Das Hotel ist eine riesiger Palast mitten in einem verschlafenen netten Dorf mit einer Kapazität von ca. 600 Gästen, am Talschluss. Die Zimmer sind eher klein mit älterem Teppichboden, engen Gängen zwischen und vor allem im allgemeinen Bereich, wo Sauna und Schwimmbad verbunden sind erinnerst das ganze eher an einen Bunker, wo teilweise Staubsauger und Putzmaterial in den öffentlichen Gängen einfach abgestellt wird. Alles eher peinlich. Gäste viele Familen und junge Paare und sicherlich 80 % Italiener => sehr sehr laut, was sich in Speisesaal und vor allem im Wellnessbereich katastrophal niderschlägt. WIr nutzten 3/4 Pension und ich glaube es gäbe auch Vollpension Mein Tip: es gibt wirklich sehr sehr schöne Hotelanlagen für Winter/Sommerurlaub in Südtirol. Nachdem wir die Nacht in dem Hotel verbracht hatten, erkundigten wir uns im Bekanntenkreis und erfuhren - leider zu spät - dass eigentlich alle unsere Erfahrungen geteilt hatten. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach übrhaupt nicht. Das Hotel ist nur auf Massen ausgerichtet, die es aber nicht bewältigen kann. Jedes AllinclusiveHotel in der Türkei/Griechenland/Ägypten kann die Massen besser bewälitgen als dieser riesen Hotelpalast. Wenn Sie Erholung zu zweit oder mit Familie egal ob alt oder jung suchen, sehen Sie sich besser nach einem der vielen anderen schönen Hotels um!
Das Zimmer das wir bezogen (Nr. 112) war sehr klein aber in Ordnung aber bereits älter eingerichtet und vom Standard her sicher gleichkommend einer durchschnittlichen Frühstückspension, alte abgelegene Matratzen und Vorhänge, keine Jalousien oder Rollläden, ein schönes Bad Achtung: s. Sparte Service: Zimmer sehr sehr hellhörig in alle Richtungen. Im gesamten vordere Trakt masive nächtliche Störung durch Discolärm
Das Abendessen verlief dann erfreulich, es schmeckte uns sehr gut, der Kellner war zwar reserviert und wortkarg aber er leistete gute Dienste und die Stube, in der wir untergebracht wurden, war wirklich schön. Ah vielleicht eine Kleinigkeit zum Prozess der Tischzuweisung: Wir machten, wie uns von einer umherirrenden Kellnerin geheißen, einen Herrn P. mit einer Handvoll Zettel ausfindig, in denen er eifrig und konzentriert herumblätterte und der uns persönlich zum Tisch geleitete. In anderen Hotels mit noch viel mehr Gästen die zugleich zum Essen wollten, wurden wir bisher immer am Eingang erwartet, freundlich begrüßt (!), ein Oberkellner teilte einem Mitarbeiter mit, welcher Tisch der reservierte war, und dann wurde man von diesem zum Tisch geleitet, sodass der Oberkellner bereits wieder frei war und die dennoch entstehende Wartezeit für den Gast kürzer erscheint und dieser sich willkommen fühlt - im Hotel Schneeberg fühlten wir uns eher wie Bittsteller für eine Tisch. Auch war es bisher in größeren wie in kleineren Hotels eigentlich immer Brauch, dass entweder Küchenchef oder Hotelchef(-in) während des Essens von Tisch zu Tisch gingen und sich nach dem Befinden der Gäste erkundigten. Das sind Kleinigkeiten aber es macht gleich viel aus und man fühlt sich als Kunde nicht lästig sondern herzlich willkommen! So etwas gibt es im Hotel Schneeberg nicht
