Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
Simone (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Mai 2006 • 1 Woche • Sonstige
Wo waren die Sterne?
2,3 / 6

Allgemein

Das Hotel liegt in einer abgelegenen Gegend, wo man ohne Wegbeschreibung ohne weiteres dran vorbei gefahren wäre. Ohne Auto ist hier nichts möglich und auf dieses ist man bei den Angeboten im Hotel wirklich angewiesen. Der Eingangsbereich macht im ersten Augenblick einen freundlichen Eindruck, doch näher hinschauen darf man nicht. Der schöne Teppich führt nur bis zum ersten Treppenabsatz, danach folgt ein Teppich der schon älter ist als einige Urlaubsgäste. Gelsenkirchener Barock Möbel sind hier überwiegend vertreten. Zur Begrüßung durch den überfreundlichen Hotelchef wird man vorbei an der angepriesenen Bibliothek ( ca. 20 aufgereihte Bücher auf einer Ablage) und der Kulturecke ( Faltblätter über Freizeitangebote in Entfernungen ab 50 km aufwärts, deshalb ist das Auto so wichtig :-)) Unmittelbar an der Bibliothek befindet sich die teilweise schon abgebrannte Kaminecke, am Teppichboden und den Sitzen zu erkennen.Wer es hier gemütlich und warm haben sollte, der möge sich besser in das etwas gemütlichere Bett legen! Wer es dennoch wissen will, der sollte warten, bis der Hotelchef (ist übrigens ne kölsche Jung!) die Obstkisten angezündet hat. Hier wird schließlich alles verbraten und nichts weggeworfen! Der weitere Gang führt in den Speisesaal in dem dem Gast prompt ein Tisch für den ganzen Aufenthalt zugewiesen wird. Auch haben die 70 er Jahre deutlich Einzug gehalten, und funktionierende Glühbirnen in den Lampen sind rar gesät. Weiterhin geht die Führung vorbei am Buffetbereich und dem Getränkeautomaten in den Keller zum Beautybereich bei dem auch auf den ersten Blick der schöne farbliche Anstrich ins Auge sticht. Man sollte jedoch seinen Blick nicht in Kniehöhe begeben, wo man die halbfertige, lieblose Holzverkleidung bewundern kann. Zu guter letzt darf man sich zwischen dem eh schon gebuchten Zimmer und einem weitren größeren Zimmer, gegen 5,00 Euro Aufschlag pro Person und Nacht eines aussuchen. Das Auge sieht jedoch hier nur das gleiche Elend auf einer größeren Fläche, und ob sich dass lohnt? Die im Pauschalpreis gebuchten Zimmer sind klein, dasn Mobiliar ist abgenutzt und hat schon einige Jahre hinter sich. Das Bad ist winzig, die Duschkabine hat bereits Schimmel angesetzt. Einen Blick in die Toilette sollte man vermeiden, man findet Ablagerungen der letzten Jahre wieder. Die Fliesen putzen scheint auch nicht Hauptaufgabe der Reinigungskräfte zu sein, ich bewunderte die ganze Woche einen braunen Fleck an den Fliesen gegenüber der Toilette, der wie sich zum Ende des Urlaubes herausstelle zu entfernen gewesen wäre. Das Zimmer verfügt (zum Glück, was soll man auch sonst tun) über einen alten Fernseher und ein eingebautes Bettradio. Spuren von Kaffee und getöteten Insekten sind an den Wänden allgegenwärtig. Bilder an den Wänden verdecken das Schlimmste. Der Balkon ist geräumig, könnte allerdings auch mal einen Anstrich vertragen, Blumen in den vorhandenen leeren Blumenkästen sähen bestimmt auch hübsch aus. Insgesamt macht das Hotel einen veralteten, abgenutzten und zusammengewürfelten Eindruck. Vier Sterne sind hier wohl übertrieben. Wer die Annehmlichkeiten eines Vier Sterne Hotels erwartet ist hier an der falschen Stelle. Woher das Hotel diese vier Sterne hat, wer weiß dass schon (Gültigkeit bis 31.12.2006). Für 359 Euro pro Person und Woche ist das Preis-Leistungsverhältniss für ein Wellnesshotel grade noch angemessen. Eines steht fest wir werden uns hier nicht wiedersehen.


