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Petra (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • September 2015 • 2 Wochen • Strand
Wunderschönes, grünes Hotel mit schwachem Service
4,7 / 6

Allgemein

Ob das Marti Myra die schönste Hotelanlage an der Türkischen Riviera ist, können wir nicht beurteilen. Aber es ist mit Abstand die grünste Anlage, die wir in der Türkei je besucht haben. Eingebettet in einen schattenspendenden Pinienwald liegen die bis zu dreistöckigen Zimmerblöcke. Ja, man muss teils einige Wege zurücklegen, jedoch ist dies die reinste Freude. Auf den verschlungenen Wegen, vorbei an riesigen Bananenstauden, Tompetenblumen usw. entdeckt man jeden Tag neue Pflanzen. Die Pinien wachsen zum Teil durch Balkone und Dächer, wirklich sehenswert. Alles wirkt gepflegt und sauber. Das Marti Myra ist mit 550 Zimmern schon eine große Anlage, aber die Gäste verteilen sich an Strand, Pool und auf den Wiesen in der Gartenanlage wunderbar. Konzentriert erlebt man die Menge nur zu den Mahlzeiten mit den üblichen negativen All-inklusiv Erscheinungen. Leider ist das Hotel geschätzt zu 90 % von russischen Gästen belegt. Aber auch Türken, Niederländer, Balten, Schweizer, Tschechen, Slowaken und natürlich Deutsche haben wir getroffen. Vorwiegend Familien und Paare, vom Baby bis zum Senior. Die Handy-Erreichbarkeit ist recht schwankend, mal ist alles im Fluss, mal läuft das Internet recht langsam oder gar nicht. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt unseres Erachtens durchaus. Wer mehr will muss mehr zahlen. Ein paar mehr deutschsprachige Gäste wären schon wünschenswert, aber auch Russen beißen nicht. Der Service sollte wirklich verbessert werden.


Zimmer
  • Sehr gut
  • Unser Zimmer (0944 in Block 9) war wirklich schön und wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Es wirkte sehr neu. Super bequeme breite Boxspringbetten, großer Tisch mit großem Spiegel und integriertem Flat-Fernseher. Mehrere deutschsprachige Porgramme. Zwei große Einbaukleiderschränke mit Safe und Minibar. Balkon mit zwei Stühlen und Tischchen und Wäschtrockner an der Wand. Das Bad ist ebenfalls top. Begehbare Dusche, großer Waschtisch, großer Spiegel, Föhn, gute Toilettenspülung, nur die Lüftung schwächelt. Zu Beginn schreckte uns der große Teppich unter den Betten etwas ab, der den schönen Steinboden bedeckt. Dieser hat wohl auch schon bessere Zeiten gesehen. Jedoch liegt er sicherlich zu Schallschutzzwecken da. Die Klimaanlage funktionierte einwandfrei.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Wir haben während unseres Aufenthaltes ausschließlich das Hauptrestaurant besucht. Mit allen Vor- und Nachteilen eines All-Inklusive-Angebotes. Die Sauberkeit und Hygiene gab kaum Anlass zur Beschwerde. Mal ein schmutziger Teller oder ein fleckiges Glas kam schon vor. Eine komplette Reihe von Beilagen, Antipasti, Gemüsen, Obst und Deserts wurde nahezu täglich angeboten. Was aber so bestimmt auch von den Gästen erwartet wird und in der ersten Woche nicht weiter stört. Später verliert sich dann der Aha-Effekt beim Blick auf das Buffet und vermeintliche Eintönigkeit macht sich breit. Außer Kebab am türkischen Abend und dem Gala-Buffet gab es kein wirkliches Highlight, aber für eine All-Inklusive-Anlage fanden wir das Essen in Qualität und Quantität wirklich gut. Die zahlreichen Grill- und Cookingstationen im Außenbereich gefielen uns besonders gut. Abends wurden ab 20.00 Uhr schon das Antipasti- und Desertbuffet nicht mehr nachbefüllt. An Sauberkeit und Hygiene gab es nichts wirklich grobes zu mäkeln. Zum Frühstück gab es frisch gepressten Orangensaft - lecker und nicht die Regel bei All-Inklusive. Der Geräuschpegel im Speisebereich war aufgrund der vielen Kleinkinder und des klirrenden Geschirrs schon manchmal recht hoch. Die Weine schmeckten erstaunlich gut, das Tuborg-Bier ist gewöhnungsbedürftig und kam sogar einige Male nicht aus dem gekühlten Zapfhahn sondern aus der Dose. Baileys und Raki waren desöfteren "finished". Die Cocktails schmeckten ständig anders und ehrlich gesagt grässlich. Die 1l-Flaschen Wasser waren auch aus und auf den Tischen standen 0,5l-Flaschen (Müll ohne Ende). Am negativsten ist uns die Strandbar aufgefallen. Chronisch verklebte Theke, unfreundliches Personal, schmutziger Kaffeeautomat mit Ameisen daneben auf dem dreckigen Tisch.


