Die Hotelanlage war für uns von angenehmer Größe. Mit unserem zentral gelegenen Bungalow mit 2 Schlafzimmern waren wir schnell beim Kinderpool und genauso beim Haupthaus mit Restaurant. Es waren viele deutsche, niederländische und ein paar skandinavische und spanische Familien vor Ort. Die Anlage wurde stets gepflegt, Lautstärkeenwticklung durch Rasenmäher und Motorsensen musste daher in Kauf genommen werden. Kaum herumliegender Müll. Der Shuttle-Bus zum Strand fährt zuverlässig. Fazit: Wer auf eine kinderfreundliche Umgebung mit Animation und ruhiger Lage Wert legt und dem dabei egal ist, was er seinem Körper zuführt, findet hier ein mögliches Reiseziel. Aufgrund der desolaten Leistungen im gastronomischen Bereich des Hotels HD Parque Cristobal sehen wir von einer erneuten Buchung und Weiterempfehlung ab.
Die Bungalows mit zwei Schlafzimmern waren für uns fünf (drei Erwachsene, ein Kindergarenkind und ein Säugling) ausreichend groß. Die Sauberkeit ist als befriedigend zu bezeichnen. Der Duschbereich der Badewanne mit schwarzem Schimmel und alten Ablagerungen an den Fenstergläsern wurde nicht gereinigt während unseres 10-tägigen Aufenthalts. Das Mobiliar im Bungalow war abgewohnt, was uns aber nicht weiter störte. Der Zimmersafe muss extra bezahlt werden.
Die Gastronomie ist der Aspekt des Hotels HD Parque Cristobal, bei dem wir deutlich zurückstecken mussten gegenüber anderen Hotelaufenthalten (auch auf den Kanaren), als auch gegenüber den durch andere Hotelbewertungen gesetzten Erwartungen. Zum Hintergrund: Wir sind weder Alles-Esser, noch Gourmets, sondern irgendwo dazwischen, wie wohl die meisten Familien. In der Heimat essen wir oft genug einfache Gerichte, mit Lebensmitteln der diversen Discounter. Worauf wir Wert legen ist eine frische, schmackhafte und gesunde Zubereitung in sauberem Umfeld. Während des Aufenthalts vorm Abflug von Las Palmas haben wir unsere Eindrücke der Gastronomie stichpunktartig festgehalten. Generell wurde größtenteils mit Fertigprodukten aus Großpackungen gearbeitet. Egal, ob Gemüse, Kartoffelbeilagen, Gebäck oder Soßen. Hier die Liste: - beim Frühstücksbüffet sahen wir eine tote Kakerlake, ca. 2cm groß, die auf dem Tablett mit Glasschälchen für Konfitüre etc. lag - an so gut wie allen Gerichten fehlte Salz. Oftmals bekam man gar keinen Geschmack mehr ans Essen - Das Gemüse wurde offenbar in ungesalzenem Wasser gekocht. Dadurch hatte man geschmacksneutrales, wässriges Gemüse auf dem Teller - Gerne hätten wir gesagt, das Essen ist gut für Kinder, mit dem Bereich des Kinderbüffets etc. Wenn man jedoch für die Kinder Hähnchennuggets bereitstellt, die innen noch gefroren sind, geht das gar nicht! - Pommes Frites wurden mit wenigen Ausnahmen immer zu kurz frittiert. Die Folge waren helle, weiche und sich durchbiegende, innen noch teils rohe Pommes Frites. Alles andere als appetitlich. - Das Essen am Buffet wird leider unzureichend warmgehalten. Wir erlebten es, dass kurz nach Eröffnung des Frühstücks- Mittags- oder Abendbüffets, gewisse Speisen nur noch lauwarm waren. Etwas später bereits kalt. - Qualität: Wie bereits erwähnt, kam das meiste am Büffet aus Tüten. Die Qualität der verwendeten Zutaten war durchwachsen: Wer sich mal das Innere der Fischstäbchen, oder Hähnchennuggets anschaute, dem verging der Appetit. Das war nur ein Brei und erinnerte weder an Fisch noch an Geflügel. - eine Konstante in den Mittags- und Abendbüffets war die Paella. Die gab es immer. Da wir keine Krustentiere essen, blieb diese von uns unberührt. - am Frühstücksbüffet gab es für uns teils befremdliche Speisen wie Kroketten, oder frittierte Kringel aus dem Spritzbeutel mit Zucker überstreut. Als wir letztere probierten, war ein deutlicher Fischgeschmack im Mund. Man schien hier das Fett der Fritteuse gerne für Verschiedenes zu verwenden. - Backwaren: Wir sind dahingehend - gerade als deutsche - doch verwöhnt. Es gibt im Hauptrestaurant nur alte/harte Aufbackbrötchen, oder trockene Mohn-/Sesambrötchen. Die kleinen Croissants waren meist auch hart. Das weiße Brot zum selbst Abschneiden war das einzig