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Frank (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Januar 2009 • 1 Woche • Winter
Kann höheren Ansprüchen leider nicht genügen
4,6 / 6

Allgemein

Das Hotel ist recht weitläufig und verschachtelt direkt am Hang errichtet. Die Gästezimmer und die Hoteleinrichtungen - abgesehen von der Rezeption, Lobby, Bar und den drei Restaurants befinden sich unterhalb der Empfangsebene. Das Gebäude befindet sich in einem gepflegten Zustand, man hat aber alles in verschiedenen anderen Hotels ähnlich hoher Kategorien schon einmal schöner und liebevoller eingerichtet gesehen. Die Lage des Hotels ist sehr günstig. Zum einen gelangt man über die Tiefgarage zu Fuß in wenigen Minuten an die Haupstraße, an der sich verschiedene Geschäfte zur Deckung des täglichen Bedarfs, Restaurants und Sportgeschäfte befinden. Die Ausläufer der Piste erreicht man über den Ausgang des Skikellers. Nur maximal 50 Meter entfernt kann man sich die Bretter unter schnallen. Die Halbpension umfasst ein reichhaltiges Frühstücksbüffet und eine abwechslungsreiche und schmackhafte Speisenfolge am Abend. Das Hotel wird hauptsächlich von deutschen Gästen mittleren Alters frequentiert. Diese Publikum jedoch als gediegen zu bezeichnen, erscheint mir doch etwas hoch gegriffen. Das Fazit an dieser Stelle lautet, dass das Hotel in jedem Fall ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Die Lage, die Küche und der Wellness-Bereich sind mit den aufgezeigten Abstrichen besonders hervor zu heben. Die gehobenen Ansprüche, die man mit einem Hotel dieser Kategorie (**** Superior) verbindet, werden jedoch leider nicht befriedigt.


Zimmer
  • Gut
  • Die Zimmer sind in einem guten und gepflegten Zustand. Das Bad in den günstigeren Kategorien könnte etwas größer sein. Ein Ärgernis ist die beschriebene Problematik mit der Zimmertemperatur. Grundsätzlich entsprechen die Zimmer den Ansprüchen, die man mit der Kategorie des Hotels verbindet. Auch hier muss ein Ärgerniss angesprochen werden: Der Aufgang zur Tür des Skikellers Richtung Ausgang war durchweg durch den Gestank von Mülltonnen beeinträchtigt. Ob der Müll über diesen Weg nur entsorgt wurde oder ob in der Nähe der Müll gelagert wurde, sei dahin gestellt, in jedem Fall war man vor und nach dem Skifahren einer Geruchsbelästigung ausgesetzt.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Das Essen in Form des Frühstücksbuffets und der abendlichen Menüfolge war durchweg qulitativ sehr gut. Es gab verschiedene Brot- und Brötchensorten, Croissants, Müsli, alleine die Auswahl an Aufschnitt hätte durchaus etwas größer sein können. Abends startete das Menü in aller Regel mit einer Vorspeise, es folgte eine Suppenvariante, anschließend ein umfangreiches Salatbuffet mit verschiedenen Dressings, der Hauptgang mit 3-4 Fleisch-, Fisch- und auch vegetarischen Wahlmöglichkeiten, etwas fleischlastig zwar, dieses aber immer à point. Den Abschluss bildeten ein Käsebuffet, das Dessert und frische Fruchtsalate. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, den einen oder anderen Gang auszulassen. Die Weine und sonstigen Getränke waren in ausgewogener Auswahl vorhanden und preislich angemessen. Auch hier ein Malus, der zum Punktabzug führt: Die Nachmittagsjause in Form einer kleinen Auswahl an süßen und herzhaften Speisen war doch sehr lieblos hinsichtlich Auswahl und Darreichung. Die Kuchen waren nicht immer ganz frisch. Hierbei hatte man den Eindruck, man wolle oder vielmehr müsse nachmittags zwar etwas anbieten, das aber möglich wenig Arbeit machen respektive recht preiswert sein solle.


