Wir buchten das Hotel laut Katalog bzw. Internet als 4 Sterne Hotel über Neckermann. Offiziell verfügt das Hotel über keine Sternewertung. Es ist nur mit 3 Schlüsseln laut Landeskategorie bewertet. Nach unserer Beschwerde hieß es, 3 Schlüssel würden 4 Sternen entsprechen. Nach unseren Erfahrungen mit Hotels können wir das so absolut nicht bestätigen. Im Vergleich mit anderen 4 Sternen Hotels, die wir bisher bereisten, fanden wir vor allem das Essen erbärmlich. Geschätzt waren ca. 80 % der Gäste Engländer, 10 % Niederländer und 10 % Deutsche. Wir stießen im Hotel auf viele Ungereimtheiten. So hieß es bei Beschwerden an der Rezeption oft, dass man diese aufschreiben solle, damit das Hotelmanagement endlich etwas ändert (z.B. bei besetzten Pool-Liegen). Davon hatten wir im Urlaub allerdings wenig. Sauberkeit im Hotel war durchwachsen. Speisesaal wurde täglich gewischt, das Hotelgebäude an sich war auch sauber. Allerdings lag auf den Boccia-Bahnen Katzenkot und -futter, im Poolbereich lagen öfters Becher von den AI-Gästen herum und die Liegenauflagen waren auch nicht mehr die saubersten. Morgens um 9.30 h waren schon komplett alle Liegen (grob geschätzt ca. 100 Stück) mit Handtüchern belegt, obwohl es zu uns beim Einchecken hieß, das sei nach spanischem Gesetz verboten. Wir haben uns mehrfach beschwert. Außer, dass an einem Tag ca. 15 Handtücher eingesammelt wurden, passiert gar nichts. Wir empfehlen den Dünenstrand zu benutzen, der sich gut für einen Badeurlaub eignet. Wir haben die Hauptstadt Puerto del Rosario besucht, in der wir nichts Entdeckenswertes gefunden haben. Wir haben vor Ort eine Jeepsafari-Tour bei Neckermann gebucht. Die Fahrt an sich war holprig, cool und witzig. Auf dem Flyer, den wir bei Ankunft von einer Neckermann-Dame erhalten hatten, betrugen die Kosten 54 €. Bei Bezahlung wurden 59 € verlangt. Das seien die neuen Preise, wurde uns erklärt. Zu Beginn der Jeepsafari standen wir dann eine Stunde lang auf einem Parkplatz herum und warteten, bis sich alle gesammelt hatten und die Fahrer eine nach der anderen geraucht hatten. Es hieß, die Jeepsafari würde bis ca. 16.30 h dauern. Gegen 15.30 h kamen wir wieder in Corralejo an. Um die fehlende Zeit zu überbrücken wurden wir einfach an den Strand gefahren und hatten da noch 30 min Freizeit. Den von der Neckermann-Dame vor Ort versprochenen und angepriesenen Ziegenkäse auf der Safari haben wir nie zu essen bekommen. Das Mittagessen bei der Safari, das als kanarische Spezialität von der Dame angepriesen wurde, bestand aus einer schleimigen, verkochten Nudelsuppe (Dosensuppe?), in Öl triefendem Hähnchen mit schlapprigen und mit Öl vollgesogenen Pommes und einem Eis.
Die Zimmer sind groß und recht sauber (bis sandiges Sofa). Es sind Geschirr (Teller, Gläser, Besteck, Schüssel; in unserem Zimmer verschmutzt) und Küchengeräte (Korkenzieher, Flaschenöffner, Pfannen, Töpfe, zwei Herdplatten, Kühlschrank, Kaffeemaschine, Sieb und Mikrowelle) vorhanden. Die Vorhänge waren bei uns zum Teil defekt, sodass sie nur sehr schwer gezogen werden konnten. Die Duschglasscheibe war zu klein, sodass ständig Wasser aus der Dusche spritzte. Es war kein Haartrockner vorhanden, nur gegen Gebühren an der Rezeption ausleihbar. An den Türen zum Balkon bzw. Terrasse befand sich ein Fliegengitter. Im Wohn-Koch-Bereich befanden sich ein Sofa mit Sofatisch und ein Küchentisch mit drei Stühlen. Auf dem Balkon befanden sich ein Tisch mit zwei Stühlen und eine kleine Vorrichtung, um Wäsche aufzuhängen (Wäscheklammern mitnehmen wegen des Windes!). Ein Fernsehgerät befand sich nur im Wohnzimmer. Eltern, die ein Zustellbett für ihr Kind geordert hatten, wurde das Sofa als Zustellbett dargelegt. So konnten sie, nachdem das Kind im Bett war, sich nicht mehr im Wohnzimmer aufhalten bzw. Fernseh schauen. Eine Beschwerde brachte keinen Erfolg. Wir hatten ein Sparzimmer gebucht, aber nicht feststellen können, was der Unterscheid zu einem herkömmlichen Zimmer sein soll. Wahrscheinlich die Lage zwischen Tennisplatz und Minigolfanlage, was von der Geräuschkulisse allerdings nicht stört. Eine Lage am Poll wäre auf jeden Fall lauter gewesen.