Brauchbare. - Frückstücksflocken/-flakes gab es natürlich auch. Die entsprachen etwa der Qualität billigster Großpackungen deutscher Discounter und waren eher geschmacksneutral. - das mehrfach gelobte, frisch zubereitete Fleisch, Fisch oder Geflügel war fast immer zu lange gebraten und übergar. Daher entsprechend trocken. Das Angebot hier wiederholte sich sehr schnell. - Soßen: Man konnte aus drei, wechselnden Soßen wählen: von denen keine nach selbstgemacht schmeckte/empfehlenswert waren. - Wiederverwertung des Übriggebliebenen: Die "Küche" des Hotels schien darauf getrimmt zu sein, einen neuen Rekord im Resterecycling aufzustellen (Achtung: Sarkasmus). Beispiel: War der Rosenkohl beim Abendbüffet noch hellgrün und innen bissfest, war er beim nächsten Mittagbüffet dunkelgrün+grau und weichgekocht, zwischen anderem Gemüse vermischt. Teils war das alte vom neuen/frischen sehr einfach zu unterscheiden, wenn man beides in der Pfanne am Büffet sah. Wir haben durchaus Verständnis für solche Wiederverwertungen, die auch in besseren Häusern vorkommt. Wie das jedoch im Parque Cristobal praktiziert wird, sprengte in unseren Augen den Rahmen und zieht das Gesamtbild runter. - das italienische Restaurant: All-inclusive-Gäste dürfen diesen einmal pro Woche kostenlos nutzen mit Reservierung. In der Hoffnung, hier würden wir frisches, selbstgemachtes Essen bekommen können, reservierten wir an unserem letzten Abend. Leider wurden wir enttäuscht: Man konnte aus einer kleinen Auswahl von Nudel- und Pizzagerichten wählen und diese bestellen. Getränke als auch Salate und weitere Beilagen waren in Büffetform und mussten auch hier selber aufgetischt werden. Das war jedoch nur eine kleinere Enttäuschung. Was uns geärgert hat ist die Tatsache, dass die Nudeln alle aus Packungen kamen, kurz in heißem Wasser gekocht, fertig. Die Lasagne war eine Miniversion und fad. Krönung des Ganzen waren die Pizza, die aus einem trockenen und faden Fertigteig, belegt mit spärlichen Zutaten bestanden. Sowas dürfte hier kaum Pizza genannt werden. Jeder Pizzalieferservice vermag hier Besseres zu liefern, als im Hotel Parque Cristobal. Nebenbei konnte man auch hier bereits nachmittags beobachten, wenn man sich bei der Bar des Kinderpools etwas zu Trinken holte, dass die Beilagen wie etwa die Blumenkohlpfanne vom Vortag aus dem Kühlschrank genommen, noch zu 3/4 vorhanden war und wieder aufgewärmt wurde! Interessant war, dass die Aufbackbrötchen, die man hier zur offenbar selbst gemachten Tomatensuppe nehmen konnte, frisch aufgebacken waren. Es kam die Vermutung auf, dass die restlichen Brötchen dann zum nächsten Frühstücksbüffet gehen, da sie dort immer hart waren. Wäre die Mahlzeit nicht beim All-Inclusive inbegriffen gewesen, hätten wir das so nicht gezahlt. Zur Nichteinhaltung der Kleiderordnung wurde ja schon mehrfach geschrieben. Wer erwartet, dass zumindest in dem italienischen Restaurant die männlichen Gäste in langen Hosen kommen, wird auch hier enttäuscht. - Insgesamt gibt es kaum Variation in den Gemüsesorten, was auch mit dem o.g. Recycling zusammenhängt. Tag für Tag wurde Folgendes aufgetischt: Bohnen, Zwiebeln, Dosenmais, Karotten, Paprika, Blumenkohl, Erbsen, Möhren. Etwas außer der Reihe und nicht jeden Tag gab es dann: Zucchini, Auberginen und Pilze. Leider allzu oft langweilig angemacht. Wer als Vegetarier hier zugreifen wollte, musste sich allzu oft Schinkenstückchen aus dem Essen herauspicken. - Das Thema Kleiderordnung im Speisesaal habe ich kurz angerissen: kurze Hosen und Sandalen waren Standard bei vielen Gästen. Diese wurden von den wenigen, älteren Paaren befremdlich angeschaut. Einige der Kinder wurden während der Mahlzeiten durch Ihre Eltern "ruhig gestellt" mittels Zeichentrickserien, wiedergegeben auf Tablet-PCs oder DVD-Playern mit Bildschirm, die auf den Tischen aufgebaut waren. - Die Lautstärke im Speisesaal verhindert zumeist ein entspanntes Essen. Dadurch, dass es nur optische Unterteilungen im Saal gibt, schallt es von einem Ende zum Anderen. - Während der Woche nach Ostern kam es vor, dass nicht ausreichend Tische vorhanden waren, für