Im Hotel sind überwiegend Gäste (i.d. R. Paare) ab 60 Jahren aufwärts anzutreffen. Familien mit Kindern sind die Ausnahme. Ein Großteil der Gäste stammt aus Großbritannien, die mit Gruppenflügen anreisen. Deutsche Gäste sind auch anzutreffen, die i. d. R. mit Bussen anreisen. Der geringste Anteil sind Italiener. Deshalb wurden wir von den Kellnern und dem Personal desöfteren mit "Good Morning" und "Have a nice day" begrüßt. Ich kam mir teilweise vor, als wäre ich in ein englischsprachiges Land gereist. Durch die Vielzahl an Zimmern verirrte sich nachts jemand und wollte unser Zimmer aufsperren, bis derjenige merkte, dass er falsch war. Im Norden des Gardasees also in Riva und Torbole ist es immer sehr windig, man sollte immer eine Jacke dabei haben.
Die Größe des Zimmers lag bei ca. 15 m2. Das Bad war neu mit neuem Spiegel im römischen Stil, neuer Dusche etc. Sehr schön! Auch die Möblierung mit weißen Möbeln fand ich sehr schick. Wir hatten ein Zimmer im 4. Stock mit Mini-Seeblick. Die Klimaanlage im Zimmer funktionierte zwar, jedoch trat ein dermaßen merkwürdiger Gestank aus, dass wir sie nicht mehr einschalteten. Safe vorhanden. Für den Schlüssel muss man eine Kaution in Höhe von 20 Euro hinterlegen. Minibar vorhanden. Außerdem hatten wir einen neuen tollen Flachbildfernseher im Zimmer. Die Klimanlage im gesamten Hotel wird nur sporadisch eingeschaltet. Hier scheinen Sparmaßnahmen der Grund zu sein, weil warm genug war es. Anstatt die Klimaanlage einzuschalten wird täglich morgends und abends kräftig gelüftet und zwar sowohl an der Rezeption, in den Hotelfluren als auch im Restaurant. Man sitzt im ständigen Durchzug aus allen Richtungen (weil sich alle Fenster und Türen in alle Himmelsrichtungen öffnen lassen), was für mich persönlich irgendwann nicht mehr angenehm war, so dass ich mir nach 2 Tagen eine Erkältung einfing. Wer in dieses Hotel geht, sollte Zugluft gut vertragen.
Zum Frühstück gibt es ein Buffet mit täglich: Kaffee, Cappuccino, Tee, Käse, Marmelade Parmaschinken (täglich und sehr lecker! wird auch immer nachgefüllt), verschiedene Wurstsorten, Croissants, gekochte Eier, Rühreier, Spiegleier, warmer Speck, warme Tomaten, warme Bohnen, warmen Brokkoli, verschiedene Säfte, Wassermelone, Honigmelone, Erdbeeren, verschiedene Müsli, Ananas, Aprikosen, Vollkornbrot, Semmeln... Salatbuffet am Abend: Karotten, Zucchini, verschiedene Salate, kalter Braten, Tomaten, Gurken usw.. Jeden Abend gibt es eine andere Suppe, die man sich am Buffet holen kann uns sehr lecker war. Vorspeise Hauptgericht und Nachspeise wird serviert. Morgends beim Frühstück trägt man seine Wünsche ein. Dabei kann man jeweils aus 3 bzw. 4 Vorspeisen, Hauptgerichten und Nachspeisen wählen. Als Nachspeise wurde häufig Sorbet angeboten, und abwechselnd Apfelkuchen, Eis etc. Dabei ist anzumerken, dass die einzelnen Portionen von Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise nicht besonders üppig ausfallen. Ich wurde zwar immer satt, aber ich kann mir vorstellen, für den ein oder anderen vielleicht nicht. Der Apfelkuchen war z. B. nur ca. 3 cm breit also wirklich mini. Die Küche ist landestypisch italienisch, die Nudelgerichte, Lasagne etc. sehr lecker, aber wie gesagt nicht sehr üppig. Sehr problematisch war die Sauberkeit im Restaurant und an der Bar. Das Problem war mehrmals wöchentlich! Lippenstift an den Gläsern und Tassen, sowie unsauberes Besteck. Dies wurde nicht nur von uns moniert, sondern auch von anderen Gästen. NO GO! Eine typische italienische Atmosphäre habe ich sehr vermisst!
