Das Hotel wirkt auf den ersten Blick von außen ganz ordentlich (wenn man davon absieht, daß es in einen Sexshop gebaut wurde/also Eingang im Sexshop und Hotel dann ab 1.Stockwerk) und das polierte Messingschild mit den offiziell vergebenen 3 Sternen am Eingang macht auch was her.. leider hätte es von uns allerhöchstens 2 Sterne bekommen! Die Fotos im Netz sind ganz clever abgedunkelt, so daß man die penetrante blaue Sexshop-Beleuchtung rechts und links der Eingangstür nicht sieht! Zu den Gästen können wir nicht viel sagen, da wir nur wenige sahen. Die Eckdaten des Etablissenments kann man ja aus dem Netz holen. Für ältere Menschen, Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer (sowie Eltern mit Kleinkindern) absolut ungeeignet, da Treppen direkt am Eingang. In den Fahrstuhl bekommt man ziemlich sicher auch keinen Rollstuhl oder großen Kinderwagen rein. Dieses Hotel können wir guten Gewissens überhaupt NICHT weiterempfehlen. Bucht man in London ein 3 Sterne Hotel, hat man den gleichen Standart. Und wer schon einmal in GB war, weiß was das heißt. In D sollte man dafür mehr erwarten können. Wir vermuten mittlerweilen, daß man grundsätzlich erst mal ein versifftes Zimmer bekommt, wenn man selbst übers Internet bucht-in fast allen Hotels. Schließlich zahlt man ja auch weniger, als andere Gäste. Hamburg an sich war übrigens sehr schön und interessant, aber wenn man einmal dort war reicht das dann auch.
Als wir am Anreisetag unser Zimmer betraten, hat es uns erst mal die Sprache verschlagen. Das absolute Loch. Dunkel, mit Blick auf einen wirklich potthäßlichen Hinterhof. Die Möbel..naja..haben wohl schon bessere Zeiten gesehen. Ein Doppelbett, ein kleiner, runder, verschmierter Bistrotisch mit einem Stuhl und einer ebenfalls verdreckten Serviceliste vom Hotel sowie einem Aschenbecher drauf. So ungefähr stellt man sich ein Zimmer im Stundenhotel vor!!! Es hat im Zimmer eklig gestunken und die Bettwäsche hat auch gemieft. Das Bad hatte ein Mini-Waschbecken, war oberflächlich sauber, aber in meinen Augen einfach siffig, wie der Rest des Zimmers. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Ab ca 23.00h ging dann der Höllenlärm los, der irgendwo aus dem Hinterhof kam.. wir sind echt nicht spießig, da selbst gerne am Feiern-aber das war nicht tragbar! Laute Musik, die man selbst durch die geschlossenen Fenster noch deutlich hören konnte. Dazwischen hysterisches Frauengekreische und Gebrülle in allen möglichen Sprachen. Das ging so bis 3.45h !!!! Natürlich haben wir den Nachtportier informiert, dem das Ganze aber relativ gleichgültig war. Er machte nicht den Eindruck, als wenn das etwas Neues für ihn wäre und erzählte irgendwas von einem Restaurant-war aber auch nicht gewillt, uns sofort ein neues Zimmer zu geben. Wir vermuten, daß dort eine Discothek ist oder sonstige Orgien stattfinden und das auch keine einmalige Sache war. War auf jeden Fall keine Privatparty. Wir haben in dieser Nacht 3 Stunden geschlafen und dafür zuviel Geld bezahlt. Nach vehementen Beschwerden am nächsten Tag haben wir dann ein sauberes, ordentliches, helles und "normal" lautes Zimmer zur Straße bekommen. Die Fenster haben übrigens in beiden Zimmern schon ewig kein Wasser (außer Regen) mehr gesehen, absolut verdreckt!
Frühstück war okay. Es gab einfache Weizenbrötchen, 2 Sorten Wurst, Käse, in Scheiben geschnittene Tomaten und Salatgurke, gekochte Eier, Müsli, Cornflakes, Butter (die fast flüssig war, da nicht gekühlt), versch. Sorten Marmelade, Kaffee, Tee und Äpfel außerdem Orangensaft und Milch.
Der Service kommt deshalb gut weg, weil uns am 2.Tag ein anderes Zimmer gegeben wurde und die Herrschaften auch sonst höflich und bemüht waren. Mit dem Nachtportier kann man leider nicht besonders gut kommunizieren, da er der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig ist.
Leider wußten wir vorher nicht, wo das Hotel liegt-sonst hätten wir es sicher nicht gebucht. Übelste Bahnhofsgegend-man kommt um die Ecke und denkt, man ist in der Bronx. Ein Sexshop neben dem anderen (nicht daß wir verklemmt wären-aber das Publikum war dementsprechend!) und diverse Bordsteinschwalben, sowie ein Gemischtwarenladen der zweifelhaften Art neben dem anderen waren noch die harmlosen Begleiterscheinungen des Ganzen. Es hingen auch an jeder Ecke Junkies herum. Also nachts als Frau hier allein herumzulaufen (wenn man beispielsweise vernüftig gekleidet aus dem Musical oder Theater kommt) hielten wir für mittelmäßig gefährlich.. Das Gravierendste war jedoch die Lautstärke, es wurde eigentlich die ganze Nacht auf der Straße herumgebrüllt, gelallt, gekreischt...an wirklich erholsamen, entspannten Schlaf ist nicht zu denken.
Beliebte Aktivitäten
- Kultur & Erlebnis
- Ausgehen & Nightlife
Unterhaltung hat man wirklich reichlich-von außen!!!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im Juli 2005 |
| Reisegrund: | Stadt |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Barbara & Marc |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


