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Markus (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • September 2004 • 2 Wochen • Strand
Schöne Anlage, öde Insel
4,0 / 6

Allgemein

Die Anlage selbst ist herrlich grün, mit diversen Palmenarten und sonstigen Gewächsen, die wir in Deutschland wohl nur als mickrige Topfpflanzen kennen. Es ist sicher nicht so gepflegt, wie in einer typisch deutschen Parkanlage, aber die Gärtner sind jeden Tag mit der Pflege beschäftigt und leisten für landestypische Verhältnisse schon erstaunliches. Die max. 2 stöckigen Häuser mit je 3-4 Eingängen sind gut verteilt, so dass niemand dem anderen ins Zimmer oder auf den Balkon sehen kann. Das Preis/Leistungsverhältnis scheint auf den ersten Blick nicht ganz angemessen. Wenn man jedoch die lange Anreise bedenkt und erstmal die Lebensverhältnisse auf der Insel gesehen hat, sollte man lieber nochmal darüber nachdenken! Die Sauberkeit war OK. In Sachen Gäste hatten wir wohl Glück, es waren neben recht vielen deutschen relativ wenige Briten dort und die hatten auch noch überwiegend akzeptables Benehmen. Der Altersdurchschnitt war für unseren Geschmack etwas hoch, sehr viele Leute weit über 40 und eher wenige unter 30. 1. Die Fahrt nach Polamar mit dem Hotelbus (gratis) lohnt absolut nicht! Die Stadt ist schmutzig, laut und ständig wird man von Geld-Tauschern genervt! 2. Mit einem schönen alten V8-Taxi nach Juan Grieco (ca. 10 min., 5 Euro hin und zurück) lohnt sich eher. Da gibt's nen kleinen Markt und eine kleine Ladenstrasse mit vielen günstigen Angeboten. Unsere Taxifahrer haben sogar 2 Stunden ohne Aufpreis gewartet! 3. Bloß keine Zigaretten im Flieger kaufen (18 Euro). Auf der Insel kostet die Stange nur 10 Dollar und ich konnte bei Lucky's keinen Unterschied zur deutschen oder amerikanischen Produktion feststellen (also nicht so wie Türkei oder Polen). 4. Trinkgelder! Für das Personal dort ist nur 1 Euro (ca. 2000 Bolivar) weit mehr als das zehnfache wert, als für uns. Niemand wird je etwas fordern oder unfreundlich sein, wenn er nichts bekommt, aber wenn doch, bekommt man besten Service und spürbare Dankbarkeit!!! 5. Aufpassen beim auschecken! Geht nicht alles so geordnet zu, wie in Europa. Man sollte also drauf achten, dass das Gepäck korrekt verladen wird und man den Bus zum Flieger nicht verpaßt. Es wird zwar aufgerufen, aber bei der großen Empfangshalle kann man das leicht überhören!


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir hatten ein Doppelzimmer, welches zunächst etwas klein wirkte. Da wir uns darin aber eh nur zum schlafen aufhielten, war die Größe letztendlich völlig ausreichend. Die Betten waren zwar etwas hart, aber wenigstens nicht durchgelegen oder schmuddelig. Die Möblierung ist sehr spartanisch, genügte uns jedoch völlig. Der Kühlschrank ist klein aber fein und die Klimaanlage zwar etwas laut, bringt aber gute Leistung. Da der große Deckenventilator genügend Wind machte, hatten wir die Klimaanlage nachts sowieso aus. Fernsehen war uns weniger wichtig, wir haben nur ab und zu mal Nachrichten auf der deutschen Welle geschaut. Der Balkon war ausreichend groß (ca. 6 qm) und in Haus 28 hatten wir sogar nen halben Meerblick. Von den Nachbarzimmern hörten wir nichts, außer gelegentlichem Türklappen. In unmittelbarer Nähe war zwar die Showbühne, aber dort wird bis max. 22:30 Uhr vorgeführt und zu laut war es für uns auch nie. Sämtliche Bereiche der Anlage (Pool, Strand, Gastronomie, etc...) sind von jedem Haus aus nach max. 2-3 min. Fußmarsch erreichbar, also gut verteilt. Das Bad war groß und sauber genug, mit Dusche, Toilette und einem großen Waschtisch. Man sollte sich über den Zustand der Armaturen nicht wundern, die Leute haben nunmal nichts im Sinn mit scharfen Reinigungsmitteln oder Entkalkern. Unser Zimmer wurde jeden Tag vernünftig gereinigt und sämtliche Handtücher, sowie die Bettwäsche gewechselt. Die Zusatzkosten für den Safe im Zimmer (2 Dollar pro Tag), oder die Wäscherei (Preisliste liegt im Regal) fanden wir etwas dreist, Telefon hatten wir zwar, haben es aber nie benutzt. Ungeziefer hatten wir im Zimmer überhaupt nicht, draußen haben wir in 14 Tagen grad mal 2 Kakerlaken gesehen. Aber auch die werden nicht lange gelebt haben, denn auf dem gesamten Gelände wimmelt es von Gekko's, Lurchen und sogar 4 oder 5 mittelgroße Leguane trödeln dort umher. Keine Angst, sind alle sehr scheu und lieber im Gebüsch als sonst wo!


