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Michael (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Freunde • September 2004 • 2 Wochen • Strand
Das WAR einmal ein "tolles" Hotel :-(
2,8 / 6

Allgemein

Gute Freunde schwärmten von diesem Hotel, in dem sie schon drei Mal Urlaub gemacht hatten. In einer Gruppe von 12 Leuten waren wir diesmal dann auch dabei (14 Tage Ende September 2004). Wir selbst hatten nicht wie sie diese direkte Vergleichsmöglichkeit. Kurzum: Sie waren diesmal enttäuscht, so wie einige andere Urlaubsgäste wohl auch, die dieser mittlerweile sichtlich "mitgenommenen" Anlage für immer ADE sagen wollen. Unsauber ist die Hotelanlage mit 1200 Betten gewiss nicht, aber auch das mehr oder weniger regelmässige Abspritzen der Wege und Sitzbereiche im Freien, konnte die Spuren von Tierkot nicht restlos unsichtbar machen. Barfuß laufen ist schon im Strandbereich wegen der großen Kiesel nicht angesagt, aber im optisch recht schön angelegten Gartenbereich der Anlage ebenso wenig anzuraten. Wer hat schon gerne die Ausscheidungen der frei laufenden Gänse und Enten an den Füssen... Erstmals durften wir erfahren was es heisst, wenn der Anteil russischer Urlaubsgäste deutlich über 80% liegt: Heftigere Drängeleien als sonst üblich an den Speisen-Buffets und Getränke-Bars - Speisen, die links und rechts den Tellerand hinabhängen - Wodka-Köpfe die es schaffen, einen ausgewachsenen Lachs vom Buffet zu fegen, und ihn auf einen einzigen Teller zu platzieren. Eine andere Buchungsmöglichkeit als All Inclusive gibt es nicht. Türkei-Urlaub ist für uns zumindest für die nächsten Jahre mal gestrichen. Auch werden wir sehr genau überlegen, ob wir überhaupt nochmal eine derart grosse Anlage für unseren Jahresurlaub heraussuchen. Auch ohne Überzahl russischer Gäste scheint uns eine 1200-Betten-Burg, auch wenn im Falle Marti Myra ja noch ganz schön in der Landschaft aufgeteilt, dann doch etwas zu heftig. Gegen Animation und laute Musik haben wir eigentlich gar nichts, doch so aufdringlich und unausweichbar, wie man sie hier geboten bekommt, muss sie nicht sein. Schließlich kennen wir andere Hotels, die das für alle Gäste besser gelöst haben. Einen ruhigen Platz zur Entspannung haben wir nicht gefunden.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Zimmer sind recht gross für sonst übliche Hotelzimmer. Auch das Bad mit WC und Waschtisch aus Marmor ist geräumt und nett anzusehen. Allerdings hat überall der Zahn der Zeit genagt. Wir haben ein Zimmer erwischt, in dem die Sprungfedern der Matratzen deutlich zu spüren waren, was uns auch einiges an Rückenschmerzen einbrachte. Angenehm war die Klimanlage, die man selbst einstellen konnte. Es ist uns jetzt auch klar, warum es für diese Hotelanlange in früheren Jahren sehr viele positive Stimmen gab: Fraglos muss man von den einst schönen und jetzt noch großzügigen Räumlichkeiten begeistert gewesen sein. Doch wir haben in diesem Jahr das Zimmer eben verwohnt angetroffen. Die Anstriche waren angegraut, teilweise bröckelte der Putz aus den Verfugungen der Wandkacheln, und die Badewanne und das Waschbecken muss einst