1 Stern, weil man nicht 0 Sterne geben kann. Wir fanden das Essen geschmacklich und qualitativ einfach unterirdisch. Gemüse war zu 90 % viel zu weich, höchstens lauwarm und nahezu ungewürzt. Die Pasta war immer zu weich. Fleisch war oft zäh und ungewürzt (z.B. beim Show-Cooking). Das "Show-Cooking" ist einfach nur das Braten von Omelette und Spiegelei morgens und abends das Braten und Schöpfen von zwei Fleisch- bzw. Fischarten. Wir fanden Knochen- und Knorpelteile in Hackfleischburgen und ebenso in Bolognese-Soße. Im Lachssalat waren Gräten. Teller und Schüsseln waren auf Unter- und Oberseite oft verschmutzt. Pommes frites waren in den meisten Fällen weich und lätschig. Die Temperatur der Speisen schwankte zwischen kalt und warm. Es wurde kaum mit Gewürzen und Kräutern gearbeitet. Die Beschilderung der Speisen war nur sporadisch vorhanden. Wenn vorhanden, dann oftmals nichts aussagend, falsch oder irreführend. Zum Beispiel wurde Schweinerücken als „Schweinefilet“ bezeichnet. Ebenso wurde Schweinenacken als „Schweinenackenfilet“ ausgezeichnet. Das Schweinefilet ist ein eigenständiger Muskel von hoher Qualität und hat nichts mit preisgünstigem Schweinehals zu tun. Ebenso fand man auch „hoch informative“ Beschilderungen wie „spanisches Nationalgericht mit Fisch“ o.ä. De Qualität der Speisen schwankte oft erheblich. Neben Naturprodukten wie Früchten, die an den meisten Tagen nur wässrig schmeckten, war z.B. Lasagne an einem Tag genießbar, am anderen erinnerte sie an eine salzarme Knoblauchbombe. Die Anordnung der Speisen (v.a. warmes Buffet) war extrem nachteilhaft: Schüsseln standen hintereinander, sodass man über Schüsseln mit (manchmal) heißen Speisen hinweg greifen musste, was unhygienisch und unpraktisch war. Es gab vier Salatsoßen zur Auswahl, die allesamt Sahne, Quark, Creme fraiche oder Creme Double zur Basis hatten und sehr ähnlich schmeckten. Eine davon war mit Knoblauch. Wünschenswert wäre auch eine sahnefrei Salatsoße gewesen. Beim Nachtisch war oft nur das Eis (4 Sorten: Vanille, Schoko, Erdbeer + Karamell, Milch oder Banane) genießbar. Die Kuchen waren oft wenig geschmackvoll und auch in der Kochkunstbewertung auf geringem Niveau; z.B. Blätterteig mit Sahne. Der Essensstandard war insgesamt auf sehr niedrigem Niveau. Sogar beim Milchreis war die Milch noch sehr flüssig und die Reiskörner hart, wobei doch eigentlich die Stärke aus den Reiskörnern bei der Zubereitung zum Teil ausgekocht werden sollte, um eine cremige Konsistenz zu erreichen. Viele Gerichte waren englischen Essensgewohnheiten (z.B. Fleisch mit Minzsoße) angepasst (v.a. Frühstück): weiße Bohnen in roter Soße, Herzoginnenkartoffeln frittiert, Speck, Omelette u.ä. (bei Beschwerde über das Essen an der Rezeption fragte uns auch gleich das Personal: „zu Englisch?“). Die Fruchtsäfte (in der Realität wohl eher als „Nektars“ oder „Brause“ zu bezeichnen) beim Frühstück schmeckten extrem süß, kaum fruchtig und nach unserer Meinung einfach nur ekelhaft. Das Wasser aus der Fruchtsaftmaschine schmeckte und roch penetrant nach Chlor. Wir haben das Hotel laut Neckermann als 4 Sterne Hotel gebucht. In Anbetracht dessen war das Essen einfach schrecklich und die Auswahl und Qualität der Gerichte viel zu gering. Im Speisesaal herrschte keine Pflicht für lange Hosen o.ä. Insgesamt wirkte alles eher als untere Klasse Niveau. Schallbrecher und einige Pflanzen im Speisesaal wären eine sinnvolle Investition. Die Klimaanlage im Speisesaal war nicht fähig, die Wärme sonderlich abzumildern. so herrschte nahezu Außentemperatur, vor allem bei großer Anzahl von Gästen.