Das Service das Personal war so schlecht, wie wir es noch nie in Südtirol gesehen hatten: Angefangen hat es beim Einchecken, denn obwohl einige Gäste um ca. 15:00 als wir eincheckten am Desk standen, war nur ein junger und überforderter Mitarbeiter am Schalter, nach längerem Warten kam dann endlich ein weiterer Mitarbeiter der uns dann eincheckte und uns hastig einige Hotelhinweise zu Wellnessbereich, Nachmittagsjause, Abendessen sowie Handtuchausgabe. Verwundert waren wir bereits zu diesem Zeitpunkt, dass der Verleih von Bademänteln kostenpflichtig sei 10 Euro plus 50 Euro Kaution/Mantel !!!. Das war uns in einem Wellnesshotel vorher noch nie untergekommen. Kaution ja klar, aber Kosten bei den Zimmerpreisen. Dann gingen wir zur Nachmittagsjause. Dort lief das ganze eher ab wie in einer Kantine mit sehr hohem Lärmpegel. Die Jause war glaube ich bis 16:30 angesetzt, doch bereits bei unsrem Eintreffen, waren viele Tabletts vom Buffet bereits leer, überall standen auf Hilfstischen Berge an verbrauchten Geschirr herum, wir wollten uns in einen angrenzenden ruhigeren Bereich setzen, doch ein junger Kellner wies uns kurz angebunden einen Tisch direkt in der lauten Kantine (Wappensaal) zu. Die Tischdecken dort waren noch teilweise verdreckt. Wir warteten sicher über 10 Minuten, obwohl mehrfach irgendwelche junge Kellner hastig und weniger hastig an unsrem Tisch vorbeigingen, dass wir eine Bestellung für Getränke aufnehmen durften. Also schritten wir zum Äußersten: wir wagten es, einen Kellner zu bitten, Getränke zu bestellen, dieser ging einige Meter weiter zu einer missmutig dreinschauenden Kollegin und reichte ihr unseren Wunsch zu bestellen und dann - wir glaubten unseren Augen nicht, gifteten sich die beiden vor unser und aller Augen offen an. Die junge Kellnerin zischte ihren etwas älteren Kollegen lautstark zu: "Dann mach du das eben - ich habe keine Zeit." Schließlich kam nach weiterem Warten dennoch er und nahm unsere Bestellung auf und brachte dann auch tatsächlich kurz darauf, was wir wollten, und entschuldigte sich sogar für das lange Warten. Wir hatten aber immer noch nicht verstanden, warum wir vorhin so lange gewartet hatten, obwohl zahlreiche Kellner herumstanden und ziellos ein bisschen was abräumten und dabei an unsrem Tisch vorbeigegangen waren. So was gibt es nicht mal in mediteranen Allinclusivehotels, wo die Getränke inkludiert sind und das Personal meist nicht ausgebildet ist. Wir wunderten, dass in einem Ressort, das eigentlich u.a. von den Getränkekonsumationen lebt, es keinen interessierte, dass wir am leeren Tisch saßen bzw. noch keine Getränke hatten. Es waren zwar einige andere Tische belegt, aber es war durchwegs nicht übervoll. Es interessierte einfach keinen vom Personal! Es lag dicke Luft im Raum. Keiner vom Servicepersonal ein freundliches Wort, keiner ein Lächeln. Vor dem Abendessen wollten wir noch an der Hotelbar einen Aperitif trinken. Diesmal war definitiv kaum was los, es standen 2 ältere und 2 sehr junge Kellner im Barbereich herum und dennoch warteten wir lange und erst durch auffallendes Zunicken ist es uns gelungen, einen Kellner darauf aufmerksam zu machen (obwohl alle Kellner mindestens einmal an uns vorbei gegangen sind), dass wir an der Theke sitzen, weil wir vielleicht etwas zum Trinken bestellen möchten. Wir sind dann erneut Zeugen einer Auseinandersetzung des Personals geworden. Es wurde irgendeine ausländische (nicht italienisch ;-) !) Sprache gesprochen und wir verstanden nur das letzte Wort, des