Das Hotel ist ein hochherschafftliches Gutshaus (heute Hotel mit Schlossrestaurant) nebst Pferdestall (heute Brasserie und Wellness) und ein Neubau (nur Zimmer) in einer wunderschönen Parkanlage mit Seerosenteich. Eigentlich alles, was ein gelungenes Konzept braucht. Die Zimmer sind jedoch durchgängig unsauber, der Service teilweise mangelhaft und die Brasserie eine schlimme Zumutung. Das Hotel hat ein klares Managementproblem. Preis und Leistung stimmen leider nicht. Schmutztoleranz und Freude am Kantinenessen sind gute Voraussetzungen, sich im Schloßgut Groß Schwansee wohl zu fühlen!
Wir hatten eine Juniorsuite gebucht und fanden diese sehr unsauber vor. Tote Insekten lagen in den Zimmerecken und unter Vorhängen, die Fenster waren voller Fettfinger, Spinnweben und Fliegenkot, und Staub war in rauen Mengen vorhanden. Am ersten Abend bemerkten wir dann, wie ungemütlich alles war: wir saßen im Wohnzimmer in einem halbleeren Raum und schauten auf eine Kahle Wand. Nur ein Fernsehr war eingelassen - so hoch, dass man Genickstarre vom Hinsehen bekam. Licht kann man nicht machen wie man will: es gibt Lichtstimmungen die nur heller oder dunkler gehen. Wir schafften es nicht, ein vernünftiges Licht zum lesen hinzubekommen ohne alles maximal leuchten zu lassen und damit wieder sehr ungemütlich zu sitzen. Das Schlafzimmer ist vom Bad nur durch eine Glasschiebetür getrennt. Im Bett hört man wirklich jedes noch so leise Geräusch im Bad - auch alles, was man lieber nicht hören würde... Wir bekamen auf unsere Beschwerde hin ein Upgrade in eine Suite im Haupthaus. Diese war sehr groß und nur spärlich möbliert. Eigentlich nur eine sehr einfache Ferienwohnung ohne Küche. Die Lampen wurden nur noch von der Schwerkraft zusammengehalten und waren auch teilweise defekt. Das Wort Sauberkeit verbietet sich bei der Beschreibung der Suite. Eine der Vorbenutzerinnen mußte langes kräftiges schwarzes Harr gehabt haben. wir fanden es im Bad, an den Vorhängen und selbst am Betthimmel.... Auf allen Zimmern sind WMF-Kaffepad-Maschinen. Man bekommt 1 Pad pro Tag. Wir an 4 von 7 Tage jedoch nicht - was typisch für die Oberflächlichkeit des Zimmerservice war. Zwar konnten wir an der Rezeption Ersatz bekommen, jedoch schaffte man es dann trotzdem immer wieder nicht, uns am Folgetag einen neuen Kaffepad neben die Maschine zu legen.