auch mal weiss gewesen sein... Entgegen der Beschreibungen war die Minibar lediglich am Anfang mit Wasser gefüllt. Immerhin fanden wir in der geöffneten Putzkammer des Zimmermädchens ab und zu Nachschub an Plastikflaschen die mit stillem Wasser gefüllt waren, und konnten so selbst den kleinen Kühlschrank befüllen. Wir hatten unser Zimmer in Block 13 im Erdgeschoss. Der "Block" liegt sehr zentral, man hat nur wenige Schritte zu der Pool-Anlage, wie auch zum Speisesaal. Entgegen den Zimmern unserer Bekannten, die sich teilweise in Block 29 befanden, wurden wir nicht durch den Lärm der Umwälz- und Stromanlagen gestört.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Für die Auswahl und Qualität der Speisen hätten wir hier gerne eine 6+ gegeben, denn wer am grossen Abend-Buffet nicht etwas nach seinem Geschmack findet, dem kann man wirklich nicht mehr helfen. Der Küche ein grosses LOB an dieser Stelle. Unsere Bewertung wird hier leider heftig nach unten gedrückt, weil das Verhältnis Servicepersonal/Gäste eher als schlecht bis sehr schlecht bezeichnet werden muss. Fehlende Sprachkenntnisse mögen vielleicht ein Grund mit sein, weshalb dem so ist. Doch unaufmerksame, oft griesgrämig dreinblickende Kellner müssen weder deutsch noch englisch sprechen können, um ein netteres Verhalten an den Tag legen zu können. Die durchaus trinkbaren Weine waren oft ungekühlt. Cocktails an den Bars alles andere als gut = lieblos zusammen geschüttete Mixturen, mal mit mal ohne Eis, mal mit und mal ohne Zitronen-oder Orangenscheibe als Verzierung. Wer köstliche Longdrinks und gekonnt dekorierte Cocktails aus anderen Bars bzw. Urlaubs-Hotels kennt, wird in diesem Fall jedenfalls nicht begeistert sein. Schnell "verwüstete" Vor-, Haupt- und Nachspeisen-Buffets sowie Drängeleien von kulinarischen Tieffliegern sind ja nicht neu, doch die Schar der russischen Urlaubsgäste setzt dem bisher Bekannten da noch die Krone auf: Rücksichtlos wird mit Ellenbogen gearbeitet und ganze Platten mit Fisch und Meeresfrüchten ohne jedes Schamgefühl abgeräumt. Absolut unappetitlich anzusehen, wie viele von ihnen in kurzen Hosen und Unterhemd den Braten am Tisch in sich hineinstopfen. Stets lassen unsere neuen Miturlauber auch etwas übrig: Auf den Tischen finden sich zahlos angefressene Speisen und jede Menge noch zu zwei Drittel volle Gläser. Schließlich will man für sein Geld ja alles probieren....und zwar täglich! O.K. - andere Länder, schlechtere Sitten ;-) Doch wir werden uns künftig vorher genauer erkundigen, welche Nationen unser auserwähltes Hotel in dem von uns gewünschten Reisezeitraum beherbergt. Beach-Bar: Sie liegt an einem Ende der Anlage angrenzend an ein anderes Hotel. Auf den ersten Blick ein romantisches Plätzchen mit direktem Blick aufs Meer. Hier kann man auch abends einen Tisch im Freien reservieren und "mexikanisch" essen. Einen glatten Bruch der zunächst netten Atmosphäre mit Musik (täglich die gleiche. Es gibt nur zwei CD`s!) erfährt man durch das Disco-Kinderprogramm von Nachbarhotel. Die Bühne dafür steht direkt hinter einer Mauer, die zwei Meter von der Beachbar entfernt ist.


