Eine sehr große Anlage (1800 Betten), die gerne von Familien mit kleineren Kindern gebucht wird. Im Großen und Ganzen wirklich zu empfehlen, wenn man keine Probleme mit Kindern und deren Geräuschen hat ! Bestechend ist die direkte Strandlage !
Bei unserer Ankunft war das Hotel leider überbucht, so dass wir eine Nacht im Hotel "Mediterraneo Garden" (gegenüberliegende Straßenseite) verbringen mussten. Aber abgesehen davon, dass wir unsere Koffer am ersten Tag halt nicht auspacken konnten, war das kein großes Problem. Die Koffer wurden am ersten Tag in das entsprechende Appartment und am folgenden Tag auch wieder zurück in das endgültige Zimmer gebracht, so dass wir damit absolut keinen Aufwand hatten. Als Entschädigung bekamen wir ein Appartment mit direktem Meerblick (ein Traum !!!), einen Leihwagen für einen Tag, sowie den Mietsafe für unseren Aufenthalt. Zum Zimmer: Wir hatten ein Appartment, Typ B. Da wir mit drei Personen reisen (Mama, Papa und erwachsene Tochter), ist das vom Platzangebot her für uns immer völlig ausreichend. Im Appartment gab es, wie üblich, ein Schlafzimmer, zwei Schlafsofas im Wohnraum, ein Badezimmer. Schlafzimmer: Dieses war relativ großzügig angelegt, das Bett recht groß (ca. 2x2 m). Der Safe im Kleiderschrank funktionierte elektronisch, also ohne Schlüssel, was ich immer recht praktisch finde, weil man keinen Schlüssel verlieren kann. Wohnraum: Wie gewohnt in einem Appartment dieses Typs. Bei unserer Ankunft standen eine Schale Obst und eine Flasche Wasser parat, was bei All In vielleicht nicht unbedingt nötig, aber dennoch eine nette Geste ist. Die Küchenzeile verfügte über einen geräumigen Kühlschrank mit Gefrierfach. Geschirr und Besteck waren vorhanden, wurden aber von uns nicht genutzt. Ferner gab es eine Kaffeemaschine und einen Wasserkocher, sowie einen Toaster. Alles wurde von uns nicht benutzt, weswegen ich mich zu Funktionstüchtigkeit der Geräte auch nicht äußern kann. Badezimmer: Hier gab es Licht und (etwas) Schatten. Als positiv empfanden wir die ebenerdige Dusche, die mit einer Glaswand vom übrigen Badezimmer abgetrennt wurde. Man musste also nicht in eine Badewanne steigen und es klebte auch kein Duschvorhang am Körper. Kleiner Wermutstropfen: Das Waschbecken war wirklich sehr klein. Beim Händewaschen bekam man schon Probleme. Aber das ist jetzt wirklich Klagen auf hohem Niveau. Allgemein war das Badezimmer eher klein angelegt, was insbesondere abends, wenn alle vor dem Essen noch duschen wollen, recht lästig ist. So war es z.B. kaum möglich, dass Mutter und Tochter das Badezimer aus Gründen der Zeiterspranis gemeinsam nutzten. Es war einfach zu eng. Balkon: Da gibt es nicht viel zu sagen. Ausgestattet mit Tisch, 4 Stühlen, sowie einer kleinen Wäscheleine (an der Wand) zum Trocknen der Badebekleidung. Bestechend war, wie bereits oben angeführt, der direkte Meerblick, den wir gerade abends gerne genossen haben. Allgemein: Der Bodenbelag bestand aus Fliesen, was immer sehr angenehm ist. Die Appartments sind etwas hellhörig, was uns aber nicht sonderlich gestört hat. Die Klimaanlage funktionierte ohne Zimmerkarte, so dass man auch in dieser Hinsicht nicht tricksen musste. Wenn man wollte, lief sie den gesamten Tag über.