    Service
  • Eher schlecht
  • Die Angestellten sind durchweg sehr um Freundlichkeit bemüht. Zuweilen kommt man auch dazu, mit Kellner oder Zimmermädchen ein paar unverbindliche Worte zu wechseln. Der Service ließ jedoch leider manchmal die nötige Professionalität vermissen: Als wir unser Zimmer bezogen, fanden wir eine Zimmertemperatur von etwa 25 Grad vor. Die Zimmer weisen keine Heizkörper, sondern lediglich Thermostate auf. Eine Regulierung der Temperatur ließ sich über diese jedoch nicht vornehmen, was wir an der Rezeption monierten. Man erklärte uns, man werde die Temperatur drosseln. Nach einigen Stunden beanstandeten wir die Temperatur telefonisch erneut. Man wies uns darauf hin, dass die Temperatur nur zentral geregelt werden könne, man aber um Verständnis für die anderen Gäste bitte, die eher höhere Temperaturen wünschen würden. Mehrfach fanden wir unser Zimmer nach dem Frühstück (immer recht früh) in katastrophalem Zustand vor. Das Zimmermädchen hatte ein Chaos angerichtet, das Zimmer jedoch mehrfach nur sehr rudimentär fertig gestellt. Eine kleine Anregung, die wir auch im Fragebogen festgehalten haben: Die Gäste sind (fast) den ganzen Tag unterwegs. Kann man da nicht mit der Zimmerreinigung warten, bis die Gäste das Hotel verlassen haben? Einmal vergaß das Zimmermädchen einen Kissenbezug. Nachdem wir dies mehrfach telefonisch reklamiert hatten, wiesen wir gegen 21. 00 den Empfang ein letztes Mal auf diesen Mißstand hin. Die Rezeptionistin kam diesmal selbst und hielt mir den Kissenbezug vor die Nase. Indem ich dann ins Zimmer weg trat, gab ich ihr zu verstehen, dass ich nicht gewillt sei, das Kissen selber zu beziehen. Das Bett wurde darüber hinaus leider nur einmal/Tag gemacht. Mehrfach baten wir zwischen den Gängen um eine Pause von 5-10 Minuten. Dieser Bitte wurde auch nachgekommen, jedoch mussten wir die Kellner fast ebenso oft nach 20-30 Minuten daran erinnern, dass jetzt der nächste Gang serviert werden dürfe. Schließlich haben wir es als störend und unpassend empfunden, dass ein Kellner, der uns tags zuvor noch bedient hatte, am Abend am Nebentisch Platz nahm. Der Junior-Chef selbst pflegt allabendlich seinen Stammtisch in einem größeren Raum neben dem Buffet. Der Service war alles in allem eine Hauses dieser Kategorie unwürdig!


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Das Hotel liegt, umgeben von anderen Hotels ähnlicher Kategorisierung, am Fuße der Talstation von Obergurgl. Die Fahrt führt Sie über die belebte Hauptstraße von Sölden, wo Sie sich vergegenwärtigen können, warum Sie sich zu Recht (vielleicht auch Unrecht) dieses Mal für Obergurgl entschieden haben. Um das Hotel herum bieten sich zahlreiche kostenfreie Parkmöglichkeiten, der Service ist Ihnen beim Transport des Gepäcks behilflich. Bei Bedarf steht darüber hinaus eine kostenpflichtige Parkgarage zur Verfügung. Kleines Manko im Hinblick auf die Erreichbarkeit der Talstation: Sie fahren mit den Skiern zunächst zu einem kleinen Schlepplift, der Sie einige wenige Höhenmeter der Gondel entgegen führt. Der Schlepplift ist jedoch faktisch lediglich eine Kordel ohne jede Möglichkeit, sich an einer Schlaufe oder ähnlichem festzuhalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand dieser morgendlichen Mühe mit Vergnügen entgegen blickt. Auf dem Rückweg von der Piste führt Sie der Fußweg von etwa 200 m an einigen anderen Hotels und Parkplätzen vorbei zum Skikeller.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sport

    Das Hotel offeriert eine umfang- und abwechslungsreiche Wellness-Landschaft, gemütliche Liegen, verschiedene Anwendungen zu günstigen Preisen. Auch hier zu den negativen Punkten: Man gewann auch hier den Eindruck, dass manchmal am falschen Ende gespart werde. Der Außenpool, eigentlich sehr einladend, war nicht immer in den Temoperaturbereichen, die man sich im Winter von einem Außenpool wünscht. Gleiches galt für den Innenpool und die beiden Whirlpools. Die Ruhezone war räumlich nicht vom Saunabereich getrennt, so dass von Ruhe eigentlich selten die Rede sein konnte. Wenn dann noch der eine oder andere Gast nicht mit den Gepflogenheiten eines Spa-Bereiches vertraut ist und mit seinen Kleinkindern einen umfangreichen Dialog über 20-30 Minuten führt, wird es leicht ärgerlich.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Januar 2009
    Reisegrund:Winter
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Frank
    Alter:36-40
    Bewertungen:5