- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel verfügt über eine sehr schöne Poolanlage mit einer mehr als ausreichenden Anzahl von Liegen (ca. 120), die meistens nur zu zwei Dritteln belegt waren. Es könnten allerdings mehr Sonnenschirme aufgestellt werden, denn diese sind meistens schon ab 7: 30 Uhr "belegt". Wer keinen freien Sonnenschirm mehr findet, wird am nahen Strand fündig, wo alle Liegen über einen Sonnenschutz verfügen. Die Unterkunftsgebäude verfügen alle über einen Lift, über den man behindertengerecht auch das 3. OG erreichen kann. Auch neben der Aufgangsstufe zum Restaurant befindet sich eine kleine Rampe. Neben Deutschen trafen wir dort Niederländer, Schweizer und Schweden. Zum Wochenende füllt sich das Hotel etwas mehr mit Festlandvenezulanern, dann geht es (im positiven Sinn) etwas lebhafter zu. Durch die nur im Nachbarhotel stattfindende Abendanimation ist es abends sehr ruhig. An der Rezeption kann man sich Telefonkarten kaufen, mit denen man von einem in einer Kabine befindlichen Telefon sehr preiswert in die Heimat telefonieren konnte. Auch kann man dort Internet nutzen. Der Preis beträgt 4 Bolivar=1 Euro/Stunde. Die Geschwindigkeit ist allerdings nicht mit unserem DSL-Netz vergleichbar.
Die Zimmer sind sehr groß und sauber. Bettwäsche und Handtücher werden täglich gewechselt. Die Zimmer verfügen über eine Klimaanlage, die individuell einstallbar ist (Nachtmodus, nur Gebläse usw.). Im Schrank befindet sich ein Safe, den man für 9 Bolivar=2, 25 Euro/Tag mieten kann (Kaution 50 Bolivar). Ein Fernseher (Deutsche Welle) ist ebenso vorhanden wie ein Telefon. Die Dusche ist mit ca. 2 qm sehr groß. Zweimal gab es für einige Stunden keinen Strom und ebenso oft kam abends nur lauwarmes Wasser aus der Leitung. Es wird nicht empfohlen, Leitungswasser zu trinken. Bei Bezug des Zimmers stand eine große Flasche Mineralwasser bereit. Wenn sie leer war, musste man sie im Restaurant oder an der Bar auffüllen.
In der Hotellobby und am Pool gibt es jeweils eine Bar, an denen viele verschiedene und sehr gut zubereitete Cocktails angeboten werden. Auch die in vielen All-in-Hotels üblichen übersüßten Frucktsäfte sucht man an den Bars vergeblich. Hier werden Markensoftdrinks wie Pepsi, Pepsi-light und Seven-up angeboten. Vorsicht ist jedoch wegen dem vielen Eis in den Getränken geboten. Leicht hat man sich den Magen verdorben, wenn man zu schnell trinkt. Wenn man darum bittet, werden die Getränke auch mit wenig oder ohne Eis serviert. Die Wartezeit an den Bars betrug selten länger als 1-2 Minuten. Beim Restaurant handelt es sich um eine überdachte Terrasse, sodass sich auch mal ein Vogel hinein verirren kann. Auch tauchten zu den Mahlzeiten regelmäßig drei kleine Katzen auf, die immer geduldig auf herunter gefallenes Essen warteten, wenn es nicht vorher vom einem eifrigen Boy aufgefegt wurde. Die Vielfalt der Speisen ist nicht ganz mit denen anderer Hotels dieser Kategorie vergleichbar. Es gab jeden Tag Hähnchen (immer anders zubereitet) sowie Fleisch- und Fischgerichte. Jeden Tag wurden auf einer heißen Platte andere Gerichte frisch beraten. Über Geschmack lässt sich zwar streiten, wir fanden das Essen aber immer sehr schmackhaft.