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Das Essen ist insgesamt abwechslungsreich, jedoch nur selten so zubereitet, wie man es in Europa kennt. Woher sollen die Köche auch wissen, was und wie wir hier essen, also sollte man sich einfach mal etwas anpassen, oder eben jeden Tag Pommes oder Spaghetti essen! In unseren 2 Wochen gab es 3 Themenabende (karibisch, mexikanisch, italienisch), bei denen alles gut schmeckte. Wenn man sich ein bißchen an den vorgegebenen Zeiten orientiert, ist immer genug für alle da und es wird auch genug nachgefüllt. Das Hauptrestaurant macht eher den Eindruck einer Großkantine, ist aber in Sachen Tische und Stühle gemütlich eingerichtet. Die zahlreichen Vögel zum Frühstücksbuffet wagen sich nur in den hinteren Bereich und auch nur dann, wenn kaum noch jemand da ist. Leider hatten wir und viele andere durchgehend Durchfall und rätseln immer noch, woran das nun eigentlich lag. Wir vermuten, dass es evtl. die stets vorhandenen Säfte gewesen sein könnten. Die Behälter werden nämlich nie gereinigt und die Säfte selbst werden aus irgendwelchen Konzentraten mit angeliefertem Wasser gemischt. Deshalb habe ich die letzten 2 Tage nur noch Cola und gekauftes Wasser getrunken und siehe da, alles war wieder OK! Bei den Cocktails sollte man nicht zuviel erwarten. Sie werden in kleinen Plastikbechern serviert und auch dafür werden seltsame Konzentrate aus Plastik-Kanistern verwendet. Die Auswahl ist jedoch akzeptabel und mit Alkohol wird nicht gegeizt.


    Service
  • Gut
  • Das Personal ist insgesamt sehr freundlich, hilsbereit, kompetent und zurückhaltend. Wer sich nicht zu fein ist, auch Gärtner, Handwerker und Zimmermädchen mit einem schlichten ola´zu grüßen, wird sich wundern, dass diese Leute sich immer an einen erinnern. Die Animateure und das Bedienungspersonal sprechen fast alle englisch, teilweise auch deutsch. Die Bedienung im Restaurant ist insbesondere abends sehr gut! Wer nicht zu geizig ist, ca. 1 Euro Trinkgeld pro Woche zu geben, wird von allen Seiten einen Spitzenservice und permanente Aufmerksamkeit (jedoch nie aufdringlich) bekommen. Die Reiseleiter sind superfreundlich, unkompliziert und auch für kleine "Extras" (günstiger Geldwechsel, Zigaretten besorgen) zu gewinnen!


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Die Hotelanlage wirkt wie eine kleine Festung, liegt mitten in der Einöde und der nächste, sehr winzige Ort ist ca. 10 Autominuten entfernt. Die Fahrt vom Flughafen Polamar dauert ca. 30 min. Der Hoteleigene Strand grenzt direkt an die Poolanlage und hat mit Karibik leider nicht viel zu tun. Er ist insgesamt eher steinig und wird kaum gepflegt. Die aufgestellten Sonnenschirme sind natürlich immer sofort belegt (schon ab 6 Uhr morgens, obwohl der Strand erst ab 7 Uhr öffnet), aber nicht wirklich nötig. Es sind nämlich ausreichend Liegen und eine Reihe großer Palmen vorhanden, sodaß jeder einen Platz im Schatten findet. Das Wasser wirkt etwas trübe, was aber lediglich an der Unruhe im karibischen Meer liegt. Zum schnorcheln ist dieser Strand also absolut nicht geeignet. Man sollte auch nicht zu weit raus schwimmen, da niemand die Strömungsverhältnisse wirklich beurteilen kann. Außerdem achtet der ständig anwesende Sicherheitsdienst auch auf die badenden und warnt gern mal per Trillerpfeife. Geht man vom Hauptstrand aus links über einen kleinen Hügel, kommt man zu einem etwas schöneren Strand, allerdings ohne Liegen oder Schirme. Bewacht ist selbiger auch nicht, daher badet man dort auf eigenes Risiko!


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    In Sachen sportliche Betätigung muß man schon enorme Abstriche machen! Der Billardtisch steht mitten in der Eingangshalle und ist eher ein übler Scherz. Die Dartscheibe hängt irgendwo an einer Wand beim Pool. Die Tischtennisplatten halten grad eben noch, also bloß nicht drauf stützen! Der Tennisplatz ging grad noch. Das kleine Fitnesscenter ist jedoch ganz witzig. Wer Interesse hat, lernt mal wieder mit einfachsten Mitteln das nötigste an Sport zu absolvieren. Der Trainer (Jesus Marcano) ist Bodybuilder (kein aufgepumpter Profi) und eine Seele von Mensch! Er freut sich über jeden Besucher seines kleinen Studios und steht immer hilfreich zur Seite! Wassersport (Tauchen, Jetski, Kajak) wird von einer kleinen Tauchschule auf dem Gelände separat angeboten und ist, bis auf die Kajak's, heftig teuer. Das Schnuppertauchen im Pool ist noch gratis und sehr zu empfehlen. Die Animateure veranstalten 1-2 mal am Tag Aqua-Gymnastik und Volleyball im Pool, gelegentlich auch einige Spielchen am Strand. Abends ab 21 Uhr geben sie meist irgendeine Vorstellung auf der Showbühne, oft ganz lustig! Die große Pool-Landschaft ist zwar ganz hübsch, jedoch eher für Kinder geeignet (max. Tiefe 1,30 m). Scheinbar haben sie dort Probleme mit dem Wasser, denn der Pool ist nie ganz gefüllt. Daher turnen auch abends diverse Leute putzend und schrubbend um und durch den Pool. Aber mal ehrlich...wer braucht nen gechlorten Pool, wenn Strand und Meer 20 Meter weiter liegen?


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im September 2004
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Markus
    Alter:36-40
    Bewertungen:1