Wir waren vor 7 Jahren schon einmal in diesem Hotel. Es hat sich nicht viel verändert, zum Glück. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unseren Bericht von 2005 ("Auch 5 cm große Tiere schätzen den Komfort"). Der Zustand des Hotels ist unverändert gut, vor allem wenn man sich andere Unterkünfte ansieht. Gepflegt, sauber - so muss es sein. Wir sind immer noch sehr zufrieden, der Erholungsfaktor ist hoch, und man kann sich hier rundum wohlfühlen. Das Hotel ist somit uneingeschränkt empfehlenswert mit Ausnahme von Familien mit Kindern und Gehbehinderten. Unangenehm beäugt wurden wir nicht mehr, im Gegenteil: die Atmosphäre war überall sehr relaxt. Immer noch ein Minuspunkt: die veralteten Fahrstühle. Die Altersstruktur ist dieselbe wie damals: über 90 % deutsche Urlauber, hoher Altersdurchschnitt. Der Altersdurchschnitt ist für uns aber kein Nachteil. Wir hatten für 2 Wochen einen Mietwagen mit Tui Cars bereits von Deutschland aus gebucht. Die vereinbarte Hotelzustellung erfolgte nicht. Wir wurden von einem Mitarbeiter von Avia Cars im Hotel abgeholt, zur Vermietung gefahren und mussten dann dort noch den Papierkram erledigen. Ein von der Tui versprochenes Upgrade bei der Autokategorie erfolgte nicht. Das erste Auto sprang mehrfach nicht an. Außerdem entsprach die im Vertrag fixierte Tankfüllung nicht der Wahrheit. Einen Tag später mussten wir wieder zur Autovermietung fahren und haben dann ein neues Auto bekommen. Dieses Auto (Reanault Clio) war dann zwar zuverlässig, doch eigentlich mit 70.000 km und kaum PS die letzte Büchse. Ein Überholen und gar zügiges Fahren war damit nicht möglich. Das hatten wir alles anders erwartet. Vor 7 Jahren erfolgte die Autozustellung direkt im Hotel durch unsere deutsche Reiseleiterin. Das Auto war damals nagelneu und in einem Top-Zustand. Auch die Rückgabe erfolgte damals am Flughafen problemlos. Wir mussten uns in keine langen Schlangen einreihen, sondern konnten das Auto einfach stehen lassen. Diesmal hat uns die Rückgabe am Flughaben zusätzliche 45 min gekostet. Außerdem sprach man hier kaum Deutsch, und auch Englisch war sehr schwierig. Im Hotel kann man heutzutage direkt Autos bei der Reiseleitung buchen. Diese hat mehrere Anbieter im Angebot und sie empfiehlt je nach Bedarf und Anspruch der Reisenden das richtige Auto. So konnten wir z.B. am allerersten Tag einen Jeep recht günstig bei ihr buchen (86,-). Von Deutschland aus ist das nicht oder nur sehr erschwert möglich. Mit dem Jeep sind wir dann bei herrlichem Wetter nach Cofete, zur Villa Winter (nicht zu besichtigen) und nach Puertito gefahren. Dabei haben wir festgestellt, dass die Straße nach Cofete inzwischen recht gut ausgebaut ist. Die Autovermietungen möchten allerdings nicht, dass man mit den normalen Autos dahin fährt und drohen mit einem Verlust des Versicherungsschutzes. Mit einem Jeep ist das unproblematisch. Während der ersten Tage unseres Hotelaufenthaltes hatten wir ein sehr heißes Wetter mit durchschnittlich 40°C im Schatten und wenig Wind (sog. "Calima"). Da war ein Aufenthalt am Strand von Cofete einfach herrlich, wenn der Strand nicht verschmutzt ist. Hier ist sonst häufig schlechteres Wetter als im Rest der Insel. Zu beachten ist, dass einige der Sehenswürdigkeiten Fuertes während unserer Reisezeit geschlossen waren: Mirador Morro Velosa, Poblado de la Atalayita, Faro de Jandía, Faro de la Entallada. Andere wiederum gestalten ihre Öffnungszeiten nach Gutdünken. Man weiß also nie genau, ob man vor verschlossenen Türen steht (Casa Santa Maria, Fischereimuseum in Cotillo). Auch dieses Jahr haben wir den Eisdealer in Jandia wieder regelmäßig frequentiert. Das Eis hier ist einfach einmalig. Da das Hotel direkt an der Standpromenade liegt, kann man abends noch einen netten Spaziergang nach Morro Jable machen und sich in die dortigen Bars setzen oder einfach nur auf ein Bänkchen. Während der ersten Woche unseres Urlaubs waren es abends noch über 30°C, und da zieht es einen einfach immer nur ans Meer. Es gibt einen ganz neuen Reiseführer von Dieter Schulze: "Inseltrip Fuerteventura". Dieser ist der einzig aktuelle und wirklich zu empfehlen. In vielen Führern und auch in den Unterlagen der Tui wird mitunter noch ein Trip zur Playa Garcey mit einem Besuch der American Star empfohlen. Achtung: Dieses Schiffswrack ist seit 2010 komplett vom Meer verschluckt worden! Dafür gibt es aber noch das wundervolle Riu Palace Jandia. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen und freuen uns schon jetzt darauf. Ricardo, Olé.
