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Nicole (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Februar 2013 • 1-3 Tage • Arbeit
Ein schreckliches Hotel mit schlechtem Service
2,8 / 6

Allgemein

Das Hotel ist relativ neu und kommt im modernen Glas-Stahl-Mantel daher. Das Hotel wird nicht gut gepflegt: Spinnenweben an den Decken und in den Ecken zeugen davon. Die billig erscheinenden Möbel sind teilweise schlimm verschrammt. Die Lobby beinhaltet gleichzeitig die Nichtraucher-Bar, bei Minustemperaturen draußen ist es nicht angenehm, hier in der Zugluft der Eingangstüren zu sitzen. Die Rezeption fanden wir eher zufällig: aus dem Aufzug aus der Tiefgarage kommend suchten wir unseren Weg, waren überrascht, dass wir mit unserem Gepäck durch die Bar gehen mussten, was ich nicht angenehm finde, und standen schließlich vor einer schwarzen Wand mit 3 Stehtischen davor. Suchend schauten wir uns um und hatten Glück: eine Mitarbeitern kam angeschlendert, stellte sich hinter einen der Stehtische und uns wurde klar: das scheint der Empfang zu sein. Seltsam. Die Einrichtung des Hotels ist diese moderne Art, alles soll pompös aussehen, wirkt aber nur billig: dicker Kunststoff ist eben kein Holz. Das ist im Prinzip eine Geschmackssache, jedoch mit der Folge, dass die modernen Möbel sehr schnell sehr abgeschabt und damit billig aussehen. Auch Plastikkronleuchter mag ich persönlich nicht, ebenso wenig wie ich große hängende Plastikglocken in der Lobbybar schön finde. Die Hotelflure, ausgestattet mit rotem, gemustertem Teppich und roten, anders gemusterten Tapeten an den Wänden, wirken wie in einem Hongkong-Puff aus einem Hollywood-Film. Als Krönung führt der Weg auf eine rote Hotelzimmertüre zu. Wer denkt sich denn sowas aus? Dass die Farbe rot aggressiv macht, kann hier am lebenden Objekt nachgewiesen werden. Das Farbkonzept der Hotelzimmer folgt dem des Flures zum Glück nicht: hier herrschen braun, schwarz, grau vor. Auch nicht gerade frische und positive Farben, aber gemütsberuhigender. Das Preis-Leistungsverhältnis ist unterirdisch.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Wir hatten ein Upgrade bekommen und somit ein etwas größeres Executive-Zimmer. Dieses lag zum Eingangsbereich gerichtet mit bodentiefen Fenstern, so dass jeder von außen einen guten Blick ins Zimmer bis aufs Bett hat. Das bedeutet, dass man jedesmal das Zimmer verdunkeln muss, wenn man sich umziehen möchte. Leider folgen die Jalousien dem Standardkonzept von oben nach unten, praktisch und schön wäre es gewesen, wenn sie von unten nach oben hätten geschlossen werden können. So waren wir fast jedes Mal, wenn wir im Zimmer waren, in einem verdunkelten Raum ohne Tageslicht. Schade. Die weitere Aussicht geht auf eine Erd- und Geröllhalde hinaus mit dahinter liegender Bahntrasse mit entsprechender Geräuschkulisse. Wie sagte die eine Empfangsmitarbeiterin stolz: "Vor drei Jahren gab es hier noch nichts". Ja, das konnten wir uns gut vorstellen angesichts der Geröllhalde. Wobei wir noch Glück hatten: zwar kein Rheinblick, aber ein Bekannter hatte ein Zimmer zum Veranstaltungsraum bekommen. Das heißt: auf der einen Seite,dort, wo sich die Zimmertüre befindet, ist der Hotelgang, zur anderen Seite befindet sich der überbaute Hof, der als Großveranstaltungsraum genutzt wird. Das ist dann noch unschöner. Unser Zimmer war kalt: das Hotel ist aus Stahl und Glas gebaut, offenbar nicht ganz dicht: die kalten Außentemperaturen drangen als Zugluft ins Zimmer ein, das war unangenehm. Das Bad ist ein gläserner Kubus im Raum, wie es jetzt so häufig gebaut wird, das WC schließt sich nach hinten an. Hier wurde wenigstens eine satinierte Glastüre eingebaut, wenn die auch nicht fest schließt und so wenig Intimssphäre bietet. Lustigerweise hatten wir zwar Badeperlen, allerdings nur eine Dusche. Dafür fehlten die Kosmetiktücher, die wir nachordern mussten. Die versprochene Kaffeemaschine fehlte, vermisst habe ich auch einen Heißwasserbereiter - Annehmlichkeiten, die inzwischen fast alle guten Hotels anbieten. Das Zimmer war im Prinzip sauber, wenn auch an einigen Stellen sehr staubig. Der Teller des Fernsehers ebenso wie die Oberfläche der Stereoanlage waren total zerkratzt. Das Farbkonzept der Hotelzimmer folgt dem des Flures zum Glück nicht: hier herrschen braun, schwarz, grau vor. Auch nicht gerade frische und positive Farben, aber immerhin ruhiger.