    Service
  • Sehr schlecht
  • Trinkgeld bewirkt zwar bei einigen "ausgewählten" Kellnern, dass sie die Tische nicht nur abräumen, sondern auch mal ein paar Getränke servieren, doch auch diese Ausnahmen wiegen im Gesamtbild nicht so schwer, als dass wir hier eine bessere Note als UNGENÜGEND geben können. Wir verlangen gewiss nicht, dass das Personal deutsch spricht, doch englisch können sie ebenso wenig. Wir hatten den Eindruck, dass das Service-Personal zu 95% aus angelernten "billigen" Hilfskräften besteht. Im Grunde ist es bei diesem All-Inclusive-Angebot ja auch nicht nötig, dass man über gastronomische Fachkenntnisse verfügt, denn zum Abräumen von Geschirr und Gläsern braucht man ja keine echten Kellner. Was das Zimmer betrifft, hatten wir ein Zimmermädchen erwischt, das eigentlich täglich etwas vergessen hatte: Entweder es fehlten komplett alle Handtücher (das passierte in den 14 Tagen drei mal) oder das Zimmer inklusive dem Bad/WC roch nach saurem Putzlumpen (eigentlich immer!) - Die Trinkgeldabgabe zu Beginn unseres Aufenhalts erwies sich in diesem Fall wirkungslos. Für uns waren allerdings einige "Barkeeper" der KNALLER: Allgemein recht flapsig wurde hier mit den Gästen umgegangen. Mag sein, dass aus Sicht dieser türkischen Service-Kräfte die europäischen Allinclusive-Trinker nicht so gerne gesehen werden, doch ZEIGEN sollte man als "Profi" seinen Mißmut diesbezüglich den Gästen gewiss nicht. In einem Fall legte ein Bar-Mann sich ein Bar-Mann ganz offen mit ein paar Gästen an, die er unter anderem fragte "ob sie ihre Bestellung nicht richtig aufgeben könnten..." Einer Frau, die bei ihrer Cocktail-Bestellung um etwas weniger Sirup bat, antwortete er:"Ich bin der Barkeeper, das müssen sie schon mir überlassen, was in diesen Cocktail gehört..." In oben beschriebener Art hatten wir mehrmals solch "nette" Erlebnisse. Auch auf ein freundliches Lächelnd wurde allerseltenst reagiert. Das Service-Personal blickte mehr oder weniger teilnahmslos in die Landschaft. Eine Tatsache, die uns doch stark irritierte, denn von unserem ersten Türkei-Urlaub (10 Jahre her) an der türkischen Agäis-Küste (Marmaris), kannten wir da ganz etwas anderes. Allerdings gab es da (glücklicherweise) noch keine Allinclusive-Hotels, und vielleicht haben die Menschen in dieser Region ja auch eine andere "Mentalität"... Es wäre von uns unfair zu behaupten, dass allesamt unfreundlich gewesen wären. Doch der Anteil muffeliger Kellner und Bar-Männer, die einem lässig das Getränk über die meist klebrige Theke schoben, war für unseren Geschmack immens groß.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Transfer vom Flughafen Antalya knapp 2 Stunden. Der kleine Ort Tekirova, den man zu Fuß in ca. 8 Minuten erreicht, besteht eigentlich nur aus Geschäften und Verkaufsbuden. Agenturen bieten Bus-Ausflüge und Fahrten mit Schiffen an. Weiter sehenswert ist da sicherlich nichts. Zwei Discos, über die wir weiter nichts berichten können, sind im Ort. Direkt vor dem Hotel bieten Taxifahrer zu festen Pauschalpreisen Fahrten nach Antalya, Kemer und Side an. Eine Fahrt nach Antalya kostet z.B. 25 € Der Strand grenzt direkt an die Hotelanlage. Er ist mehr als GROB kieselig. Selbst mit Schuhen wird man kaum auf die Idee kommen, einen Strandspaziergang zu wagen. Das Wasser ist klar und sauber. Wegen rasch zunehmender Tiefe nicht empfehlenswert für Familien mit Kleinkindern. Sonnenschirme und Liegen sind natürlich auch hier "All Inclusive" Duschen sind in direkter Strandnähe ausreichend vorhanden. Eine Anlegestelle für hoteleigene Schiffahrten (nicht im Preis!) ist auch vorhanden. Tretboote und Kanus können kostenlos benutzt werden. 