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Frank (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Juni 2008 • 2 Wochen • Strand
Vierte und letzte Mal im Palm Marina
2,8 / 6

Allgemein

Seit 2004 haben wir das Hotel insgesamt 4mal besucht. Unsere anfängliche Zufriedenheit nahm leider mit jedem Besuch etwas ab, da das Hotel mittlerweile schon sichtbar in die Jahre gekommen ist. Im Sep. 2007 hat eine neue Direktion das Hotels übernommen, mit der Aufgabe die Profitabilität zu steigern. Die eingeleiteten Kostenmaßnahmen spiegeln sich wider in dem deutlich sichtbaren Investitionsstau: Die Fassaden sind durch abblätternde Farbe gekennzeichnet, die hölzerne Balkonbrüstung ist teilweise durchgefault, in den Zimmern findet man allerorts gesprungene Fliesen, die Fenster sind häufig milchig trüb, das Dach ist teilweise undicht so dass man im Treppenhaus nach Regenschauern Pfützen findet, immer häufiger fällt die Wasserversorgung für mehrere Stunden aus, um Strom zu sparen wird die vorhandene Außenbeleuchtung und die Poolbeleuchtung meistens nicht eingeschaltet. Um die Leerstandsquote zu reduzieren werden Zimmer neuerdings kostengünstig an Großgruppen mit Spezialprogramm vermietet. Während unseres Aufenthalts (1. Juni -15. Juni) feierte z. B. die russische Büromöbelfirma Solo ihr 15-jähriges Bestehen mit 250 Mitarbeitern im Hotel. Das dazugehörige exklusive Rahmenprogramm für diese Gruppe beinhaltete neben einer Beachparty , eine Poolparty sowie eine open air Discoveranstaltung. Da das Hotelgebäude diese Veranstaltungsorte hufeisenförmig abgrenzt, übertönte die extrem laute russische Discomusik trotz geschlossener Fenster sogar den Zimmerfernseher. Erst um 1 Uhr nachts fanden diese Happenings ein Ende und man selbst konnte endlich etwas schlafen. Als Frühaufsteher stolperten wir am nächsten Morgen über den hinterlassenen Unrat und konnten beobachten wie die Hotelangestellten auf dem Rasen schlafende Schnapsleichen in ihre Zimmer trugen. Das ehemals ruhige Palm Marina befindet sich im Umbruch und wird wie es aussieht zu einem Partyhotel umfunktioniert Das Hotel selbst wurde in diesem Forum bereits hinreichend beschrieben: Auf 6 Etagen verteilen sich rd. 380 Zimmer mit jeweils 2 bis 3 Betten. Der Komplex ist in Form von einem Hufeisen um einen kleinen Platz und dem dahinter liegenden Pool gebaut. Die Zimmer auf der Nordseite des Hotels blicken direkt auf die rd. 20m entfernte Großbaustelle eines RIU-Hotels. Der Lärm (Mo-Sa ab 7 Uhr) ist auch am Strand deutlich zu vernehmen. Die Gästestruktur ist stark Osteuropa-lastig: ohne die Partygruppen, die meistens lediglich 3 bis 4 Tage im Hotel waren schätze ich, dass rd. 50% aus Russland kommen, weitere rd. 30% aus Deutschland, die restlichen 20% verteilen sich auf Polen, Bulgaren, Franzosen Italiener und Engländer Wir empfehlen die Mitnahme von Imodium oder Aktivkohle


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Die Zimmer sind teilweise schon stark abgewohnt. Diverse Fliesen sind geplatzt und die Innentüren haben sich oft verzogen, so dass sie nicht zu schließen sind. Da die Beleuchtung mit 7 Watt-Sparlampen versehen ist, empfiehlt es sich, eine starke Birne (E27) in den Urlaub mitzunehmen, wenn man im Bett lesen will. Die Wasserversorgung fällt teilweise stundenlang aus. Der Verzicht auf die Dusche ist dabei noch das kleinste Übel. Aber auf der Toilette stört es schon ungemein nicht abziehen zu können. Die Badewanne ist so schmal, dass man nur sitzen kann.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Das Essen im Hotel ist vielseitig und ich glaube, dass hier wohl keiner mit ein paar Pfunden weniger wieder nach Hause fliegt. Die Speisen wiederholen sich im Wochenrhythmus. Fischgerichte sind geschmacklich etwas fade und durchweg noch mit Gräten. Auch bei Fleischgerichten werden die Knochen nicht entfernt, sondern nur mit dem Fleisch zerkleinert. Als Dessert gibt es Früchte, Eis und sehr süßes arabisches Gebäck. Auffällig ist, dass viele in der ersten Woche über Durchfallerkrankungen klagen.