Das Hotelpersonal war stets freundlich und nett. Legt man dem Zimmermädchen etwas Trinkgeld hin (2 Bolivar = 0, 50 Euro), werden aus den Hand- und Badetüchern fantasievolle Figuren geformt. Die Kellner im Restaurant waren auch ohne Trinkgeld immer freundlich und zuvorkommend. Auch das Personal an der Rezeption war sehr freundlich und sprach auch ausreichend Englisch. Einmal war die Toilette verstopft (man sollte kein Papier hinein werfen). Bereits fünf Minuten nach meiner Reklamation wurde die Störung kurzerhand beseitigt. Auch kann man an der Rezeption kostenlos den Reiseleiter anrufen, der im Bedarfsfall umgehend einen Arzt in die Anlage schickt, was wir glücklicherweise nicht nötig hatten. An der Rezeption kann man auch Geld umtauschen, was allerdings nicht zu empfehlen ist. Dort erhält man für 1 Euro 3 Bolivar, für 1 Dollar 2 Bolivar. Bei unserer Reiseleitung erhielten wir 4 bzw. 2, 6 Bolivar. Noch besser kann man an der Playa el Agua tauschen (4, 5 Bolivar/Euro). Uns wurde im Hotel übrigens nichts, auch keine Tampons, gestohlen.
Das Hotel liegt zusammen mit dem Nachbarhotel (Pueblo Beach) am Rande eines Fischerdorfes, das wenig mit der Romantik eines Fischerdorfes auf Mallorca zu tun hat. Die Einwohner leben sehr ärmlich in eingeschossigen Häusern und hier und da liegt auch Unrat am Straßenrand. Es erweckt trotzdem nicht den Eindruck von Slums. Um den Supermarkt im Dorf zu erreichen (ca. 15 Min. Fußweg), muss man einen Teil des Dorfes durchqueren. Wir hatten hierbei jedoch nie das Gefühl irgenwelcher (krimineller) Bedrohungen. Bei der Reiseleitung, die zu festen Sprechzeiten ins Hotel kommt, kann man verschiedene Ausflüge buchen. Man bekommt sie auch etwas günstiger "extern" an der weiter nördlich gelegenen Playa el Agua. Dann muss man aber ein Taxi oder einen Bus in Anspruch nehmen. Falls man sich einen PKW mietet, fallen die Benzinkosten nicht ins Gewicht. Der Liter Super kostet derzeit umgerechnet 0, 02 Euro, d. h. man bekommt für ca. 1 Euro voll getankt. Wir hatten eine Inselrundfahrt, eine Jeepsafari und einen Ein-Tages-Ausflug aufs Festland zur Canaima-Lagune durchgeführt. Alles kann man ohne Bedenken weiterempfehlen. Man kann auch Mehr-Tages-Touren zum Festland buchen und dabei das Orinoco-Delta und andere Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die Transferzeit zum Flughafen ist sehr davon abhängig, wieviele Hotels angefahren werden. Sie reicht von 40 Minuten bis zu fast eineinhalb Stunden. Der Strand ist sehr gut erreichbar, aber aufgrund der Brandung nicht immer frei von angeschwemmten Wasserpflanzen. Diese wurden aber immer wieder mal beseitigt. Zu dieser Jahreszeit ist die Brandung keineswegs so stark, dass man nicht baden könnte. Im Gegenteil, die Wellen machten sehr viel Spaß. Man sollte jedoch nicht zu weit raus schwimmen, da es dort gefährliche Strömungen geben soll. Nach Auskunft eines Reiseleiters beschränkt sich die Zeit sehr hoher Wellen auf die Monate von November bis Februar.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Man darf diesen Punkt nicht zu schlecht bewerten, nur weil die Animation nicht der in anderen Hotels entspricht. Dass hier wenig Animation geboten wird, kann man schon der Hotelbeschreibung im Katalog entnehmen. Wer mehr möchte, muss eben ein anderes Hotel buchen. Außer Boccia, Dart, etwas Merengue-Tanz, Bingo und morgendliches Stretching wurde nicht viel geboten. Allerdings waren die Gäste trotz Bemühungen durch die Animateure auch kaum zum Mitmachen zu bewegen. Das "Beachvolleyball" wurde leider im Pool gespielt. Tagsüber wird der Pool über einen Lautsprecher mit Musik beschallt.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im Juli 2008 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Horst |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 3 |