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Frühstück: Das Frühstücksbuffet ist sehr zerrissen aufgebaut: an einzelnen Stationen, die sich über einen größeren Raum und auch um die Ecke herumziehen, suchte ich Brot, Butter, Joghurt, Aufschnitt, Obst etc. Kaffee bekam ich keinen serviert, ich habe mich dann an der ebenfalls in der Buffetecke befindlichen Kaffeemaschine bedient. Erst am zweiten Morgen kam ich in den Genuss einer kleinen Thermoskanne Kaffees am Tisch. Es gab eine große Auswahl an kleinen Brötchen aus Weißmehl, vermisst habe ich ein ordentliches Vollkornbrot. Ein freundlicher Kellner hat mir dann zwei Pumpernickelscheiben gebracht. Das war zwar nicht das, was ich erwartet hatte, ich fand seine Bemühungen aber außerordentlich freundlich. Am Abend waren wir auf einer Veranstaltung in dem großen Saal, der die beiden Flügel des Hotelgebäudes wie ein Innenhof verbindet. Den Apéritif gab es an der Lobbybar, die Mitarbeiter waren offensichtlich völlig überfordert mit den vielen Menschen, die gern ein Glas Sekt getrunken hätten. Das Zauberwort, liebe Leute, heißt "mise-en-place" - eine gute Vorbereitung ist essentiell! Die Tische zum Abendessen waren schön eingedeckt, der Blumenschmuck sehr schön gestaltet. Der Service war grauenhaft schlecht, das Essen leider ebenso. Ich kam nur auf nachdrückliche Nachfrage in den Genuss des Weinservices, die Kellner waren offensichtlich schlecht ausgebildete Aushilfen. Das geht so nicht. Nicht umsonst ist das ein Lehrberuf mit 3-jähriger Ausbildung. Wir konnten keinen verantwortlichen Oberkellner ausmachen, der bei einer Veranstaltung dieser Größe unabdingbar ist. Das haben wir schon SEHR viel besser erlebt. Die Speisen: als Vorspeise gab es einen Teller mit verschiedenen Tapas. Die fanden wir zufällig unter dem Berg unangemachten Rucolas. Einige fanden wir schmackhaft, andere nicht. Der Hauptgang bestand aus einem Stück Rinderfilet, das durchgängig, nicht nur bei uns, durch- und somit totgebraten war. Ein Verbrechen an dem Tier, das dafür gestorben ist. Die gebratene Steinpilzscheibe war ein schwammige, wässriges, geschmackloses Etwas. Das kann ja sogar ich besser kochen! An die Beilage kann ich mich nicht erinnern, vielleicht habe ich diese Ess-Erfahrung verdrängt. Das Dessert war ein Sammelsurium verschiedener Süßspeisen, angerichtet auf einem Teller, den man mit einer Schokoladenspur, per Pinsel aufgetragen, vorbereitet hatte und der bei uns Assoziationen weckte, die so gar nicht mit dem Vorgang des Speisens in Verbindung gebracht werden. Jedenfalls hatte ich nach diesem Kopfkino keine Lust mehr, von diesem Teller zu essen. Zusammenfassend muss ich leider sagen: Essen schlecht, Service schlecht. Nur gesund war der Abend: wenig Kalorien habe ich zu mir genommen und an Getränken: Mineralwasser - denn das stand erfreulicherweise in Flaschen auf den Tischen. Schweigen wir über das schwarze Glas für das Mineralwasser. Wer denkt sich bloß sowas aus??


