Das Hotel ist aufgeteilt in zwei Gebäude. Hauptgebäude mit Rezeption, Mini-Shop, großer Lobby (dort wurden die Fußballspiele übertragen), Restaurant und den meisten Zimmern des Hotels. Das zweite Gebäude liegt ein wenig weiter rechts, hat unten ebenfalls eine Lobby und eigentlich die Zimmer mit dem schönsten Blick aufs Meer. Die Gebäude haben jeweils 3 Etagen mit Fahrstühlen. Das Hotel war immer sauber, auch nach einem starken Regenguss. Das Hotel bietet ausschließlich All-Inclusive, Publikum ist bunt gemischt, hauptsächlich jedoch deutsche Stammgäste, Franzosen, Polen, Ungarn und wenige Engländer und Holländer. Das Durchschnittsalter lag zu unserem Reisezeitpunkt übrigens sehr hoch - es handelte sich hauptsächlich um ältere Stammgäste. Familien kamen erst später dazu, an unserem Abreisetag kamen viele junge Familien. Zu empfehlen ist die von Neckermann angebotene Jeep-Safari. Es war ein toller Ausflug mit den schönsten Ausblicken der ganzen Insel. In Acharavi sollte man sich das Restaurant "Lemon-Garden" nicht entgehen lassen. Wir haben zwischen Zitronen-Bäumen mit reifen Früchten gegessen... eine tolle Atmosphäre. Die Eintrittspreise zu den typischen Sehenswürdigkeiten wie "Sissi-Schloss", alte und neue Festung sind ziemlich happig. Wir waren von allem drei enttäuscht. Das Schloss (7 €) ist nur auf der unteren Etage zu besichtigen, der Garten außenrum zwar wunderschön aber nicht wirklich das Geld wert. Die Aussicht vom Restaurant "Bella Vista" ein wenig unterhalb ist schöner. Die neue Festung haben wir uns gar nicht erst angesehen (4 €), die alte Festung (ebenfalls 4 €) ist auch nur als Aussichtspunkt zu empfehlen, das meiste dort ist verfallen, zugemüllt mit Elektroschrott, oder einfach vernachlässigt. Ein Mietwagen ist unbedingt zu empfehlen, weil die Insel unheimlich viele schöne Ecken hat, die man weder mit dem Reiseveranstalter noch zu Fuß erreicht. Durch Zufall habe ich im Netz diesen Link gefunden: http://www.hotel-angela-beach.com Dort hat sich ein Stammgast sehr viel Mühe gegeben, über das Hotel zu berichten.
Unser Zimmer (Nr. 414) lag im Nebengebäude mit direktem unglaublichen Blick aufs Meer und Albanien inklusive Sonnenuntergang. Es war klein aber jedoch vollkommen ausreichend. Es gibt eine große Kommode mit Schrank, zwei Nachtschränke und noch einen großen Schrank an der Wand, wo wir problemlos all unsere Sachen mitsamt Koffern untergebracht haben. Die Betten sind einzeln, wir haben sie also einfach zusammengeschoben und eine Decke in die "Besucherritze" gestopft. Alle Zimmer haben Klimaanlage, Telefon und Fernseher mit ARD, ZDF und RTL (wechselte manchmal auch auf Arte oder DSF). Die Balkone sind schön zum draußen sitzen, ausgestattet mit Tisch und zwei Stühlen. Das Badezimmer ist klein, reicht jedoch aus, ausgestattet mit Föhn. Und richtig: Das Bad ist nach dem Duschen ein wenig nass, weil die Duschvorhänge (die es in Griechenland eigentlich gar nicht gibt, wenn man sich ein wenig mit Reiseführern beschäft) ein wenig kurz sind. Da aber eh jeden Tag gereinigt wurde, und man sich auch nicht lange dort aufhält, war das kein Problem. Unser Zimmer war nicht sehr hellhöhrig, das einzig störende, waren Gäste, die die Türklinke ihrer Zimmer nicht nutzten und mit Vorliebe die Türen knallen ließen. Dafür wurde man aber durch das Rauschen des Meeres entschädigt. Der Strom im Zimmer funktioniert nur, wenn man seinen Zimmerschlüssel in eine besondere Vorrichtung steckt (soll wohl vorbeugen, dass die Gäste die Klimaanlagen rund um die Uhr laufen lassen).
