Die Alte Post ist ein kleineres und wie der Name sagt ein ziemlich altes Haus mit sehr engen, steilen Treppen und einfacher Bauweise. Die Rezeption ist Tag und Nacht geöffnet, entgegenkommend und freundlich. Die Sicherheit ist als mangelhaft zu bezeichnen: enges, hölzernes Treppenhaus und Korridorgänge, nur 2 Feuerlöscher im ganzen Haus. Keine BMA (Brandmeldeanlage). In der 1. und 2. Etage gibt es eine separate Fluchttreppe mit beleuchteten Fluchtwegkennzeichnun-gen. In der obersten Etage (DG mit Sauna und Suite) sind weder Feuerlöscher noch Rauchmelder, aber durch die Holzverkleidungen viel Brandlast vorhanden, weder Fluchtwege noch Fluchtwegplan. Ich suche immer noch nach einem akzeptablen Hotel mit guten, ergonomischen in Bamberg. Bis dahin verzichte ich auf eine Geschäftsreise dorthin. Handy-Erreichbarkeit war auf allen vier Netzen gegeben. Preis/Leistungsverhältnis: 85 Euro für zwei Personen sind für eine Suite mit zwei Schlafzimmern nicht hoch, allerdings sollten auch keine hohen Erwartungen an die Ausstattung geknüpft werden. Über die Brandschutzmängel sollte man sich am besten keine Gedanken machen. Die Fahrt mit dem PKW in die Innenstadt ist allerdings mit Umwegen verbunden, da Bauarbeiten zur Erneuerung der Luitpoldbrücke schon seit Jahren ruhen.
Die Gästezimmer des Hotels, die ich mir morgens während der Reinigungszeit ansehen konnte, sind derartig klein und zudem dunkel, dass mir die übrigen Hotelgäste leid taten. Die im Dachgeschoss liegende Suite ist der einzige noch akzeptable Raum. Beschreibung der Suite (Zimmer Nr. 54, vgl. Foto der Hotel-Homepage): Die einzige Suite des Hauses liegt im Dachgeschoss (neben der sogenannten Sauna) und ist nur über drei enge und sehr steile Treppen zu erreichen Größe der Suite angeblich lt. Hotel-Info ca. 70 m², tatsächlich aber nur 46 m². Sie besteht aus einem 26 m² gro-ßem Gästezimmer mit zweiteiligem Doppelbett, Couch und Couchtisch, Sitzecke, einem separaten 12 m² kleinen Schlafzimmer mit einem weiteren Doppelbett und einem 8 m² großem Bad. Der größere Raum hat eine Fensterfläche von fast 4 m Breite mit schwergängig zu kippenden, aber nicht zu öffnenden Holz-Isolierglasfenstern. Möblierung: Im großen Zimmer ein angeblich "französisches" Bett, das sich als zweigeteiltes Doppelbett mit gepolstertem durchgehenden Kopfteil herausstellte. Die dünne, durchgelegene Federkernmatratze ruht auf einem stark quietschenden, primitiven Lattenrost. Im kleinen Zimmer steht ein gleichartiges Bett mit etwas besserem, nicht quietschendem Lattenrost und weniger beanspruchter Matratze. Länge der Betten jeweils 197 cm, Breite: 90 cm. Schlafkomfort ist entsprechend mäßig. Zwei jeweils 1,50 m breite und 2 m hohe Kleiderschränke bieten genügend Platz. Garderobe-Doppelschrank mit verspiegelter Tür, stummer Diener. Kein Wertsachenbehälter, keine Kofferablage, kein Schreibtisch, keine Mini-Bar vorhanden. Dafür ein Ess- bzw. Arbeitstisch 100 x 70 cm, ausziehbar vor einer Eck-Sitzbank mit zwei weiteren Stühlen, insgesamt 5 Personen Platz bietend. Weiterhin 2-sitzige Couch und kleiner Couchtisch. TV mit 50 cm-Bildschirm und Fernbedienung, Kabelanschluss mit ca. 12 eingestellten Programmen, davon ein Haus-TV-Sender mit Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps. Telefon: SIEMENS "Euroset 2010", Ge-bühr: 30 Cent/Einheit. Ausreichende Beleuchtung über drei Deckenlampen und ein dreh- und schwenkbarer Deckenfluter. Geräusche außen: nur gelegentlich minimale Straßen- oder Hinterhofgeräusche; innen: keine; Gerüche: keine. Gesamteindruck der Suite: renovierter Altbau, geräumig, hell und äußerst ruhig gelegen. Die leider schlechten Betten mit zum Teil laut quietschenden Lattenrosten trüben den Eindruck. Viel Stauraum durch große Kleiderschränke. Sicherheitseinrichtungen fehlen im DG: weder Rauchmelder, Fluchtwege oder Fluchtwegplan vorhanden. Badezimmer: mit über 8 m² ziemlich geräumiges Bad, außen liegend mit großflä-chigen Glasbausteinen und kleinem Dachflächenfenster. Ausstattung: 75 x 78 cm große Dusche, 170 cm-Badewanne, Doppel-Waschtisch aus hellem Marmor mit zwei weißen Innenbecken, Tiefspül-WC. Leichtgängige Armaturen. Großer Dop-pelspiegel, 4 Handtücher, 4 Badetücher, 4 Fußbodentücher, täglicher Wechsel. Kein Haarföhn vorhanden! Ausreichende Beleuchtung über Deckenlampe und 4 Halo-genstrahler über dem Spiegel. Gesamteindruck: hell, geräumig, neuwertig, funktio-nal, aber sparsame Ausstattung (z.B. Haarfön fehlt).