Kellners der uns bedient hatte: "... die Sau, die Arabische!" Wir starrten uns entsetzt an: Wir erwarten nicht, dass uns nur italienisch- oder deutschsprachige Südtiroler bedienen, aber man darf in einer 4-Sterne-Hotelburg wohl mehr Niveau erwarten. Und nun zum Höhepunkt unseres "Wellnesswochenendes": Wir sind nach dem Essen um ca. 22.00 Uhr aufs Zimmer gegangen und hatten das Bedürfnis nach ein bisschen Fernsehen früh einen langen und erholsamen Schlaf zu finden. Leider hörten wir trotz des Fernsehers rhythmische und unüberhörbare "Beats" die das Bett vibrieren ließen. Ich zog mich nochmals an, und ging nach unten um zu erkunden, woher der nächtliche Lärm kam und musste erkennen, dass wir 2 Stockwerke über der Disco untergebracht worden sind. Nicht nur in unsrem Zimmer war es zu hören sondern der gesamten Gang unseres Traktes erbebte rhythmisch im Discobeat. Ich ging an die Rezeption, sprach den dort sitzenden Herrn darauf an und fragte , ob es nicht ein Zimmer weiter entfernt gäbe. Er gab an dass es eine derartige Reklamation noch nie gegeben habe und es gab natürlich kein anderes Zimmer bei voller Auslastung. Aber statt sich selbst um die Angelegenheit zu kümmern, meint er bloß ich sollte zum DJ Werner gehen, ihm einen "schönen Gruß" ausrichten und ihn bitten die Musik leiser abzuspielen. Ich frage den Leser an dieser Stelle erneut: ist das ernsthaft für 4-Sterne Niveau? Der Gast muss doch derartige Angelegenheiten nicht selbst regeln? Doch was blieb mir anderes übrig, ich machte den Rezeptionisten darauf aufmerksam, dass ich fürchtete, wenn ich mit dem DJ spräche, die Musik zwar für eine halbe Stunde leiser wär aber dann sicherlich bei guter Stimmung erneut laut werden würde und ich dann nicht um 2 Uhr nachts erneut in die Rezeption kommen wollte, aber 100 % am Folgetag einen Wirbel machen würde, wenn es nicht klappen sollte! Ich ging also in die Disco, sprach mit dem DJ, er war verständnisvoll und der erste Mensch vom gesamten Hotelpersonal der freundlich war und auch freundlich lachte und er versprach mir, ab ca. 23.00 Uhr die Musik leiser zu stellen. Und die Disco würde ohnehin kurz nach Mitternacht zusperren. Erleichtert und zufrieden kehrte ich ins Zimmer zurück und schlief dort sofort ein. Plötzlich riss mich etwas aus dem Schlaf, ich schaute auf die Uhr es war 01:30 Uhr, ganz deutlich vernahm ich laute Musik und harten Beat, das Bett bebte unter der Bassbeat, auch mein Zimmerkamerad war erwacht. Wir schauten uns hellwach an: die Disco! Ich rief an der Rezeption an und war erstaunt, dass keiner ranging. Zum Glück handelte es sich nur darum, dass wir gerade aus dem Schlaf gerissen waren und nicht z.B. um einen medizinischen oder sonstigen Notfall, denn den Anruf nahm keiner entgegen. Ich zog mir erneut Hose und T-shirt an und ging recht erbost an die Rezeption in der Absicht mich zu beschweren: Ich konnte es nicht glauben es war gespenstisch still dort, richtig gruselig: Eine große Hotelburg mit - wie man mir mitgeteilt hatte - 600 nächtigenden Gästen und keiner an der Rezeption, und das bei offener Eingangstür, jeder hätte unbeobachtet herein und heraus spazieren können. Niemand der ihn daran gehindert hätte. Ich konnte es nicht glauben: Ich konnte es nicht glauben, ich ging in den Discobereich, wo mir Rauchwolken aus dem Nichtraucherbereich (ist glaube ich anzeigbar