Wir können allen positiven Meinungen der November-Urlauber voll zustimmen. Irgendwie muss ein Ruck durch die Hotelanlage gegangen sein, denn all die Negativmeldungen der vorher angereisten Urlauber können wir nicht bestätigen. Auffällig war schon, dass der "große Boss" jeden Tag durch die Anlage lief und seine Angestellten an allen Ecken und Enden zusammenbrüllte. Meist erkannte man gar nicht warum, denn für uns war im großen und ganzen alles in Ordnung. Aber man sah dann auch jeden Tag kleine Verbesserungen. Im Allgemeinen macht die Anlage einen sehr grünen und gepflegten Eindruck. Ansonsten gab es zum diesem schon genug Angaben durch andere Urlauber.. Bei der Gästestruktur halten weiterhin Deutsche und Tschechen / Slowaken die Spitze, letztere werden oft für Russen gehalten. Russen gab es leider auch in kleineren Gruppen, die dann aber gleich alle gängigen Negativ-Klischees bedienten. Auch wenn sie schon seit über 10 Jahren in Aachen wohnen. Am Strand merkte man jedoch wenig von Ihnen und ansonsten konnte man sie auch einfach ignorieren. Für uns waren sie keine "Belastung". In Richtung der Bergkette wird die Anlage erweitert. Wir haben dadurch jedoch keine Belästigung empfunden. Die neben der Baustelle befindlichen Zimmer scheinen nur für Kurzurlauber genutzt zu werden. Handy funktionierte mit kurzzeitigen Aussetzern problemlos. Ansonsten sind all unsere Tipps schon oben erwähnt. Ein Hinweis noch für den Rückflug, falls man in Nürnberg noch einmal umsteigen muss: Bevor man in die Wartehalle darf, muss man noch einmal den Sicherheitscheck über sich ergehen lassen. Bei unserer Ankunft brach dort Chaos aus, weil viele Urlauber sich im Flughafen Sharm El Sheikh oder im Flugzeug schon mit Flüssigkeiten über 100 ml eingedeckt hatten (Alkohol, Parfüms u. s.w.). Diese Fluggäste mussten sich durch die Massen zu einem extra Zollpunkt kämpfen, um sich eine Bescheinigung über die Unbedenklichkeit ausstellen zu lassen. Auch Wasserflaschen mussten nun wieder weggeworfen werden. Für viele war spätestens hier der Urlaub zu Ende!
Ja, die Zimmer sind sind schon etwas in den Jahren, ebenso wie die Möblierung. Da wir das Zimmer aber nur zum Duschen, Umziehen und Schlafen brauchten, hat uns das nicht groß interessiert. Und geschlafen haben wir auf den relativ harten Matratzen wunderbar. Bei der Ankunft baten wir um ein Zimmer in der oberen Etage und bekamen auch eins. So konnten wir die Tür zum Balkon während unserer Anwesenheit im Zimmer offen lassen und unsere Badesachen problemlos auf dem Balkon trocknen.
Am Speisesaal hatten wir nichts auszusetzen. Ich weiß nicht, was manche Leute für Kantinen bei sich zu Hause haben. Sie sind zu beneiden! Ich habe schon wesentlich schlechtere Hotelrestaurants erlebt. Natürlich ist es so, dass das Restaurant bei der Menge an Urlaubern entsprechend groß sein muss. Und wenn es voll ist, ging es auch laut und hektisch zu. Da wir zum Frühstück spätestens um 8: 00 Uhr im Speisesaal waren und zum Abendbrot erst nach 20: 30 Uhr, hatten wir damit jedoch nie Probleme. Zum Mittagessen war der Raum nur mäßig gefüllt. Wir hörten noch, dass im Zuge der gegenwärtigen Erweiterung des Hotels auch ein neuer Speisesaal errichtet werden soll. Das Essen hat uns meist sehr gut geschmeckt. Es war für uns einfach erstaunlich, wie variabel man mit Gewürzen die immer wiederkehrenden Grundsubstanzen Rind, Hühnchen und Fisch(filet!) schmackhaft gestalten kann. Dazu verschiedenste Gemüsesorten, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Lange angestanden haben wir nie. Mit der Getränkeversorgung hatten wir keine Probleme. Da wir das oben beschriebene freundliche Verhältnis mit den Kellnern pflegten, wurden wir immer prompt und zuvorkommend bedient. Das gleiche gilt auch für die Strand- und die Poolbar. Am Strand bestanden die Kellner sogar darauf, unsere an der Bar bestellten Getränke bis an unsere Liegen zu bringen, sogar in Gläsern anstatt für andere in Pappbechern. Etwas traurig waren wir, dass es für AI Wein nur im Hauptrestaurant gab. Dass es für die zahlenden Gäste immer bessere Gläser gab als für AI-Gäste, hat uns nicht vorrangig interessiert. In allen Bars und im Restaurant stehen Wasserspender, aus denen man sich frei bedienen kann. Deshalb ist es günstig, sich eine Plastikflasche mit möglichst großer Einfüllöffnung (Granini) mit zu nehmen. Die von früheren Urlaubern erwähnten Begrüßungs-Wasserflaschen am Flughafen gab es nicht. Man sollte diese Plastikflaschen allerdings nicht im leeren Zustand sichtbar im Zimmer stehen lassen. Leere Flaschen werden gnadenlos bei der Zimmerreinigung entsorgt!