Der Frühstücksraum ist ziemlich klein und dunkel eingerichtet mit bayerischer Dielen-Holzdecke und bemalten Kassetten. Die Frühstückszeit liegt zwischen 6.30 und 10.00 Uhr. Das Angebot besteht aus einem Einzelgedeck mit begrenzter Auswahl: täglich zwei frische Brötchen (gleiche Sorte), ein Croissant, 2 Scheiben Graubrot. 2 kleine Stücke Butter, eine Sorte Marmelade, offen, nicht beschriftet, eine kleine Packung Honig und 1 Packung NussPli. 2 Scheiben einfache Wurst, 1 Scheibe Käse od. Exquisa-Streichkäse, 1 Scheibe roher und 1 Scheibe gekochter Schinken, kleine Käseplatte. 1 Sorte Corn-flakes und 1 Sorte Müsli, Milch. Keine Salate. Ein hart gekochtes Ei, ein kleines Glas Orangensaft. Kaffee: mäßig, Tee: 1 Beutel schwarzer Tee. Keine Zeitungen. Die Bedienung wirkt nicht besonders freundlich. Das Frühstück reichte zur Sättigung. Es genügte aber noch nicht einmal oecotrophologischen Mindestanforderungen.
Der Inhaber und seine Mitarbeiter sind freundlich und hilfsbereit. Es gab allerdings Abstimmungsschwierigkeiten mit dem schlecht instuierten Nachtportier. Der Zimmerservice war in Ordnung. Meine E-Mail-Anfragen zur Größe und Ausstattung der Suite wurden allerdings sehr "geschönt" beantwortet: Die Suite war wesentlich kleiner als angegeben und das "große französische Bett" war ein einfaches, kleines Doppelbett für Kinder, noch nicht einmal 2m lang. Das Hotel habe ich nur wegen den Angaben zu den Betten ausgewählt und weil es nach meinen Recherchen in Bamberg kein Hotel mit einem mind. 2,10 m langen Bett gibt.
Das Hotel liegt in einer ziemlich ruhiger Nebenstraße östlich des Main-Donau-Kanals, ca. 10 Fuß-minuten vom Fluss und gut 20 Minuten von der Innenstadt entfernt. Parkplätze: Car-Port für 6 kleinere PKW’s im Innenhof vorhenden, gebührenpflichtig. Größere Fahrzeuge müssen in der Mitte des Innenhofs geparkt werden; der Auto-schlüssel sollte zwecks Umrangieren an der Rezeption abgegeben werden. Bei meiner Ankunft am Sonntagabend war ales frei, aber spätestens am Dienstag war die Parksituation so chaotisch, dass ich meinen V12-BMW auf den Innenhof einer nahen Behörde umgeparkt habe
Beliebte Aktivitäten
- Geschäftsreise
Das Hotel hat im Dachgeschoss unter einer Dachschräge eine kleine Kammer, die als Sauna mit Fitnessgerät umgebaut wurde; anmelde- und gebührenpflichtig. Diese sogenante Sauna lag gleich neben unserer Suite. Bei meiner Besichtigung konnte ich mir gut vorstellen, dass diese so schnell kein Hotelgast nutzt. Habe während unseres einwöchigen Aufenthaltes auch keinen Gast gesehen, der diese genutzt hat.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im September 2005 |
| Reisegrund: | Arbeit |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ulrich |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 56 |