und strafbar, oder?) entgegen quollen und machte da kein DJ mehr da war die junge Kellnerin auf den Lärm, der bis in die Zimmer drang, aufmerksam. Die meisten Lokalbesucher waren betrunkene Einheimische, die Musik ohrenbetäubend, der DJ nicht da, die Kellnerin achselzuckend. Die Situation für mich aussichtslos. Frustriert ging ich ins Zimmer, ich bestückte die Ohren mit Watte und wir versuchten wieder einzuschlafen. Irgendwann muss die Musik dann aufgehört haben, denn irgendwann gelang es dann auch einzuschlafen. Als am nächsten morgen um 09.00 Uhr der Wecker läutete (wir mussten so früh aufstehen, da bereits um ungewöhnlich zeitige 10.00 Uhr Check-out-Time war) hatte ich Kopfschmerzen, wir fühlten uns, als ob wir die ganze Nacht durchgezecht hätten, waren völlig unausgeschlafen und wir ärgerten uns, in Schneeberg ein Welllnesswochenende gebucht zu haben. Wir baten am Folge- bzw. Abreisetag um ein Reklamationsgespräch mit der Geschäftsführung. Es kam der Juniorchef mit glasigen Augen, der uns schnell schnell an der Theke abfertigte. Das gespräch wurde von ihm - unserer Meinung nach - völlig unprofessionell geführt und für uns völlig unbefriedigend. Seine Reaktion auf unsere Beanstandungen sinngemäß war: " Ich werde der Sache nachgehen, aber wir sind ohnehin immer gut gebucht!" Also Kundenservice wird in keinster Weise hochgeschrieben: Hauptsache die Bude ist voll. Ich bin gespannt über die Zukunft Ihrer Hotelanlagen, wenn einer Ihrer Manager meint, er brauche die Kundenreklamationen nicht ernst zu nehmen, da das Haus sowieso vollgebucht sei - eine sehr kurzfristige Sichtweise von Unternehmungs-Management bzw. Qualitätsmanagement und Umgang mit Kundenzufriedenheit - ist das nicht etwas verwunderlich und fragwürdig???
Sckigebiet Ratschings ca. 30 Min entfernt das heisst das ganze Tal hinaus und das nächste Tal wieder hinein, es gibt auch öffentlichen Bus, Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten für junge Leute praktisch keine da am Talschluss gelegen in einem kleinen Dorf und ca 40 Min von der nächsten Stadt Sterzing mit kleinem Krankenhaus, kleinem Bahnhof usw. verbunden. Ausflugsmöglichkeiten zum Wandern sicherlich nett aber das war auch schon alles.
Beliebte Aktivitäten
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Der Wellnessbereich ist architektonisch und von der Ausstattung her absolut in Ordnung aber natürlich hoffnungslos überfüllt und zwar bei den Liegen, im Schwimmbecken und erst recht innerhalb der Sauna wo ständig die Tür aufflog und wieder zuknallte. Es hallte wie in einer Bahnhofshalle. Damit hatten wir aber gerechnet und wir freuten uns bereits auf den Folgetag, wo wir beabsichtigen nach dem Auschecken und einem Winterspaziergang bereits am frühen Nachmittag noch etwas Ruhe und Entspannung zu finden. Dies hätte uns aber, so erfuhren wir dann am Folgetag, nochmals 20 Euro gekostet, was wir bei dem Zimmerpreis unglaublich fanden, zumal wir keine Garantie hatten, dass es nicht wieder völlig überfüllt und unausstehlich laut werden würde. Nach ca. 3 Stunden Lärm, viel Gedränge und dadurch leider wenig Erholung gingen wir auf unser Zimmer und bereiteten uns für den Abend vor.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1-3 Tage im Februar 2011 |
| Reisegrund: | Winter |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 6 |


