Man betritt das Hotel und denkt sich: "Mann, das ist ein richtig schöner Empfang." Beim zweiten Blick fällt dann bei den meisten Sachen auf, dass sie schon ziemlich viele Jahre auf dem Buckel haben. Es gibt nur einen Lift, der immer belegt ist. Zu Fuß gehen schadet ja nicht. Das Hotel ist durch die häufigen Umbauten extrem verwinkelt und verschachtelt. Irgendwie passt alles nicht ganz zusammen. Schön, dass das Hotel noch genügend Geld hat, um links und rechts Hotelflügel anzubauen. Da wurden gerade die Fundamente gegossen. Besser wäre es den Bestand zu sanieren. Egal in welches Hotel Sie fahren, jedes wird besseres Service, Essen und Sauberkeit bieten als dieser Schuppen. Schade eigentlich. Meine Frau war vor Jahren zweimal dort und war immer begeistert. Vermutlich muss es mal einen Besitzerwechsel gegeben.
Der Zierbrunnen im Voyer zB wurde sicher in den letzten 10 Jahren nicht mehr vom Staub befreit. Die Umkleidekabinen im Badebereich sind dermaßen desolat, dass wir Schwierigkeiten hatten unsere Sachen aufzuhängen. Die Aufbewahrungskästen in den Umkleiden waren so verschlissen, dass uns beim öffnen des Schranks gleich die Tür entgegenkam. Unsere Zimmertür schloss nicht. Man musste immer absperren, damit die Tür zu blieb. Bei der Badetür hatte ich den Griff in der Hand.
Eine große Hotelbar mit Couchecke (war an sich recht gemütlich), kleinere Stuben und ein Speisesaal. Eigentlich recht nett eingerichtet. Qualität des Essens: Niveau Skihütte - Geschmack durchschnittlich Speisenauswahl gabs nicht. Entweder Gulasch oder nichts. Man bekommt das Zimmer ja nicht geschenkt und man merkt, dass man an allen Ecken und Enden abkassiert wird.
Der einzige Hilfsbereite Angestellte im ganzen Hotel war der junge Rezeptionist (mit Brille). Er war wirklich aufmerksam. Wir haben uns dann auch bei der Abreise bei ihm beschwert. Er wirkte da aber recht hilflos.... Er ist halt nur ein Angestellter. Der Wellnessbereich: Da man im Badebereich keine Bar oder sonstiges vorfindet muss man im Bademantel durch das halbe Hotel laufen und an der Hausbar etwas zu trinken bestellen. Dort angekommen warf mir die Kellnerin mit den langen schwarzen Haaren gleich einen vernichtenden Blick zu. Ich hatte dann fast das Gefühl, dass ich mich entschuldigen muss, dass ich etwas bestellen will. Trotzdem bestellte ich eine große Flasche Mineralwasser und zwei Gläser. Nach ein paar Metern machte mich dann ein anderer Kellner darauf aufmerksam, dass ich mit Glasgegenständen nicht in den Badebereich darf. Also: Alles wieder zurück. Bestellung umständlich stornieren (wieder vernichtende Blicke) Kein Hinweis auf andere Getränke - nichts. Nur Kopfschütteln, dass ich das als gerade angekommener Gast nicht weiß. Danach suchte ich das halbe Hotel ab, bis ich im Fitnessraum eine dauertelefonierende Angestellte fand, die mir dann nach 10 Minuten warten eine Wasserflasche aus ihrem Kühlschrank reichte (ich war der einzige Gast im ganzen Bereich). Der Bademeister: Ein Choleriker par exzellence. Er rast zweimal am Tag durch den Badebereich und schäumt die Gäste an, wenn sie eine der wenigen Liegen an einen anderen Platz stellen. Aufguss in der Sauna? Der Mann hat besseres zu tun. Am liebsten knallt er mit den Türen und schimpft offensichtlich vor den Gästen über seine schlechte Jobwahl. Der Mann sollte sich lieber mal einen Wischmob nehmen und den Dreck von den Liegen wischen. Genau so stelle ich mir Erholung vor. Abendessen: Am Abend ein ähnliches Bild. Massenabfertigung beim Abendessen. Nur ein Gedeck für ein 4-Gang-Menü? Seltsam. Wer sein Besteck vor dem Abräumen nicht vom Teller nahm, der musste sich beim Nachbartisch eines ausleihen. Die Gänge wurden einem nur so hingeklatscht. Als Hauptspeise gab es dann ein leckeres Gulasch. Spätestens dann fühlten wir uns wie in einer Skihütte. Es fehlte nur noch das Drehkreuz an der Kasse. Noch zum Kellner: Wir bestellten eine Flasche Wein zum Hauptgang. Der Kellner war sichtlich überfordert als wir Ihn nach seiner Empfehlung fragten. Er meinte, wir sollten doch den Hauswein nehmen (Edelvernatsch). Den nahmen wir aber nicht, sondern einen von der sehr übersichtlichen Weinkarte. Von Ambiente kann man im Speisesaal sowieso nicht sprechen. Alles hetzt herum, hecktisches Gefuchtel und Gebrüll aus der Küche. Frühstück: Versuchen Sie bloß nicht sich an einen Tisch zu setzen, der Ihnen gefällt. Sie werden Ihr blaues Wunder erleben!
Schöne Umgebung. Das Ridnauntal ist wirklich sehr lieblich. Das Hotel liegt am Ende des Tales. Über Wanderungen können wir nichts berichten, da wir nur fürs Wellness hingefahren sind. Parkplätze sind genügend direkt am Hotel vorhanden.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Wir waren wie gesagt nur zum Baden im Hotel. Deshalb kann ich nur davon berichten. Badebereich: Nicht geputzt. Wasser im Whirlpool roch alt. Die Saunen waren nicht gereinigt. Die Liegen waren verklebt mit Essensresten. Ach ja, wenn Sie gerne eine Liege hätten, dann würden wir Ihnen empfehlen gleich um 8. 00 Uhr morgens eine zu belegen, denn es sind nur ca. 25 Liegen im Badebereich für 150 Hotelgäste da! Im Badebereich herrschten wirklich tropische Temperaturen. Ich bin mir sicher, dass es 30 bis 35 Grad Lufttemperatur hatte. Den ganzen Tag kann das kein Mensch aushalten. Nur gut, dass es genügend Getränkeangebot gab.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1-3 Tage im Juni 2008 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