DAS Problem des Hotels schlechthin. Es gibt im ehemaligen Pferdestall (rotes Gebäude) eine sogenannte "Brasserie", wo das Frühstück stattfindet und Halbpensionsgäste essen. Die Bestuhlung ist leider nicht mehr (wie auf Hotelbildern im Internet zu sehen) relativ locker. Heute stehen die kleinen Tische eng an eng praktisch in langen Reihen nebeneinander. Wir hatte zwei Tage mit Vollauslastung des Hotels. Dann ist wirklich jeder Platz besetzt und es herrscht eine Atmosphäre wie in der Schulspeisung. Die Qualität der Gerichte war auf eben diesem Niveau. Die Speisen gibt es in einem Nebenraum in einer kleinen Ecke in Buffetform. Eine derart primitive "Abfütterung" der Gäste erwartet man nicht bei einem Haus dieses Preisniveaus! In großem Gegensatz dazu stand das Schloßrestaurant, wo wirklich gute Küche geboten wird und wo auch ein sehr schönes Ambiente zu finden ist. Leider hat das Schloßrestaurant nur dienstags bis samstags geöffnet. Sonntags und montags kann man nur in der Brasserie essen, was wir gelinde gesagt als Zumutung empfanden. Die Brasserie ist auch nur bis 21.00 Uhr geöffnet. Die einzige Bar - die Dornierbar (benannt nach dem Eigentümer des Anwesens, der der berühmten Flugbaufamilie entstammt) - ist dem Schloßrestaurant angeschlossen. Das bedeutet: sonntags und montags ist um 21.00 Uhr Schluß. Das wiegt um so schwerer, wenn man bedenkt, dass das Hotel eine Einzellage hat und somit keine Alternativen "um die Ecke" verfügbar sind. Eine Anmerkung noch zur Halbpension: Wenn man die bucht (29 EUR pro Person), dann bedeutet das in der Brasserie ein wirklich primitives Buffet. Gegen Aufpreis kann man an den Tagen, an denen das Schloßrestaurant geöffnet hat, auch dort speisen. Aber das ist doch abstoßend: man bucht nicht gerade billig und wird dann - wenn man eine dem Preis entsprechende Leistung sucht, auf ein Zuzahl-Angebot verwiesen. Uns fiel übrigens auf, das daran auch zahlreiche andere Gäste Anstoß nahmen. Und noch etwas: die Weinkarte ist konservativ und mit gepfefferten Preisen für die gebotenen Weine versehen. 0,2 l offener Wein für 11 bzw. 13 EUR (für einen Alltagswein - nicht etwa ein Spitzengewächs!) fanden wir durchaus ambitioniert. Weil Halbpension und Frühstück in der Brasserie geboten werden, kann hier nur ein Punkt gegeben werden
Das Personal an der Rezeption und im Restaurant war sehr freundlich und zuvorkommend. Anders der Zimmerservice: dem hatte sich der Gast unterzuordnen, der war unfreundlich und vor allem: einfach nur schlecht. Das ganze Hotel hat ein massives Sauberkeitsproblem. Wir haben das zweimal intensiv zur Sprache gebracht: geändert hat sich nichts.
Die Lage, zwei Gehminuten von der Ostsee entfernt, eingebettet in einen schönen kleinen Park, ist wunderbar. Groß Schwansee liegt im Klützer Winkel, einem bezaubernden kleinen Landstrich zwischen Wismar und Lübeck. Hier ist die Landschaft hügeliger und lebendiger als sonst an der Ostseeküste. Für Naturliebhaber, die Ruhe und Idylle suchen, ein idealer Ort. Einkaufen und Nightlife gibt es nicht. Ohne Auto sollte man nicht kommen. Dafür ist man wie in eine andere Zeit entrückt. Uns hat das sehr gefallen!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ingolf |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 13 |
Lieber Gast, für Ihre ausführliche Bewertung danke ich Ihnen sehr herzlich. Ein detailliertes Feedback ist wichtig und für uns als Gastgeber sehr hilfreich, denn gerade dadurch haben wir die Möglichkeit, die so aufgedeckten Missstände zu analysieren und schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen. Die Erfüllung der Erwartungen unserer Gäste an dieses Produkt hat für uns oberste Priorität, weswegen auch wir uns an festgelegte Qualitätsstandards halten. Dass diese während Ihres Aufenthaltes in manchen Bereichen nicht eingehalten wurden, ist mir und meinem Team äußerst unangenehm und ich kann mich nur in aller Form bei Ihnen dafür entschuldigen. Es tut mir sehr leid, dass Sie mit diesen Emotionen abgereist sind. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mein Angebot in naher Zukunft wahrnehmen, und ich Sie bald noch einmal persönlich bei uns begrüßen dürfte. Melden Sie sich gern jederzeit bei mir direkt. Mit freundlichen Grüßen Thilo Mühl Direktor