Zimmer
  • Schlecht
  • Die Zimmer waren wie bereits erwähnt recht klein. Wer mag und das nötige Kleingeld ausgeben möchte ist wohl mit einem Superior Zimmer oder Appartement besser bedient. Die Sauberkeit der Zimmer hielt sich in Grenzen, wie im gesamten Hotel. Der Staub hält halt überall recht schnell Einzug, doch wenn er auf mehrere Wochen Rückschlüsse zulässt, muss man sich schon fragen ob dort richtig geputzt wird. Die Getränke in der Minibar und auch der Tischwein (Flaschen) ließen die Frage zu ob Kärnten vom anderen Ende der Welt seine Getränke importiert. Eine Massage erhiellt man auch in den Betten, denn spätestens in den letzten beiden Nächten spürte man die durchdringenden Sprungfedern der Matratzen doch recht eindeutig im Rücken. Zudem waren die Zimmer recht hellhörig, so dass es immer wieder eine Freude war dem Nachbarn beim Toilettengang zuzuhören. Der Föhn im Badezimmer brachte Höchstleistung und nach ca. 20 Minuten konnte man doch schon von angetrockneten Haaren sprechen. Wohl dem der seinen eigenen Föhn dabei hatte. Die Handtücher wurden dafür immer gewechselt wenn man es wünschte. Manchmal hatte man sogar ein paar mehr auf dem Zimmer als zuvor. Sonstige Annehmlichkeiten wie Internetzugang oder Klimaanlage waren nicht vorhanden. Brauchte man zum Glück bei den Temperaturen im Mai noch nicht. Alles in allem altes verwohntes Inventar, nicht grade einladend.


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Davon einen Stern fürs Frühstück und einen Stern für das Salatbüffet. Der Rest erinnerte eher weniger an ein Vier Sterne Hotel. Das Frühstücksbuffet war umfangreich auch wenn man gelegentlich etwas länger auf das Nachservieren verschiedener Speisen warten musste. Käse- und Wurstsorten hätte man variieren können, immer das Gleiche wird auf die Dauer langweilig. Zum Langschläferfrühstück bis 11:00 Uhr darf man allerdings nicht viel Hunger mitbringen, denn viel an Auswahl hat man nicht mehr. Der Mittagssnack bestand aus Resten vom Vortag oder aus einer geschmacklosen Suppe. Bei Abendessen durfte man aus zwei Hauptgerichten eines auswählen, wobei man vorher die Überlegung einbeziehen sollte, bei welchem Gericht der Küchenchef am wenigsten falsch machen kann. Um ein Beispiel zu nennen: In dem gefüllten Schweinebraten befand sich doch tatsächlich eine Karottenscheibe als Füllung. Irgendwie hatte man da mehr erwartet. Am letzten Abend befand sich als tellerfüller ein aufgeschnittenes Brötchen vom Frühstücksbüffet auf dem Teller. Das Stück Huhn dagegen war kaum zu erkennen und auch belief sich das Gemüse bei einem !! Brokkolieröschen. Die Suppen als Vorspeise und auch die angemachten Salate, wie zum Beispiel der Nudelsalat waren eher geschmacklos. Die Krönung des Abendessens waren jedoch die Spezialitätenabende und das Candlelight Dinner. Auf dem Weg zum Speisesaal, vorbei am Hotelchef, musste man wieder mal aufpassen, dass man nicht ausrutschte bei der netten Begrüßung zum jeweiligen Abendessen. Beim Kärntner Abend spielte ein Ur Kärntner auf seinem Akkordeon und erzählte als Lückenfüller herzzereißende Witze. Das Candlelight Dinner bestand in dem Unterschied, dass diesmal beim Essen die Rolladen heruntergelassen waren und das Licht im ganzen Saal gedimmt war, so dass man in einigen Ecken des Saals Schwierigkeiten hatte das Essen auf dem Teller zu erkennen. Dies veranlasste sogar einen Gast in Tarnhosen zum Essen zu erscheinen. Ansonsten erinnerte dass Essen häufig an Dosenware und Aufgewärmtes. Es ist deutlich zu erkennen, dass entweder der Küchenchef keine Ahnung vom Kochen hat oder ihm die nötigten Mittel nicht zur Verfügung stehen. Getränke am Automaten gab es dafür reichlich.