alle Gäste die essen wollten. Das kam nach den Ferien nicht mehr vor. - Draußen, an der frischen Luft zu essen, war für uns All-Inclusives nur während des Frühstücks und beim einmal in der Woche stattfindenden Grillabend möglich (mit begrenztem Tischangebot). - Getränke: Alles aus Automaten. Die Fruchtsäfte konnten wir nur als besseres Zuckerwasser ansehen und schmeckten nach Chemie pur. Wasser gab es in Zimmertemperatur oder eiskalt. Wein in weiß, rosé oder rot zum selbstzapfen, ebenso das Bier "Tropical". Letzteres war nicht immer ausreichend gekühlt und schmeckte teils deutlich anders, je nachdem, welche Zapfhahn an welcher Zapfanlage man bemühte. Kaffee: Ungenießbar für uns. Wir versuchten auch außerhalb ordentlichen Kaffee zu bekommen, was nicht möglich war, da alle nur kanarischen Kaffee anboten. Letztendlich haben wir im Supermarkt um die Ecke Kaffee gekauft und selbst im Bungalow aufgesetzt. - Salate: waren insgesamt frisch bereitgestellt. Man konnte sich diese selber kombinieren und mit Dressings versehen. - Nachtisch: Crémes, Mousse und dergleichen gab es täglich wechselnd, teils auch mehrere mit unterschiedlichen Farbgebungen, schmeckten jedoch alle gleich. Das selbe Bild bei den Kuchenstücken: Unterschiedliches Aussehen, gleicher Geschmack. Eis: Auch hier billigste Qualität, was man im deutschen Discounter besser bekommt. Jeweils drei Sorten zur Auswahl. - Obst: Von früheren Besuchen der Kanaren waren wir leckeres, frisches Obst gewöhnt. Hier waren Geschmack und Qualität leider durchwachsen. Teils gut, wie z.B. Wassermelonen, teils unreif und kaum süß, wie die Birnen. Bananen waren nichts Besonderes. Das Obst im Obstsalat war teilweise gegärt. - Absoluter Tiefpunkt des täglichen wechselnden Themas beim Abendbüffet war das sog. "Chinesische Büffet": An diesem Abend fanden wir am Büffet nicht ein Gericht, was uns auch nur annähernd geschmeckt hätte. - Generell fehlte in der Küche jegliche Raffinesse und Inspiration, was leider Tag für Tag zu sehen und zu schmecken war. Vorm ersten Tag an hofften wir, dass sich das Essen steigert, was jedoch nicht eintrat. Immer die gleichen Speisen, langweilig und handwerklich oft schlecht oder falsch zubereitet sind das Hauptproblem für uns gewesen Was aus der gesichteten Kakerlake am Frühstücksbüffet zu folgern ist, soll jeder selbst beurteilen.
Der Service ist meist aufmerksam, nicht jedoch durchgängig deutsch- oder englischsprachig wie von anderen Gästen angemerkt hier. Die für unseren Bungalow anscheinend fest eingeteilte Reinigungskraft, als auch die Damen im Wellnessbereich verstanden nur spanisch. Stets gut weitergeholfen haben die Mitarbeiter am Empfang, mit Tipps zur Umgebung, Ausflügen usw.
Wie bekannt, liegt das Hotel nicht direkt am Strand. Punkten kann es dafür mit einer ruhigen Lage. Bis auf den Zeitraum von 22-23 Uhr, in dem von einem Nachbarhotel oft laute Musik herüberschallt, wurde unser Schlaf nicht gestört.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Tolle und vielseitige Kinderanimation. Unsere vierjährige Tochter war stets gerne dort vor- und nachmittags. Selbst für unseren 10 Monate alten Sohn hätte man Betreuung in Anspruch nehmen können. Die Animation wurde entsprechend gut besucht, mit mehr als 30 Kindern in der Woche nach Ostern. Abendunterhaltung haben wir nicht besucht, da für uns zu spät. Die Pools waren sauber, Reparaturen wurden umgehend ausgeführt. An jedem Pool war jeweils eine Aufsichtsperson, ähnlich eines Rettungsschwimmers, anwesend. Mit der von manchen Gästen gelebten Liegenreservierung per Strandtuch hatten wir keine Probleme. Es gab immer genug Liegestühle nebeninander. Im Bereich der Pool-Bars gab es diverse Spielautomaten, Billardtische und Dartscheiben. Alle müssen einzeln bezahlt werden. Spielplätze sind an beiden Pools vorhanden und in gutem Zustand. Es gab diverse Sportmöglichkeiten der Animation für Erwachsene, mit gutem Feedback der Gäste.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im April 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thorsten |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