    Service
  • Eher schlecht
  • Sehr unterschiedlich empfand ich die Freundlichkeit der Mitarbeiter: gerade die Empfangsmitarbeiter waren von eher aufgesetzter Freundlichkeit. Schade. Auch Gäste eines großen, teuren Hotels wünschen sich echte Freundlichkeit und Willkommen. Einige Mitarbeiter im Frühstücksservice dagegen sind wirklich auf Zack: sehr serviceorientiert, sehr schnell, sehr freundlich, also ECHT freundlich. Die Empfangsmitarbeiter waren bis zum Abreisetag nicht in der Lage, uns eine korrekte Auskunft über die Abrechnung der Parkgebühren zu geben. Diese wurden vom Veranstalter getragen, Nachfragen bei verschiedenen Mitarbeitern wurden völlig unterschiedlich beantwortet. Das wirkt nicht sehr kompetent. Dass der Individualgast in einem Gewerbegebiet für das Parken pro 24 Stunden 22 Euro bezahlen soll, finde ich sehr befremdlich. Sogar die Tiefgaragen in der Innenstadt sind mit 15 Euro günstiger. Die Zimmer waren prinzipiell sauber, ebenfalls Bad und WC. Der Toilettenpapierhalter war staubig und auch manches Regal.


    Lage & Umgebung
  • Schlecht
  • Die Lage abseits der Stadt Bonn in einem vor kurzem aus dem Boden gestampften Gewerbegebiet fand ich persönlich nicht erfreulich. Zu Bus und S-Bahn läuft man ca. 10-15 Minuten. Mit dem Auto benötigt man 15 Minuten bis in die Bonner Innenstadt. Um das Hotel herum befindet sich nichts, was man für einen erfreulichen Aufenthalt braucht, man muss immer das Auto bewegen.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Geschäftsreise

    Der Saunabereich ist hübsch, hell und freundlich, durch die durchgängigen Glasscheiben und die Grenzbebauung des modernen Gewerbegebietes unter der Woche aber wohl nicht sehr diskret. Handtücher stehen in ausreichender Menge zur Verfügung, ebenso Wasser und Tee. Der Fitnessbereich ist gut ausgestattet für ein ausführliches Workout, auch hier stehen Handtücher und Wasser zur Verfügung. Der Pool ist ein Außenpool, den ich selbst nicht genutzt habe. Bekannte waren darin und bemängelten die zu gering eingestellte Temperatur des Wassers.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1-3 Tage im Februar 2013
    Reisegrund:Arbeit
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Nicole
    Alter:46-50
    Bewertungen:6
    Kommentar des Hoteliers

    Liebe „Nicole“, vielen Dank für Ihre außerordentlich ausführliche Bewertung unseres Hauses auf HolidayCheck. Im Namen des gesamten Teams des Kameha Grand Bonn möchte ich mich in aller Form bei Ihnen für die geschilderten Unannehmlichkeiten entschuldigen. Bedauerlicherweise hat sich der „Fehlerteufel“ während Ihres Aufenthaltes bei uns eingeschlichen. Bitte seien Sie versichert, dass wir Ihre Rückmeldung zum Anlass nehmen uns weiter zu verbessern. Die von Ihnen angemerkten Kritikpunkte habe ich bereits mit unseren zuständigen Abteilungsleitern ausführlich besprochen. Schade, dass Sie bei diesem Aufenthalt nicht Ihren neuen Lieblingsplatz bei uns gefunden haben, und dass Ihnen das Konzept unseres Hauses sowie das Design unseres Innenarchitekten Marcel Wanders nicht zugesagt haben. Es freut uns umso mehr, dass Ihnen unser SPA-Bereich gut gefallen hat. Liebe „Nicole“, mein Team und ich verstehen uns als herzliche und professionelle Gastgeber aus tiefster Überzeugung. Es wäre uns ein besonderes Vergnügen, wenn Sie uns noch einmal die Chance geben würden, Sie als engagierte Gastgeber bei uns willkommen zu heißen. Mit der ausdrücklichen Bitte um Entschuldigung und in der Hoffnung, dass Sie uns unsere Fehler verzeihen verbleibe ich mit herzlichen Grüßen, Kurt Wagner Hotelmanager