Der Service war durchwachsen. Das Rezeptionspersonal war durchweg freundlich und zum Großteil auch hilfreich. Beim Restaurantpersonal hingegen traf man nicht immer auf freundliche Personen und auch deutsche Sprachkenntnisse waren eher sporadisch vorhanden. Die Köche konnten - nach unseren Erfahrungen - kein deutsch, allerdings etwas englisch. Das Reinigungspersonal war sehr freundlich und konnte englisch und spanisch.
Das Hotel liegt gegenüber des Baku-Wasserparks, eher am Ortsrand. Die Eintrittskosten in den Baku-Wasserpark betragen mehr als 20 Euro pro Erwachsener. Allerdings muss man auch noch einmal extra für beispielsweise Reifen bezahlen, die für einige Rutschen benötigt werden. Zum nächsten Strand in Corralejo geht man ca. 15 min. Richtung Ortskern sind noch weitere kleine Strände vorhanden. Wir empfehlen keinen dieser Strände, da der Dünenstrand (45-60 Gehminuten, 3-4 km entfernt, je nach Strandabschnitt, zu dem man möchte) viel schöner ist, im Gegensatz zu den eher tristen und kleinen Stadtstränden. Zu dem Dünenstrand fährt täglich ein Hotelbus (11 h hin, 15.30 h zurück). Die Kosten betragen pro Person zwei Euro für Hin- und Rückweg. Die öffentlichen Busse fahren meistens alle 30 min und kosten 2,80 Euro pro Person für Hin- und Rückweg. Von der Haltestelle am Strand sind es auch noch einmal ca. 300 m zum Strand. Der Dünenstrand ist sehr schön. Es geht flach ins Wasser, Sand, so weit das Auge reicht. Duschen sind in der Nähe eine Riu-Hotels vorhanden. Es geht ständig ein starker Wind, der das Aufspannen von mitgebrachten Sonnenschirmen eigentlich unmöglich macht. Um Strandmuscheln vor dem Wind schützen zu können, müssen große Steine an den Schnüren befestigt, und diese anschließend eingegraben werden. Liegen und Schirme können gemietet werden. Am vorderen Teil des Strandes finden sich eher die Kitesurfer ein, in der Nähe der Riu-Hotels die Badegäste. Bei uns fuhr der Hotelbus einfach einmal acht Minuten zu früh vom Strand zurück. Wir konnten ihn gerade noch rennend erreichen, andere Hotelgäste blieben am Strand zurück. Auf Beschwerde an der Rezeption hieß es zu uns: " Ja, keine Ahnung. Find ich auch komisch. " Nach wiederholter Beschwere hieß es dann: " Ja, das macht er manchmal. Da müssen wir ihm sagen, dass das jetzt nicht mehr geht. " So ungefähr waren die Formulierungen. Corralejo ist ein recht großer Urlaubsort, in dem man viele Einkaufsmöglichkeiten, Bars und einen Hafen findet. Disco haben wir nur eine entdeckt. In der Nähe des Hotels (5-10 Gehminuten befinden sich 2 größere Supermärkte (Spar und Dino), die zu empfehlen sind.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Leider fehlte eine Tischtennisplatte. Minigolf ist nur eine Stunde pro Tag gratis. Zu zweit brauchten wir für die 18 Löcher ca. 30 min. Je nachdem, wie viel los war. Mit einer vierköpfigen Familie eine knappe Angelegenheit, nicht in den gebührenpflichtigen Bereich zu geraten. In unseren Augen eine falsche Versprechung im Hotelkatalog, für Minigolf als gebührenfrei zu werben, da lediglich eine 1 h/d gratis ist. Ebenso war die Wasseranalge beim Minigolf überhäuft von Algen. Im Gym finden sich einige Kurzhanteln, Langhanteln, Trainingsmatten und ca. 10 Geräte (Butterfly, Bankdrücken, Lat.-Ziehen,...). Es werden morgens und abends Kurse angeboten (Pilates etc.). Deutsche Eltern, die wir vor Ort kennen lernten, erzählten uns, dass die Animateure für die Kinder zum großen Teil kein Deutsch konnten und die Animationsveranstaltungen in Englisch abgehalten wurden. Die zwei großen Pools sind max. 1,40 m tief und recht sauber. Ein Babypool ist auch vorhanden. Die Duschen am Pool funktionierten an 13 von 14 Tagen nicht. Internetzugang gab es auf den Zimmern via Kabel (nur Anschluss vorhanden), in bestimmten Hotelbereichen gab es wLan und ebenso gab es drei PC's vor Ort (1 Euro pro 10 min).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ruben |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 2 |