An unserem ersten Abend bekamen wir vom Oberkellner unseren Tisch fest zugewiesen, der sich bis zur Abreise nicht änderte. Er erklärte uns, dass uns Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise serviert werden und wir uns am Salatbuffet bedienen können. Wir warteten, bis uns die Vorspeise serviert wird. Doch da warteten wir lange!!! Die Kellner gingen an uns vorbei, sahen zwar auf unsere leeren Tische, sagten nichts und gingen zum nächsten Tisch. Wir konnten an unserem ersten Abend natürlich die Wartedauer noch nicht einschätzen, als jedoch die Gäste am Nebentisch sich bereits über ihre Nachspeise her machten, versuchte ich Blick- bzw. Gesprächskontakt mit einem der Kellner aufzunehmen. Wir hatten sogar den Eindruck, dass die Kellner bewußt den Blickkontakt mieden. Ich musste also einem Kellner hinterherschreien, was denn mit unserer Vorspeise sei. "Was sie haben noch nichts?" sagte er (dabei hatte er desöfteren auf unseren leeren Tisch geschaut und es vorher sehr wohl gemerkt) und nahm Kontakt mit einem anderern Kellner auf, mit dem er italienisch redete und der dann für uns zuständig war. Dieser Kellner entschuldigte sich bei uns für die Verspätung. Sage und schreibe eine dreiviertel Stunde dauerte es, bis wir unsere Vorspeise hatten. Die nächsten Gänge folgten jedoch zügig. Die Tage derauf bekamen wir unser Essen auch immer sehr zeitnah. Insgesamt gesehen konnten wir während dieser Woche öfters einen Streit zwischen verschiedenen Kellnern beobachten, nicht nur im Restaurant sondern auch an der Bar. Das Betriebsklima scheint nicht das Beste zu sein. DIe Damen an der Rezeption waren stets freundlich. Eine von Ihnen spricht sehr gut Deutsch, die anderen so la la. Die Kellner sprechen ein paar Worte deutsch, jedoch ist es von Kellner zu Kellner sehr unterschiedlich. Desöfteren hatten wir das Gefühl, dass uns nicht die Freundlichkeit entgegengebracht wurde, die wir erwartet hätten. Man kam sich manchmal unerwünscht vor. An einem Tag wollten wir statt dem Abendessen ein Mittagessen einnehmen. Die Dame an der Rezeption meinte, Mittagessen sei nicht möglich, aber sie würde uns jederzeit ein Lunch-Paket machen. Als es dann 3 Tage darauf soweit war, sagte dieselbe Dame ein Lunch-Paket sei nicht möglich, nur dann wenn wir einen Ausflug nach Venedig oder Verona über das Hotel gebucht haben. Das war schon irgendwie ärgerlich, weil wir wollten einen eigenständigen Tag nach unseren Wünschen verbringen (Schiff-Fahrt etc.). Man kann zwar im hoteleigenen Restaurant zu Mittag essen. Die Preise sind dort aber gesalzen, und die Portion mini! Für eine klitzekleine Portion Spaghetti mit Tomatensauce wurden 8,50 Euro kassiert. Da wurde nichtmal ich satt, obwohl ich kein Vielesser bin. Die Zimmerreinigung war jeden Tag perfekt. Es wurde auch jeden Tag desinfiziert.
Das Hotel befindet sich nur wenige Meter vom Gardasee entfernt, an dessen Ufer man sich in der Wiese sonnen kann, sofern einem der fast ständig wehende Wind (teilweise noch sehr kalt) nichts ausmacht. Am Ufer entlang befindet sich eine schöne Fußgängerpromenade teilweise von Palmen umgeben und mit vielen Bänken zum Verweilen. Ebenfalls führt ein Radweg neben der Promenade. Ins Zentrum von Riva geht man zu Fuß ca. 30-40 Min, je nach Geschwindigkeit. Die Altstadt von Riva ist sehr schön, viele Bars und Cafes laden zum Entspannen ein und auch das Shoppen kommt nicht zu kurz. Aber auch in unmittelbarer Hotelumgebung gibt es Pizzerien, einen Lebensmittelmarkt, Eisdielen und einen Weinshop. Ausflugmöglichkeiten mit Schiff, Bus etc. gibt es sehr viele.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Außenpool war für diese Jahreszeit noch zu kalt zum Schwimmen (nur sehr vereinzelt wurde er genutzt). Doch hier kann man auf das hoteleigene Hallenbad zurückgreifen. Etwas überrascht waren wir, dass für einen Bademandel eine Kaution in Höhe von 50 Euro hinterlegen mussten! Auf der hoteleigenen Terrasse klimpert mehrmals die Woche bis 23 Uhr ein Alleinunterhalter auf seinem Keyboard. Dies ist eine eher gediegene Atmosphäre für das ältere Publikum.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Theresa |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 2 |


