Ein außen wie innen schönes Haus in einer bewaldeten Tallage an einem kleinen See mit einem modernisierten hostorischen Teil und einem Erweiterungsbau neueren Datums. Die umgebende Straße ist vom Haus aus nicht zu sehen und auch nur selten und in nicht störender Weise zu hören. Eigentlich lächerlich, daß man am Abreisetag den Wellnessbereich nur bis 13.00 Uhr nutzen darf und darüber hinaus eine (zwar ermäßigte) Tageskarte dafür bezahlen soll. Dazu paßt irgendwie auch, daß man eine hauseigene Postkarte mit der man letztlich Werbung für das Haus verschickt, bezahlt. Unser Fazit: Man kann sich hier wohlfühlen und wunderbar entspannen wird aber möglicherweise mit dem Gefühl gehen, daß es nicht rund und dafür der Preis dann doch zu hoch war. Weiterempfehlung: Jein
Wir haben zu zweit Quartier bezogen in einem sogenannten Blumenzimmer im historischen Teil mit Balkon zur Seeseite, eine sehr schöne Lage. Die Angabe im Hausprospekt zur Zimmergröße läßt sich nur nachvollziehen wenn Badezimmer und Balkon in der Fläche mitgerechnet werden. Die (vielleicht nicht gerechtfertigte) Erwartung an die Größe wurde nicht erfüllt. Zudem leidet dieses Zimmer in seiner räumlichen Erscheinung darunter, daß von dem sonst rechteckigen Raum ein Badezimmer baulich abgetrennt wurde wodurch ein von der Wirkung her toter Teil entstanden ist. Dieser Baulichkeit ist auch geschuldet, daß ein Sofa und kleiner Tisch nur in unharmonischer und wenig zweckmäßiger Anordnung zu stellen waren. Der Balkon mit Blick auf Außenterrasse und See entschädigt dafür. Das Badezimmer entspricht heutigem Stand. Die Duschabtrennung auf dem Badewannenrand ist zu kurz und Überschwemmung garantiert. Das Bett ist vom Liegekomfort her top. Eine gekühlte Minibar fehlt. Sie wird imitiert mit zwei kleinen Flaschen Wasser mit Glas auf dem Tisch und das wars.
Das Frühstücksbuffet war täglich völlig gleich ohne jede Abwechslung und in Teilen eher dürftig. Besonders haben wir Croissants und Abwechslung in der Bestückung mit Wurst vermißt. An zwei von fünf Tagen gab es frische Bäckerbrötchen, an zwei weiteren pappige Aufbackbrötchen und am letzten pappige Aufbackbrötchen die nicht richtig fertig gebacken und im Inneren damit noch roh waren. Insoweit gab es durchaus Abwechslung beim Frühstücksbuffet. Die sehr schöne Außenterrasse am Wasser, unter anderem mit einem Pavillon, verlockt dazu am Nachmittag dort Kaffee und Kuchen zu bestellen. Der Kuchen soll in der eigenen Hausbäckerei entstanden sein. Enttäuschend wenn dann bei einer von zwei Gelegenheiten derselbe offensichtlich ein aufgetauter ist der damit Geschmack und passende Konsistenz eingebüßt hat. Wer zwischen Frühstück und Abendessen aus der „kleinen Karte“ eine Käseplatte bestellt wird möglicherweise deutliche Spuren dafür finden, daß er Reste bekommt die den Vormittag auf dem Frühstücksbuffet überdauert haben und die möglicherweise der ein oder andere Gast schon mal angefaßt oder behustet hat, zugegebenermaßen aber nett angerichtet. Wer Halbpension bucht bekommt am Abend innerhalb eines nach unserem Geschmack zu engen Zeitrahmens ein viergängiges Wahlmenü. Die Speisen sind abwechslungsreich, wohlschmeckend und anspruchsvoll angerichtet. Allein die Portionen sind zu knapp bemessen. Wer nicht größere Portion oder Nachschlag erbittet wird wahrscheinlich nicht satt, auch nicht als Frau. Die Bar des Hauses, angegliedert an den Eßsaal, hat keine Atmosphäre und lädt nicht zum Verweilen ein. Sie ist zu offen, zu hell, personell falsch besetzt und in der Möblierung zu steril. Einen Plausch mit dem Barmann kann man sich schenken. Er ist nicht einmal halb so alt wie das Durchschnitts-publikum und versteht zudem kaum Deutsch. Den Charme des klassischen Barmannes kann er damit nicht entfalten. Die Preise für Getränke sind eher konsumhemmend. 2,60 Euro für 0,3l Bier oder auch 2,40 Euro für einen Espresso erscheinen unverschämt, wohlwissend, daß andernorts dreister zugeschlagen wird.
Der Empfang an der Rezeption durch den Hausherrn selbst war nüchtern und knapp und ohne sich dabei vom Stuhl zu erheben. Die Sauberkeit bei Bezug des Zimmers war deutlich verbesserungsbedürftig. Ein älteres verstaubtes Spinnennetz mit toter und vertrockneter Bewohnerin, deutliche Staubablagerungen in Schubladen und Kleiderschrankablagen sowie (leicht zu entfernender) Schimmel innen an der Balkontür des Badezimmers zeugten davon, daß die Reinigung nicht so genau genommen wurde. Der Hausherr fällt dadurch auf, daß er die Rezeption von morgens bis abends immer selbst besetzt oder auch sich dahinter verschanzt, dabei aber schlechter gekleidet ist als sein Personal. Er wirkt kühl distanziert und wenig herzlich und strahlt keinerlei Leidenschaft für seinen Beruf als Hotelier aus.
Bewaldete Tallage mit mehreren kleinen Seen
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Der Wellnessbereich im und am Haus ist sehr gelungen, abwechslungsreich und angenehm zu nutzen. Außen gibt es als Pfahlbau auf dem Wasser eine Holzhütte die eine Sauna beherbergt. Sie wird mit einem richtigen Holzfeuer beheizt und hat auch ein großes Fenster das den Blick auf den See freigibt. Ein Steg mit Treppe ins Wasser verlockt dazu die anschließende Abkühlung im See zu suchen. Die Preise für Wellnessanwendungen erschienen uns überzogen. Zur Verfügung stehende Decken waren nicht jeweils frisch gewaschen und erweckten optisch und geruchlich mitunter keinen guten Eindruck.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im September 2012 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Andreas |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 17 |