    Service
  • Eher schlecht
  • Der Hotelchef ist an Freundlichkeit bei weitem nicht zu übertreffen. Man muss gelegentlich aufpassen, dass man in seiner Nähe nicht ausrutscht. Das Personal im Restaurant ist sehr freundlich und bemüht sich das Beste aus der Situation zu machen. Die Zimmerreinigung erfogt täglich und das Einrollen der Bettdecken ist schon ein Kunstwerk für sich. Ansonsten wird wohl eher gespart mit der Aufmerksamkeit am Gast. Am letzten Tag wurden zum Beispiel einfach keine Kosmetiktücher mehr nachgefüllt (Sparmaßnahme ??) Der Check- In verlief vom Chef betont überfreundlich, beim Check- Out war man dann schon ein wenig reservierter. Beschwerden wurden zur Kenntnis genommen und eine baldige Beseitigung wurde versprochen. Man war jedoch besser bedient wenn man sich selber half. Für Kinder ist das Hotel eher ungeeignet, da es keine Angebote für sie gibt und den ganzen Tag nur schwimmen stimmt auch ein Kind nicht glücklich.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Wer es abgeschieden mag ist hier genau richtig. Weit und breit nur Feld, Wald und Wiese. Der Ort ??? Lendorf verfügt immerhin über einen Schlecker Markt und eine Bank. Einen Ortskern gibt es hier nicht. Wandern kann man hier zu genüge, wenn man weiß wohin, denn hauptsächlich sind die Gasthöfe und Pensionen ausgeschildert.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Das es sich bei diesem Hotel um ein Wellnesshotel handelt, geht klar und deutlich aus dem Prospekt von Tchibo hervor und irgendwie musste das Hotel ja seine Sterne bekommen haben. Der Wellnessbereich ist sauber und gemütlich und lädt wirklich zum sich verwöhnen lassen ein. Angebote von Shihatsu bis hin zur Fußreflexzonenmassage dürften keinen Wunsch offen lassen. Eine Sonnenbank, sowie ein Gymnastikraum runden das Bild zusätzlich ab. Die einzelnen Anwendungen kann man optional zu den bereits inkludierten Angeboten zubuchen. Die Preise erscheinen auf den ersten Blick etwas hoch, hat man die Leistungen gebucht und erfahren, kann man dazu auch beruhigt unangemessen sagen. Z. B. sollte eine Ganzkörpermassage mit einem Massageöl nicht nur darin bestehen, dass Öl auf der Haut zu verreiben und dem zu Massierenden ein angenehmes spirituelles Gefühl mitzugeben, sondern es sollen Muskelverspannungen und Irritationen aufgelöst werden. Wer schon einmal eine richtige Massage erfahren hat, der weiß, wie sich diese anfühlen muss und wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Das Personal scheint seine Lehrgänge an einem Wochenende gemacht zu haben. Die Shihatsu-Massage ist wie bereits erwähnt ein bunter Sessel, der einen ca. 15 Minuten lang den Rücken massiert (6,-- EUR). Die Sonnenbank ist wohl das Herzstück des Wellnessbereiches. Diese befindet sich, gleich wie der Sessel nicht im Wellnessbereich (Keller), sondern in den Fluren der 2. und 3. Etage. Damit diese Bereiche nicht von anderen Gästen eingesehen werden können, steht hier ein Paravant (Shihatsu- Sessel) und Holzlammellentüren (Solarium). Das Solarium ist mit Sicherheit von keinem der Gäste, die mit uns da waren, genutzt worden. Es befinden sich verschiedene Röhren im Gerät und das Alter ist auf den ersten Blick auf vielleicht auf 10 Jahre einzuschätzen. Wer es genau wissen will, schuat einfach mal auf den Münzapparat. Der ist aus der BRD und wurde angeschafft, als es dort noch die vierstellige PLZ gab. Der Gymnastikraum ist mit dem selben edlen Gammelteppich ausgelegt wie die oberen Etagen des Hotels. Einladend steht dort ein Crosstrainer zur Nutzung bereit. Dessen Nutzung ist allerdings recht abenteuerlich, da man bereits beim Aufsteigen auf das Gerät den Eindruck hat als ob es jeden Moment auseinander fällt. Erste zaghafte Versuche der körperlichen Ertüchtigung wurden dann auch recht bald wieder abgebrochen, man will ja nicht noch mehr kaputt machen als es eh schon ist. Lediglich die Rollenmassage funktioniert einwandfrei und mit ihm verbringt mann dann doch angenehme 15 Minuten. Zu weiteren Aktivitäten im Gymnastikraum zählen die morgentlichen geführten Angebote, die jedoch nur ca. 20 Minuten Minuten dauern und somit an Effektivität nicht viel hergeben. Zu guter Letzt der Swimmingpool und der Saunabereich. Die Fotographie im Reiseprospekt ist sehr gut gelungen, allerdings hat man gewisse Details wohl einfach weggelassen. Zum einen entspricht er nicht der Größe wie es die Fotographie Glauben schenken lässt. Weiterhin wurden die gelben Verunreinigungen der Kacheln und die teilweise scharfen Kanten an der Sitzgelegenheit im Pool nicht erwähnt, welche jedoch zum Teil nicht ungefährlich sind. Auch Hobbytaucher kommen im Pool auf ihre Kosten. Gelegentlich findet man auf dem Poolboden Teile der Abdeckung, samt einer Schraube, die dann gut erkennbar auf einer Ablage abgelegt wurden. Doch wer glaubt die Schäden werden beseitigt, der irrt. Auch zum Ende der Urlaubswoche lag diese Abdeckung immer noch unberührt an der selben Stelle. Man sieht auch für die Sicherheit in der Anlage ist stetig gesorgt. Der Hausmeister und auch die Hotelleitung scheinen gewisse Bereiche einfach auszulassen. Über den Saunabereich kann nichts gesagt werden, da dieser nicht genutzt wurde, doch erschien auch dieser auf den ersten Blick recht beengt.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Mai 2006
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Simone
    Alter:31-35
    Bewertungen:3