Schnorcheln verbracht. Es gibt eine große Artenvielfalt an Fischen und Korallen zu bewundern und jeden Tag entdeckt man wieder etwas Neues. Den Kritikern der vorherigen Berichte muss ich jedoch in einem Punkt Recht geben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses schöne Idyll zerstört sein wird. Es stört scheinbar keinen der Hotelangestellten, wie mit diesem empfindlichen Riff umgegangen wird und leider auch viele Touristen nicht. Die Hotelanlage forderte während unseres Aufenthalts sogar die Zerstörung. Der hauseigene Badesteg, wenn man ihn überhaupt so nennen darf, war bei unserer Ankunft in einem absolut desolaten Zustand. Es fehlten Bretter und Nägel schauten heraus. (Sie erinnern sich: es war kein Chef anwesend). Kurzum wurde er gesperrt und „versucht“, neben diesem einen neuen zu errichten. Ein Schauspiel. Da der Zugang zum Meer nun nicht mehr möglich war, wurde einfach ein Stück der Absperrung aufgehoben und alle gelangten fortan an dieser Stelle direkt übers Korallenriff ins Meer. Das ist für mich absolut unverständlich – ist es doch ihre Existenzgrundlage an diesem Ort in der Wüste. Andere Hotels machen es da weitaus besser. Da gibt es Schwimmpontons und Bademeister, die jeden zurückpfeifen, der die Korallen zu zerstören droht. Das könnten sich die Verantwortlichen vom Happy Life gerne einmal abschauen. Gleich links des abgesperrten Hotelstrandes starten täglich zig Tauchexkursionen, sowohl die von der Tauchbasis im Hotel als auch die aus Dahab. In der hauseigenen Basis kann man sich alles zum Schnorcheln und Tauchen ausleihen. Besonders die älteren Gäste wussten das Angebot von wärmenden Neoprenanzügen sehr zu schätzen. Ein Strandspaziergang Richtung Dahab lohnt nicht. Man ärgert sich nur über den vielen Plastikmüll entlang des Strandes. Der Hotelstrand ist jedoch gepflegt und es stehen ausreichend Liegen zur Verfügung, so dass die Unsitte des „Besetzens“ hier absolut nicht nötig ist. Das Animationsprogramm umfasst Beach Volleyball, Soft Gymnastic, Tanzen und Tischtennis und sie werden jeden Tag aufs Neue gefragt, ob Sie daran teilnehmen möchten, zumindest war das bei uns jungen Leuten der Fall. Der Volleyballplatz wurde fast ausschließlich von Russen beherrscht, die wohl ca. 45% der Hotelgäste ausmachten. Die deutschen Gäste (die meisten ab 50Jahre) waren in gleicher Stärke vertreten. Die restlichen 10% teilten sich Tschechen, Briten und Schweitzer. Die Verteilung hängt jedoch stark von der Saison ab, wie mir ein Animateur versicherte. Das Hotel besitzt eine Art Wellness-Oase. Dessen Betreiber ist täglich bemüht, mit seiner charmanten Art die Neuankömmlinge auf eine Massage dorthin zu locken. Der „Aktivbereich“ lohnt sich nur zum Tischtennisspielen. Der Billardtisch sowie der Kickertisch sind nicht nutzbar, da sie kaputt sind. Zudem stehen einem Handeln und drei Kraftgeräte zur Verfügung. Ein kostenloser Shuttlebus fährt täglich 12, 16 und 21 Uhr nach Dahab und kehrt nach 2 Stunden zurück. Die Zimmer sind okay, aber dort merkt man, dass das Hotel in die Jahre gekommen ist. Wohlgemerkt, es handelt sich hierbei um ein 3 Sterne Hotel auf Sinai und dafür ist es sehr gut. Wer Luxus mag, der ist im benachbarten Steiger- und Le Meridien Hotel wahrscheinlich besser aufgehoben. Die großen Balkons sind sehr angenehm, die Terrassen hingegen würde ich nicht empfehlen, da dort die Hotelgäste vorbeilaufen. Abschließend lässt sich sagen, dass das Happy Life Hotel, vorausgesetzt durch die richtige Leitung geführt, durchaus empfehlenswert ist, vor allem aufgrund seines wunderbaren Schnorchel- und Tauchreviers direkt „vor der Tür“. Dieses jedoch gilt es in Zukunft etwas sorgfältiger zu behandeln.


Zimmer
  • Gut
    • Zimmergröße
      Gut
    • Sauberkeit
      Gut
    • Ausstattung des Zimmers
      Gut

    Restaurant & Bars
  • Gut
    • Atmosphäre & Einrichtung
      Eher gut
    • Sauberkeit im Restaurant & am Tisch
      Eher gut
    • Essensauswahl
      Gut
    • Geschmack
      Gut

    Service
  • Gut
    • Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft
      Gut
    • Rezeption, Check-in & Check-out
      Gut

    Familien
    • Kinderbetreuung oder Spielplatz
      Gut
    • Familienfreundlichkeit
      Sehr gut

    Lage & Umgebung
  • Eher gut
    • Einkaufsmöglichkeiten in Umgebung
      Eher schlecht
    • Restaurants & Bars in der Nähe
      Eher schlecht

    Aktivitäten
  • Gut
    • Freizeitangebot
      Gut

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Pool
    • Zustand & Qualität des Pools
      Sehr gut

    Strand
    • Entfernung zum Strand
      Sehr gut
    • Qualität des Strandes
      Eher gut

    Verkehrsanbindung
    • Lage für Sehenswürdigkeiten
      Eher gut

    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im November 2008
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Sebastian
    Alter:26-30
    Bewertungen:14