Über den Ahornhof sind bereits sehr viele aussagekräftige Bewertungen eingestellt worden. Ich möchte als Stammgast des Hauses (6 Aufenthalte in 8 Jahren) meine Eindrücke des diesjährigen vermitteln. Allgemein ist der Ahornhof meiner Ansicht nach ein hervorragend konzipiertes Hotel mit einem, wie heißt es so schön, enormen Potential. Dieses muß nur wachgeküßt und erhalten werden! Zum Febrauar 2010 wird der Ahornhof erneut den Betreiber wechseln - er gehört dann zur Kette "Ambiente-Hotels". Mir ist nicht klar, wieso ein so schönes Hotel in dieser Lage mit solchen Problemen kämpft, und diesen kaum Herr zu werden scheint! Anreisen sollte man tunlichst, bevor Restaurant und Rezeption nach Hause gehen, also vor 20:00 Uhr! Man muß gewärtig sein, daß außerhalb der (Hoch-)Saison nicht das normale Angebot (z.B. Hausbar) präsentiert wird. Wir hatten diesmal über Clever-Tours gebucht. Das P/L-Niveau war hervorragend! Eine Woche mit Frühstück (7 Ü/F) kosteten Mitte Januar pro Person lediglich 158,- € plus Kurtaxe. Halbpension kann täglich zum Preis von 15,- € hinzugebucht werden. Insgesamt ist der Ahornhof für uns nach wie vor und trotz aller Mängel eine sehr empfehlenswerte Adresse für einen Wander- und Wellnessaufenthalt im Bayerischen Wald!
Wir bekamen auf telefonische Nachfrage ohne Aufpreis (!) eines der günstigst gelegenen größeren DZ mit Arberblick im Mittelbau. Die Möblierung ist in die Jahre gekommen, der Röhrenfernseher hat lediglich 10 Programme, und die Minibar unbestückt (was aber günstig ist für das Selbstbefüllen). Die Betten haben wir als ziemlich unbequem empfunden, aber immerhin gab es problemlos zusätzliche Garnituren Bettwäsche an der Rezeption. Das Bad ist nicht groß, aber in Ordnung. Kleinere Schäden an Türen und Rahmen sind nicht sehr professionell geflickt, aber das läßt sich verschmerzen. Das Zimmer wurde jeden Tag gut gereinigt und aufgeräumt. Das Personal hielt es bei unserem Aufenthalt allerdings nicht für nötig, überhaupt anzuklopfen. Wer also nicht unliebsam überrascht werden möchte, tut gut daran, das entsprechende Türschild vorzuhängen.
Tja, die Gastronomie... Von den eigentlich zwei Rastaurants unterschiedlichen Stils blieb nur dasjenige im Landhausstil übrig, welches gleichzeitig der Frühstücksraum ist. In dieses wurde im Vorjahr eine neue Theke installiert, die den "Nur-Frühstücksraum"-Eindruck entschärft. Mir persönlich, bzw. uns hat es dort immer gefallen, und tat es das auch in diesem Jahr - allerdings ist der Standard mit dem Vier-Sterne-Anspruch nur wenig harmonisch. Die Karte ist recht übersichtlich, die Gerichte nicht eben günstig. Dennoch kann man dort gut und zufrieden speisen, einige Gerichte sind so reichlich, daß man diese auch zu zweit auskömmlich genießen kann. Das Personal hat überhaupt kein Problem damit, einem ein einzelnes Gericht mit zwei Geschirrgarnituren aufzudecken - das haben wir als sehr angenehm empfunden. Abraten möchte ich von der Bestellung des Schnitzel Wiener Art: für 9,80 € ohne Salat bekommt man anderswo weit Besseres, als ein aufgetautes und durchwachsenes Fertigschnitzel vom Eismann. Das Frühstück war heuer viel besser als vor Jahresfrist: Das Rührei war sehr lecker und wurde zeitnah nachgelegt. Joghurt und Frühstückscerealien waren reichlich und frisch. Die Hausbar fiel sehr ungünstig auf: Obwohl noch im persönlichen Anschreiben der Gästeinformation ausdrücklich angepriesen war, die Hausbar habe täglich ab 20:00 Uhr geöffnet, war dies tatsächlich nur an einem einzigen Tage, dem Samstag, der Fall. Schon am Tag unserer Anreise (Sonntag) um 20:30 Uhr waren weder Bar, noch Restaurant, noch Rezeption besetzt. Hunger und Durst mußten wir nach 5-stündiger Anreise in einer kleinen Pinte im Dorf besänftigen. Ein Glück war, daß wir wenigstens den Zimmerschlüssel noch bekamen! Das alles ist sehr schade, denn die Bar ist nach Umbau vor wenigen Jahren angenehm und urig gemütlich - auf unsere Nachfrage, weshalb diese nicht geöffnet sei, hieß es lapidar, daß sich dies nicht lohne, wenn nur 25 Hausgäste anwesend seien.
Das Personal, wie wir es diesmal erlebten, ist überwiegend sehr freundlich und entgegenkommend. Die ungewisse Lage und Zukunft des Hauses kommt in der Kommunikation mit den Bediensteten zuweilen durch, und muß Berücksichtigung finden.
Der Ahornhof liegt für manchen Geschmack etwas zu weit "draußen", aber genau das macht seinen Reiz mit aus! An für sich bietet er alle Möglichkeiten, dem Gast dieses Verlorenheitsgefühl zu nehmen, und es umgekehrt in ein Bewußtsein vollumsorgter Wohlfühl-Wildnis umzuwandeln. Die Lage am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald, in Sichtweite des Großen Arber, ist phänomenal!
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Der Wellness- und Schwimmbadbereich ist (neben der großzügigen Beaty-Farm) ein absoluter Pluspunkt des Hauses. Eine Aroma- sowie Finnische Sauna mit modernem Dusch- und Erholbereich bieten angenehme Entspannungsmöglichkeit.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Januar 2010 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Axel |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 13 |