Wer sich dort über das Essen beschwert, hat wirklich keine Ahnung und soll das nächse Mal doch bitte kein All-Inclusive-Hotel mehr buchen. Es ist ganz normal, das manche Sachen jeden Tag auf dem Büffet zu haben sind (Tzatziki und Salate), das ist Standard in Griechenland. Wir hatten in Griechenland bisher 3 Hotels mit All-Inclusive und dieses war mit Abstand vom Essen her das beste. Es war sehr abwechslungsreich, Fisch, Lamm, Hähnchen, Schwein, gefülltes Gemüse, gekochtes Gemüse, Lasagne, gefüllte Blätterteigtaschen... Größtenteils landestypisch (auch wenn es kein Gyros gab, das ist nur im Ausland das typisch griechische Gericht). Natürlich gab es jeden Tag Nudeln, Pommes oder Kartoffel-Püree dazu, aber auch das war jeweils lecker. Und ja: Es ist in Griechenland normal, das die Speisen nicht so heiß sind wie hier und auch bei einem Büffet vollkommen logisch... und auch mit dem Salzen hält man sich zurück, aber Salz, Pfeffer, Olivenöl und Essig stehen auf jedem Tisch und das Würzen kann man auch trotz All-Inclusive selbst übernehmen. Frühstück ist auch landestypsich und vollkommen ausreichend: Zwei Sorten Brot, Käse und zwei Sorten Wurst, Butter, Quark, Marmelade, Nussnougat, Honig, Müsli, Cornflakes. Außerdem gab es immer etwas warmens, wie etwa Würstchen, Rühreier oder Blätterteigtaschen dazu. Während der Essenszeiten wuselten ständig Leute aus dem Service um die Tische, die sofort leere Teller wegräumten und die Tische putzten. Softdrinks, Ouzo, Metaxa, Wodka, Kumquat-Liqueur sowie Eis (mindestends immer 3 verschiedene Sorten) gab es von 10 bis 24 Uhr kostenlos.
Ich habe in Griechenland noch nie einen freundlicheren und zuvorkommenderen Service gesehen. Von der Dame an der Rezeption bis hin zu den Putzfrauen: Jeder lächelt und hat immer ein fröhliches "Kalimera" auf den Lippen. Der Großteil spricht deutsch und englisch sowieso. Jeder gab einem wirklich das Gefühl, was ganz besonderes zu sein. Zimmerwechsel (aus welchen Gründen auch immer) gingen ohne Probleme (das Hotel eröffnete zwei Wochen vor unserer Ankunft am 24.6. die Saison), da noch nicht voll belegt. Handtücher wurden alle 2, Bettwäsche alle 3 Tage gewechselt. Die Zimmer wurden jeden Tag bis auf Sonntags gereinigt. Ein deutschsprechender Arzt kam laut Reiseleiter auch jeden Tag ins Hotel.
Das Hotel liegt in dem Örtchen "Agnos", ca. 5 km westlich von Roda. Der Transfer von Kerkyra dauerte hin ca. 1 Stunde. Es liegt direkt am Sand- und Kiesstrand, entweder über die Straße (die keine Durchgangsstraße ist, sondern lediglich der Zufahrt zum Hotel dient) oder über die Wiese vor dem Nebengebäude. Die Anlage an sich ist sehr grün, viele Blumen und Palmen. Rechts neben dem Hotel ist ein kleiner Kinderspielplatz mit Tischtennis-Platten, der sich in einem guten Zustand befindet. Vor der großen Lobby des Hotels liegt der Pool, der zwar unheimlich viel Chlor enthält, aber zur Abkühlung absolut ausreichend war. Direkt nebenan ist eine kleine Taverne, die sich "Music-Bar" nennt, jedoch konnten wir in den 2 Wochen wenig davon erkennen. Dort gibt es laut Tafel auch einen Internetzugang. Um es gleich zu sagen: Das Hotel liegt (im Gegensatz zu den meisten anderen Hotels auf Korfu) in der "Pampa". Es ist wirklich etwas für Ruhesuchende, die weniger auf Party stehen. Sollte es einem zu langweilig werden, fährt ein Bus stündlich von 16 bis 24 Uhr nach Roda bzw. Engländer. Diese beiden Städtchen sind jedoch nicht wirklich eine Reise wert, da vollkommen dem (englischem) Tourismus verfallen. Eigentlich nur nett, wenn man mal auswärts essen möchte oder Souvenirs kaufen möchte. Jedoch ist es die Fahrt in dem kleinen Hotelbus mitsamt dem wirklich netten und lustigen Fahrer wert. Das nächste Hotel liegt wenn man östlich den Strand weiterläuft in ca. 2 km. Blick aufs Meer Richtung Albanien befindet sich links ein kleiner Hafen, wobei das Wort übertrieben ist. Dort liegen ein paar Boote, hauptsächlich Fischer, die Abends ihre Netze im Meer auswerfen, sowie ein Ausflugs-Boot, dass wohl zu den nächsten Inseln fährt. Das Meer vor dem Hotel ist übrigens sehr sauber, je nach Windrichtung hatten wir ein paar Algen im Wasser bzw. am Strand, die aber spätestens nach 2 Tagen weg waren (die Reinigung der Strände auf Korfu obliegt übrigens den Gemeinden, nicht den Hotels).
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Es gibt wie schon gesagt einen Pool sowie den Strand. Auf der Wiese steht ein Volleyball-Netz, was jedoch nicht von den Gästen genutzt wurde. Von daher sollte man eher ein Hotel mit Animation buchen, wenn man sich nicht selber beschäftigen kann. Im Übrigen sind die Liegen am Pool als auch am Strand kostenlos (und ja, auch hier wurden die Liegen teilweise bereits um 5 Uhr morgens reserviert, wir hatten aber nie Probleme auch erst um 10 oder 11 noch welche zu bekommen). In unseren 2 Wochen fand einmal ein griechischer Abend statt, zweimal gab es Abends griechische Live-Musik (zwei ältere Herren), zu der man tanzen konnte.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2006 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Carmen & Torsten |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