Wir erlebten durchweg nur freundliches und hilfsbereites Personal. Dabei bemühten wir uns im Gegenzug ebenfalls um freundliches Verhalten, versuchten uns mit einigen arabischen Sprachbrocken und gaben Trinkgelder immer in die Hand, nicht in die anonyme Kiste. Das Geld wanderte dann zwar auch über diesen Umweg in der Trinkgeldbox, aber wir hatten ein "Gesicht" für die jeweiligen Angestellten. Die meisten sprechen hervorragend Englisch. Verständigungsschwierigkeiten gab es so nie für uns. Zimmerreinigung und Handtuchtausch waren in Ordnung. Trinkgeld für die Zimmerboys haben wir gleich im Voraus auf das Bett gelegt. Einen "Mini-Kiosk" gibt es zwar in der Empfangshalle, aber hier erhält man wirklich nur das Allernotwendigste. Sollte man etwas vergessen haben, bleibt nur die Fahrt nach Dahab mit dem Shuttlebus.
Die Lage ist einfach ideal für alle, die Ruhe suchen und denen der Sinn nach Schnorcheln und Tauchen steht. Die Buckelpiste ist lediglich eine zeitliche Behinderung. Sämtliche von uns benutzte Transferfahrzeuge nahmen sie mit nur wenigen Unannehmlichkeiten für uns.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Für uns war in erster Linie Schnorcheln angesagt. Das Riff und die Fische sind einfach toll! Es gibt verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Am häufigsten genutzt wird der Steg über das Riff. Seine einzelnen Segmente schwimmen auf Pontons und sind seitlich an Pfählen beweglich befestigt. Bei Wechsel von Ebbe und Flut und bei Wellengang kann es vorkommen, dass sich diese Segmente verklemmen und einzelne Bohlen herausbrechen. Es wurde aber immer alles täglich gerichtet und relativ schnell repariert. Der für uns schönste Einstieg durch das Riff befindet sich ein paar Schritte nördlich vom Hotel. Dort ist ein kleines Beduinencafe und ein Schild mit dem Hinweis "Snorkeling Area - Easy Entry". Hier hat man nicht nur eine etwa 5 m steil abfallende Riffkante wie am Steg, sondern auch flacher abfallende Riffstrukturen, über die man schnorchelnd "schweben" kann und einzelne Türme. Die Einstiege südlich des Hotels sind für Schnorchler eher uninteressant. Sie werden oft durch die vielen angefahrenen Tauchergruppen genutzt. Ansonsten werden am Strand durch zwei Animateure "Softgymnastik", "Dance group" und zweimal Volleyball angeboten und lautstark angepriesen. In der Strandbar läuft fast ständig wunderbare arabische Popmusik, die aber am Strand eher dezent zu hören ist. Für uns war dies ein Ohrenschmaus. Auch die zahlreichen Werber für Massagen und Ausflüge verhalten sich eher unaufdringlich und ziehen sich nach eindeutigem Bekunden von Desinteresse sofort zurück. Einmal in der Woche gibt es abends eine Vorstellung einer Folkloregruppe in der Strandbar. War recht ansprechend gestaltet. Sonst ist abends ab 21: 30 Uhr in der Strandbar eine Disco im Aufbau. Allerdings darf man hier nicht zu viel erwarten. Die beiden Animateure versuchen ihr bestes, sind aber eben noch Amateure und versuchen sich daran, dem Publikum aller Nationen tanzbare Musik zu bieten. Wenn man den guten Willen hat, wirklich tanzen zu wollen, kommt man auch dazu. Man kann auch seine mitgebrachte Musik vom MP3-Player auf den Disco-PC überspielen lassen und so eigene Wünsche verwirklichen. Liegen und Schirme am Strand wurden an machen Tagen gegen 10: 00 Uhr zum Problem. Früheres Erscheinen sichert die besten Plätze, vor allem, wenn man die Nähe zu bestimmten Gruppen scheut. Müll oder andere besonders auffällige Verunreinigungen sind uns nicht aufgefallen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im November 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Uwe |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 45 |