Da wir in den vergangenen Jahren immer in einem Allsun-Hotel gewohnt hatten, war ich in diesem Jahr gespannt, was Hipotels so zu bieten hat. Und ich muss sagen: einiges !!! Zuerst einmal: Das Hotel "Mediterraneo Club" liegt auf einer Straßenseite, das Hotel "Mediterraneo Garden" auf der anderen. Beide Hotels gehören zusammen. Der Speisesaal liegt auf dem Gelände des "Mediterraneo Garden", was bedeutet, dass die Gäste des anderen Hotels erst über die Straße müssen, um diesen zu erreichen. Uns war das egal, aber ich denke mal, den, der nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist, stört so etwas. Deshalb muss es zumindest erwähnt werden. Man hat allerdings die Möglichkeit, zumindest das Mittagessen, in abgespeckter Form, in Form eines kleineren Buffets, auch im "Mediterraneo Club" einzunehmen. Hier wird immer ein Fleischgericht mit Beilagen angeboten. Am Nachmittag wird dann ein "warmer Snack" angeboten. Auch hier ist das Angebot meiner Meinung nach besser als bei Allsun. Angeboten wurden jeweils Chicken Nuggets, Burger, Hotdogs, Pommes, Nudeln, etc. Weiterhin gab es, zumindest für die All In Gäste, den ganzen Tag über Eis in Selbstbedienung. Auch hier war das Angebot besser als bei Allsun: es gab nicht nur die üblichen kleinen Becherchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen, sondern auch Cornetto oder Twister. Respekt ! Kuchen gab es natürlich auch, in verschiedensten Variationen. Los gehts beim Essen. Dieses wird, wie üblich, in Buffetform gereicht und ist vergleichbar mit Allsun. Fleisch, Paella, Salate, Antipasti, etc., etc., alles in verschiedensten Variationen und ausreichend vorhanden. Natürlich jeden Abend Live-Cooking. Besonderes Plus: wenn man wollte, konnte man - ohne Aufpreis - einen Tisch in einem Themenrestaurant reservieren. Das musste zwar einige Tage im Voraus geschehen, wegen des begrenzten Platzangebots, dann aber hatte man die Wahl zwischen mexikanisch und indisch - je nach Wochentag. Was wir als negativ empfanden: es gibt, trotz der Größe der Anlage, nur einen Speisesaal. Das bedeutet, dass man zwangsläufig beim Essen Schlange stehen muss. Das sind wir aus den Allsun-Anlagen zwar gewohnt, und normalerweise stört uns das auch nicht sonderlich, aber hier war es wirklich schon extrem. Wenn man mit seinem Teller seinen Tisch erreicht hatte, war das Essen teilweise nur noch lauwarm. Apropos Tisch: auch hier musste man teilweise wirklich suchen, um einen Tisch zu bekommen. Für uns war das jetzt nicht so das Problem, weil wir zu dritt waren und meistens einfach einen weiteren Stuhl an einen Zweiertisch gestellt haben, aber wir haben etliche Familien dabei beobachtet, die mühsam nach einem Tisch gesucht haben. Das ist absolut verbesserungswürdig !!! Weiteres Minus: ein Saftautomat kann durchaus mal kaputt gehen. Kann vorkommen. Allerdings sollte es doch möglich sein, so ein Teil innerhalb von zwei Wochen zu reparieren !!! Sicherlich gab es einen zweiten am anderen Ende des Speisesaals, aber wie gesagt: bei der Größe der Anlage ..... Schlangestehen !!! Positiv war, dass das Essen immer qualitativ in Ordnung und auch sehr schmackhaft war. Es gab sogar einen Schokobrunnen, der auch gerne genutzt. Ansonsten sollte man sich, abgesehen von dem Betrieb zu den Mahlzeiten, über den Geräuschpegel im Speisesaal bewusst sein. Gerade abends, wenn die Kinder erfahrungsgemäß müde von einem ereignisreichen Tag am Pool sind, war es teilweise doch recht laut. Für uns war das ok, ist aber sicherlich nicht was für jeden ! Kommen wir zu den Getränken: Tagsüber wie gehabt: man zapft sich seine Softdrinks selbst, Alkohol gibt es ausschließlich an der Bar. Nachteil: die Softdrinks gibt es ausschließlich ein Einweg-Bechern, was natürlich eine Menge Müll bedeutet. Hier ist Allsun weiter, wo man vermehrt Mehrweg-Becher benutzt, die dann gespült werden. Finde ich persönlich besser. Abends wird zwar Service am Tisch angeboten, aber man kann sich seine Getränke auch selbst an der Theke holen. Was mir besonders aufgefallen ist: die Cocktails wurden immer frisch geshakt. Das ist bei Allsun leider nicht der Fall, wo die Mischungen in Krügen vorgemischt sind und auch entsprechend schmecken ! Nette Geste: wenn man das erste Getränk gebracht bekam, gab es auch immer ein Schälchen mit gemischten Nüssen dazu. Das fanden wir nett.