    Service
  • Schlecht
  • Mit der neuen Direktion hat auch der Service spürbar nachgelassen. Zum einen wurde das Personal aus Kostengründen zahlenmäßig zurückgefahren. Zum anderen leidet die Motivation unter den Gehaltskürzungen. Als Ausgleich für die Gehaltskürzungen wurde ein Trinkgeldpool eingerichtet, damit auch die kundenferneren Mitarbeiter von den Kundenzuwendungen profitieren. Jeder Mitarbeiter, hat das erhaltene Trinkgeld in eine gemeinsame Kasse zu legen. Anschließend wird das Geld auf ALLE Mitarbeiter verteilt. Dieses vordergründig gerecht erscheinende System hat zur Folge, dass die leistungswilligen und kundenfreundlichen Mitarbeiter nur noch ein geringes Interesse haben sich überdurchschnittlich zu engagieren. Denn nun erhalten sie nur noch einen Bruchteil von dem früheren Trinkgeldern für sich selbst. Viele von diesen kundenfreundlichen Mitarbeitern haben das Hotel bereits verlassen und sind zu anderen Hotels gegangen. An 2 Tagen wurde unser Zimmer überhaupt nicht gemacht.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Das Hotel liegt am Ende der Hotelzone (rd. 3, 5 Km / 40-50 Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt). 10 Gehminuten entfernt befinden sich diverse Geschäfte und kleinere Restaurants. Der Strand schließt direkt ans Hotelgelände an und ist feinsandig. Da das Hotelpersonal verstärkt für die Partygruppen eingesetzt wird, erfolgt die Strandreinigung nicht täglich, so dass angespültes Seegras von Zeit zu Zeit die Ästhetik stört. In unserer ersten Urlaubswoche wurde sehr viel Seetang an den Strand gespült. In dem hinter dem Hotel beginnenden freien Strandabschnitten türmte sich das Gras teilweise kniehoch, was und veranlasste, diesen Bereich bei unseren Spaziergängen auszuschließen. Das Hotel-zugehörige Wassersportzentrum (Jetski, Boot, Fallschirm) schränkt sowie der rege Bootsverkehr schränken das Badevergnügen ein. Es ist nur ein bescheidener Raum von rd. 30m x 20m durch Bänder fürs Planschen als Sicherheitszone freigegeben. Wer wirklich schwimmen will, läuft Gefahr hinter dieser Umzäunung von den schnellen Jetskis oder Booten angefahren zu werden. Während unseres Aufenthalts wurden die Plastikschirme am Strand gegen strohgedeckte ausgetauscht. Die Poolboys reservieren bereits vor 7 Uhr diverse Liegen für zahlungskräftige Kunden um ihr mageres Gehalt aufzubessern. Spätaufsteher haben nur schlechte Chancen einen von den begehrten Plätzen unter einem Schirm zu ergattern.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die Tagesanimation ist dezent und nicht aufdringlich. Die wenigen Möglichkeiten werden von nur wenigen Gästen genutzt. Die Abendanimation wird im Wochenrhythmus wiederholt und hat kein sehr hohes Niveau. Die im Thomas-Cook-Katalog versprochene Möglichkeit Fahrräder zu mieten ist dem Hotel unbekannt und es gibt auch keinen Fahrradverleih im Umkreis von 5 Km. Die im Katalog versprochenen Kajaks mussten erst von einem Nachbarhotel über Nacht herangeschafft werden. Kinderanimation findet kaum statt. Hierfür war zwar eine russische Praktikantin abgestellt, die aber mangels Fremdsprachkenntnisse nur auf russische Kinder eingehen konnte.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Juni 2008
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Frank
    Alter:41-45
    Bewertungen:3