Das Riu Palace Jandia liegt an der Südspitze von Fuerteventura. Bei dem Hotel handelt es sich um einen in die Jahre gekommenen Bau von 1990, der zwar von außen noch passabel aussieht, aber wenn man genau hinguckt, einen schon ziemlich bröckeligen Zustand hat (Risse im Balkon, Rost im Fahrstuhl, Dusche funktioniert nicht richtig), ca. 200 Zimmer. Da das Haus an den Felsen gebaut und ziemlich weitläufig ist, legt man täglich ziemliche Strecken treppauf treppab zurück. Wir mussten von unserem Zimmer immer fünf Etagen zum Restaurant überbrücken. Die zwei Fahrstühle dauern ewig und sind von den älteren Gästen mit Beschlag belegt, zu Fuß ist man schneller. Insgesamt ist alles sehr sauber, Zimmer werden täglich gereinigt. Wir hatten Halbpension - Frühstück und Abendbüffet. Kostenloses WiFi gibt es nur im Rezeptionsbereich, aber nicht auf den Zimmern - für ein 4-Sterne-Hotel etwas wenig. Gästestruktur: zu 90% deutsche Rentner in Partylaune Zimmersafe kostet 20,- Euro extra pro Woche - für ein 4-Sterne-Hotel ziemlich dreist. Handy-Erreichbarkeit ok. Zum Transfer ist zu sagen, dass wir uns diesmal ein Transfertaxi (suntransfers.com) geleistet haben, was auch eine richtige Entscheidung war. Bei unserer ersten Reise nach Jandia haben wir mit dem Bus des Veranstalters fast drei Stunden (!) vom Flughafen zum Hotel gebraucht, weil der sämtliche Resorts abklappert. Der Transfer klappte reibungslos, trotz Flugverspätung wartete die Fahrerin am Airport, und die Abholung war auch pünktlich.
Zimmergröße okay, aber viel zu wenig Stauraum. Riesen-Platzverschwendung und leider nicht mal eine Garderobe im Eingangsbereich, obwohl dort mehr als genug Raum wäre Minibar vorhanden (haben wir nicht benutzt), Bad und Toilette in Ordnung (Dusche wird abwechselnd knalle-heiß und eiskalt, ließ sich nicht regulieren). Fernseher vorhanden mit ARD und ZDF, keine Klimaanlage. Balkontür konnten wir leider nicht auflassen wegen des nächtlichen Discolärms vom benachbarten Club Robinson.
Sehr gutes Frühstücks- und Abendbüffet mit reichhaltiger Auswahl. Aber halt ziemliche Massenabfertigung. Abends wird in zwei Schichten gegessen (18.00h und 20.00h). Wenn man sich für die 18.00h-Schicht entscheidet so wie wir, kriegt man bei jedem Gang praktisch den Teller weggezogen, während man noch kaut. Der Frühstückskaffee ist ziemlich grauenhaft (dünn und labberig), also am besten eigenen Nescafé mitbringen oder auf schwarzen Tee umsteigen
Die Rezeptzionist(inn)en sprechen allesamt deutsch. Zimmerreinigung erfolgt täglich. Wir wurden bei der Ankunft mit einem Upgrade "beglückt", das sich im Nachhinein als voller Griff ins Klo entpuppte. Das Zimmer lag in Block C ganz am Ende (Nummer 110), genau an der Straße und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Club Robinson mit voller Beschallung - nachmittags Animation, nachts Disco. Nach drei schlaflosen Nächten haben wir versucht ein anderes Zimmer zu bekommen - Fehlanzeige. Wir hätten schließlich "Standard" gebucht und dafür schon Meerblick bekommen. Standard wäre übrigens Block B gewesen, ebenfalls zur lauten Seite vom Club Robinson. - Es wurde uns dann ein indiskutables Ersatzzimmer angeboten, an der Poolbar (also auch mit Beschallung) und mit den Abzugsschloten der Küche direkt vor dem Balkon. Wir haben dankend abgelehnt und uns stattdessen in der Apotheke mit frischem Oropax eingedeckt. Was uns besonders geärgert hat: Wir hatten das Zimmer direkt gebucht, also nicht pauschal über einen Reiseveranstalter. Da hätte man schon etwas Entgegenkommen erwarten können.
Die Lage zum Strand ist ideal - man geht nur ein paar Stufen hinunter. Leider hat das Hotel aber keinen eigenen Bereich am Strand; man muss für die Liegen extra bezahlen (13,50 / Tag). Nach Morro Jable sind es ca. 10 Min. zu Fuß, dort gibt es einige hübsche Cafés und Restaurant am Wasser, die aber abends meistens voll mit lärmenden deutschen Rentnergruppen sind. Wenn man keinen Sitzplatz bekommt (was meistens der Fall ist), empfiehlt sich die Plaza im Ort. Dort bekommt man wenigstens auch mal ein paar einheimische Spanier zu Gesicht und die Preise sind bedeutend günstiger. Extrem ungünstig dagegen ist die direkte Nachbarschaft zum Club Robinson. Dort herrscht Party rund um die Uhr - beginnend mit Nachmittagsanimation bis zur nächtlichen allabendlichen Disco. Laut Auskunft der Rezeptzionistin soll eigentlich um Mitternacht Schluss sein - was aber in der Realität nicht der Fall ist. Wir mussten den Lärm täglich ertragen; zweimal haben wir dann an unserer Rezeption interveniert (einmal um Mitternacht, einmal nachts um eins). Die haben die Polizei gerufen und dann war auch Ruhe. Aber es kann ja wohl nicht Sinn des Urlaubs sein, dass man Abend für Abend zu mitternächtlicher Stunde um eine ungestörte Nachtruhe kämpfen muss.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool ist nur ein kleines ovales Becken um ein bisschen drin rum zu planschen. Der Rest der Fläche ist dicht an dicht vollgestellt mit Liegen. Sardinenbüchse pur, plus täglichem Handtuchkrieg um die besten Plätze vorn an der Brüstung mit Blick aufs Meer. Das haben wir uns geschenkt und sind zum Strand runter.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im November 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Albrecht |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 7 |