Die Zimmer sind sehr groß, sehr schön und auch wunderbar eingerichtet. Leider ist der Zustand nicht ganz so gut. Die Matratzen waren hart und sehr unbequem (durchgelegene Matratzen waren eindeutig gedreht, so dass die Füße nun tiefer lagen als der Kopf). Auch der Balkon ist mit 2 Liegen und einer Fußliege möbliert. Auch die Wäscheleine haben wir täglich genutzt. Der Meerblick ist einfach himmlisch. Unser Zimmer lag direkt über dem feinsandigen Strand. Wir hatten auch tatsächlich dasselbe Zimmer wie vor 7 Jahren bekommen. Dies war eine ganz besondere Aufmerksamkeit des Rezeptionschefs, hierfür nochmals unser herzlicher Dank. Nebenbei haben wir mitbekommen, dass das Meerblickzimmer vor Ort € 40,- täglich Aufpreis kostet, wenn man es nicht gleich mitbucht. Ein Urlaub in diesem Hotel ohne ein Meerblickzimmer macht in unseren Augen keinen Sinn. Auch dieses Jahr war wieder eine 5 cm große "Cuca" mit an Bord. Diese wurde am letzten Abend durch ein Giftspray gekillt. Der Spray-Geruch ist nicht gerade gesund. Die Zimmerreinigung war perfekt. Jeden Tag war das Bett in einer anderen Formation "dekoriert" sowie die Handtücher gefaltet. Wir erhielten täglich frische Handtücher, was im Grunde total übertrieben ist.
Die Buffets sind reichhaltig und hervorragend. Natürlich gibt es nicht alles, was man von zuhause gewohnt ist. Vor allem beim Gemüse, bei den Brötchen und bei Kräutern muss man Abstriche machen. Dazu ist das Essen lasch: Man muss würzen, was aber nur mit Mojo, Pfeffer und Salz möglich ist. Gelegentlich gibt es einen kanarischen Abend. Grundsätzlich ist aber vor allem spanische Küche angesagt. Zu empfehlen sind die Tomaten, die Paella, Fisch und Meeresfrüchte und morgens die frisch gepressten Fruchtsäfte. Das rote Mojo schmeckte uns dieses Mal sehr gut. Das Fleisch ist von unterschiedlicher Qualität: mal zäh, mal richtig gut. Ein Highlight nach wie vor: das Abendessen auf der Terrasse neben dem Pool. Hierfür ist eine gesonderte und frühzeitige Anmeldung an der Rezeption nötig. Die Sauberkeit im Restaurant und draußen am Pool ist hervorragend, die Atmosphäre immer entspannt. Die Bedienungen freuen sich über Trinkgeld.
Der Service ist 1 A. In Deutschland ist man so eine überdurchschnittliche Dienstleistungsorientierung überhaupt nicht gewohnt. Das gesamte Hotelpersonal ist stets bemüht, den Urlaub so angenehm wie möglich zu gestalten. Wenn man sich bemüht, Spanisch zu sprechen, ist einem überall beste Laune des Personals sicher. Bei Fragen und Problemen wird sofort und zügig reagiert. So hatten wir z.B. den Wunsch, die Montana Tindaya zu besteigen. Dafür wird eine "Autorización" mit viel bürokratischem Aufwand von der Umweltbehörde benötigt: alles kein Problem an der Rezeption. Check-in diesmal hervorragend, weil wir mit dem Taxi früher als andere Gäste im Hotel waren und uns daher nicht in eine Schlange mit anderen Urlaubern anstellen mussten. Leider mussten wir unsere Zimmer am Abreisetag bereits um 12.00 Uhr räumen, obwohl der Flieger erst abends um halb sieben ging. Der Late-check-out war damals noch im TUI-Stars-Paket drin - schade. Bei der zweiten Schicht des Abendessens ist nach wie vor Schnelligkeit angesagt. Als allerdings eine Abordnung von RIU abends zur Bewertung kam, gab's auch um 21.45 Uhr noch warme Speisen. ;-). Die Endabrechnung war korrekt. Insgesamt wird vom Hotelpersonal Trinkgeld erwartet. Dies sollte man bereits während der ersten Tage springen lassen, damit man selbst auch noch was davon hat...
Absolut top. Zum Strand fährt der Glasaufzug, die Entfernung zum Flughafen wurde durch den Bau der Autobahn auf eine Stunde verkürzt, die Strandpromenade lädt zum Bummeln und Joggen ein. Supermarkt "Padilla" in Morro Jable gut 5 Gehminuten entfernt. Es gibt viele (auch neue) Ausflugsgelegenheiten, etwa Katamaran-Ausflüge vom Hafen von Morro Jable.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Fitnessraum und Pool haben wir nicht genutzt. Die Abendunterhaltung findet in einem dunklen und stark klimatisierten Raum statt und ist eher für ältere Semester geeignet. Schön ist es aber, abends auf der Terasse am Pool zu sitzen und die Urlaubsstimmung zu genießen. Bei diesem Urlaub haben wir erstmals auch die Wellnessabteilung "Body Love" genutzt und waren auch hier zufrieden. Dies ist eine eigene Firma, die Zahlung muss sofort erfolgen, da eine Buchung der erbrachten Leistungen aufs Zimmer leider nicht möglich ist. Die Sonnenliegen am Strand sind keine Dienstleistung von Riu und müssen bezahlt werden. Wenn man abends kommt, kann man hier umsonst sehr bequem relaxen. Bei der Sonnencreme ist ein sehr hoher Lichtschutzfaktor unabdingbar (30-50).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Mai 2012 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Julia |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 9 |