    Service
  • Eher schlecht
  • Der Service in einigen Bereichen ist das einzige Manko des Marti Myra. Der Check-In an der Rezeption wird schnell abgewickelt, kein Wort zuviel und in Englisch (kein Deutsch). Der russischen Sprache sind wir leider nicht mächtig. Mit dem Elektroauto geht es zum Zimmerblock. Die Koffer werden ins Zimmer gebracht. Die Zimmerreinigung kam zu unterschiedlichen Zeiten und war in Ordnung. Sauberes Bad, immer genug Toilettenpapier und frische Handtücher falls gewünscht, regelmäßig Bettwäschewechsel. Der Aufzug an unserem Zimmerblock Nr. 9 hat allerdings seit Wochen keine Reinigung mehr erfahren (verschmierte Türen und der Boden schmutzig). Der Strand wird, wie die ganze Anlage, sehr sauber gehalten. Überall stehen Tontöpfe für den Müll. Ein "Strandmann" läuft stündlich und leert diese aus. Dass Raucher ihre Zigaretten lieber in den Sand/Kies schnippen, als in die Aschenbecher, ist leider überall so. Die Schirme sind in gutem Zustand. Einige Liegen haben die Saison nicht unbeschadet überstanden und sollten ausgetauscht werden. Auch die Liegenauflagen sind teils verschmutzt und aufgerissen. Am größten sind die Servicedefizite im Speisebereich. Kirgisische junge Damen und türkische Kellner stellen das offensichtlich Großteils ungeschulte Personal. Vielen fehlt der Überblick und das Organisationstalent. Zum Teil stehen die alten Teller noch auf dem Tisch, wenn man schon mit dem nächsten Gang zurückkommt. Auf Getränke wartet man oft ewig und holt sich diese besser selbst. Besonders zu den Wechselzeiten beim Abendessen geht kaum etwas. Volle, verlassene Tische werden nur schleppend abgeräumt und neu eingedeckt, Wein-/Wassergläser sind Mangelware. Man wird dann gerne von den Angestellten übersehen. Ebenso auf der Terrasse der Lobbybar abends gilt, selbst ist die Frau/der Mann. Auch am Abreisetag waren wir enttäuscht. Zwar ist angeblich ein Late Check Out generell möglich, es wir sich aber nicht die Mühe gemacht wirklich zu prüfen, ob Zimmer erst abends neu belegt werden. Erst wird man bei Nachfrage hingehalten, dann erhält man die Antwort "overbooked". Also bis 12.00 Uhr das Zimmer räumen. An der Rezeption ein kurzes okay, dass war es dann. Kein "Wie hat es Ihnen bei uns gefallen? oder "Gute Heimreise". Der Koffermann sperrt das Gepäck in den sicheren LuggageRoom und ist angeblich immer da um zu öffnen. Als wir abends unsere Koffer abholen wollten, war kein Koffermann weit und breit zu sehen. Auf Nachfrage an der Rezeption bekommt jeder beliebige Mensch die Schlüssel zum LuggageRoom einfach aufgehändigt. Hilfe - das kann doch nicht sein! Die Fremdsprachenkenntisse sind begrenzt, besonders im Speisebereich. Bei den kirgisischen Mädchen geht nur russisch. Wobei Schlagwörter wie Rotwein, Bier etc. funktionieren, wenn nicht Hände und Füße.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Unser Transfer vom Flughafen dauerte ca. 75 Minuten. Die Anlage liegt direkt am Strand. Nach Tekirova läuft man 10 Minuten. Kein sonderlich sehenswerter Ort, aber für einen Shoppingbummel abends durchaus mal zu empfehlen. Hinter den Hotels immer wieder kleine Einkaufszeilen mit Geschäften für Touristenkram, aber auch eine Apotheke. Für Faule fährt auch der Dolmusch direkt vor dem Hotel ab (1 Euro) bis zum Ort. Hinter dem Ort erhebt sich das Taurusgebirge. Ein wirklich reizvoller Küstenabschnitt. Ausflüge nach Demre/Myra zum Hl. Niklaus und den Felsengräbern, sowie zur antiken Stadt Phaselis sind sehr zu empfehlen. Direkt hinter Tekirova erhebt sich der größte Berg Lykiens, der Tahtali. Will man diesen mit der Seilbahn erklimmen, sollte unbedingt auf das Wetter geachtet werden. Wir hatten diesen Auflug einige Tage vorher gebucht und just an diesem Tag gab es Wolken, die immer dichter wurden. Der Reiseleiter zog das Programm gnadenlos durch und so standen wir, für 33 Euro pro Person für die Seilbahn, auf dem Gipfel mit einer Rundumsicht gleich Null. Schade!


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Sportlich haben wir uns nicht betätigt, aber alle gängigen Sportarten sind möglich. Besonders auf das Volleyballspiel am Strand warteten immer schon viele Gäste. Der Kinderclub war gut besucht, allerdings nur russische Kinder. In der Disco an der Strandbar tanzten hauptsächlich die Animateure. Am Galaabend spielte ein wirklich gute Live-Band. Die Poolanlage ist terrassenförmig angelegt und das Wasser fließt von einem Pool in den anderen, jedoch ist es recht kühl (im Vergleich zum Meer im September). Es gibt immer ausreichende Liegen am Strand, am Pool und auf den schattigen Wiesen in der Anlage. Nur wer täglich auf "seinen bestimmten Platz" erpicht ist muss reservieren.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Mehr Bilder(6)
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im September 2015
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Petra
    Alter:46-50
    Bewertungen:52
    Kommentar des Hoteliers

    Hallo Petra, vielen Dank für die ausführliche Bewertung, die für viele Gäste sicherlich sehr hilfreich sein wird. Hoffentlich sehen wir uns bald mal wieder. Sonnigen Gruß Martin Henke - Operations Manager