Wenn man bedenkt, wie groß die Anlage ist, sind die Angestellten alle sehr freudlich und bemüht, einem jeden Wunsch zu erfüllen. Beispiel: nach unserer ersten Nacht im Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat unsere Tochter dort morgens ihre Jeans vergessen. Das ist uns natürlich erst am letzten Abend, als wir wieder die Koffer packen wollten, aufgefallen. Trotzdem hat man sich an der Rezeption alle Mühe gegeben und die Hose wieder aufgetrieben. Dafür noch mal vielen Dank. Auch als ich bemerkte, dass die Hängelampe über dem Tisch in unserem Wohnraum defekt war (Birne kaputt), wurde dies umgehend behoben. Ansonsten waren wirklich alle, ob Rezeption, Kellner oder Animateure (soweit kennengelernt) sehr freundlich und professionell.
Bestechend ist die direkte Strandlage. Lediglich die Strandpromenade trennt das Hotel vom Meer. So kann man im Meer schwimmen gehen, ohne auf die Annehmlichkeiten der All-In-Versorgung verzichten zu müssen. Auch braucht man nicht unbedingt eine Liege am Strand zu mieten. Wir sind zum Schwimmen immer vom Pool zum Meer spaziert. In ca. 3 min stand man auf dem Strand. Apropos Liegen: auch hier frönt der Deutsche seinem liebsten Urlaubshobby, dem Reservieren von Liegen am Pool. Spätestens um 07:30 Uhr waren die Karten gemischt und fast alle Liegen belegt. Also heult man mit den Wölfen oder hat eben keine Liege ! Ärgerlich, aber wohl immer das Gleiche. Zur Umgebung: Wer Wert auf Party legt, ist hier wahrscheinlich nicht ganz richtig. Auch Shoppen ist nur sehr eingeschränkt möglich. Allerdings ist Cala Millor mit seiner Shoppingmeile schnell zu erreichen. Es fährt eine Bimmelbahn, mit der man für kleines Geld pendeln kann. Wer abends länger in Cala Millor bleiben will, und die Bimmelbahn fährt nicht mehr, der kann mit dem Taxi für unter 6 Euro zurückfahren (selbst getestet und für gut befunden). Ansonsten findet man in der unmittelbaren Nähe alles, was man für die Grundversorgung benötigt. Es gibt Supermärkte, Drogerien, Apotheken, etc. Der Transfer vom Flughafen zum Hotel dauert ca. eine Stunde.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Da das Gros der Freizeitangebote auf der Straßenseite des "Mediterraneo Garden" stattfand, wir aber unser Appartment und unseren Pool auf der anderen Straßenseite hatten, haben wir die Freizeitangebote überwiegend nicht genutzt. Ich habe gelesen, dass es Luftgewehrschießen und z.B. Wasserball gab, aber wir waren nicht bereit, jedesmal über die Straße zu laufen. Meine Frau und meine Tochter haben regelmäßig an der Wassergymnastik teilgenommen, die sehr professionell und witzig vom Animateur dargeboten wurde. Die Abendunterhaltung fand ebenfalls auf dem Gelände "Mediterraneo Garden" statt. Hier kann man sagen, dass diese im Vergleich zu Allsun sehr viel professioneller dargeboten wurde. Dafür geht es bei Allsun familiärer zu. Beides hat seinen Reiz und seine Vor- und Nachteile. Allgemein ist zu sagen, dass es hier, während bei Allsun alles grundsätzlich in deutscher Sprache erfolgt, wesentlich internationaler hergeht. Alle Ansagen erfolgen in mehreren Sprachen, was auch der Vielfältigkeit des Publikums entspricht. Allerdings besteht das Gros der Gäste doch aus Deutschen. Für Familien mit kleinen Kindern sollte man vielleicht noch anführen, dass es auf dem Gelände des "Mediterraneo Garden" neben dem normalen Pool auch noch einen für kleinere Kinder gab. Hier war das Wasser sehr viel seichter und es gab ein großes Piratenschiff in der Mitte zum Spielen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2018 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Hardy |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 8 |