7 Minuten Parasailing 30 € pro Person (Tandem-Flug 20 € pro Person). Direkt oberhalb des Kieselstrands befinden sich schmale Gras-Terassen, die jedoch relativ schnell belegt sind. Ruhesuchende werden sich hier allerdings nur begrenzt wohlfühlen, denn ab ca. 9.30 Uhr werden die Verstärker der Mikrofon- und Musikanlagen auf ihre Belastbarkeit "getestet". Schnell fühlt man sich wie auf einem Rummelplatz: Lälaläla-Musik von der einen (Beach-Bar), "Wassergymnasik-Musik" (Poolbereich) von der anderen Seite. Diese wird durch ca. 30 Minuten Dauerpfeifen einer Animateurin begleitet, und gelegentlich von Programm-Ankündigungen (Mikrofon-Geschrei) eines Animateurs unterbrochen.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Kostenlos kann man das saubere, nicht klimatisierte Fitness-Center, die Volleyball-Anlage (eine davon auf Sand am Strand), 3 Tennis-Hartplätzen benutzen. Gegen Gebühr Sauna, Massage, Hamam. Sehr schöne, grosse Pool-Anlage mit 5 unterschiedlich angeordneten Becken und Rutschbahnen. Pooltiefen: 1,40 m (ausgenommen Kinderbecken) Da wir erwachsene Kinder haben, können wir zum Miniclub und der Kinderbetreuung weiter nichts sagen. Für uns als Ruhesuchende erwieß sich die Außenanlage, insbesondere im Poolbereich jedoch völlig ungeeignet. Den ganzen Tag über wurde sehr laute Musik gemacht, besonders dann, wenn seitens der Animation (Sauf-)Spiele veranstaltet wurden. Unerklärlich für uns, weshalb die Animateurin bei der Wassergymnasik neben der lautstarken Musik ununterbrochen in kurzen Abständen eine Trillerpfeife ge(miss)braucht. Die Animateure müssen offenbar ihre Daseinsberechtigung immer wieder unter Beweis stellen, denn viele verschiedene Aktionen finden zeitlich parallel statt. Ein vermeintlich ruhigeres Plätzchen unter Bäumen erhascht, erwies sich schnell als Trugschluss, denn plötzlich stand eine Mannschaft von Boccia-Spielern neben unseren Liegen, die angeführt von einer Animateurin sich lautstark anfeuerten. Die abendliche Animation besteht aus allseits bekannten Jux- und Dollerei-Programmen, bei denen in der Hauptsache die Animateure sich selbst feiern. Die mangelnde Begeisterung seitens des Publikums, wird vom Animations-Team mit der grossen Anzahl von russischen Gästen erklärt, die zu "kulturellen" Angeboten nicht so den Draht finden... Wahr ist, dass keine einzige Folklore-Darbietung stattfindet oder sonstige türkische Künstler auftreten. Den Leitern der Animation ist ein wenig die Verzweiflung anzusehen, auch wenn sie mit vollmundigen und vor allem lautstarken Ankündigungen es dann doch oft schaffen, Zuschauer in das Amphit-Theater zu locken. Nur die Begeisterung während dem meist relativ diletantisch angebotenen Programm und die Resonanz hinterher hält sich dann doch sehr in Grenzen. Aber dann gibt es gleich danach ja noch Disco-Musik in der Pool-Bar, und das für ungefähr 10 Jugendliche, die sich dort auf die Tanzfläsche trauen. Die Sitzplätze über dem Meer hinter dieser Poolbar werden dafür recht schnell frei, denn die dröhnende Techno-Musik will für viele nicht so recht zu der Atmosphäre hier passen. Wer nicht mit heiserer Stimme den nächsten Tag beginnen will, wird ab Beginn der "Disco" dann auch keine Unterhaltung im Freien mehr aufnehmen. Die einzige abendliche Ausweichmöglichkeit für die "sehr alte" Generation befindet sich im Außenbereich der Hotel-Lobby. Dort orgelt ein Alleinunterhalter täglich die gleichen alten englischen und italienischen Schlager herunter. Ältere Herrschaften wagen da schon mal ein Tänzchen. Leute unserer (mittlerer) Altersschicht können sich hier wenigstens unterhalten, ohne schreien zu müssen.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Freunde
    Dauer:2 Wochen im September 2004
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Michael
    Alter:41-45
    Bewertungen:2